Desensibilisierung am Boden und unterm Reiter



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Bei der Erziehung und Ausbildung junger Pferde geht es im Großen und Ganzen darum, unerwünschte Reaktionen zu desensibilisieren und erwünschtes Verhalten sensibel zu halten. Die Gewöhnung an verschiedene Gegenstände und Situationen schafft Vertrauen, etabliert Respekt und ermöglicht dem Ausbilder, sein Pferd besser kennenzulernen.

Tierarzt und Ausbilder Stefan Schneider zeigt mit dem 3-jährigen Hengst Le Chameur Noir, wie er am Boden damit beginnt, das junge Pferd an verschiedene Situationen heranzuführen und ihm die Scheu vor unbekannten Gegenständen zu nehmen. Genaues Timing und ein sicheres, ruhiges Auftreten sind dabei wichtig.

Auch vom Sattel aus lohnt es sich, verschiedene Situationen gezielt zu üben. Das schafft Abwechslung, Vertrauen zum Reiter und Gelassenheit. Mit seiner Reiterin Anna Schmidt-Pauly und Ausbilderin Uta Gräf lernt der junge Hengst, dass weder Zuschauer mit Regenschirmen, noch Kühe oder Silageballen im Gelände eine ernste Gefahr darstellen. Uta Gräf erklärt: „Man kann nicht alles üben, aber man kann sein Pferd besser kennen lernen und so mit schwierigen Situationen gelassener umgehen“.

Stefan Schneider

Stefan Schneider ist Tierarzt und Pferdeausbilder. Zusammen mit Uta Gräf betreibt er einen Ausbildungsstall mit Reha-Zentrum und Pferdepraxis. Artgerechte Haltung sowie eine vielseitige Grundausbildung junger Pferde liegen ihm sehr am Herzen. 

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