5 Tipps für mehr Trainingserfolg & Motivation!

Ein Gastbeitrag vom Blog www.alifewithhorses.de

Die Luft riecht nach Frühling, die Decken werden dünner oder bleiben vom Pferd! Wie herrlich! Und das, obwohl es erst Mitte Februar ist. Bei Temperaturen von bis zu 18 Grad kommt Frühling auf und der Saisonstart erscheint nicht mehr weit weg. Bist Du schon darauf vorbereitet?

Hier sind fünf Tipps, Ideen und Gedankenansätze, die für den Trainingserfolg und dem Erreichen von Saisonzielen helfen!

1. Was willst Du am Stall wirklich tun?

Routinen brechen: Wie läuft Dein üblicher Tag im Stall ab? Ankommen, dem Pferd Hallo sagen, dann erst mal hinsetzen und Kaffee trinken? Irgendwann später denken: Jetzt aber schnell, sonst ist mein Pferd heute gar nicht bewegt? Entspricht dieser Ablauf Deiner eigenen Idealvorstellung vom Reiten gehen oder das Pferd besuchen? Zwischen dem Gedanken machen und dem Handeln liegen oft Welten. Fang an, zu handeln. (Bei mir ist es eher, dass ich mir auch mal Zeit nehme, mich zu den Pferden zu setzen. Normalerweise habe ich nur ein begrenztes Zeitfenster und mache schnell-schnell, schaue, dass zwei Pferde bewegt sind. Mir die Zeit zu nehmen, einfach die Pferde zu beobachten und so auch in die Beziehung zum Pferd zu investieren, möchte ich öfters erleben!)

2. Springen, Ausreiten - wonach sehnst Du Dich?

Überlege, was Du früher besonders gern mit Deinem Pferd gemacht hast. Routinen können sich verändern, und vielleicht fällt Dir ein, dass Du früher etwa schrecklich gern lange Sonntags-Ausritte gemacht hast, oder regelmäßiges Springen dazu gehörte. Belebe solche Dinge wieder, falls Du Sehnsucht nach ihnen verspürst. Denn manchmal ist man so in einem Film drin ("Ich muss besser werden in der Dressur", oder "Ich muss seine Muskeln aufbauen"), dass solche Wünsche vergraben werden. Um auf Ideen für mehr Abwechslung zu kommen,  höre Dich auch bei Freunden um: Was hast Du alles letzte Woche mit Deinem Pferd gemacht? Sammele Input in Videos, Filmen, Magazinen und Büchern, entdecke, was Dir Freude bereiten würde! (Bei mir ist es übrigens das Wiederentdecken davon, dass ich gern springe! Seit ich jemanden an meiner Seite habe, der mich da super gut vom Boden aus unterstützt, traue ich mich viel mehr und mache einfach - das ist toll!)

3. Motivation entsteht durch Trainingserfolg

Du hast ein Ziel ins Auge gefasst, und es in kleine Schritte eingeteilt, von denen Du denkst, dass sie erreichbar sind. Gut so! Jetzt überlege, wie wunderbar es sein wird, dieses Ziel erreicht zu haben. Die britische Motivationsexpertin Tina Bettinson erzählt aus eigener Erfahrung: „Als ich meine erste Jungstute bekam, war ich starr vor Angst vor dem Angaloppieren. Denn das fühlte sich nicht an wie ein Galoppsprung, das fühlte sich an, als ob wir zwei ins Weltall katapultiert würden! Meine Reitlehrerin bestärkte mich, weiterzumachen und es einfach immer wieder zu probieren. Eines Tages bemerkte ich: Hoppla, ich sitze die Stute ja richtig gern im Galopp! Ihre Übergänge waren viel weicher geworden und so war auch meine Angst verschwunden.“ Wenn man Fortschritte nicht wahr nimmt, macht das unzufrieden. (Ich schaue mir gern meine Kursnotizen von Zeit zu Zeit an und stelle fest, welche Themen wir schon abgehakt haben und welche noch aktuell sind. Das erdet sehr, in beide Richtungen!)

4. Im Augenblick bleiben

Wer im Moment bleibt, kennt keine Furcht oder Zweifel. Diese Gefühle kommen nur auf, wenn man über Zukunft („Was könnte alles passieren?“) oder Vergangenheit („Jetzt macht mein Pferd gleich wieder das und das!!!“) nachdenkt. Versuche, diese Gedanken zu unterbrechen. Je mehr man es schafft, im Moment, bei seinem Pferd, zu sein, desto zufriedener wird man. Übe das Gedanken abstellen schon vor dem Reiten. Putz Dein Pferd und versuche einfach nur wahrzunehmen:  Wie gleitet die Bürste übers Fell? Das beruhigt. Die Emotionen und eigenen Wertungen ("Jetzt habe ich schon wieder zu spät reagiert!", "Man, kann ich meine Hand nicht ruhig stehen lassen?!") vor der Hallen- oder Platztüre lassen. Korrigieren ist erlaubt ("Schnell reagieren", "Ruhige Hand"), aber keine Wertung. Das hilft Dir und Deinem Pferd, im Thema zu bleiben ohne in eine Spirale der Emotionen, bei denen sich beide nur aufwiegeln, zu kommen.

5. Das richtige Umfeld

Umgebe Dich mit Menschen, die Dir positiv begegnen und Dich positiv unterstützen. Motivationsexpertin Tina Bettinson sagt: „An jedem Stall gibt es Pferdebesitzer und Trainer, die versuchen ihr Selbstwertgefühl damit aufzupolieren, andere Menschen schlecht zu reden. Meiden Sie diese, wann möglich und machen Sie es selbst anders!“ Kennt doch jeder, oder? Die anderen zu loben hilft übrigens auch, um das Stallklima schöner zu machen. Sag' doch einfach mal, wenn das Pferd eines anderen schön geht oder Dir etwas gefällt, was Du siehst. 

Na, schon etwas gestärkt alleine durch's Lesen? Noch mehr Tipps - auch für die Motivation Deines Pferdes - gibt es drüben auf dem Blog www.alifewithhorses.de , viel Freude beim Lesen und Ausprobieren beim nächsten Stallbesuch! Ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn Du mir da in den Kommentaren erzählst, wie Du es handhabt und welche Tipps für Dich persönlich hilfreich waren!

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