High Noon Teil 7: Mehr Ausdruck & Gelassenheit in schweren Lektionen

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Zu Beginn der Arbeit steht nach wie vor das 15- bis 20-minütige Lösen an der Longe auf geraden und gebogenen Linien, mit häufigen Handwechseln und in jeder Gangart. Das Pferd soll dabei zwar energisch vorwärts gehen, muss aber ruhig bleiben und darf mit kalter Muskulatur nicht ins Rennen kommen. Die Lösungsarbeit im Schritt beinhaltet das seitliche Biegen und Dehnen, fließende Übergänge zum Trab bei konstanter Haltung am Zügel sowie Trab- und Galoppeinheiten am halblangen Zügel.

Der mittlerweile gut ausgeprägte Schulschritt von High Noon zeugt von verbessertem Gleichgewicht und höherer Versammlungsfähigkeit. Der Schulschritt wird diagonaler und Philippe Karl kann mit dem Hannoveraner bereits die Traversale und die Schrittpirouette in korrektem Schulschritt bei konstanter Haltung reiten. Auch der Trab kann inzwischen beliebig stilisiert werden. Piaffe und Passage übt der französische Reitmeister mit Übergängen zu aktivem Trab. Mit kurzen aber häufigen Reprisen verbessert er Fleiß und Energie bei der Ausführung der beiden Lektionen.

Die fliegenden Wechsel springt High Noon nicht nur entspannter und sicherer, er rollt sich dabei auch nicht mehr ein oder macht sich eng im Genick. Die Wechsel sind jetzt schön gerade und in gleichmäßigem Takt. Mittlerweile klappen auch die Zweierwechsel auf beiden Händen. Auch oder gerade dann, wenn alles gut klappt, sind nach wie vor die Pausen zwischen den Lektionen sehr wichtig, um das Pferd zu belohnen und ihm die Möglichkeit zu geben, über das Geübte nachzudenken.

Weitere Teile der Serie:

Philippe Karl

Philippe Karl war 13 Jahre lang Bereiter des berühmten Cadre Noir in Frankreich. Er hat sich als Ausbilder, Buchautor und Gründer der Ecole de Légèreté weltweit einen Namen gemacht.

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