Notizen zur klassischen Reitkunst Teil 2: Erstes Aufsitzen & Reiten der Remonte



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Es wird wieder zu dritt gearbeitet: Einer hält das Pferd vorne, einer hilft dem Reiter hoch und der Reiter legt sich zu Beginn nur über den Sattel, ohne aufzusitzen, um das Pferd an das Gewicht zu gewöhnen. Wenn das ohne Probleme funktioniert, legt der Reiter sein Bein vorsichtig über den Rücken des Pferdes und sitzt auf. Klaus Krzisch erklärt in diesem Video genau, worauf es bei diesen ersten Schritten ankommt, welche Ausrüstung benötigt wird und wie man vorgehen sollte, um dem Pferd Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln.  

Geritten wird zunächst an der Longe ohne Zügelkontakt. Wichtig ist, dass das Pferd von Anfang an vorwärts geht. Wenn es sich im Schritt entspannt, kann angetrabt werden. Galoppiert wird in der ersten Trainingseinheit noch nicht, sondern erst in ein paar Tagen oder Wochen, je nach dem wann das Pferd ausreichend gewöhnt und ausbalanciert ist, um den Galopp kontrolliert ausführen zu können. Auch beim Absitzen ist es wichtig, alle Bewegungen langsam und vorsichtig auszuführen.

Nach einiger Zeit kann der Reiter damit beginnen, die Zügel aufzunehmen und einen Kontakt zum Pferdemaul herzustellen. Der Longenführer entfernt sich mehr und mehr, sodass die ersten selbstständigen Runden in der ganzen Bahn geritten werden. Der Zuschauer kann hier genau beobachten, welche Hilfengebung erforderlich ist, welche Linienführung das Pferd am besten unterstützt und wie der erste Ritt zum Erfolgserlebnis wird. Am Ende zeigen Auszüge eines Auftritts von Klaus Krzisch mit den Lektionen der Hohen Schule, welche Früchte diese schonende klassische Ausbildung eines Tages tragen kann.

Klaus Krzisch

Klaus Krzisch war rund 45 Jahre an der Spanischen Hofreitschule tätig und ist ihr Erster Oberbereiter. Vor allem seine Soloauftritte mit dem Ausnahmehengst Siglavy Mantua waren legendär und reihen ihn unter die großen Reitmeister unserer Zeit ein.

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