Reiten lernen: Ein Loblied auf die Ausbilderin Claudia Butry

Unterrichtssituation mit Reitlehrerin Claudia Butry

Ein Gastbeitrag vom Blog www.alifewithhorses.de

In dieser Woche sind die ersten Lehrfilme von Claudia Butry hier auf wehorse online gegangen. Ich freue mich da sehr drüber und könnte Konfetti in die Luft schmeißen vor Freude! Denn das wird vielen Menschen, die Reiten lernen wollen, extrem helfen.

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Seit einiger Zeit begleitet Claudia die Ausbildung meiner Pferde und mir recht eng und ich kann nur Gutes über sie erzählen. Nicht ohne Grund organisieren meine Freundin Philippa und ich drei Reitkurse pro Jahr mit ihr! Ich finde: Es müsste mehr Claudias auf dieser Welt für die Reiter da draußen geben. Warum, erkläre ich gleich.

1. Reiten erklären können

Claudia kann erklären. Sie ist eine hervorragende Pädagogin und beherrscht das feine Spiel zwischen fordern, jedoch nicht überfordern, sehr gut. Das sollte ja eigentlich der Standard bei Lehrern jeglicher Art sein, aber wir alle wissen: Das ist nicht so. Erklären können und gut nicht nur zum Pferd, sondern auch zum Mensch sein, das ist rar. Ebenso wie Lernschritte kleinteilig vermitteln. Und es aushalten können, dass es erst mal unspektakulär aussieht (sieht man hier in ihrem Lehrfilm zum Beispiel auch). Aber genau das gehört zum Reiten lernen! Aber dann: Wird irgendwann all das sichtbar, was gründlich angelegt wurde.

2. Reiterliches Wissen haben

Ein guter Reitlehrer kann nur gut erklären, was er weiß. Er sollte es auf diversen Ebenen erklären können: Dem Fachpublikum, den Kollegen anders als dem Privatreiter oder gar dem Einsteiger. Jedes Mal,wenn ich Claudia sehe, erzählt sie mir wieder was Neues: Welchen Klassiker sie im Original gelesen hat zum Beispiel, oder welche geniale Idee sie von ihrer jetzigen Mentorin Anja Beran für eines ihrer Berittpferde bekommen hat. 

3. Wissensdurstig bleiben

Oder sie erzählt mir, auf welcher Fortbildung sie gerade war. Zuletzt ging es immer um Neuroathletics. Training für Gehirn und Körper. Ich mag, dass sie sowohl im FN-System Wissen gesammelt hat (sie hat den Trainer A Schein und hat zum Beispiel mit Hannes Müller von der Deutschen Reitschule in Warendorf gern gearbeitet. Mit ihrem früheren, schwierigen Pferd hat sie bei ihm Unterricht genommen. Der Wallach war irgendwann ihr absolutes Vorzeigepferd, es gelang ihr, aus dem Steiger ein imposantes, zuverlässiges Reitpferd zu machen. Inzwischen ist er leider verstorben). Aber auch seit Jahren mit Eckart Meyners arbeitet und eben inzwischen ganz bei der klassischen Reitkunst gelandet ist. Was sie nicht davon abhält, bei uns extrem kreative Cavaletti- und Stangenkurstage zu veranstalten.

4. Pro Pferd, pro Pferd, pro Pferd!

Ich würde ihr mein Pferd in jeglicher Lebenslage anvertrauen. Und das mache ich beileibe nicht bei jedem und auch nicht bei jedem, den ich grundsätzlich für einen guten Trainer halte. Weil ich mitbekomme, seit Jahren jetzt, wie sie sich um ihre Berittpferde kümmert – als wären es die eigenen. Und zwar in jeglicher Hinsicht – reiterlich, mental, haltungstechnisch und gesundheitlich nach dem Bestmöglichen strebend.

5. Reiten lernen bedeutet Training für den Reiter und seinen Körper

Es fließt so viel Wissen rund um den Pferde- und Menschenkörper bei ihr zusammen (Osteo-Concept-Coach ist sie auch noch) und das hilft extrem. Die Bewegungslehre nach Eckard Meyners als stabiles Fundament und dann dazu viele Variationen, das ist einfach ein gutes Konzept. Bei uns unterrichtet sie übrigens auch am Kursabend „Gymnastik für Reiter“, in NRW, Anfang September. Wer das spannend findet, kann ja drüben bei meinem Blog mal nachschauen! Hier findest Du das Kursprogramm.