Notizen zur klassischen Reitkunst Teil 1: Anlongieren des jungen Pferdes



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„Klassische Ausbildung heißt ja eigentlich nichts anderes, als dem Pferd Zeit zu geben, sich zu entwickeln.“ In diesem Video lernt der Zuschauer von den Erfahrungen des Ersten Oberbereiters der Spanischen Hofreitschule, Klaus Krzisch. In einem Interview mit Fachjournalist Martin Haller geht er zunächst der Vorgehensweise und Geschichte der Spanischen Hofreitschule auf den Grund.

Beim Laufenlassen in der Halle hat es sich laut Klaus Krzisch bewährt, mit drei aufeinander eingespielten Peitschenführern zu arbeiten, um dem Pferd sicher seinen Weg aufzuzeigen. Das Anlongieren des jungen Pferdes erfolgt mit dem Kappzaum, sodass die Longe keine Einwirkung auf das Gebiss hat. Beim Satteln ist es wichtig, dass der Sattel sicher auf dem Pferderücken liegt, sich das Pferd jedoch nicht eingeengt fühlt. Die Steigbügel hängen herunter, um den Youngster vorzeitig an die Schenkel des zukünftigen Reiters zu gewöhnen. 

Der Peitschenführer hält das Pferd draußen und führt es vorsichtig wieder auf die Zirkellinie, wenn es nach innen drängt. Stürmt das junge Pferd beim Antraben los oder buckelt, gilt es ruhig zu bleiben und es nicht zu bestrafen. Klaus Krzisch erklärt, wie das korrekte Durchparieren geübt wird und welche Hilfengebung notwendig ist. Das zentrale Ziel des Anlongierens ist die erste Biegung des Pferdes auf beiden Händen. Am Ende des Videos wartet mit der Demonstration der Gänge und Touren der Hohen Schule schließlich noch ein besonderes Highlight auf den Zuschauer!

Weitere Teile der Serie:

Notizen zur klassischen Reitkunst Teil 2: Erstes Aufsitzen & Reiten der Remonte

Notizen zur klassischen Reitkunst Teil 3: Erstes Ausbildungsjahr mit ersten Seitengängen

Klaus Krzisch

Klaus Krzisch war rund 45 Jahre an der Spanischen Hofreitschule tätig und ist ihr Erster Oberbereiter. Vor allem seine Soloauftritte mit dem Ausnahmehengst Siglavy Mantua waren legendär und reihen ihn unter die großen Reitmeister unserer Zeit ein.

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wehorse Videotipps

Anlehnung und Durchlässigkeit verbessern

Ingrid Klimke

Zu Beginn der zweiten Phase der Ausbildungsskala gilt es mit dem losgelassenen Pferd eine sichere Anlehnung zu erarbeiten. Darunter versteht man eine stete, weich-federnde Verbindung zwischen Pferdemaul und Reiterhand, die niemals rückwärts wirkt, sondern die Bewegung von hinten aufnimmt und so die Voraussetzung für ein an den Hilfen stehendes, durchlässiges Pferd schafft.

Dauer: 16:26 Minuten

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Erste Ausbildungsschritte der jungen Remonte

Anja Beran

Durch systematische und pferdegerechte Ausbildung kann von Anfang an vermieden werden, dass die Remonte viel falsch macht. Anja Beran und ihr Team geben Einblicke in die Arbeit mit jungen Pferden – vom ersten Anlongieren bis zur Gewöhnung an Trense, Sattel und Reiter.

Dauer: 19:29 Minuten

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Die gelungene Parade Teil 2: Übergänge in der Praxis

Reinhart Koblitz

Korrektes Reiten geschieht „von hinten nach vorne“, wie man so schön sagt. Reinhart Koblitz zeigt in diesem Video, was genau das in der Praxis und vor allem für das Reiten von halben und ganzen Paraden bedeutet.

Dauer: 19:09 Minuten

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Die Arbeit mit Reitschülerin Laura an der Hilfengebung

Ingrid Klimke

Der 5-jährige Saint Ledger steht noch ganz am Anfang seiner Ausbildung. In dieser Unterrichtseinheit geht es vor allem um die Gewöhnung an die Hilfen und das Erreichen der Losgelassenheit auf einem fremden Dressurplatz.

Dauer: 09:08 Minuten

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Grundlegende Arbeit zur Gymnastizierung einer jungen Remonte

Anja Beran

Zusammen mit ihrem Mentor Manuel Jorge de Oliveira und ihrem Team zeigt Anja Beran in diesem Video den Aufbau einer typischen Trainingseinheit und das Erarbeiten der Seitengänge, die dabei helfen das junge Pferd geschmeidig zu machen und es gerade zu richten.

Dauer: 08:25 Minuten

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