High Noon Teil 7: Mehr Ausdruck & Gelassenheit in schweren Lektionen



https://cdn.wehorse.com/video/image/big/200872-1_high_noon_biig.jpg 2016-08-26T00:00:00+02:00

Zu Beginn der Arbeit steht nach wie vor das 15- bis 20-minütige Lösen an der Longe auf geraden und gebogenen Linien, mit häufigen Handwechseln und in jeder Gangart. Das Pferd soll dabei zwar energisch vorwärts gehen, muss aber ruhig bleiben und darf mit kalter Muskulatur nicht ins Rennen kommen. Die Lösungsarbeit im Schritt beinhaltet das seitliche Biegen und Dehnen, fließende Übergänge zum Trab bei konstanter Haltung am Zügel sowie Trab- und Galoppeinheiten am halblangen Zügel.

Der mittlerweile gut ausgeprägte Schulschritt von High Noon zeugt von verbessertem Gleichgewicht und höherer Versammlungsfähigkeit. Der Schulschritt wird diagonaler und Philippe Karl kann mit dem Hannoveraner bereits die Traversale und die Schrittpirouette in korrektem Schulschritt bei konstanter Haltung reiten. Auch der Trab kann inzwischen beliebig stilisiert werden. Piaffe und Passage übt der französische Reitmeister mit Übergängen zu aktivem Trab. Mit kurzen aber häufigen Reprisen verbessert er Fleiß und Energie bei der Ausführung der beiden Lektionen.

Die fliegenden Wechsel springt High Noon nicht nur entspannter und sicherer, er rollt sich dabei auch nicht mehr ein oder macht sich eng im Genick. Die Wechsel sind jetzt schön gerade und in gleichmäßigem Takt. Mittlerweile klappen auch die Zweierwechsel auf beiden Händen. Auch oder gerade dann, wenn alles gut klappt, sind nach wie vor die Pausen zwischen den Lektionen sehr wichtig, um das Pferd zu belohnen und ihm die Möglichkeit zu geben, über das Geübte nachzudenken.

Weitere Teile der Serie:

High Noon Teil 6: Schulschritt, fliegende Wechsel & Vorbereitung auf Piaffe und Passage

High Noon Teil 8: Dehnungshaltung & Aufrichtung in den Lektionen

Philippe Karl

Philippe Karl war 13 Jahre lang Bereiter des berühmten Cadre Noir in Frankreich. Er hat sich als Ausbilder, Buchautor und Gründer der Ecole de Légèreté weltweit einen Namen gemacht.

> mehr

wehorse Videotipps

Die Arbeit mit Reitschülerin Laura an der Hilfengebung

Ingrid Klimke

Der 5-jährige Saint Ledger steht noch ganz am Anfang seiner Ausbildung. In dieser Unterrichtseinheit geht es vor allem um die Gewöhnung an die Hilfen und das Erreichen der Losgelassenheit auf einem fremden Dressurplatz.

Dauer: 09:08 Minuten

Hier geht es zum Video

Ausbildung an der Hand Teil 1: Basisübungen

Karin Hess-Müller

Durch die Arbeit an der Hand können viele Lektionen mühelos und stressfrei unabhängig von Alter und Ausbildungsstand des Pferdes vorbereitet und erlernt werden. Das schafft Abwechslung, motiviert und vertieft die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd.

Dauer: 20:30 Minuten

Hier geht es zum Video

Die gelungene Parade Teil 2: Übergänge in der Praxis

Reinhart Koblitz

Korrektes Reiten geschieht „von hinten nach vorne“, wie man so schön sagt. Reinhart Koblitz zeigt in diesem Video, was genau das in der Praxis und vor allem für das Reiten von halben und ganzen Paraden bedeutet.

Dauer: 19:09 Minuten

Hier geht es zum Video

Anlehnung und Durchlässigkeit verbessern

Ingrid Klimke

Zu Beginn der zweiten Phase der Ausbildungsskala gilt es mit dem losgelassenen Pferd eine sichere Anlehnung zu erarbeiten. Darunter versteht man eine stete, weich-federnde Verbindung zwischen Pferdemaul und Reiterhand, die niemals rückwärts wirkt, sondern die Bewegung von hinten aufnimmt und so die Voraussetzung für ein an den Hilfen stehendes, durchlässiges Pferd schafft.

Dauer: 16:26 Minuten

Hier geht es zum Video

Erste Ausbildungsschritte der jungen Remonte

Anja Beran

Durch systematische und pferdegerechte Ausbildung kann von Anfang an vermieden werden, dass die Remonte viel falsch macht. Anja Beran und ihr Team geben Einblicke in die Arbeit mit jungen Pferden – vom ersten Anlongieren bis zur Gewöhnung an Trense, Sattel und Reiter.

Dauer: 19:29 Minuten

Hier geht es zum Video