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Gold-Michi schlägt zu, Silber für Busch-Team, Fazit nach Woche 1 - Folge 5

Die erste Woche der Weltmeisterschaften in Aachen ist zu Ende gegangen – mit einem goldenen Tag für die deutschen Vielseitigkeitsreiter. Michael Jung gewinnt mit Fischer’s Chipmunk FRH den Einzel-Weltmeistertitel, das deutsche Team holt Silber. Auch im Voltigieren gibt es Grund zum Jubeln: Gold im Team und Bronze im Pas de Deux. Jan Tönjes und Christian Kröber blicken auf die emotionalen Momente, die deutschen Erfolge und die Geschichten hinter den Medaillen zurück.

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Produktion: Olivia Herrmann

Vermarktung: Carolina Hofmann

Podcast Transkript

Dieses Transkript wurde durch eine KI erstellt und nicht gegengelesen.

[SPEAKER 1]
[00:00:02-00:00:07]
Das WeHors Equipages WM-Spezial mit Jan Tönnies und Christian Kröber.

[SPEAKER 2]
[00:00:14-00:01:13]
Die erste Woche der Weltmeisterschaften in Aachen sind zu Ende gegangen mit einem goldenen Tag für die deutschen Vielseitigkeitsreiter. Reitmeister Michael Jung gewinnt zum zweiten Mal in seiner Karriere nach Lexington 2010 den Titel Einzelweltmeister in der Vielseitigkeit. Das britische Team gewinnt zudem Gold bei den Vielseitigkeitsreitern vor Deutschland und den Vereinigten Staaten. Zudem, auch das ist wichtig zu sagen, für den Medaillenspiegel gab es weitere Medaillen über das Vielseitigkeitsreiten hinaus. Durch das deutsche Voltigierteam, das Gold errang und im Pas de Deux mit Yannick Heiland und Kimberly Hikes gab es Bronze. Im Vordergrund stand aber die Geschichte von Michael Jung und Fischers Chipmunk FRH, ein 18-jähriges Pferd, das vor acht Jahren das erste Mal seine erste Weltmeisterschaft ging, damals noch unter der späteren Olympiasiegerin Julia Krajewski. Wir wollen das Ganze einordnen. Hallo lieber Jan.

[SPEAKER 3]
[00:01:13-00:01:14]
Hallo Christian.

[SPEAKER 2]
[00:01:14-00:01:41]
Lass uns starten mit der romantischen Geschichte des gestrigen Tages. Eine Geschichte, wie man sie eigentlich besser ja kaum hätte schreiben können. Es sind viele Tränen gestern geflossen, als Michael Jung den Weltmeisterschaftstitel im Einzel errang. Waren Tränen der Freude. Auf dem letzten gemeinsamen Championat gewinnt er mit Fischers Chipmunk FRH die Weltmeisterschaften. Kein Auge blieb trocken. Bei dir, Jan, hast du geweint?

[SPEAKER 3]
[00:01:42-00:03:16]
Ehrlich gesagt nicht, nee. Das liegt einfach erstens an der Arbeitssituation. Die sieht halt so aus, man sitzt da, man hat teilweise live mitgeschrieben und man entwickelt dann doch eine gewisse Professionalität. Ich will damit nicht sagen, dass es eine Abgebrühtheit wird. Aber der Moment selber, der ist schon toll, aber zu tränen hat es dann bei mir doch nicht gereicht. Man muss sich dann auch immer zwingen, wenn man auf dieser Pressetribüne sitzt, dass man zur Nationalhymne mal kurz aufhört zu tippen und sich wirklich hinstellt. Das gehört sich ja so, das finde ich auch richtig. Aber das ist so mehr meine Situation. Und man muss auch sagen, ja, letztes Championat nach der Pressekonferenz, da haben wir alle so ein bisschen drauf gelauert, dass Michi dann vielleicht sagt, und damit ist die Karriere von Chipmunk beendet. Von wegen, denkste. Der sagt, der ist so fit. Hat er ja auch recht. Ich meine, der hat alle geschlagen, die man schlagen muss in der Welt. Und er sagt, er springt super wie ein Springpferd, der ist im Gelände sensationell, der geht spitzmäßig Dressur. Mal gucken. Er sagte oder sprach dann etwas von Burley und da konnte man den drei Engländern, nein, den vier Engländern auf dem Podium in der Pressekonferenz schon ansehen, dass sie den Gedanken gar nicht nett finden, dass der da auftaucht. Vor allem die Gemma Stevens, die ja vorgestern im Gelände leider an... Sprung 8 am Koffen rausgeflogen war wegen zweifachen Ungehorsams. Die macht immer nur diese Bewegung, dass sie so mit der Hand den Hals so, nein, nein, bitte nicht nach Burley. Also das ist, glaube ich, ganz klar für sie, dass sie mit ihrem Schimmel Burley reiten möchte. Und da möchte sie nicht auf Michi Jung und Chipman stoßen.

[SPEAKER 2]
[00:03:16-00:03:46]
Aber trotzdem, es war ja von uns ja auch prognostiziert, dass er die Einzelmedaille holt. Du hast es dir ja auch schon vor einigen Folgen gewünscht, ganz am Anfang der Woche hier in Aachen. Aber es war dann doch... Sehr souverän, sehr abgeklärt, hat hier und da so im ersten Drittel des Kurses einmal kurz geklappert, weil er das Gefühl gehabt hat, das hat noch einmal so die Nerven und die Konzentration auf den Höhepunkt gebracht und dann schnurrten die da durch.

[SPEAKER 3]
[00:03:46-00:04:53]
Ja, also so zweimal Hallo Wach war dabei. Wir hatten, und das ist das eine, Tränen sind das eine, aber Nerven habe ich natürlich auch und natürlich ist es dann eine Situation, in der man Ich finde als Berichterstatter und genauso wie ich als Mensch immer finde, der Beste soll gewinnen, dann ist mir das bei der Nationalität dann auch wirklich egal. Aber natürlich schlägt schon so ein bisschen so ein schwarz-rot-goldenes Herz auch einem in der Brust. Und es war ja so, dass bei Marlin Hansen-Hotop und Kalitos Kvitic-Ka, da war ja wirklich eine Situation an Sprung 6, das war so ein Ochser, da kam sie dicht ran und dann sprang der eigentlich so mehr im Stile eines Holsteiner Känguru. über diesen Sprung. Und das war richtig nerven. Und da waren dann tatsächlich diese beiden Klack-Klack-Momente von Chipmunk relativ gut zu verstoffwechseln. Der Parcours war ja so gemein aufgebaut. Also ich habe es schlimmer eingeschätzt, als es am Ende war. Bist du schon mal ein Parcours geritten mit drei zweifachen Kombinationen dabei die letzte? Als letztes Hindernis?

[SPEAKER 2]
[00:04:53-00:05:13]
Ja, ist in der Tat spannend. Ich selber habe ja eine sehr unerfolgreiche Springkarriere hingelegt. Deswegen kann man meine Springen auch an zwei Händen abzählen. Aber es ist in der Tat außergewöhnlich, diese Dichte und auch als letztes Hindernis. Hast du es angesprochen? Das ist selten.

[SPEAKER 3]
[00:05:13-00:06:24]
Ja, und das war genau der Punkt. Und Schipmann hatte ja vor vier Jahren bei der Weltmeisterschaft in Pratoni bei Rom, das hatten wir auch kurz schon mal erwähnt, nicht den besten Springtag erwischt. Und da war ziemlich zum Schluss nochmal eine Kombination, nicht als letztes Hindernis. Und da hatte er dann ja letztendlich... Mit dem zweiten Abwurf sich vom Podium runtergekegelt und auf Platz 5 gebracht. Und deswegen muss ich sagen, ich habe es keinem gesagt, weil man will sowas nicht beschreien und man soll positiv denken. Aber ich habe diesen Parcours-Skizze gesehen, dann den Parcours und dachte mir so, oh nee. Naja gut, aber es ist ja auch schön, wenn man sich irrt. Und es war dann wirklich eine tolle Runde. Das war dann auch emotional. Ich meine, es war natürlich nicht ganz so voll wie bei der Kür vorgestern, aber es war schon richtig was los und die Leute haben ihn gefeiert und er hat... gefreut und er ist rumgaloppiert und hat Chip geklopft und er hat seine Kappe gezogen und ist weiter galoppiert. Und dann aber, das fand ich eigentlich auch so toll, dann ist er durchberiert zum Schritt und dann ist der mit durchhängendem Zügel winkend da rausgeritten und die Leute haben sich gefreut und Chipmann vollkommen abgeklärt, so nach dem Motto, okay, Chip. Sagt so, Mission accomplished, what's next? Also das war schon besonders.

[SPEAKER 2]
[00:06:24-00:07:17]
Fischer Chipmunk ging bis 2018, 19 unter Julia Krajewski, die ja ebenfalls mit am Start war. Die hat einen Abwurf. Sie wird am Ende 17. Mit Nickel. Aber das Besondere ist ja auch diese Verbindung. Das Pferd sollte 2018 verkauft werden. Wie man schon dem Namen entnehmen kann, sind es die Sponsoren von Michael Jung, die Familie Fischer, einschlägig bekannt auch durch Dübel selben Namens. Die haben das Pferd dann gekauft und somit in gewisser Weise auch für Deutschland gesichert. Es wäre ansonsten höchstwahrscheinlich ins Ausland verkauft worden. Lass uns zunächst aber einmal über Julia Karewski sprechen. Welchen Part trägt die auch an einem solchen Erfolg nochmal? Weil die war ja auch nicht nur den Tränen nah, die hat ja geholfen in Schlossrund.

[SPEAKER 3]
[00:07:18-00:12:00]
Ja, ähm... Da muss man zwei Dinge unterscheiden. Erstmal, das lässt sich in Sachen Chipmunk relativ schnell abfrühstücken. Julia wird da immer wieder drauf angesprochen. Ich will nicht sagen, sie ist davon genervt, aber sie sagt immer wieder, Ja, ich habe den entwickelt, ich habe den bis auf Weltmeisterschaftsniveau geritten, aber alles, was dann kam, das hat Michi mit diesem Pferd erarbeitet sich. Und sie sagt, ich habe einen Anteil, ich freue mich, wenn ich Chipman sehe, ich freue mich, dass der in so guten Händen ist. Und jeder Erfolg von Chipmunk ist auch ein Erfolg, der mich besonders berührt. Punkt. Die Tränen waren aber überhaupt noch nicht mal 0,1% Chipmark, die waren 100% Nickel. Denn das ist ja die eigentlich tolle Geschichte. Nickel war ja mal... Als Juniorenpferd für die Tochter von Freunden, die auch so ein bisschen sponsern, gedacht. Und die ging dann, glaube ich, ins Ausland zum Studieren. Also irgendwie hat Julia den geritten. Und dann war das einfach immer so ein Berittpferd. Der Nickel, der kleine Holsteiner. Und dann haben sie den mitgenommen. Das war so das Mitnehmenpferd. Ach Mensch. Ja, Indoor in Stuttgart, Indoor Eventing, das ist ja, gilt als Sportprüfung, aber ist ja ein bisschen Brot und Spiele, machen wir uns nichts vor. Und ja, dann nimmt man den mal mit. Oder in Aachen gibt es ja am Samstagabend beim Chio, beim traditionellen CHIO, immer diesen Wettbewerb Jump and Drive, wo dann eben ein Busch fährt, da quer über den Platz galoppiert und dann nicht ein Auto, sondern ein Viererzug tatsächlich. Oder ein Zweierzug ist es, glaube ich. Zwei Spinner. Da wartet und dafür war Nickel da. Also der war einfach so ein nettes Pferd, den mochte man. Aber das war halt der Nickel. Und dann ging Mandy, die Stute, mit der Julia Olympiasiegerin in Tokio gewonnen ist 2021. Die ging dann irgendwann in die Zucht. Die war ja auch Vizeweltmeisterin in Pratoni vor vier Jahren. Die ging in die Zucht und irgendwie war das so der Moment, wo Nickel gesagt hat, beim Training so, merkst du was, da steckt mehr drin. Und hat Julia zu dem Besitzer gesagt, also ich habe den jetzt mal galoppiert und ich glaube, da können wir mal ein bisschen mehr versuchen. Und um das jetzt nicht ewig auszubreiten, am Ende ist das ein Pferd, das wird dann deutscher Meister, das wird Olympia-Finalist, ist ja auch immer nachgerückt, war dann, ich müsste lügen, also unter dem Top 20, unter dem Top 15 irgendwie in Paris und gewinnt dann eben gestern. Mit der Mannschaft die Silbermedaille, war führend ins Gelände gegangen nach der Dressur. Das Kringelgelände haben wir lange genug erzählt. Das war einfach nicht Nickels Ding, da hatte er nicht genug Galoppade dafür. Und dann hatte er irgendwie einen ärgerlichen Abwurf. Aber es ist ein Wort. Ich meine, 17. Bei einer Weltmeisterschaft ist aller Ehren wert und eben Silber für Deutschland. Und das war ganz toll. Julia war sehr emotional, auch deswegen, weil der heute Morgen nämlich auch in die Holdingbox geschickt wurde bei der Verfassungsprüfung. Das ist ja eine Nervensache. Also die stellen ja kein lahmes Pferd vor. Also die trabte den vor, der trabte. Und dann hieß es auf einmal, nee, hol den Box. Und das ist ja, puh, das musst du erstmal gewechselt kriegen. Danach ist er dann accepted worden, alles schön. Aber das spielt natürlich auch mit. Das geht schon mal an die Nerven. Und dann musst du da in Aachen reinreiten. Das geht auch an die Nerven einer relativ coolen Reiterin, wie Julia Gräfsi ein ist. Und dann ist es am Ende die Silbermedaille. Und was ich ganz, ganz toll fand, dass Julia immer gesagt hat, das ist die Silbermedaille des Pferdes. Also sie hat noch nicht mal gesagt, wir haben Silber gewonnen, sondern sie hat immer gesagt, und dann gewinnt dieses Pferd diese Medaille. Das war wirklich, wirklich toll. Und das hat sie so emotional aufgefühlt. Plus, wir haben natürlich noch einen Faktor, Peter Thomsen. Der Bundestrainer mit dem Reitunfall eine Woche vor Lümühlen, mit dem haben sie telefoniert. Und als Michi dann null war und damit Weltmeister und damit Silber für Deutschland, dann haben sich alle um so einen Videocall mit, also auf dem Handy, mit Peter ge... Wie so eine Traube da die Reiter drumherum und man hat wohl nicht viel verstanden, weil es so laut war, weil klar, aber Peter in der Reha und sie haben gesagt, wir sind alle nur für Peter geritten. Das war wirklich ein unwahrscheinlicher Teamgeist in dieser Mannschaft zu spüren, wirklich ganz, ganz toll. Das war was, was ich fast am alleremotionalsten fand. Da hätte ich dann auch mal ein Tränchen verdrückt.

[SPEAKER 2]
[00:12:00-00:12:46]
Sportlich auf dem Silberrang Rosalind Cantor mit Graffalo und Laura Collette mit London leistete sich ein Abwurf und noch ein paar Zeitstrafpunkte auf dem Bronzenrang im Einzel. Der vorher viertplatzierte Tom McEwan fiel zurück. Und er hatte, glaube ich, einen Abwurf und ist am Ende dann Siebter geworden. Herauszuheben ist aber auch noch Marleen Hansen-Hotthoff, die das Ganze als Neunte im Einzel mit Kalito Squidic beendete. Sie hat dann im Interview danach das Ganze auch eingeordnet, dass der dann doch das ein oder andere Mal sie heute gerettet hat. All in all lediglich ein paar Zeitstrafpunkte und ein, wie ich finde, sehr, sehr respektabler neunter Rang.

[SPEAKER 3]
[00:12:46-00:15:05]
Ganz toll, ganz toll. Also Marlin ist, finde ich, so und so, ist eine unwahrscheinlich positive Frau. Auch eine ganz tolle Familie. Also ihr jüngster Sohn, sie hat ja drei fußballverrückte Söhne. Und der eine hat, glaube ich, weiter in der Ernte geholfen. Der andere musste Fußball spielen. Fußball ist ein Riesenthema in dieser Familie. Die haben ja einen riesen landwirtschaftlichen Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Mann war jetzt auch gekommen, obwohl noch Ernte und vor allen Dingen auch Aussaat anstehen. Und das ist natürlich der Haupterwerb für die Familie. Das ist wichtig. Aber natürlich, ich meine, WM, Mama reitet WM so. Das ist toll. Marlin hatte mal eine harte Zeit, hatte mal eine Krebsdiagnose, als die Kinder noch sehr klein waren. Und sie spricht da nicht so gerne darüber. Sie ist auch total unprätentiös, aber sie sagt eben, weißt du, wenn es mal nicht so klappt, ich weiß, das ist toll und das ist wichtig, der Sport, aber ich weiß auch, was wirklich wichtig ist im Leben. Das ist schon deswegen toll. Und sie liebt ihren Schimmel. Den hat sie irgendwie... Bekommen oder den hat eine sehr gute Freundin von ihr gezüchtet, Miriam Kühl, geborene Rostquoten. Die kennen sich aus ihrer Zeit in Schleswig-Holstein. Tatsächlich ist Marlin mit Mirjams Bruder zusammen zur Schule gegangen, haben zusammen Abi gemacht und Marlin ist bei denen geritten, hat Pferde von denen geritten, Bundeschampionat und so weiter und so fort. Ist ja auch als sehr junger Mensch schon mal auf der Shortlist für Olympia gewesen. Und dann haben die sich irgendwie in Mecklenburg, beide mittlerweile mit Bauern verheiratet, beide auch Landwirtschaft studiert, wieder getroffen. Und dann kam Miriam und sagte, guck mal, ich habe da so einen Schimmel, der wäre was. Und Marlin war immer bekannt für kleine, quirlige Pferde. Und dann kommt dieses... Doch recht formatige, weiße, hölzsteiner Tier da um die Ecke. Und ihr Umfeld hat gleich abgewunken und gesagt, Marlin, das ist nicht dein Pferd. Dann hat sie sich draufgesetzt und wie sie selber sagte, der war jetzt nicht der rittigste. Aber es gab ganz kurze Momente, da funkelte oder da blitzte fast so etwas wie beginnende Rittigkeit auf. Und diese Momente waren toll. Da habe ich was gefühlt. Und alle haben gesagt, mach es nicht, mach es nicht. Sie hat gesagt, ich mache es. Hat ihn übernommen, sechsjährig. Dann kam der Krebs, da hat sie eine kurze Pause gemacht. Und ja, jetzt Mannschaftseuropameisterin, zweite bei der Weltmeisterschaft. mit der Mannschaft toll. Und alle freuen sich und Chimney ist so und so der Beste.

[SPEAKER 2]
[00:15:06-00:15:34]
Und die Silbermedaille, da haben wir jetzt auch gar nicht so viel drüber gesprochen, fürs Team, wir haben jetzt ja viel auf die Einzelresultate gerade geschaut, aber das ist ein absoluter Erfolg. Das ist jetzt nicht Gold verloren. Ich glaube, wir haben es ja schon in einer der ersten Folgen gesagt, die Briten, einfach mit einem extrem starken Team, selbst die Einzelreiterin, die nicht im Team war, unglaublich stark. Und deswegen eine gewonnene und wertgeschätzte Silbermedaille, oder?

[SPEAKER 3]
[00:15:34-00:15:54]
Absolut, absolut. Die Briten spielen in der Liga für sich, das muss man einfach so sehen. Und ich meine, Tom McEwen, Dublin. Laura Collette, London. Und dann auch noch Ross Cantor mit... Graffalo, dort ist Graffalo, alias Walter.

[SPEAKER 2]
[00:15:54-00:15:58]
Paris wäre eigentlich ein schöner Name für das Pferd gewesen. Hätte man so ein bisschen die europäischen Hauptstädte.

[SPEAKER 3]
[00:15:58-00:18:16]
Das stimmt, aber ich meine, da ist ja auch die Geschichte, ne? Graffalo von Grafenstolz, Grafenstolz von Michi, vor 20 Jahren im Schauprogramm als junger Hengst bei der Weltmeisterschaft in Aachen gegangen. Unglaublich. Ja, genau wie der kleine Krischi Wahler, Christoph Wahler heutzutage, Herr Wahler, der ja nun irgendwie als Einzelreiter dann Pech hatte, weil da Chor, der ja super war, Fünfter war nach dem Gelände, zwei Springfehler dann doch hatte. Das hat ihn ein bisschen zurückgeworfen, da ist er 16. Geworden. Krischi ist damals... Ein Sattel von Hohenstein, von dem Trakehner Heinz Hohenstein mit seinem Vater Burkhardt an der Seite. Da geritten auch im Schauprogramm. Und wer ist der Muttervater von Justin Verboomens? Nonik Plus. Hohenstein. Also da gibt es so viele Geschichten. Pferdezucht kann auch sehr spannend sein. Aber Raffaello, da waren wir. Das ist natürlich ein Pferd, der hat in diesem Jahr zum dritten Mal... Badminton gewonnen. Badminton, nicht irgendwas. Badminton, das schwerste Ding, was es in der Vielseitigkeit gibt. Der hatte in Paris einfach nur Pech, weil da, das war eine Mistflag, glaube ich, also strittig. Die Engländer, die Briten hatten damals auch noch die Mannschaftsführung Protest eingelegt. Ob sie nun wirklich das Hindernis nicht ganz korrekt überwunden hatte. Das war ziemlich zum Schluss des Parcours. Aber dem Protest ist nicht stattgegeben worden. Das heißt, die war schon gut, aber sie wäre noch weiter vorne gewesen, wenn diese Miss Fleck in Paris nicht gewesen wäre. Und ja, Europameisterschaften im letzten Jahr ist sie einfach nicht geritten, weil sie da... Ich weiß nicht, wie viel im Monat schwanger war, nachdem sie, glaube ich, oh Gott, Burley oder, ja, ich glaube, in Burley noch im abstrus fünften, im sechsten Monat schwanger Burley geritten ist und so. Also vollkommen verrückt. Kurzum, sie sagt, mit Walter geht das. Das war auch die größte Konkurrenz. Von Michi, ne? 23-0 Michael Jung nach der Dressur, 23-4 sie nach der Dressur, Ross Cantor. Und beide haben mit diesem Bussu-Ergebnis geendet. Also Michi hätte auch nicht eine Sekunde, sind 0,4 Strafpunkte, dann wäre das Gleichstand gewesen. Also, ja, großer Sport.

[SPEAKER 2]
[00:18:16-00:19:06]
Und auf die 0,4, auf die spekulierst du eher nicht. Also da versuchst du das Ding so nach Hause zu bringen. Wenn man jetzt auf unsere Tipps schaut, lagen wir gar nicht schlecht. Also bei den Einzelergebnissen, Michael Jung, Rosalind Cantor, Laura Collette, keine Bewegung ja gegenüber dem Ergebnis vorm finalen Springen. Ich glaube, das haben wir beide so gesagt. Ja. Und in der Mannschaftswertung UK und... Deutschland auf 1 und 2 hatten wir auch. Ich hatte die Schwitz auf Bronze. Die Schweizer Eidgenossenschaft ist leider ein bisschen abgerutscht. Rund um Routinier Felix Vogt, der fünfte Rang am Ende. Die Schweiz mag ich einfach. Ich bin immer großer Schweiz-Fan irgendwie. Aber da lag ich falsch.

[SPEAKER 3]
[00:19:06-00:19:13]
Ja, ja. Die musst du aber trotzdem weiter auf der Liste haben. Die hatten nun Pech. Die haben ein wunderbar tolles Pferd von der Melodiona, Erin.

[SPEAKER 2]
[00:19:13-00:19:14]
Ja, großartig.

[SPEAKER 3]
[00:19:14-00:19:31]
So ein Schimmel. Springt im Gelände. Besser geht's nicht. Mit den bunten Stangen und den Auflagen klappt es noch nicht so. Die hatte zwei Fehler, damit war die eigentlich ganz glücklich. Dann hatte früh schon der Robert Godell, der hatte mit dem... Schon älteren.

[SPEAKER 2]
[00:19:31-00:19:32]
Grand Air de Lully.

[SPEAKER 3]
[00:19:32-00:19:56]
Genau. Mit dem hatte der dann auch, glaube ich, einen Fehler. Das lief nicht so gut. Und dann hatte Felix Fock mit Frieda auch noch einen Fehler. Der hätte nicht unbedingt sein müssen. Aber die Schweiz, ich kann dich da beruhigen. Du kannst weiter dein rotes Wams mit weißem Kreuze und einem Edelweiß geschmückt tragen. Denn die haben Markus Döring jetzt als Springtrainer verpflichtet.

[SPEAKER 2]
[00:19:57-00:20:00]
Und der ehemalige Disziplintrainer der Deutschen Reiterlichen Vereinigung Springen.

[SPEAKER 3]
[00:20:01-00:21:01]
So, und Markus ist ein toller Typ und ein genialer Trainer, ein Motivator vor dem Herrn, einer, der mitgeht. Also es ist ein Trauer. Das ist wirklich... Ein irrer Typ. Und ich bin mir ganz, ganz sicher, der bringt diesen Schweizer Geländepferden auch noch das Springen bei. Also dann haben sie einen zusätzlichen Anreiz. Im nächsten Jahr findet in Avange in der Schweiz die Europameisterschaft statt. Also das heißt, im eigenen Land Europameisterschaften, da werden die sich schon einiges vornehmen. Und geht noch weiter, Avange, so heißt es, möchte sich auch bewerben um die Weltmeisterschaften. Entweder 20 und 30 in vier Jahren oder 34, wenn vielleicht doch noch irgendwie ein Start in Übersee. Man will ja international sein, also Papua-Neuguinea oder sonst was sich meldet. Muss man mal gucken. Aber die Schweizer haben Motivation und die haben tolle Pferde und sie haben Markus Döring. Ich meine, kann nicht schief gehen.

[SPEAKER 2]
[00:21:01-00:21:12]
Also da wird für die Schweiz einiges gehen. Bronze, USA hatten jetzt auch die meisten nicht unbedingt auf der Pfanne, dass die so Richtung Bronze gehen, aber auch schon vielleicht ein kleiner Wink Richtung L.A. In zwei Jahren.

[SPEAKER 3]
[00:21:12-00:21:24]
Ja, gut, da muss man sagen, die USA sind natürlich immer stark. Ich hatte mit einer prominenten deutschen Trainerin gesprochen, die hatte die USA auf jeden Fall auf der Liste. Ich glaube, ich hatte Neuseeland noch gesagt.

[SPEAKER 2]
[00:21:26-00:21:27]
Ja, ich glaube, ja.

[SPEAKER 3]
[00:21:28-00:22:07]
Gut, die waren auch nicht schlecht. Aber die USA haben sich so ein bisschen nach vorne gearbeitet, hatten dann ja immerhin zwei unter den Top 11, muss man sagen. Und die haben natürlich jetzt nicht so diesen Druck gehabt. Natürlich, jeder will aufs Treppchen. Die sind ja qualifiziert für Los Angeles. Das ist ja das Nächste, dass sieben Mannschaften sich qualifizieren für Los Angeles über die Weltmeisterschaftsrangierung. Und USA hat einen Freifahrtschein, weil Gastgeber. Dadurch haben die Belgier das auch noch geschafft, die Neuseeländer. Ja, also tolle Ritte von den USA-Jungs da. Gar keine Frage. Wobei Jungs, die sind schon gestimmte Männer, muss man sagen. Also einer davon ist schon vor 20 Jahren damit geraten.

[SPEAKER 2]
[00:22:07-00:22:10]
Und eine Dame, Carolyn Parmekew.

[SPEAKER 3]
[00:22:10-00:22:11]
Genau.

[SPEAKER 2]
[00:22:11-00:22:51]
Lass uns noch einmal kurz auf die Voltis schauen, die ja neben einem überdachten Ressortstadion an den Start gehen. Und dort gab es auch Medaillenentscheidungen heute. Offiziell heißt es das Stadium No. 3 im Pas de Deux. Die Deutschen, Yannick Heiland und Kimberly Hikes. Yannick Heiland schon. Unglaublich lange dabei, sehr, sehr routinierter und erfolgreicher Voltigierer mit Bronze. Und dann gab es noch richtig was zum Jubeln, nämlich das Duo Alice Leier und Katrin Meyer gewinnen Gold in der Teamwertung. Also auch muss man sagen, Voltis, die liefern ab.

[SPEAKER 3]
[00:22:51-00:23:30]
Ja, das lese ich auch. Man muss einfach sagen, ich bin kein Voltigier-Experte, alles andere als das. Ich durfte oder musste als kleiner Junge oder als Heranwachsender beim Einvoltigieren von Pferden, war ich immer der Erste, der auf dem Rücken stehen durfte. Und damals hatten die noch keine Matten da auf dem Rücken. Das waren dann Schulen über der Erde. Das ist meine komplette Voltigier-Erfahrung. Und es ist einfach keine Zeit. Also ich bin da zweimal an diesem Stadion vorbei. Und da ist Rambazamba und Applaus und Gefeife und Getue. Das weiß ich. Ich weiß, dass da votiert wird und ich gucke mir Ergebnisse an, aber ehrlich gesagt, mehr weiß ich auch nicht.

[SPEAKER 2]
[00:23:30-00:24:19]
Also ich habe mitgekriegt, super Stimmung, Bude voll, alle sind sehr happy. Habe gerade kurz noch SMS-Kontakt mit Bundestrainer Kai Vorbeck gehabt. Ich glaube, die sind sehr, sehr happy. Ja, machen wir einmal einen Strich drunter. Woche 1, lieber Jan, der Weltmeisterschaften. Für Deutschland lief es gut bis sehr gut, würde ich sagen. Wir haben ein Teamgold in der Dressur. Wir haben ein Einzelgold in der Vielseitigkeit. Podiumsplätze in den Medaillenrängen. Und wenn man so die Stimmung Revue passieren lässt, das ist schon dieses Sommermärchen. Es bahnt sich ein bisschen an. Wir haben ja gestern schon über diese tropische Nächte von Aachen gesprochen. Es ist schon was ganz Besonderes, was sich jetzt in der ersten Woche schon getan hat.

[SPEAKER 3]
[00:24:19-00:27:04]
Auf jeden Fall. Das Wetter oder die Wetter-App sagt jetzt nicht so richtig tropische Nächte für nächste Woche voraus. Jetzt wird es schlechter. Nationenpreis, zweite Runde unter Flutlicht, Donnerstag. Das ist ja auch beim CAE immer ein absolutes Highlight, wenn da der Nationenpreis läuft. Ich glaube, da soll es 18 Grad und regnerisch werden. Das muss man dann mal sehen. Da kann noch viel passieren. Ich will damit jetzt gar nicht die Stimmung kleinreden, aber ob wir nochmal so eine Nacht wie bei der Kür vorgestern hinbekommen, das sei mal dahingestellt. Ich muss sagen, ja, das ist schon toll. Du hast auch die Medaillenbilanz angesprochen. Für mich ist nach wie vor in der Rückschau, Katharina Hemmer-Denoir, das absolute Highlight. Und eben auch die Silberbuschis. Und sonst muss man sagen, also gerade bei der Dressur, da waren viele tolle jüngere Pferde bei anderen Nationen am Start. Bei anderen Nationen. Und das ist ein bisschen der Moment, wo ich dann denke, bis Los Angeles. bis zu den Olympischen Spielen sind, ist nur noch zwei Jahre. Und ich meine, wir wissen doch alle, wie lange du dir da den Hintern wundreiten musst, bevor die Richter überhaupt feststellen, du hast ein neues Pferd und das ist ein gutes Pferd und das kann vielleicht auch noch Punkte bekommen. Ist halt einfach so in diesem Sport. Und ich will damit gar nicht sagen, ich meine, das war natürlich auch ein Ausfall zum Beispiel von Charlotte Maria Schürmann im Vorfeld mit Dantes Pearl, dieser wunderschönen Stute, die ja in beiden deutschen Meisterschaften so gewonnen hat. Also natürlich hat Deutschland Nachwuchs wert. Ich will das jetzt auch nicht zum Problem aufdramatisieren, aber so. Man hat dann ja auch mal so einen Moment, wo man genau denkt, so bergfest und dann fährst du im Auto zurück und dann fängst du ein bisschen an, das hin und zu rattern und dann denkst du so, warte mal eben. Die haben da was Tolles, da ist was Tolles, da ist was Tolles. Okay. Also natürlich ist es den Noa super, der ist 14, der ist in Los Angeles 16. Da gibt es keine Frage. Ich glaube, Bluetooth werden wir da nicht mehr sehen. Ja, also das ist so ein bisschen, man muss ja nach vorne gucken und wie gesagt, keine Schwarzmalerei, kein Trübsalblasen, aber da muss man jetzt auch aufpassen, dass... Im Dressurbereich zumindest was Neues nachkommt. In der Vielseitigkeit haben wir eine Menge junger Reiter. Auch Pferde, die noch lange genug fit sein können. Olympia sind auch immer nur drei, aber Also ich glaube, man muss schon immer auch gucken, dass genug Nachwuchs da ist.

[SPEAKER 2]
[00:27:04-00:28:29]
Lass uns noch einmal kurz auf die Dressur schauen. Du hast es ja gerade angesprochen, die Konstellation auch Richtung den Olympischen Spielen von L.A. In zwei Jahren. Wir haben eine Katharina Hemmer, die wird gesetzt sein. Bluetooth OLD und Frederik Wanders werden höchstwahrscheinlich nicht mehr mit von der Partie sein. Dann haben wir ein Raphael Netz, der jetzt ja nachgerücktes ins Team, der auf Weltcup-Niveau natürlich top unterwegs war, zweimal Fünfter im Weltcup-Finale. Und dann haben wir Isabel Wert. Und als ich so die Tage mit dem einen oder anderen gesprochen habe, da kam so die Frage auf, haben wir das Anfang vom Ende der Ära Isabel Wert gesehen mit dem Auftritt in Aachen? Und ist das nicht eigentlich auch ein Moment für eine solche Reiterin, die wie kaum eine andere diesen Sport geprägt hat? Die Ikone des Sport ist, die auch in Aachen entsprechend gehuldigt wurde, ist es nicht eigentlich auch ein guter Moment zu sagen, auf diesem emotionalen Peak bereite ich langsam den Weg aus dem aktiven Sport vor, Passend dazu sagte auch der Dressurausschuss-Vorsitzende Klaus Röser, wir werden sie nicht in Watte packen auf den Weg nach L.A.

[SPEAKER 1]
[00:28:30-00:28:31]
Wie siehst du es?

[SPEAKER 3]
[00:28:31-00:29:54]
Also Isabel Wert hat eine gewisse Routine darin, Fragen nach dem Ende ihrer sportlichen Karriere zu beantworten und das seit ungefähr zehn Jahren. Ihre Standardantwort ist immer, die Pferde machen den Plan. Und es gab mal so einen Moment, wo sie sagte, ja, wenn Bella Rost dann nicht mehr ist, Bella war ja nun ihr absolutes Herzenspferd, wenn die nicht mehr ist, dann mal gucken und dann kein Olympia mehr. Na gut, dann kam, wenn die dann doch noch ein Olympia, jetzt hat sie Viva Gold. Ich meine, der ist auch schon deutscher Meister geworden jetzt in Balbe. Der hat dann ja auch noch, ich weiß nicht, ob das so eine emotional wichtige Komponente ist, aber die Großmutter ist eben Weigold, mit der sie in Rio beim Olympischen Spiel, wo man dreimal Weltcup gewonnen hat, Europameisterschaft, alles Mögliche. Also, ob die die nun in Watte packen oder nicht, vielleicht gehören die Pferde in Watte gepackt, weiß ich nicht, aber das... Das Ende sehe ich nicht, zumal sie jetzt ja auch gerade investiert hat, hat Andreas Helgstrand, mit dem sie kooperiert, ja noch eine Hengststation. Also ob sie die gebaut hat oder er weiß nicht, aber auf dem Gelände ihres Reitbetriebes ist noch eine EU-Deckstation entstanden und der Nachschub aus dem Hause Helgstrand, wenn die kommt ja auch von Helgstrand, ist da. Insofern glaube ich, die wird auch noch in Brisbane reiten, wenn sie dann ein Pferd hat.

[SPEAKER 4]
[00:29:55-00:29:57]
Das wäre dann in sechs Jahren. Warum nicht?

[SPEAKER 3]
[00:29:57-00:30:23]
Wir haben jetzt gestern im Springen auf dem... 6. Platz Andrew Hoy gesehen, der ist 71, mit Vasily Lassos, der ist 17, der war vor 8 Jahren schon ein Try and 4. Mit dem Pferd, der war Bronze-Medallengewinner in Tokio mit dem Pferd. Und also wenn man mit 71 noch über so einen Kurs reiten kann, dann kann man mit Mitte 60 auf jeden Fall noch irgendwie 15 Piaf-Tritte auf der Stelle und 15... Einer Wechsel hoffentlich fehlerfrei hinkriegen, denke ich.

[SPEAKER 2]
[00:30:23-00:30:44]
Wenn man analog jetzt in der Vielseitigkeit schaut, der überragende Reiter des 20. Jahrhunderts war ja Mark Todd aus Neuseeland. Der überragende Reiter des 21. Jahrhunderts ist Michael Jung. Und auch der hat ja noch... Unglaublich viel Karriere vor sich. Das ist auch jetzt schon eigentlich der größte des Vielseitigkeitssports.

[SPEAKER 3]
[00:30:44-00:31:31]
Ja, also das auf jeden Fall. Das ist einfach ein Phänomen, denn der ist ja so beständig vorne mit dabei und reitet ja auch hoch erfolgreich Springen nebenher. Ich weiß damals, das ist ja nun auch schon ewig her, als es um den Verkauf von Rotinas ging, gab es genug Leute, die gesagt haben, hätte Paul Tschokemühle den Hengst mal zu Michi Jung gegeben, dann hätte der den auch noch im Grand Prix auf Weltniveau vorgestellt. Also Michi ist einfach ein Phänomen, auch respektiert von allen anderen. Da gibt es niemanden, der dem den Erfolg neidet, sondern alle erkennen an, der kriegt Dinge hin, die... Die sind nur mit einer Gabe plus gutes Training, Management, Begleitung und so weiter. Aber dieses gewisse Etwas, das hat er einfach. Und der ist natürlich einfach ein... Legende. Punkt.

[SPEAKER 2]
[00:31:31-00:31:38]
Ist auch immer der schöne Witz, der dann gemacht wird, dass die Voltigierer davor zittern, dass Michael Jung den Beitritt in ihren Sport erklärt.

[SPEAKER 3]
[00:31:38-00:31:39]
Forever Jung.

[SPEAKER 2]
[00:31:39-00:31:55]
Forever Jung. Gut, jetzt ist heute ein freier Tag. In Aachen ist der sogenannte Allianz-Park-Tag. Und die erste sogenannte Horse Inspection der Springreiter. Was machst du mit dem freien Tag, Jan? Wir nehmen gar keinen Podcast auf.

[SPEAKER 3]
[00:31:56-00:33:29]
Oh Gott, oh Gott, was für eine Langeweile kommt da auf. Also erstmal gibt es heute noch am Vormittag ein ganz interessantes Symposium in der Aachener Innenstadt, wo unter anderem Kira Kürklund zum Thema Dressur spricht. Monika Tedorescu ist dabei. Da werde ich vorbeischauen. Dann ist es natürlich auch die Zeit, Hintergrundgespräche zu führen, tatsächlich. Denn dann haben die Springreiter ja auch Zeit. Du hast den Wettcheck, vielleicht wird dann auch noch ein Pressegespräch angeboten. Das stand jetzt noch nicht auf der internen Agenda, aber das kann kommen. Und das ist ja immer spannend, auch da so in kürzeren, ich will es gar nicht Interviews nennen, das ist so förmlich, also in Kurzgesprächen sich nochmal zu unterhalten. Wie hat United Touch sich angefühlt die letzten Tage oder sonst wie was? Das ist ja auch alles spannend. Und es gibt natürlich auch noch viel zu analysieren. Also was weiß ich, wie sieht es denn aus mit der Altersstruktur bei den Geländepferden? Was ist da züchterisch zu sagen? Eine Rückschau auf die Dressur auch nochmal. Denn ja, auf Equipages ist ja... Nicht nur die tagesaktuelle Berichterstattung, wer wie was war, sondern natürlich ist Analyse auch ein ganz großes journalistisches Thema und damit auch unser Thema. Also so richtig Langeweile, muss ich dich enttäuschen, kommt nicht auf. Ich werde vielleicht einmal zumindest über das... Areal, schlendern, nee, schlendern kann ich nicht. Ich werde wahnsinnig bei diesem Tempo dieser Menschen, die da so links gucken, ist jetzt nicht so meins. Aber egal, also ich werde gucken.

[SPEAKER 2]
[00:33:29-00:33:30]
Die verbringen ja auch ihre Freizeit da.

[SPEAKER 3]
[00:33:30-00:33:31]
Ja, Freizeit.

[SPEAKER 2]
[00:33:32-00:33:41]
Die kaufen ein teures Ticket, um einmal in ihrem Leben bei den Weltmeisterschaften dabei zu sein. Da kann man doch auch mit Ruhe und Gelassenheit übers Gelände schreiten.

[SPEAKER 3]
[00:33:42-00:34:08]
Ja, Gelassenheit und Muße, das liebe ich ja. Bei Dressurpferden, das liebe ich für mich selber jetzt nicht so, da hat jeder so seins. Auf jeden Fall werde ich mir mal ein paar Stände angucken. Und Stände gibt es ja in Aachen weiß Gott genug. Und ja, das Tolle ist ja auch in Aachen, dir läuft ja immer einer über den Weg, den du irgendwie seit 20 Jahren nicht gesehen hast, den du aus dem Studium kennst oder irgendwelche Menschen sagen, Sie sind doch Jan Tönnies. Das ist jetzt so ein bisschen Starstruck hier, ein bisschen Angeberei.

[SPEAKER 2]
[00:34:08-00:34:10]
Sie sind doch der aus dem Podcast.

[SPEAKER 3]
[00:34:10-00:35:03]
Ich bin der aus dem Podcast oder ich bin der aus der Doku-Ride vom WDR. Oder sonst was, keine Ahnung. Also auf jeden Fall halte ich mich immer für deutlich weniger Celebrity. Das bin ich auch. Zweifelsohne gar nicht. Ich bin halt einfach ein Typ, der über Pferde schreibt und das schon sehr lange. Aber es gibt immer tolle Gespräche. Ich finde es auch ganz toll, einfach mit Zuschauern, mit Leuten, die da hinkommen. Dann kommt man ja manchmal, was weiß ich, über das Kind, das irgendwie dem gerade ein Eis runtergefallen ist, ins Gespräch oder so. Und das finde ich toll, weil man dann einfach mal so hört, wie andere Leute das wahrnehmen. Also unser eins guckt da ja mit professionellem Blick schon sehr lange drauf. Und dann finde ich es ganz wichtig für die eigene Perspektive eben auch mal zu hören, wie nehmen andere Leute das wahr und was für Fragen haben die. Das sind so teilweise Fragen, die ich mir gar nicht mehr stelle, weil ich darauf die Antwort meine zu wissen. Aber dann kommen auch manchmal Sachen, wo du denkst, stimmt, interessant. Also da nehme ich immer gern was mit.

[SPEAKER 2]
[00:35:03-00:35:49]
Ansonsten, falls ihr in Aachen seid, heute Abend auf dem Aachener Marktplatz, ist ja jeden Abend Live-Musik und da ist ja auch so eine WM-Bühne und so weiter. Da spielt heute Abend Marley's Ghost, eine Bob Marley Tribute Band. Auch kann ich dir sonst ans Herz legen, lieber Jan. Da ist auch in den nächsten Tagen noch ein bisschen Programm. Ansonsten, wenn wir einmal kurz durchs weitere Programm gehen, die Springreiter steigen ein mit ihrer ersten Prüfung dem Team and Individual Qualifier, also Team und Einzelqualifikation, um 9.30 Uhr am Mittwoch. Und die erste Runde des Nationenpreises ist am Donnerstag und die zweite ist am Freitagabend bei den Weltmeisterschaften.

[SPEAKER 3]
[00:35:49-00:35:59]
Ah, okay. Ja, dann hatte ich das gerade mit der... Aber die Wettervorhersage war Mist für den Abend unter Flutlicht. Da habe ich doch mal so einen Freitag durcheinander gekommen. Aber wie gesagt, da kann ja noch was hin.

[SPEAKER 2]
[00:35:59-00:36:15]
Das kann sich ja... Da kann sich noch was tun. Ich wünsche dir, lieber Jan, viel Spaß. Und wir machen jetzt auch eine kleine Podcast-Pause. Wenn es dann wieder richtig losgeht mit den Team-Entscheidungen, melden wir uns dann zurück. Und mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die erste Woche. Und ich freue mich auf Woche zwei.

[SPEAKER 3]
[00:36:16-00:36:23]
Genau. Und ich hole jetzt erstmal meine Playlist Bob Marley hoch. Liege leisit und dann chille ich so ein bisschen in die zweite Woche.

[SPEAKER 2]
[00:36:23-00:36:29]
Ansonsten, morgen wäre auch noch Beatles Tribute. Könnte es auch noch...

[SPEAKER 3]
[00:36:29-00:36:40]
She loves me, yeah, yeah. Ja, ich meine, Becky Moody, da sind wir ja schon wieder im Pub in Yorkshire. Der Pub in Yorkshire ist einfach gesetzt. Das Dartspielen ist gesetzt.

[SPEAKER 2]
[00:36:40-00:36:53]
Ja, es ist schon quasi angenommen. Ich habe schon nach Ryanair-Flügen geguckt mit den Stehplätzen. Und falls du am Mittwochabend nichts zu tun hast, da gibt es Balkan-Pop. Also nicht Balkan-Disco, sondern Balkan-Pop. Shantel heißt die Band.

[SPEAKER 3]
[00:36:54-00:36:55]
Balkan-Pop.

[SPEAKER 2]
[00:36:55-00:37:02]
Ja, zum Wochenende komme ich ja auch nach Aachen und dann ist Freitags Kids Rave. Dazu reise ich an. Ab 17 Uhr.

[SPEAKER 3]
[00:37:02-00:37:03]
Was für Zeug?

[SPEAKER 2]
[00:37:03-00:37:03]
Kids Rave.

[SPEAKER 3]
[00:37:04-00:37:04]
Kids Rave?

[SPEAKER 2]
[00:37:04-00:37:06]
Hard Dance Cross Rave.

[SPEAKER 3]
[00:37:06-00:37:08]
Ach, Rave. Kids Rave. Oh Gott.

[SPEAKER 2]
[00:37:08-00:37:09]
Techno für Kids.

[SPEAKER 3]
[00:37:09-00:37:14]
Ja, da warten die ja nur auf einen alten, grauenhaarigen Mann wie mich. Also das ist genau mein Zielgruppe.

[SPEAKER 2]
[00:37:15-00:37:20]
Da gehen wir zusammen hin. Also wenn ihr uns Freitagabend in Aachen seht, sprecht uns gerne an.

[SPEAKER 3]
[00:37:21-00:37:25]
Genau. Wir sind die, die da in der Ecke stehen und den Kopf schütteln. Aber im Takt.

[SPEAKER 2]
[00:37:25-00:37:53]
Genau. Wir trinken uns schon warm für Yorkshire. Und in den Shownotes findet ihr auch den Link zu dem Newsletter von Jan und seinem Team von Equipages. Dort kriegt ihr jeden Morgen die frischen News rund um die Weltmeisterschaften. Also wenn ihr dort in dem Newsletter dabei sein wollt, Link findet ihr in den Shownotes. In diesem Sinne, lieber Jan, viel Spaß und einen schönen freien Tag. Ciao, ciao.

[SPEAKER 1]
[00:37:53-00:37:54]
Check it out.

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