Königssee Folge 10: Grundlagen auffrischen nach der Sommerpause



https://cdn.wehorse.com/video/video/image/big/211111-10_koenigssee10_biig.jpg 2016-09-05T00:00:00+02:00

Wie fängt man nach einer sechswöchigen Sommerpause wieder mit dem Training an? Der 6-jährige Königssee durfte sich im Erhaltungstraining entspannen – lediglich longieren, ausreiten und fit halten. Jetzt beginnt Ingrid Klimke wieder mit der Arbeit und bereitet ihn auf das große Turnier in Lyon Ende Oktober vor. Dafür gilt es zunächst, die Grundlagen wieder aufzufrischen, denn ohne sie geht gar nichts.

Zunächst überprüft Ingrid Klimke das prompte Reagieren auf feine, möglichst unsichtbare Hilfen. Königssee soll von alleine fleißig traben und bei den wiederholten Schritt-Trab-Übergängen prompt antreten. Der Vorwärtsimpuls muss sofort ankommen und umgesetzt werden. Wichtig ist dabei erstens, dass Königssee in Selbsthaltung geht. „Ich möchte ihn führen und fühlen aber nicht seinen Kopf tragen“. Zweitens darf das Pferd bei den Trab-Schritt-Trab-Übergängen nicht nur „wippen“, bei dem einen Schritttritt soll wirklich Last auf die Hinterhand aufgenommen werden.

Eine weitere wichtige Grundlage ist das ruhige und geschlossene Stehen. Wenn es aus dem Trab wieder einwandfrei funktioniert, beginnt Ingrid Klimke mit dem ersten Anhalten aus dem Galopp. Die halben und ganzen Paraden müssen korrekt und ohne Verzögerung angenommen werden und die Hinterhand muss als Motor fungieren – erst dann können alle anderen Lektionen darauf aufgebaut werden. Abwechslung im Training durch Übungsvariationen, zulegen und natürlich Pausen sind weiterhin sehr wichtig, vor allem für unseren Musterschüler Königssee, der immer so eifrig mitarbeitet. Die zweite Saisonhälfte kann kommen!

Weitere Teile der Serie:

 

Ingrid Klimke

Sie ist Olympiasiegerin und Weltmeisterin und folgt den Spuren ihres berühmten Vaters, der Dressurlegende Dr. Reiner Klimke. Ingrid Klimke ist eine der wenigen Profireiter der Welt, die sowohl in der Dressur als auch in der Vielseitigkeit international erfolgreich reiten.

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Anlehnung und Durchlässigkeit verbessern

Ingrid Klimke

Zu Beginn der zweiten Phase der Ausbildungsskala gilt es mit dem losgelassenen Pferd eine sichere Anlehnung zu erarbeiten. Darunter versteht man eine stete, weich-federnde Verbindung zwischen Pferdemaul und Reiterhand, die niemals rückwärts wirkt, sondern die Bewegung von hinten aufnimmt und so die Voraussetzung für ein an den Hilfen stehendes, durchlässiges Pferd schafft.

Dauer: 16:26 Minuten

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Ausbildung an der Hand Teil 2: Spanischer Schritt

Karin Hess-Müller

Der Spanische Schritt ist eine wertvolle gymnastizierende Übung, mit der die Beweglichkeit der Schulter des Pferdes vergrößert und der Raumgriff verbessert werden kann.

Dauer: 12:52 Minuten

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Schwung entwickeln und verbessern

Ingrid Klimke

Unterstützt von ihrem Mentor Major Paul Stecken arbeitet Ingrid Klimke die 4-jährige Trakehner Stute Eternity nach klassischen Grundsätzen. Auch Eternitys erster Turnierstart wird gezeigt, bei dem sich die Stute bewundernswert reell ausgebildet präsentiert.

Dauer: 20:01 Minuten

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Die gelungene Parade Teil 2: Übergänge in der Praxis

Reinhart Koblitz

Korrektes Reiten geschieht „von hinten nach vorne“, wie man so schön sagt. Reinhart Koblitz zeigt in diesem Video, was genau das in der Praxis und vor allem für das Reiten von halben und ganzen Paraden bedeutet.

Dauer: 19:09 Minuten

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Dehnungshaltung Teil 1: Die Biomechanik des "Vorwärts-abwärts"

Reinhart Koblitz

Das Reiten in korrekter Dehnungshaltung ist für die Gesunderhaltung des Pferdes bis ins hohe Alter von zentraler Bedeutung. Jeder Reiter sollte deshalb die biomechanischen Zusammenhänge des korrekten ‚Vorwärts-abwärts“ kennen und dieses Wissen mit in den Sattel nehmen.

Dauer: 11:10 Minuten

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