Königssee Folge 9: Saubere Übergänge, aktives Abfußen und versammelnde Arbeit



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Cavaletti-Arbeit im Trab fördert das lebendige Abfußen. Ingrid Klimke lässt Königssee zunächst frisch vorwärts gehen, er soll auf die Schenkelhilfe sofort „zünden“. Mit ihrem Sitz und halben Paraden lässt sie den Hengst anschließend Schritt für Schritt zurückkommen. Für eine bessere Durchlässigkeit helfen in das Training eingebundene Grundlagenübungen wie Trab-Schritt-Trab-Übergänge und das gerade Halten. 

Ein Wechsel zwischen Schulterherein, Travers, Traversalen und starkem Trab fördert ebenfalls die Durchlässigkeit und die Losgelassenheit. Dabei kommt es Ingrid Klimke vor allem auf die Übergänge an. Eine Trabverstärkung muss zum Beispiel nicht jedes Mal bis ans Ende der Diagonalen durchgeritten werden, wenn der Übergang aus der Ecke heraus gut geklappt hat.

Um den versammelten Galopp zu verbessern, variiert die Olympiasiegerin zwischen verschiedenen Tempi und verkleinert den Zirkel bis zu Viertelpirouetten. Sie achtet vor allem auf reelles Zurückkommen am Sitz und stetiges Bergauf-Galoppieren. Für den fliegenden Wechsel muss der Reiter die Balance für eine zwar lebendige aber nicht zu starke Hilfengebung finden. Generell sollte der Reiter auf ein ausgeglichenes Training der einzelnen Lektionen achten: „Es ist oft eine Gratwanderung. Einerseits möchte man perfekt und präzise sein, man darf sich aber andererseits auch nicht zu sehr an Kleinigkeiten festbeißen.“

Weitere Teile der Serie:

 

Ingrid Klimke

Sie ist Olympiasiegerin und Weltmeisterin und folgt den Spuren ihres berühmten Vaters, der Dressurlegende Dr. Reiner Klimke. Ingrid Klimke ist eine der wenigen Profireiter der Welt, die sowohl in der Dressur als auch in der Vielseitigkeit international erfolgreich reiten.

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