Pferdepflege & Gesundheit:
So bleibt dein Pferd gesund!

Nur ein gesundes und zufriedenes Pferd ist leistungsbereit. Hat es eine Verspannung oder andere gesundheitliche Probleme, ist es nicht in der Lage uns zu sagen: "Hey, mein Rücken tut weh. Ich kann gerade nicht volle Leistung bringen." Denn Pferde können bekanntlich nicht sprechen. Sie haben zwei Möglichkeiten: eine Schonhaltung einnehmen und versuchen alle Anforderungen zu erfüllen oder die Arbeit zu verweigern. Spätestens wenn das Pferd "laut wird" muss der Reiter merken, dass im Argen ist. Am besten schon, bevor das Pferd gravierende Gesundheits-Probleme hat, also bei der Pferdepflege. Die tägliche Gesundheitskontrolle sollte sowieso zur Routine werden.

Krankheiten beim Pferd erkennen

Gerade mit dem Kauf eines eigenen Pferdes übernimmt man die Verantwortung für dessen Gesundheit. Jeder Pferdebesitzer sollte lernen zu erkennen, ob das Pferd krank ist und der Tierarzt kommen muss. Aber auch schon kleine Problemchen zu erkennen und sie idealer Weise sofort selbst beheben zu können, ist gut fürs Pferd und schont den Geldbeutel. Deshalb haben wir zusammen mit einer Reihe von Experten zu verschiedenen Themen der Pferdepflege und Gesundheit qualitativ hochwertige Lernvideos erstellt. Diese helfen dir dabei, bald besser für die Gesundheit deines Pferdes sorgen. Zum Beispiel erklärt dir der bekannte deutsche Tierarzt Dr. Helmut Ende, wie du deinem Pferd in Notsituationen korrekt einen Verband anlegst und woran du bestimmte Pferdekrankheiten wie Lahmheiten erkennen kannst.

Die beliebtesten wehorse Lernvideos zum Thema Pferdepflege und Gesundheit

Pferdekrankheiten & Erste Hilfe: Wunden und Verbände

Pferdekrankheiten & Erste Hilfe mit Dr. med. vet. Helmut Ende: Innenparasiten & Giftpflanzen

Die Masterson Methode™ Teil 1: Verspannungen lösen mit der Masterson Methode™

Die Masterson Methode™ Teil 2: Verspannungen lösen mit der Blasen-Meridian-Technik

Akupressur für Pferde Teil 1: Grundlagen der Akupressur

Akupressur für Pferde Teil 5: Anwendungsbeispiele

Muskelverspannungen & Unrittigkeit aufgrund von Zahnproblemen

Stresspunktmassage Teil 1: Die 25 Stresspunkte nach Jack Meagher

Tellington-TTouch-Training für Pferde: So funktionieren die kreisenden TTouches

Tellington-TTouch-Training für Pferde Teil 5: Bauchheben

Verspannungen selbst beim Pferd lösen

Hattest du bei der Pferdepflege auch schon mal das Gefühl, dass irgendwas am Pferd anders ist als sonst? Es weicht deinen Berührungen aus, schlägt mit dem Schweif oder legt die Ohren an? Und obendrauf ist die Muskulatur an der Stelle starr und hart, das Pferd ist auch in der Bewegung steif? Dann hat sich dein Pferd vielleicht eine Verspannung zugezogen. Gerade kleine Sachen können schnell beim Spielen mit Artgenossen passieren. Bei diesen kleinen Dingen kannst du deinem Pferd selbst helfen und im zugleich etwas Gutes tun.

Zum Beispiel mit der Masterson-Methode. Diese Entspannungstechnik ist eine einfach zu erlernende Möglichkeit, deinem Pferd bei Verspannungen selbst zu helfen. In den wehorse Lehrvideos mit Jim Masterson erfährst du wie die Technik funktioniert. Keine Scheu vor der Methode – sie ist intuitiv erlernbar. Wir zeigen dir, welche Handtechniken es gibt, auf welche Signale deines Pferdes du achten solltest und wo am Körper deines Pferdes du sie anwenden kannst. So kannst du deinem Pferd helfen, sich zu lockern und Stress zu mindern. Quasi nebenbei stärkst du die Bindung zu deinem Pferd.

Keine Angst vor Fehlern

Die Angst durch eine eigene, laienhafte Behandlung dem Pferd schaden zuzufügen, anstatt ihm zu helfen, ist bei schweren gesundheitlichen Problemen und bestimmten Techniken begründet. Deshalb zeigen wir dir sehr komplexe Übungen nicht in unseren Lernvideos. Sondern nur solche, die du ohne Probleme selbst durchführen kannst und die trotzdem effektiv für die Gesundheit deines Pferdes sind. Wie die Methode von Jim Masterson. Sie ist einfach und effektiv. Im Film erklärt Jim genau, wie es geht und du siehst was er macht. Du wirst die Methode danach bei deinem Pferd anwenden können. Und keine Scheu vor Fehlern: „Es ist nicht schlimm, wenn Sie eine Stelle übersehen“, sagt Jim Masterson. Die Behandlung wirke dennoch und ist so leicht und fein, dass man dem Pferd nicht schadet. Mehr zu Jim Masterson kannst du in diesem Blogartikel nachlesen.

Du kannst bei der Pferdepflege auch die berühmten, kreisenden Berührungen, genannt Tellington-TTouch, von Linda Tellington-Jones mit einfließen lassen. Linda Tellington-Jones hat mehr als 30 verschiedene TTouches entwickelt. Etwa zehn davon sind Berührungen, mit denen sanft kreisend das Fell verschoben wird. Die Wirkung der TTouches ist unterschiedlich. Gemeinsam haben alle TTouches, dass sie angenehm und vertrauensbildend sind.

Die wehorse-Trainer für Pferdepflege und Gesundheit

Dr. Helmut Ende

Dr. Ina Gösmeier

Jim Masterson

Dr. Lena Schuhbeck

Linda Tellington-Jones

Pferdepflege: was ist wichtig?

Die Reitsport-Industrie buhmt und es gibt tausende Tinkturen und Mittelchen auf dem Markt. Jede Krankheit bekommt ihr eigenes Produkt, wie die hundertste Mauke-Salbe. Und natürlich lesen wir alle diese Versprechungen und unsere Hand zuckt zum Kauf. Mehr Sinn macht es allerdings, an der Basis anzusetzen. Wie kann ich mein Pferd artgerecht halten und wie betreibe ich richtig Gesundheits-Vorsorge? Welche Wurmkur muss wann ins Pferd, um den ekelhaften Parasiten rechtzeitig um die Ecke zu bringen? Und wie sieht zum Beispiel die richtige Hufpflege aus? Unsere Experten beraten dich und klären dich über die elementaren Dinge in der Pferdepflege, -gesundheit und -haltung auf. Wie wichtig die artgerechte Haltung für die Gesundheit eines Pferdes ist, erklärt dir die erfolgreiche Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl anhand ihrer eigenen Pferde. Denn erst wenn der Partner Pferd zufrieden und ausgeglichen ist, sind die mentalen Rahmenbedingungen geschaffen, um beste Leistungen zu zeigen.

Zur Pferdepflege gehört einem regelmäßiger Gesundheits-Check

Krankheiten möglichst früh erkennen und sie dann richtig behandeln erhöht die Chance auf Heilung. Deshalb sollten Pferdebesitzer regelmäßig einen kleinen Gesundheits-Check machen, bei denen man die Vitalfunktionen überprüft. So weiß man um die individuellen Normalwerte des Pferdes und bemerkt Abweichungen sofort. Nicht zuletzt ist das „typische“ Verhalten des einzelnen Pferdes beziehungsweise das für dieses Pferd „normale“ Abweichen von der Norm ein wichtiges Kriterium für die Beurteilung der Ergebnisse. Jeder Pferdebesitzer kann das Fressverhalten, den Kot- und Harnabsatz, die Augen, das Ohrenspiel und das Verhalten im Allgemeinen beobachten. Von Bedeutung ist auch die Körperhaltung des Pferdes. Lässt es den Kopf hängen oder stellt es ein Bein nach vorne heraus usw.? So kann man schon einen guten Überblick über die Gesundheit des eigenen Pferdes bekommen.

PAT-Werte

Bei einem Verdacht auf gesundheitliche Probleme des Pferdes sollte man die PAT-Werte (Puls / Atmung / Temperatur) messen. Diese geben einen ersten Aufschluss über mögliche Krankheiten. Die Normwerte von Puls, Atmung und Temperatur beim erwachsenen Pferd sind (Fohlen haben etwas höhere Werte):

  • Puls: 28 – 40 Schläge pro Minute
  • Atmung: 8 – 16 Atemzüge pro Minute
  • Temperatur: 37,5 – 38,2° Celsius

Den Puls miss man für gewöhnlich an der Ganaschenunterseite. Hier ist er am besten zu fühlen. Andere Möglichkeiten sind an der Unterseite der Schweifrübe oder am Fesselkopf. Man misst in der Regel 15 Sekunden lang und multipliziert diesen dann mit 4. So erhält man den gewünschten Minutenwert. Für die Ermittlung der Atemwerte beobachtet man die Flankenbewegung, während das Pferd ein- und ausatmet. Die Messung erfolgt 30 Sekunden lang. Die Zahl verdoppelt man schließlich für den Minutenwert.

Die Temperatur misst man wie beim Menschen mit einem normalen Fieberthermometer. Dieses schiebt man in den Mastdarm (hält es durchgehend gut fest!) und wartet, bis die Messung abgeschlossen ist. Bei großen Anstrengungen kann die Körpertemperatur auf bis zu 40,5 Grad ansteigen. Eine Möglichkeit den normalen Ruhewert zu ermitteln ist, ein paar Tage lang morgens vorm Füttern die Temperatur zu messen. Da manche Pferde im Ruhezustand eine leicht geringere Temperatur haben, muss man diese kennen um eine dazu relativ erhöhte Temperatur (Fieber) zu erkennen. An den Ohrenspitzen kann man einen ersten groben Check durchführen, ob das Pferd Fieber haben könnte. Sind diese kalt, liegt die Temperatur für gewöhnlich im Normbereich.