Gelassenheitstraining für Turnierpferde Teil 1: Wie Pferde lernen



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Wehende Fahnen, Zuschauer mit Regenschirmen, laute Musik und Trubel auf den Reitturnieren – natürlicherweise reagieren Pferde in solchen Situationen mit ihrem Fluchtreflex, der fest im Verhaltensmuster der Herdentiere verankert ist und in der freien Wildbahn das Überleben gesichert hat.

Heutzutage sollen Reitpferde all diesen Herausforderungen mit Gelassenheit und Selbstbewußtsein begegnen. Um das zu können, müssen sie aber Verständnis für die Situationen entwickeln und lernen, nicht mit Flucht zu reagieren. Damit der Reiter sein Pferd entsprechend erziehen kann, muss er zunächst wissen, wie Pferde lernen. Es gibt drei Arten des Lernens bei Pferden: Erstens durch Gewöhnung, zweitens durch die sogenannte operante Konditionierung und drittens durch Assoziation.

Der Ausbilder hat dabei zwei Möglichkeiten, den Erfolg seiner Arbeit zu festigen und zwar entweder durch positive Verstärkung, also durch Belohnung für ein gewünschtes Verhalten, oder durch die negative Verstärkung, also das Wegnehmen von etwas, z.B. von Druck. Wichtig ist auf jeden Fall konsequentes Handeln. Durch das Erarbeiten verschiedener Basisübungen, wie z.B. Rückwärts- und Seitwärtsweichen sowie Stillstehen, werden die Grundlagen für kontrollierbare Bewegungen und gelassene Reaktionen des Pferdes gelegt.


Weitere Teile der Serie:
Gelassenheitstraining für Turnierpferde Teil 2: Gewöhnung an Objekte am Boden & Lärm
Gelassenheitstraining für Turnierpferde Teil 3: Gewöhnung an Regenschirme & Co

Du lernst in diesem Video:

  • Wie Pferde lernen: Trainieren des Pferdes entsprechend seines Lernverhaltens
  • Anwendung von Bodenarbeit zum Gelassenheitstraining des Pferdes
  • Stressige Turniersituationen zu Hause nachstellen und üben
  • Die positive und negative Verstärkung bei der Bodenarbeit

Warwick McLean

Der Australier verbindet seine langjährige Erfahrung im Bereich Pferdeverhalten und -erziehung mit dem Dressurreiten und der Pferdeausbildung bis auf Grand Prix-Niveau. Gemeinsam mit seiner Frau führt er einen Ausbildungsstall in der Nähe von Düsseldorf und trainiert unter anderem die Pferde von Jessica von Bredow-Werndl.

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