5 Bewegungsideen für die Feiertage

1. Im Spiel die Freundschaft festigen

Egal, wie lange Du am Stall bist – eine Horsemanship-Einheit hilft Dir und Deinem Pferd, Eure Beziehung zu festigen und zu stärken. Wir haben so einige Lehrfilme für Einsteiger aber auch für Fortgeschrittene zum Thema Horsemanship und Freiarbeit auf wehorse. Bist Du Fortgeschritten? Dann schau’ Dir mal Jenny Wilds und Peer Claßens Film zum Thema „Freies Spielen mit dem Pferd“ an.  Die beiden möchten dazu anregen, in die Pferde hineinzufühlen und in jeder Situation zu entscheiden, was genau ihr zusammen macht. So ganz nebenbei ist währenddessen das Seil und das Halfter abgenommen. Sie üben die Aufgaben „Bleib bei mir“ oder auch das so genannte Zirkelspiel. Das sind Dinge für Menschen, die schon gut mit dem Thema Horsemanship-Übungen vertraut sind. Natürlich kannst Du Dir den Film auch ansehen, wenn der Weg noch weit ist – dann ist er eher eine Inspiration. Dahin können Dich die Filme der beiden Ausbilder führen, es ist schließlich eine große Serie von 22 Einheiten und sie beginnt ganz grundsätzlich und einfach. Es geht los mit ein bisschen Grundphilosophie und dann geht es im Teil 3 in die Praxis zum Thema „Partnerschaftliches Aufhalftern.“ Schau mal rein - es ist sehr interessant. 

2. Ab ins Gelände & dort gymnastizieren

So lange es möglich ist, geh' raus ins Gelände mit Deinem Pferd! Eis und glatt getretener Schnee kommen früh genug, dann geht's nicht mehr (für die allermeisten). Das Schöne an den Feiertagen ist: Wir alle können bei Tageslicht zum Pferd. Nutze die Gelegenheit, frische Luft zu genießen! Deinen Ausritt kannst Du gymnastisch aufwerten, indem Du Dir leichte Ansteigungen im Gelände suchst. Kurd Albrecht von Ziegner, ein inzwischen verstorbener Lehrmeister und hoch angesehener H.D.v.12-Vertreter, hat das so genannte Hangbahntraining etabliert. Die H.D.v.12 ist die ursprüngliche Schrift der Militärreiterei, welche die Grundausbildung des Pferdes beschreibt. Sie ist die Grundlage der deutschen Reitlehre. Dazu gehörte für Kurd Albrecht von Ziegner das Hangbahntraining, das er selbst entwickelte. Ideal sind für diese Art des Trainings 10 Prozent Gefälle, Du musst das aber nicht mit dem Lineal ausmessen. In unserem Lehrfilm nutzen die Schüler von Kurd Albrecht von Ziegner ein Waldstück dazu. Die Pferde lernen durch das ständige Auf und Ab, sich selbst besser zu tragen und auszubalancieren. Wie ein gut aufgebautes Training am Hang aussieht, kannst Du Dir hier im Film von Kurd Albrecht von Ziegner ansehen.

3. An der Longe springen lassen

Verschaffe Deinem Longieren mehr spannende Elemente! Gymnastiksprünge tun beinahe jedem Pferd sehr gut. Die Muskulatur lockert sich, die Pferde machen den Rücken auf, die Balance ist elementar wichtig und wird geschult. Auch Philippe Karl, der Ausbilder, der wie kein anderer für die Légèrté steht, nutzt diese Möglichkeiten gern für seine Pferde. In diesem Film siehst Du, wie er das Springen an der Longe für seine Pferde einsetzt. Achtung beim Aufbau der Sprünge: Verwende nur Elemente, an denen die Longe nicht hängenbleiben kann, zum Beispiel Cavaletti-Blöcke. Oder lege Stangen zur Sicherheit an die Ständer, so wie es auf unserem Bild zu sehen ist. Philippe Karl nutzt übrigens einen Kappzaum für diese Longenarbeit.

4. Die Arbeit an der Hand beginnen

Hast Du schon mal hineingeschnuppert? Die Arbeit an der Hand erleichtert später im Sattel vieles. Du kannst Dein Pferd ohne Gewicht im Rücken toll auf das Reiten vorbereiten und es mit Lektionen vertraut machen wie Schulter vor und Schulterherein. Schritt für Schritt zeigt Dir Ausbilderin Saskia Gunzer in unseren Filmen, wie der Einstieg gelingen kann. Für die Dreharbeiten hat sie nicht nur hervorragend ausgebildete Pferde genommen, sondern auch Pferde gezeigt, die noch ganz am Anfang stehen. Das anzusehen ist sehr hilfreich! Keine Scheu vor dem Einstieg – anfangs geht es um die korrekte Zügelhaltung und das Anhalten und Antreten. Wir haben hier im wehorse Blog auch einen ausführlichen Artikel zum Einstieg in die Arbeit an der Hand und Saskia Gunzers Trainingsgrundsätze, hier. Studiere den Artikel, den Film und probiere es dann einfach mal aus! Ein toller Vorteil im Winter: Du hast Dein Pferd, auch wenn es kalt und knackig ist, an der Hand sehr gut unter Kontrolle. Beim Longieren ist das nicht immer der Fall. Wenn Du longierst, solltest Du Dir sicher sein, dass Dein Pferd nicht einfach mal unkontrolliert nach vorn schießt vor lauter Übermut. Das kommt ja bei kaltem Wetter schon mal vor, ist aber nicht ungefährlich. Bei der Arbeit an der Hand kannst Du Dein Pferd hingegen sehr kontrolliert aufwärmen.

5. Neue gymnastizierende Übungen für Fortgeschrittene

Bemerkst Du, dass Du gern das gleiche Programm im Sattel abspulst? Brauchst Du ein paar frische Ideen? Schau’ Dir mal Peter Kreinbergs Film „Gymnastizierende Übungen für Fortgeschrittene“ an. Er wendet sich an Westernreiter, doch die Übungsabläufe sind reitweisenübergreifend gut nutzbar. Acht aufeinander aufbauende Übungen, die Übertreten und Seitengänge fokussieren, verhelfen die Schiefe des Pferdes und seine generelle Beweglichkeit zu verbessern. Zum Beispiel nutzt Peter Kreinberg eine Tonne (eine Pylone wäre eine Alternative), um voltenartig darum herum zu reiten und dann abwechselnd die Kruppe des Pferdes herein zu fragen oder die Kruppe heraus zu fragen. Im Film erklärt er seine Hilfengebung dazu ganz genau. Der Nutzen dieser Übung: Kontrollierte Diagonalbewegungen auf zwei Hufschlägen verbessern die Geschmeidigkeit des Pferdes. Die Tonne oder Pylone erleichtert es dem Pferd, die Linie zu halten. Viereck verkleinern und vergrößern zeigt er ebenso in diesem Lehrfilm. Beide Übungen sind Bausteine hin zu einer guten Traversale - und wer hat die wohl nicht auf seiner reitereichen To-Do- oder Ziele-Liste stehen?