Uta Gräf und der Sunlight-xx-Club: Engagement für’s Vollblut

Fuchs Lenny und Reiterin Uta Gräf

„Wenn ich auf Lenny sitze, bin ich immer froh!“, erzählt Dressurausbilderin Uta Gräf. „Auch wenn der mal nicht perfekt geht – er ist ein Charaktertraum und gibt sich so viel Mühe! Mit dem ist man einfach immer überglücklich!“

Lenny, ein Charakterpferd

Der Fuchswallach, dessen Ausbildung wehorse schon seit seiner Jugend begleitet, ist in der Klasse S angekommen. Hinter Lenny, der auch oben im Bild zu sehen ist, steckt noch viel mehr, als die reine Ausbildungsgeschichte bei Uta Gräf: Denn Lenny ist das Vorzeigepferd für den Sunlight-xx-Club. Solche Pferde, so feinfühlig, sensibel und gut vom Charakter her, wollen die Frauen und Männer züchten, die den Sunlight-xx-Club gegründet haben.

Portrait Hengst Sunlight xx

Vollblut in der Warmblutzucht

Es ist ein kleiner, feiner Club mit einer tollen Idee: Das Blut des Vollblüters Sunlight xx zu fördern und in der Warmblutzucht zu verankern. (Er ist auf dem Portrait oben zu sehen, übrigens.) Das mit optimaler Aufzucht und optimaler Ausbildung zu kombinieren und dann für die so entstandenen guten Reitpferde die richtigen Besitzer finden. Genau das machen drei Paare gemeinsam: Inge und Thomas Vogel, die Gründer von pferdia, heute wehorse, das Züchterehepaar Silvie und Koni Streiff und Uta und Stefan Gräf, die für die Ausbildung der Clubpferde zuständig sind.

Züchterverstand und Leidenschaft

Die Vogels bringen das züchterische Know-How mit in die Gruppe. Inge Vogels Elternhaus ist das der etablierten Züchterfamilie Clüver, ihr Vater entdeckte einst Sunlight xx für den Hannoveraner Verband. Ihr Mann Thomas Vogel verbrachte den ersten Teil seines Berufslebens als Bereiter und Assistent an der Seite von Legende Hans-Joachim Köhler und gehörte damit viele Jahre lang zum engsten Team rund um die Verdener Auktion. Die beiden wissen also, was ein gutes Pferd ausmacht.

Braunes Fohlen auf Wiese

Rittigkeit und die Überlegenheit des Blüters

„Mein Vater war total begeistert von Sunlight xx, als er ihn entdeckt hat“, erzählt Inge Vogel. „Und mein Mann Tom ist Sunlight xx damals auch ein paar Mal geritten, da sah der Hengst noch aus wie ein Rennpferd. Das Besondere an Sunlight xx ist die Rittigkeit und der tolle Charakter, dieses Kluge, Überlegene, wie es Vollblüter im Idealfall haben.“

Michi Jung und Andreas Ostholt haben Sunlight xx- Nachkommen

Sunlight xx war zu Lebzeiten ein Geheimtipp, er hat verhältnismäßig wenig gedeckt. Dennoch hat er erfolgreiche Nachkommen wie So is et von Andreas Ostholt geliefert, das Nachwuchspferd Lennox von Michi Jung und zudem neun gekörte Söhne gebracht, Silberschmied und Sanciro sind die bekanntesten. Die positiven Eigenschaften, insbesondere „Charakter, Rittigkeit und Klugheit“, hätten sich „wie ein roter Faden durch Sunlight xx Vererbung gezogen“, erklärt Inge Vogel.

Optimale Jungpferde-Aufzucht

Die optimalen Aufzuchtbedingungen für die Sunlight-xx-Clubpferde liefern Silvia und Koni Streiff im Elsass. Er ist ehemaliger Vielseitigkeitsreiter, sie ebenso von Kindesbeinen an dem Reitsport verbunden. Vor 53 Jahren kaufte Silvia Streiffs Vater das erste Pferd im Hause Clüver und damit begann eine lange Freundschaft. Diese Freundschaft erweiterte sich durch die Begeisterung für das Sunlight-xx-Blut noch um das bedeutende Projekt rund um diesen Vollbluthengst. Ihr Hof im Elsass liegt beschaulich, ist umgeben von Weiden mit Baumbestand. Das Leben des Paares dreht sich komplett um die liebevolle Haltung ihrer Zuchtstuten und die Aufzucht. Das Zuchtziel heißt: „Brave, rittige Pferde zu züchten, die zu Freunden werden und im Sport zum Erfolg führen.“ Drei Zuchtstuten gehören momentan zum Club, dazu deren Nachkommen. Ein Bereiter unterstützt die beiden bei den ersten Schritten in Richtung Grundausbildung.

Optimale Jungpferde-Aufzucht

Die optimalen Aufzuchtbedingungen für die Sunlight-xx-Clubpferde liefern Silvia und Koni Streiff im Elsass. Er ist ehemaliger Vielseitigkeitsreiter, sie ebenso von Kindesbeinen an dem Reitsport verbunden. Vor 53 Jahren kaufte Silvia Streiffs Vater das erste Pferd im Hause Clüver und damit begann eine lange Freundschaft. Diese Freundschaft erweiterte sich durch die Begeisterung für das Sunlight-xx-Blut noch um das bedeutende Projekt rund um diesen Vollbluthengst. Ihr Hof im Elsass liegt beschaulich, ist umgeben von Weiden mit Baumbestand. Das Leben des Paares dreht sich komplett um die liebevolle Haltung ihrer Zuchtstuten und die Aufzucht. Das Zuchtziel heißt: „Brave, rittige Pferde zu züchten, die zu Freunden werden und im Sport zum Erfolg führen.“ Drei Zuchtstuten gehören momentan zum Club, dazu deren Nachkommen. Ein Bereiter unterstützt die beiden bei den ersten Schritten in Richtung Grundausbildung.

Uta Gräf ist überzeugt von der Aufzucht

Für Uta Gräf ist das dort bei den Streiffs im Elsass ein Beispiel für eine optimale Aufzucht: „Ich finde, dass die Pferde von Futter, von der Bewegung und allem drumherum super versorgt sind. Es ist eine ganz liebevolle Aufzucht dort bei Silvie und Koni!“ Dann geht es für die jungen Pferde zu Uta Gräf und Stefan Schneider nach Rheinland-Pfalz. Lenny hat den Anfang gemacht, aktuell ist die fünfjährige Fuchsstute Damon Jeromie bei den Gräfs. „Sie ist sehr bewegungsstark und wir sind gespannt, was die Zukunft für sie bringt“, erzählt Uta Gräf.

Die Geschwister von Lenny

Lenny und Damon Jeromie haben einige spannende jüngere Geschwister, die im Elsass gerade ihre Kindheit genießen. Sie sind Kinder der beiden Stammstuten des Sunlight-xx-Clubs: Suomi von Sunlight xx  und Sunshine von Sunlight xx bilden das Fundament der Idee.

Stammstute Suomi

Die erste Stute des Clubs ist die Suomi von Sunlight xx-Windhuk (sie ist auf dem Bild unten zu sehen). Sylvie Streiff kaufte die Staatsprämienstute dreijährig auf der Verdener Auktion. Die Stute war zuvor Siegerstute auf dem Dobrock geworden. Zunächst wurde sie bei ihrer neuen Besitzerin ein feines Reitpferd, bis sie zwölfjährig in die Zucht kam, übrigens ohne gesundheitliche Gründe, einfach aus Zuchtleidenschaft heraus. Suomi, geboren 1997, ist die Mutter von Lenny und von vielen anderen tollen Nachkommen. Lenny heißt übrigens eigentlich „Lord Tudor“, doch der Londonderry-Sohn wird auch in allen wehorse Filmen mit seinem Stallnamen Lenny angesprochen. Eine tolle Contendro-Tochter aus der Suomi ist heute als Vielseitigkeits-Nachwuchspferd bei Philine Ganders-Meyer zuhause. Coromandel du Moulin heißt sie, der Name erinnert an ihre Zuchtstätte, Moulin de Waltenheim, so heißt der Hof der Streiffs. In 2018 hatte Suomi ein besonders vielversprechendes Fohlen von Vitalis.

Stute und Fohlen auf der Weide

Sunlight-xx-Tochter Sunshine

Sunshine war ein besonderer Glücksgriff: Die Staatsprämienstute kam zum Sunlight-xx-Club, als dessen Mitglieder gezielt nach einer zweiten Sunlight-xx-Tochter zur Zucht suchten. Sunshines Muttervater ist Velten Third, der von den Familien Streiff und Vogel auch sehr geschätzt wird. Sunshine, geboren 2006, ist die Mutter von Damon Jeromie, der Fuchsstute, die momentan bei Uta Gräf ihre Grundausbildung erhält. Vater ist, wie der Name schon sagt, Uta Gräfs Hengst Damon Jerome. In 2018 hatte Sunshine ein besonders typstarkes Stutfohlen von Damsey.

Nachwuchszuchtstute Damsy von Damsey

Damsy ist eine Tochter der Suomi. Sie hatte 2018 ihr erstes Fohlen von Fürst Romancier. Der wurde als Vater übrigens ausgesucht, weil Uta Gräf so begeistert von einem Berittpferd von Fürst Romancier war. Damsy selbst ist eine Damsey-Tochter und die Anpaarung mit dem Fürsten passte sehr gut, ihr Dunkelfuchshengstfohlen ist so vielversprechend, dass Silvie Streiff darüber nachdenkt, die Anpaarung direkt noch einmal zu wiederholen.

Der Austausch unter Züchtern und Reitern

Eins ist noch wichtig: Neben all der Begeisterung für gute Pferde und für Pferde mit Blut ist den Sunshine-xx-Clubmitgliedern das Miteinander wichtig. Der Austausch und die Begeisterung über ihre Pferde macht es für sie alle so bereichernd, in diesem kleinen feinen Rahmen Pferde zu züchten, die es gut haben  - von Anfang an.

Ein gutes Zuhause finden

Eine ganz wichtige Station ist noch nicht genannt – der spätere Besitzer der so aufgezogenen und ausgebildeten Pferde. Lenny ist zum Beispiel an Uta Gräfs Co-Autorin Friederike Heidenhof verkauft worden, Coromandel hat ja bei Vielseitigkeitsreiterin Philine Ganders-Meyer ein Zuhause gefunden. Der Kontakt und Austausch besteht da weiterhin. Und das ist Züchterin Silvie Streiff wichtig: „Meine Freude über die Zucht teilen zu dürfen, ist das Wichtigste am Sunlight-xx-Club, denn geteilte Freude ist doppelte Freude!“

 

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