Bewegungsgefühl für Reiter Teil 1: Durch gezielte Übungen zur besseren Einwirkung



https://cdn.wehorse.com/video/video/image/big/200010-1_bewegung_biig.jpg 2016-10-03T00:00:00+02:00

Jeder kennt es: im Alltag lauern überall Verspannungen und Blockaden. Der Nacken ist steif oder ein Muskel eingeklemmt - bei immer wieder gleichen Bewegungsmustern schleichen sich dauerhafte Verspannungen ein, die auch unseren Reitersitz negativ beeinflussen. Der Sportwissenschaftler Eckart Meyners hat ein Übungsprogramm entwickelt, das gezielt auf die Anforderungen an die Reiterbewegungen ausgerichtet ist und die Einwirkung auf das Pferd langfristig verbessert.

Ein Beispielreiter des Klosterhofs Medingen zeigt, dass selbst ein Reiter mit scheinbar perfektem Sitz seine Einwirkung auf das Pferd durch die Übungen von Eckart Meyners noch verbessern kann. Das Programm ist in sechs Punkte unterteilt, die in diesem Video nach und nach durchgeführt werden. Nach jedem Übungsblock kann der Zuschauer das Ergebnis auf dem Pferd begutachten. 

Die Lockerung des Kopf- und Nackenbereichs, Übungen für den Brustbeinbereich und den Brustkorb, die Selbstbehandlung der Schulter-, Hüft-, Bein- und Brustmuskeln, die Mobilisierung des Kreuzdarmbeins und des Beckens sowie gezielte Übungen für das richtige Treiben führen bei dem hier präsentierten Beispielpaar zu schwungvolleren Gängen, einem erweiterten Bewegungsrahmen und einem harmonischeren Zusammenspiel von Pferd und Reiter.

Weitere Teile der Serie:

Eckart Meyners

Eckart Meyners war 38 Jahre Dozent für Sportpädagogik an der Universität Lüneburg und befasst sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Bewegungslehre beim Reiten. Er schult Reiter, Ausbilder und Richter der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und gibt weltweit Kurse.

> mehr

wehorse Videotipps

Anlehnung und Durchlässigkeit verbessern

Ingrid Klimke

Zu Beginn der zweiten Phase der Ausbildungsskala gilt es mit dem losgelassenen Pferd eine sichere Anlehnung zu erarbeiten. Darunter versteht man eine stete, weich-federnde Verbindung zwischen Pferdemaul und Reiterhand, die niemals rückwärts wirkt, sondern die Bewegung von hinten aufnimmt und so die Voraussetzung für ein an den Hilfen stehendes, durchlässiges Pferd schafft.

Dauer: 16:26 Minuten

Hier geht es zum Video

Ausbildung an der Hand Teil 3: Piaffe

Karin Hess-Müller

Die Piaffe verlangt ein hohes Maß an Versammlung und Feinabstimmung zwischen Mensch und Pferd. Vom Boden aus lässt sich diese Lektion stressfrei und mit Leichtigkeit erarbeiten und für das Training unterm Sattel vorbereiten.

Dauer: 18:00 Minuten

Hier geht es zum Video

Dehnungshaltung Teil 1: Die Biomechanik des "Vorwärts-abwärts"

Reinhart Koblitz

Das Reiten in korrekter Dehnungshaltung ist für die Gesunderhaltung des Pferdes bis ins hohe Alter von zentraler Bedeutung. Jeder Reiter sollte deshalb die biomechanischen Zusammenhänge des korrekten ‚Vorwärts-abwärts“ kennen und dieses Wissen mit in den Sattel nehmen.

Dauer: 11:10 Minuten

Hier geht es zum Video

Erste Ausbildungsschritte der jungen Remonte

Anja Beran

Durch systematische und pferdegerechte Ausbildung kann von Anfang an vermieden werden, dass die Remonte viel falsch macht. Anja Beran und ihr Team geben Einblicke in die Arbeit mit jungen Pferden – vom ersten Anlongieren bis zur Gewöhnung an Trense, Sattel und Reiter.

Dauer: 19:29 Minuten

Hier geht es zum Video

Ausbildung an der Hand Teil 2: Spanischer Schritt

Karin Hess-Müller

Der Spanische Schritt ist eine wertvolle gymnastizierende Übung, mit der die Beweglichkeit der Schulter des Pferdes vergrößert und der Raumgriff verbessert werden kann.

Dauer: 12:52 Minuten

Hier geht es zum Video