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#Interview mit Patrick Thomalla: Der Mensch hinter der schillernden Bühnenfigur

Pferde-Influencer, Züchter, Kinderbuchautor, Bühnenkünstler, Musiker: Patrick Thomalla ist ein echtes Multitalent. Mit Christian Kröber spricht er über das, was seine über 500.000 Follower auf Instagram normalerweise nicht zu sehen bekommen. Was ihm der Umgang mit seinen Pferden bedeutet, was ihn und sein kreatives Schaffen antreibt und wie er mit Selbstzweifeln umgeht. 

Ein offenes Gespräch über den Menschen Patrick Thomalla, seine Leidenschaften und Herausforderungen. Jetzt reinhören!

Podcast Transkript

Dieses Transkript wurde durch eine KI erstellt und nicht gegengelesen.

[SPEAKER 2]
[00:00:01-00:00:10]
Heute zu Gast der Influencer, Pferdezüchter, Comedian und seit neuestem auch Sänger Patrick Thomalla.

[SPEAKER 1]
[00:00:10-00:00:42]
Ich hole mir ja auch regelmäßig eine Trainerin nach Hause, reite die Pferde ja auch mit einer Freundin an, die das schon macht, seit sie klein ist, weil ich da Angst habe auch zum alten, weißen, engstirnigen Mann zu werden. Herzlich willkommen zum WeHorse Podcast. Heute mit Christian Kröber. WeHouse ist deine Lernplattform, auf der du täglich Inspirationen, Trainingstipps und das Wissen der besten Trainer bekommst, um gemeinsam mit deinem Pferd jeden Tag besser zu werden.

[SPEAKER 2]
[00:00:42-00:01:49]
Wenn man sich den Pferdesportbereich anschaut, stellt man fest, dass es inzwischen viele große Influencer gibt, die große Communities auf sich vereinen. Wir hatten in den vergangenen Jahren immer mal wieder einige von diesen Influencern bei uns zu Gast und heute einen der inzwischen größten, nämlich Patrick Thomalla. Er ist neben der Tatsache, dass er in seinem Alltag extrem viel rund ums Pferd macht, sei es das Reiten selber, das Züchten und vieles, vieles mehr, ist er aber, und das finde ich auch das Spannende daran, deutlich mehr inzwischen. Er ist Comedian, hat eine eigene Travestie-Show mit seiner Drag-Queen unter dem Namen Tiffany. Zudem ist er aber auch Kinderbuchautor. Seit einiger Zeit hat er auch eine Gesangskarriere gestartet. Das werden wir gleich noch genauer hören, was es damit auf sich hat. Und er ist wirklich inzwischen in so vielen Bereichen unterwegs, man kann sie fast alle kaum aufzählen. Und das ist Grund genug, dass wir Patrick mal wieder eingeladen haben hier in den Podcast und einmal hören, wo steht eigentlich gerade der Patrick-Tomala-Kosmos im Winter 2026. Viel Spaß. Hi Patrick.

[SPEAKER 1]
[00:01:49-00:01:56]
Einen wunderschönen guten Tag wünsche ich.

[SPEAKER 2]
[00:01:56-00:02:19]
Schön, dass du da bist bei uns im Podcast. Freue mich sehr. Und ich mache das ja immer so für unsere Podcasts, ich bereite mich ja auf jeden Gast ein bisschen vor. Und das mache ich inzwischen mit AI. Und ich habe im Vorfeld mal Gemini gefragt, beschreibe Patrick Tumala in drei Worten.

[SPEAKER 1]
[00:02:19-00:02:21]
Das hat er doch gar nicht hingekriegt, oder?

[SPEAKER 2]
[00:02:21-00:02:34]
Ja doch, und ich bin gespannt, was du dazu sagst, ob du dich damit identifizieren kannst. Pferdezüchter, Popstar, Paradiesvogel.

[SPEAKER 1]
[00:02:36-00:02:52]
Paradiesfuge ist ein furchtbares Wort, finde ich. Also das ist so ein Wort, was Oma Erna benutzt, wenn sie ihren Enkel beschreibt, der ab und zu mal ein Outfit trägt, was nicht der Etikette entspricht.

[SPEAKER 2]
[00:02:53-00:02:55]
Ein bisschen knalligen Pulli.

[SPEAKER 1]
[00:02:56-00:02:58]
So, genau.

[SPEAKER 2]
[00:02:58-00:03:01]
Also Pferdezüchter machen wir einen Haken dran, oder? Ja.

[SPEAKER 1]
[00:03:03-00:03:08]
Machen wir einen Haken dran, obwohl ich in dieser Saison das erste Mal wirklich überlege, ob ich die Stuten mal leer lasse.

[SPEAKER 2]
[00:03:09-00:03:09]
Warum?

[SPEAKER 1]
[00:03:11-00:03:12]
Weil ich erst mal welche verkaufen muss.

[SPEAKER 2]
[00:03:12-00:03:21]
Ja, als Züchter, dann hat man einige auf einmal da rumstehen. Und die müssen dann auch kosten Geld und Platz.

[SPEAKER 1]
[00:03:21-00:03:49]
Und ich bin ja schlecht im Verkaufen. Weil mir kommen ja Menschen pro Pferd dreimal Probereiten. Und ich glaube, das ist auch durchaus den Interessenten manchmal zu anstrengend. Obwohl sie vorher immer sagen, Mensch, das ist aber toll. dass du genau uns zeigen möchtest, was das Pferd in welcher Lebenslage macht. Ich hätte halt gern, dass die das Tier mit nach Hause nehmen und mal mit dem im Gelände waren, wenn es mal zur Seite springt. Also ich habe halt keine Lust da einen Rückläufer zu haben, sagen wir es mal so.

[SPEAKER 2]
[00:03:50-00:03:53]
Also du denkst schon richtig in größeren Zuchtdimensionen, keine Rückläufer.

[SPEAKER 1]
[00:03:56-00:04:30]
Ja, ich kann halt auch leider nicht Nein sagen, wenn die dann sagen, ey, das passt doch nicht. Ich habe jetzt eine zurück vom Händler geholt, was mir zugetragen wurde. Das ist auch gar nicht so einfach heutzutage, glaube ich, ein Influencer-Pferd weiter zu verkaufen, weil ich bekomme dann direkt alle Verkaufsanzeigen geschickt, was auch ein Fluch ist. Also man denkt ja immer, dass das durch die Reichweite sicherlich leicht sein muss, ein Pferd zu verkaufen. Aber viele haben auch einfach keinen Bock drauf. Verständlicherweise.

[SPEAKER 2]
[00:04:30-00:04:49]
Ja, und natürlich haben jetzt alle das Pferd schon gesehen, die kennen dann auch so ein bisschen die Stärken und Schwächen und Pferdeverkauf ist ja manchmal auch die Stärken, Stärken und die Schwächen ein bisschen kaschieren. Und das ist natürlich in deinem Job ein bisschen schwierig, weil du musst ja eigentlich alles zeigen. Natürlich alles auch nicht, aber fast alles, oder? Ja.

[SPEAKER 1]
[00:04:51-00:05:45]
Ja, das verkneife ich mir aber mittlerweile. Ich gebe sicherlich Updates, aber ich exerziere jetzt nicht mehr durch, wenn ein Pferd irgendwie eine Weideverletzung hat, wo es mal eine Woche Antibiose bekommt und dann ist gut. Weil das wird dir dann von anderen einfach schlecht ausgelegt. Also ich habe jetzt eine da gehabt und bei dem Wallach, den ich da gerade verkaufen möchte, der hat eine Geschichte, wo ich mal in der Klinik war, der war sehr dünn Und es war das erste Pferd, was ich außerhalb in der Aufzucht hatte. Und da kam dann raus, trotzdem wir Kotproben vorher eingeschickt haben, dass das wahrscheinlich infolge einer Verwurmung war, habe ich die komplette Krankenakte mit offengelegt. Und dann wollte die den nochmal gastroskopieren lassen, obwohl der ausgeheilt war. Und das sind dann Dinge, das macht es dann anstrengend, wenn man das im Internet so zeigt.

[SPEAKER 2]
[00:05:46-00:05:50]
Also Pferdezüchter, Haken dran, Popstar, was sagst du dazu?

[SPEAKER 1]
[00:05:52-00:05:55]
Ja, du, ich war auf Platz 14 der deutschen Albumcharts.

[SPEAKER 2]
[00:05:55-00:05:57]
Let me take you on a ride.

[SPEAKER 1]
[00:05:57-00:06:01]
So, du sprichst jetzt besser aus als ich.

[SPEAKER 2]
[00:06:01-00:06:17]
Aber das habe ich auch ein bisschen verfolgt. Also du warst, das kann man also sagen, du hast also eine Single rausgebracht, die gibt es ja auf Spotify, ich habe es mir eben nochmal angehört. Und du warst kurzzeitig... Auf Platz 14 der deutschen Charts, was ist dann passiert?

[SPEAKER 1]
[00:06:17-00:06:19]
Also ich habe keine Single rausgebracht.

[SPEAKER 2]
[00:06:19-00:06:23]
Das ist ein Album, das ist ein Album, pardon.

[SPEAKER 1]
[00:06:24-00:07:10]
Erst war ich auf Platz 4. Heutzutage machen das viele Künstler so. Du kannst Ticketverkäufe und Merchandise anbieten. solche CD-Verkäufe koppeln. Weil in den Streaming-Zeiten ist es ja einfach schwer überhaupt mit CDs und sowas Geld zu verdienen, generell mit Musik an sich. Du verdienst, wenn, dann Geld über Merch und Live-Shows. Und da kannst du das so machen. Ich hatte ja so ein Album-Release-Konzert, wo ich die Pferde mit dabei hatte. Und da haben quasi die Verkäufe da mit reingezählt. Das macht zum Beispiel Michael Patrick Kelly, war auf Platz 1 der Charts, der hat das genauso gemacht. Der hat dann halt vorher Tickets verkauft dafür noch.

[SPEAKER 2]
[00:07:11-00:07:17]
Also die Ticketverkäufe, die zählen dann quasi für das Ranking, also für die Charts?

[SPEAKER 1]
[00:07:18-00:07:43]
Weil es ein Kombipaket war. Quasi jeder, der ein Ticket gekauft hat, hat ein Album auch gekauft. Ah, okay. Also die haben alle in der CC zu Hause. Und dadurch zählt das. Und mir wurde aber die Hälfte der Wertung aberkannt, weil Pferde vor Ort waren. Und das dann als Varieté-Show zählt. Wenn Britney Spears mit einer Schlange auf der Schulter auftritt, ist es keine Varieté-Show. Wenn ich die Pferde mitnehme, schon.

[SPEAKER 2]
[00:07:43-00:07:45]
Aber wo ist das denn geregelt?

[SPEAKER 1]
[00:07:46-00:08:28]
Ja, ich glaube, das war erstmalig so, dass das passiert ist. Also die GFK, so heißt dieser Verein, frag mich nicht, wofür die Abkürzung steht, die sind, ich weiß nicht, wer sie auf mich aufmerksam gemacht hat, auf jeden Fall haben sie das geprüft. Nachdem wir in der Mittwochswertung, mittwochs kommen immer die Charts raus, wie so die Richtung ist der neuen Alben und freitags sind das dann immer die finalen Chartbewertungen. Und die haben dann Donnerstag nochmal alles geprüft. Dann sind wir kurzzeitig komplett rausgeflogen. Dann habe ich zum Glück eine tolle Community, denen ich in einem Video erzählt habe, das jetzt gar nichts mehr erzählt. Die haben dann gestreamt, was das Zeug hat und dann haben wir es noch auf Platz 14 geschafft.

[SPEAKER 2]
[00:08:29-00:08:48]
Ich glaube, dieses GfK, das ist Gesellschaft für Konsumforschung. Ja. Ich wusste gar nicht, dass sie die Charts auch erheben in dem Falle. Aber das ist ja spannend, dass Pferde dann nicht erlaubt sind. Meldet das jemand oder wie geht das?

[SPEAKER 1]
[00:08:48-00:09:18]
Ja gut, in den Videos, die das Album beworben haben oder die dieses Konzert beworben haben, hat man natürlich Pferde gesehen. Und es haben auch viele gesagt, dass ich da dann vielleicht schlecht beraten wurde, aber auf Deutsch, ich wurde in diesen Medien nicht wirklich beraten. In meiner Natur liegt es leider, dass ich Dinge machen möchte und die dann auch mache. Ob da jetzt jemand mich vorher berät oder nicht, das lasse ich meistens einfach dahingestellt. Da bin ich sicherlich nicht so vorzeigbar unternehmerisch gesehen.

[SPEAKER 2]
[00:09:18-00:09:27]
Ist ja am Ende für dich auch nicht egal. Natürlich ist es toll, wenn du in den Charts bist, aber das entscheidet für dich ja nicht zwangsläufig über Erfolg und Misserfolg, oder?

[SPEAKER 1]
[00:09:27-00:09:39]
Natürlich nicht. Also davon kann ich mir überhaupt nichts kaufen. Also gar nichts. Aber es stand schon auf meiner Bucketlist, dass ich das damit erreichen wollte.

[SPEAKER 2]
[00:09:39-00:09:43]
Gut, und Paradiesvogel hast du ja gerade schon gesagt, davon hältst du wenig.

[SPEAKER 1]
[00:09:43-00:09:46]
Mhm. Einfach vom Wort.

[SPEAKER 2]
[00:09:46-00:10:00]
Ja, aber wir können ja mal ein bisschen durch deine persönliche Reise auch gehen. Also du kommst aus Sachsen-Anhalt, aus Zahna, Zahna-Elster, um genau zu sein. Da wohnst du auch bis heute.

[SPEAKER 1]
[00:10:01-00:10:07]
Den Namen, in dem der Stall steht, den ich dir geflüstert habe, den erzählen wir hier nicht.

[SPEAKER 2]
[00:10:07-00:10:08]
Nein, nein, das auf keinen Fall.

[SPEAKER 1]
[00:10:08-00:10:12]
Ich habe keine Lust, dass die Leute auf meinem Hof zu Gast sind.

[SPEAKER 2]
[00:10:12-00:10:16]
Also der Stall ist in einem unbekannten Ort in der Bundesrepublik Deutschland.

[SPEAKER 1]
[00:10:16-00:10:18]
Ganz weit entfernt.

[SPEAKER 2]
[00:10:18-00:10:20]
Weit entfernt von Zahner Elster.

[SPEAKER 1]
[00:10:21-00:10:22]
Korrekt.

[SPEAKER 2]
[00:10:22-00:10:43]
Sowieso ist Zahner Elster ja eine große Metropole, da sind ja bestimmt viele Menschen, die täglich bei dir sind. Ja. Und wie sah dein erster Kontakt eigentlich zur Pferdewelt aus? Wie bist du überhaupt in diese Schiene reingerutscht? Natürlich, das hat viele Ausfächerungen, aber erstmal, das durchziehende Thema ist ja Pferde. Was hat dich da geprägt?

[SPEAKER 1]
[00:10:43-00:11:48]
Pass auf, ich bin jetzt ein Mann, der 35 Jahre alt ist. Und diese Wohnung, in der ich hier in Zahner Elster sitze, die ist über der Wohnung von meinen Eltern. Ich wohne quasi noch bei Mutti. Was ja per se erstmal was richtig Tolles ist. Und als ich hier eingezogen bin, war ich sechs Jahre alt. Das Haus gehört meinem Stiefpapa. Und der hatte hier Shetland-Ponys. Und einen alten Armeesattel hier hängen. Die Shetland Ponys wurden früher angespannt hier und ich dachte, ich kann einfach mir die schnappen und mal schön in den Wald reiten. Und das hat natürlich nicht so ganz funktioniert. Dann habe ich es mit Reitunterricht probiert und bin dann nicht mehr losgekommen von den Tieren. Zur Jugendweihe mit 14 durfte ich mir dann das erste Großpferd kaufen. Ein fünfjähriger Halbblutwaller, frisch angeritten, nur in eine Richtung laufend, beim Aufsteigen steigend. Sehr passend für einen 14-Jährigen.

[SPEAKER 2]
[00:11:48-00:11:49]
Jungweih ist so 14, 15, ne?

[SPEAKER 1]
[00:11:50-00:12:43]
Genau, ja. Aber irgendwie haben wir das dann geschafft. Dann hat er sich verletzt. Der ist in einer abenteuerlichen Aktion in unseren Swimmingpool gesprungen. Der wird zum Winter hin ja immer abgedeckt mit so einer Plane. Und der ist aus der Koppel, warum auch immer, das hat er vorher nie gemacht, ausgebrochen an dem Tag. Ich war in der Schule. Ist... Er wollte irgendwie auf diese Plane springen. Warum? Keine Ahnung. Und dann musste er mit einem Frontlader rausgehoben werden. Er hat sich dabei irgendwie einen Nerv verletzt und der Tierarzt meinte, das wird nichts mehr. Wir haben ihn aber auf die Koppel gestellt und nach einem Jahr war das wieder schick. Da ich leider ein rastloser Mensch bin, war ich in der Zwischenzeit auf dem Sportinternat und habe Leichtathletik gemacht. Das kommt hauptsächlich durch meinen leiblichen Papa.

[SPEAKER 2]
[00:12:43-00:12:46]
Also richtig leistungsorientiert?

[SPEAKER 1]
[00:12:46-00:12:56]
Genau, 400 Meter Sprint, ja. Da waren wir auch mit der Staffel bei den deutschen Meisterschaften im Finale.

[SPEAKER 2]
[00:12:56-00:13:00]
Wäre das eine Option gewesen, das damals auszubauen? Also hättest du auch Leichtathlet werden können?

[SPEAKER 1]
[00:13:00-00:14:11]
Das hat mein Körper nicht mitgemacht. Also meine Schienbeine waren nach dem ersten Vierteljahr auf dem Sportinternat, weil wenn du das erst mit 17 machst und trainierst dann gleich zweimal am Tag, ich hatte Risse in den kompletten Knochen an den Beinen, lang runter, also alles was Unterschenkel sind. Und das ist auch aktuell immer noch offensichtlich eine Schwachstelle, denn da habe ich mir beide Innenknöchel vor ein paar Jahren gebrochen, nacheinander. Salomon wurde dann verkauft, weil ich halt nicht mehr immer hier war und eine Reitbeteiligung konnte das nicht alleine stemmen. Dann hatte ich erstmal mit dem Thema Pferd abgeschlossen und ich glaube mit, warte, was haben wir jetzt, 2000? 26. 2010 ist Ipanema geboren, 2015 habe ich sie gekauft. Also mit 25 habe ich dann wieder zum Pferd gefunden und habe mir dann dieses Mal komplett eine rohe Stute gekauft. Und mit der habe ich auch dann die Zucht begonnen. 2017 das erste Fohlen gezüchtet.

[SPEAKER 2]
[00:14:13-00:14:23]
Also kompletter Break aber ein paar Jahre. Also dann von 17, 18 bis 25 mit dem ganzen Thema gar nichts am Hut gehabt.

[SPEAKER 1]
[00:14:24-00:14:59]
Ja, weil jetzt als erwachsener Mensch betrachtet, verstehe ich das natürlich, dass meine Eltern hier nicht, das war komplett selbstversorgermäßig hier bei uns. Wir haben hier anderthalb Hektar Land. Da standen halt die zwei Shettys und der eine große Wallach. Und wenn ich da die komplette Woche über im Internat war und dann noch am Wochenende Wettkämpfe hatte und dann nur eine Reitbeteiligung da war, dann kann man das sicherlich aus der heutigen Sicht verstehen, dass der verkauft. wurde. Damals hat das mir natürlich das Herz gebrochen. Und dann wollte ich natürlich mit dem ganzen Thema erstmal nichts zu tun haben.

[SPEAKER 2]
[00:14:59-00:15:00]
Was hast du in der Zeit gemacht?

[SPEAKER 1]
[00:15:02-00:15:16]
Na leichter ledig und dann halt mein Studium. Ich habe Gesundheitsmanagement studiert und im Fitnessstudio vom Vertrieb bis zum Zumba-Kurs so ziemlich alles gemacht.

[SPEAKER 2]
[00:15:16-00:15:24]
Ach, du warst halt im Fitnessstudio angestellt und hast da Kurse gegeben, Vertrieb gemacht, so ein bisschen Schweizer Taschenmesser in dem Bereich.

[SPEAKER 1]
[00:15:26-00:15:44]
Genau. Im ländlichen Fitnessstudio-Bereich ist das so. Da machst du alles. Und habe mich dann selbstständig gemacht als Personal Trainer und bin dann mit meinem Ex-Partner nach Berlin gegangen und habe da zwei, drei Jahre gewohnt. Genau.

[SPEAKER 2]
[00:15:45-00:16:06]
Das hört sich ja relativ weit weg vom Reitsport erstmal an. Du hättest ja auch in Berlin bleiben können und weiter auf dem Fitnesstrip. Ist ja auch eine krasse Bubble, genauso wie jetzt die Pferdewelt eine totale Bubble ist, gibt es ja auch so diese Fitnesswelt. Das ist ja gar nicht wahrscheinlich gewesen, dass du dann diesen Weg einschlägst.

[SPEAKER 1]
[00:16:08-00:17:02]
Nee, aber ich habe es dann mit einer Reitbeteiligung am Rand von Berlin probiert und habe aber recht schnell gemerkt, dass ich, also wenn man das einmal alles selber in der Hand hatte und dann hier vor dem Internat jeden Abend dastehen und dem das Futter gemischt hat. Dann gab es für mich nur ganz oder gar nicht. Und dann habe ich einen Stall gefunden. Das habe ich mir auch gar nicht leicht gemacht. Man hätte ja in Berlin irgendeinen Stall an der Hand nehmen können. Ich habe da in der Woche, bevor ich die Stute geholt habe, ich glaube mir zehn verschiedene Ställe angeguckt, um dann zu entscheiden, dass ich sie hinter Potsdam noch gestellt habe. Sprich, das war dann täglich pro Tour eine Stunde Fahrt. Ich habe dann früh meine Personal-Trainings-Klienten gehabt, habe dann quasi eine XXL-Mittagspause beim Pferd gehabt und habe dann abends die Kunden gehabt, was ja im Personal-Training normal ist, weil die Leute trainieren ja dann, wenn sie gerade nicht arbeiten.

[SPEAKER 2]
[00:17:03-00:17:05]
Mittagspause oder abends, ne?

[SPEAKER 1]
[00:17:05-00:17:25]
Ja, ich hatte auch früh viele, die das vorher Arbeit gemacht haben und da hatte sie es halt gut. Und da hatte ich mir dann auch noch ein paar Personal-Trainings-KundInnen im Stall an Land gezogen, damit ich das Pferd irgendwie bezahlen konnte. Weil so im Speckgürtel von Berlin ist das finanziell schon eine Hausnummer.

[SPEAKER 2]
[00:17:25-00:17:34]
Okay, und dann, wir schreiben dann so das Jahr 2015, das war auch so Anfangszeit von Instagram, würde ich sagen.

[SPEAKER 1]
[00:17:34-00:18:07]
Also meine Insta-Zeit hat... vorher angefangen. Da habe ich tatsächlich das mit dem Modeln und Fitnesszeug gemacht, weil ich habe immer zwischendurch noch irgendwelche Kaufhausmoden schauen. Alles, was Kohle gebracht hat, habe ich gemacht. Vom Flyer verteilen über Kellnern. Ich habe glaube ich so ziemlich jeden Job schon mal mitgenommen. Und habe da angefangen Rezepte zu posten und auf YouTube, ich glaube diesen uralten YouTube-Kanal mit Sportvideos gibt es sogar noch, habe da irgendwelche Fitnessvideos hochgeladen.

[SPEAKER 2]
[00:18:07-00:18:11]
Und ging das auch schon damals voran oder war das einfach nur ein bisschen Testen?

[SPEAKER 1]
[00:18:11-00:18:58]
Ich glaube, vor dem Pferd hatte ich dann so um die 10.000, 11.000, 12.000 Follower. Also einen kleinen Account aufgebaut. Und dann ging das bis Corona hatte ich so um die 40.000, meine ich. Und dann hatte ich die Wahl, weil in der Corona-Zeit hatte ich ja durch das Kontaktverbot, durfte ich ja nicht arbeiten als Personal Trainer oder Kursleiter. Und dann hatte ich die Wahl, entweder orientiere ich mich komplett um, gehe aufs Amt und fülle 100.000 Formulare aus, was für mich der absolute Graus ist, oder ich versuche das mit dem Internet ein bisschen zu forcieren. Und Letzteres hat dann irgendwie geklappt.

[SPEAKER 2]
[00:18:59-00:19:21]
Weil es sind ja einige deiner Kollegen, die auch große Accounts haben, da ist es jetzt so ein bisschen zufällig passiert. Es gehört ja auch am Ende eine Portion Glück dazu, du musst im richtigen Moment mit dem richtigen Content da sein. Aber du hast es schon forciert, also es war schon eine bewusste Entscheidung, okay, ich versuche mir jetzt hier einen Account aufzubauen, von dem ich dann auch leben kann.

[SPEAKER 1]
[00:19:22-00:20:04]
Also angefangen habe ich, weil ich mal irgendwie mir das Pferdefutter damit refinanzieren wollte. Und aber mit den 40.000 Accounts hatte ich, glaube ich, schon ein paar Taler nebenbei gemacht durch Kooperationen. Und was heißt forciert? Ja doch, es ist mein Beruf jetzt ja auch, oder es ist ein Teil meines Berufes, beziehungsweise bauen ja die anderen Sachen, die ich mache, doch schon darauf auf, dass sich das jeden Tag Leute angucken. Ohne das würde ja nichts laufen. Da würde weder die Musik laufen, da würden weder die Shows laufen, da würde kein Merch laufen und kein Kooperationspartner würde eine Werbeanzeige buchen. Das eine bedingt ja das andere.

[SPEAKER 2]
[00:20:04-00:20:21]
Aber daraus ist ja wirklich extrem viel entstanden. Also du hast mehrere Shows, manche haben mit Pferden was zu tun, manche nicht. Du hast ja auch richtige... Personalities aufgebaut, wie jetzt Tiffany beispielsweise.

[SPEAKER 1]
[00:20:21-00:21:39]
Das war doch jetzt diese komische Challenge, die gerade rumgeht oder dieser Trend, dass du von 2016 irgendwie Bilder zeigen sollst. Ja, genau. Und dann habe ich mal geguckt, wann Tiffany eigentlich entstanden ist. Das war 2017, kann ich erst nächstes Jahr mitspielen, das Spiel. Ja, 2017 habe ich da das erste Mal hier in unserem Tanzverein, also ich habe da, wir haben da auch Tanzwettkämpfe mitgemacht auf Hobby-Ebene. Und da haben wir immer Veranstaltungen gehabt rund um den Fasching und da habe ich quasi Madonnas Vogue nachgemacht und habe da das erste Mal dann eine schöne Perücke aufgesetzt und die hohen Schuhe rausgeholt. Da ist das eigentlich schon grob entstanden. Und wenn ich jetzt das so Revue passieren lasse, war dieses, diesem Drang, den ich offensichtlich habe, ab und zu im Mittelpunkt zu stehen auf Bühnen, das hatte ich ja auch schon, als ich da diese Kurse gegeben habe. Weil die Kurse, wenn du jetzt einen Zumba-Kurs gibst, das ist ja auch wie eine Party haben und du unterhältst ja da vorne. Die kommen ja nicht und machen mit dir Sport, nur weil es anstrengend ist, die kommen ja auch, weil es Spaß macht. Irgendwie war das schon immer ein Ding.

[SPEAKER 2]
[00:21:39-00:22:21]
Und daraus quasi aus dieser Leidenschaft... Travestie, auch das Tanzen, daraus hat sich das dann quasi natürlich entwickelt, weil es sind jetzt ja, wenn man jetzt von außen drauf schaut, denke ich, wow, der Patrick, der hat Shows in Locations wie jetzt Admiralspalast in Berlin, der macht dazu noch eine Pferdeshow, der ist mit Christoph Hess unterwegs, wo es ja auch eher inhaltlich getrieben ist, wir haben ja auch schon mal was zusammen gemacht, du bist ja auf WeHouse zu sehen, das ist ja ein unglaublich, facettenreich, das ist dann wahrscheinlich aus diesem Drang heraus einfach immer mehr zu machen und ist dann zu dir gekommen.

[SPEAKER 1]
[00:22:23-00:23:57]
Ja, und ich glaube, ich bin auch einfach ein sehr rastloser Geist, der sich schnell langweilt, ist das falsche Wort, aber der Dinge nicht lang genug zelebrieren kann. Zum Beispiel, wenn ihr jetzt einen Kurs fertig habt, bewerbt ihr den ja über Jahre. was Sinn macht, weil das ist ja ein toller Inhalt, den man da gemacht hat. Und wenn ich das jetzt runterbreche, beispielsweise auf die Musik, machen andere Musiker das so, dass die Content ausspielen, 30, 40, 50 Content Pieces. Ich habe erst ein Interview gesehen mit Alex Warren von Ordinary. Kennst du den Song? Ja. Der hat 130 Mal dieses Lied ausgespielt über verschiedene Kanäle, die er sich eingerichtet hat in den sozialen Medien, weil sein Label hat nicht dran geglaubt an den Song und er hat es gemacht. Und sowas würde mich absolut abfacken. Ich hasse es, Dinge... Für mich ist was im Studio fertig, dann ist es fertig, dann hau ich's raus, dann ist mein Kopf leider schon bei der nächsten Sache, was dumm ist. Weil man ja eigentlich viel Arbeit in eine Sache gesteckt hat... Und ich schaffe es nicht, das so zu vermarkten und zu feiern, wie man es müsste. Ich lasse mich schnell dann dazu hinreißen, wieder was Neues zu machen. Das ist eine Schwäche, glaube ich. Eine große. Unternehmerisch betrachtet.

[SPEAKER 2]
[00:23:57-00:24:27]
Ist das nicht auch unglaublich anstrengend, stelle ich mir zumindest vor, immer wieder auch mit neuen Ideen zu kommen? Am Ende ist es ja auch eine unglaubliche Bandbreite. Und natürlich gibt es, kann ich mir vorstellen, du bist ja extrem kreativ, da hast du sehr viele Ideen, aber es ist ja immer wieder auch dieser Zwang oder dieses Bedürfnis, dann immer weiterzugehen. Das ist ja, wie du sagst, Fluch und Segen zugleich. Ja.

[SPEAKER 1]
[00:24:30-00:25:32]
Ja, es ist anstrengend, aber ich weiß, ich wüsste nicht, wie ich es ausstellen kann. Und ich wüsste auch nicht, ich war jetzt, wir waren letzte Woche in Hamburg und haben uns Musicals angeschaut. In Bremen läuft gerade die Cher Show und in Hamburg läuft MJ, das Michael-Jacks-Musical. Und die haben beide sehr, sehr biografische Inhalte. Und da ist mir bewusst geworden, dass beide Personen, um Himmels willen, ich möchte mich nicht auf eine Ebene mit solchen Größen stellen, aber dass das einfach auch Menschen sind, die von Selbstzweifeln getrieben sind und die dadurch zu Höchstleistungen, glaube ich, gekommen sind. Ich glaube, das ist auch Fluch und Segen zugleich. Es gibt keinen Tag, an dem ich komplett sage, Patrick, das hast du aber toll gemacht. Es gibt aber jeden Tag, an dem auf meiner Schulter jemand sitzt, der sagt, das reicht noch nicht.

[SPEAKER 2]
[00:25:33-00:25:34]
Gibt es Dinge, auf die du stolz bist?

[SPEAKER 1]
[00:25:42-00:27:21]
Es gibt Dinge, auf die Menschen in meinem Umfeld stolz sind, wie zum Beispiel, dass wir da in den Charts auf Platz 14 waren. Man schreibt ja so einen Song nicht alleine. Also in der Regel zum Beispiel an Beyonces Album haben ich glaube 50 oder 60 Menschen mitgeschrieben. Und ich war, als diese Platzierung rauskam von den Charts, da waren wir in der Woche im Admiralspalast in Berlin. Und wenn ich da auf der Bühne stehe, dann, das ist unheimlich toll, das erfüllt mich über die Maßen. Und wenn die Menschen dann über meine Gags lachen, Oder sich eine Träne wegwischen, wenn ich eine Ballade singe. Das berührt mich, das erfüllt mich, das macht mich stolz. Ich fühle mich sehr unwohl, wenn es am Ende einen Applaus gibt, einen langen. Da fühle ich mich, kann ich nicht beschreiben wie. Ist komisch. Und dann waren wir danach noch in der einen oder anderen Bar und eine Songwriterin und mein Musikproduzent waren mit. Und die haben dann, weil ein Club voll war, gesagt, ey, der ist gerade auf Platz 14 in den Charts, den werdet ihr doch reinlassen. Das fand ich sowas von... Also andere Menschen sind auf Dinge stolz, die ich nicht greifen kann. Ich bin stolz, wenn meine Jungpferde sich toll zeigen. Also auf meine selbst gezüchteten Pferde bin ich stolz. Auf... Kunst, die ich schaffe, wenn ich sie mir gerade angucke, ja, aber es ist jetzt nicht so, dass ich abends zu Hause sitze und sage, Mensch, das hast du toll gemacht. Die Stimme, die mich antreibt, die mich hinterfragt, die ist immer lauter und die wird auch immer lauter sein, glaube ich.

[SPEAKER 2]
[00:27:22-00:28:10]
Also bei mir ist es so, wenn ich große Shows moderiere, Galaabende und da sind wirklich viele Leute und danach ist es vorbei und ich fahre nach Hause, dann geht es mir manchmal so, dass ich wie so eine Art Sozialkarte habe. dass ich wirklich denke, krass, eben warst du noch irgendwie vor 5000 Leuten und jetzt sitzt du hier alleine und es ist so ein Rattern im Kopf ein bisschen, das sich wie so ein Sozialkater anfühlt, wo ich echt denke, war das jetzt gut oder war das jetzt nicht gut? Ich habe natürlich ein rationales Gefühl. dann gibt es so ein irrationales Gefühl, was so ein bisschen reinkommt, aber auf jeden Fall fühlt es sich ein bisschen an wie so ein Kater, manchmal, nicht immer. Ist das so dasselbe Gefühl, das du auch manchmal hast?

[SPEAKER 1]
[00:28:12-00:29:32]
Das ist schon wie ein Loch und ich würde auch fast so weit gehen zu sagen, dass das, also ich glaube, ich wäre ein Mensch, der anfällig wäre für irgendeine Art von Sucht im Sinne von Alkoholismus oder was weiß ich und dass das meine Sucht ist und natürlich hat jeder Suchtkranke auch einen Down danach. Ich glaube, das ist vielleicht schwierig, weil es Menschen triggern könnte, was ich gerade gesagt habe. Das möchte ich natürlich nicht. Aber ich glaube, dass es in diese Richtung für mich vom Gefühl geht. Und mir hilft es aber immer, wenn ich dann zum Beispiel nach dem letzten Tourtag schon weiß, ey, in drei Monaten geht die Tour weiter. Ich wollte eigentlich dieses Jahr eine Tourpause machen. Kann ich nicht. Ich schaffe das nicht, nicht auf die Bühne zu gehen. Weil mich diese Zahlen im Internet, die Menschen stehen ja nicht vor dir. Die kannst du nicht greifen. Du siehst nicht, ob die lachen, ob die weinen. Was du mit deinen Videos mit denen machst, das siehst du nicht, das fühlst du nicht. Und ich brauche, dass ich das fühle, was die machen, was die merken. Aber du hast ja dann keine richtig geschriebenen Gags, du musst ja meistens Inhalt verkaufen, wenn du moderierst.

[SPEAKER 2]
[00:29:32-00:30:03]
Ich schaffe ja den Rahmen dafür. Das sind natürlich völlig unterschiedliche Rollen. aber am Ende ist es ja Dopamin, glaube ich, die Sucht, die man da hat, wo man einfach sagt, okay, ich brauche dann immer mal wieder diesen kleinen Dopamin-Push, um da gut durchzukommen, beziehungsweise der fällt halt danach ab, dann sitzt man da halt alleine und dann hast du halt nicht diesen Kicker immer wieder und das ist, glaube ich, zumindest bei mir, was dann so diese Richtung drückt.

[SPEAKER 1]
[00:30:04-00:30:29]
Das Gute bei uns ist, dass wir ja auf Tour immer als Freunde-Familien-Truppe fahren und ja auch im Camper nach Hause fahren zu viert. Und dann ja auch die Rückfahrt noch lustig ist, sodass dieser Weg, dieses Tief dadurch so ein bisschen abgefangen wird. Also wenn du jetzt da alleine im Auto sitzt, ich glaube, das stelle ich mir auch schwierig vor, aber das hatte ich so noch nicht.

[SPEAKER 2]
[00:30:29-00:30:33]
Gibt es einen richtigen Tourbus oder ist das euer Camper?

[SPEAKER 1]
[00:30:34-00:30:37]
Das ist unser Camper.

[SPEAKER 2]
[00:30:37-00:30:49]
Ja, ich meine, im Tourbus kann man schlafen, im Camper kann man genauso schlafen, aber der ist inkognito, da sieht man jetzt nicht, ist jetzt nicht drauf geschrieben, Tumala on Tour.

[SPEAKER 1]
[00:30:49-00:30:55]
Furchtbar, nein, nein. Ich würde auch nie einen Pferdeanhänger mit Werbung bekleben lassen.

[SPEAKER 2]
[00:30:55-00:31:22]
Wie entstehen die Shows? Das ist ja schon inzwischen, ich habe es mir eben nochmal angeschaut, du hast ja schon jetzt bei der Disco-Diva-Show zum Beispiel, das sind ja veritable Locations, in denen du bist und übrigens auch Zahner, habe ich gesehen, im Zahnerer Hof, das Heimspiel. Wie entstehen diese Shows, wie groß ist das Team dahinter? Führ uns mal ein bisschen durch.

[SPEAKER 1]
[00:31:24-00:33:14]
Wie entstehen die Shows? Die Shows entstehen übers, also prinzipiell ist das ja eine Mischung aus Comedy und jetzt halt Live-Musik mit meinen eigenen Songs. Wir haben jetzt heute den, was ist heute? Naja, irgendwas Mitte, Ende Januar. Und am 6.3. ist die erste Show und ich habe quasi noch nichts fertig. Gar nichts. Ich weiß, wie ich das Opening haben möchte. Nächste Woche habe ich ein Songwriting Camp mit meinem Tour-Pianisten-Musikproduzenten. Und einer weiteren Produzentin und der Dame, die auch mit live auf Tour singen wird, mit der ich auch einige Songs auf dem Album geschrieben habe, mit denen möchte ich den musikalischen Rahmen schaffen. So entsteht das Musikalische. Die Moderationen, die entstehen über das ganze Jahr im Alltag. Mein Handy ist... Ein sehr, sehr wirrer Ort mit sehr, sehr vielen Notizen, seien es Songtexte, seien es Moderationsideen, alles, was mir in den Kopf fällt, muss ich aufschreiben, sonst ist es weg. Das doof ist es immer, wenn es mir abends im Bett einfällt. Weil dann muss ich nochmal aufstehen und mir das aufschreiben, das ist sonst wie verpufft über Nacht. Und dann suche ich mir da die besten Dinge raus, versuche einen roten Faden zu fassen und schreibe dann meine Comedy-Moderation. Und dann gibt es diese Termine in Sana, wo ich natürlich hauptsächlich auch mit dem Licht mal teste, was wirkt zu welchem Kostüm am besten. Kostüme und Perücken shoppen gehört natürlich auch dazu. Für Tiffany, damit die ordentlich aussieht.

[SPEAKER 2]
[00:33:14-00:33:17]
Das machst du aber nicht in Zahner.

[SPEAKER 1]
[00:33:17-00:33:28]
Nee, das mache ich online zum Black Friday. Wirklich? Perücken kommen aus Berlin. Da kannst du die richtig gestylt bestellen. Das heißt, die brauchst du ja nicht zum Friseur, die kommen fertig zu mir.

[SPEAKER 2]
[00:33:28-00:33:35]
Und dann gibt man quasi Kopfumfang an und das ist quasi eine handgemachte Perücke nur für dich?

[SPEAKER 1]
[00:33:36-00:34:21]
Nee. Also da ist hinten so ein Gummi-Verstelldings drin. Das passt. Vorne ist dann so ein Netz dran, das schneidest du ab, damit das aussieht, als wäre es ein echter Haarensatz. Das klebst du dir dann ran und die Frisur an sich, die kannst du dir da aussuchen. Und dann entsteht das... in meinem Kopf und dann streiche ich in Zahner noch Dinge raus, erweitere Dinge. Man merkt ja, wie die Moderationen mit dem Publikum funktionieren. Wenn was funktioniert, wird es ausgebaut. Wenn was nicht funktioniert, streichst du es raus. Da muss man leider auch dann Dinge, die man selber lustig findet, einfach schmerzfrei rauswerfen. Hauptsache das Publikum hat eine gute Zeit, weil dann wird die Zeit für mich auch erst gut.

[SPEAKER 2]
[00:34:23-00:34:25]
Am Ende muss man es ausprobieren.

[SPEAKER 1]
[00:34:26-00:34:48]
Genau. Dann gibt es Gesangsunterricht und dann guckt man, dass das alles irgendwie funktioniert. Aber es ist jetzt keine Taylor Swift Show. Ich glaube auch, das ist das, was mich unterscheidet, dass ich leider ein zu spontaner Mensch bin, als dass ich jetzt so eine... Ich habe mir die Doku von Taylor Swift angeguckt. Hast du die gesehen?

[SPEAKER 2]
[00:34:48-00:34:48]
Ja, habe ich auch gesehen.

[SPEAKER 1]
[00:34:51-00:35:09]
Ich glaube, mich würde es nicht erfüllen, wenn jeden Tag das gleiche Programm wäre. Weil ich agiere zu sehr mit dem Publikum, was da jeden Tag sitzt. Ich glaube, 60% ist vorgeschriebenes Programm, 40% ist Improvisation mit den Gästen. Und das liebe ich. Und ich glaube auch, das lieben die Gäste.

[SPEAKER 2]
[00:35:09-00:35:51]
Am Ende ist es ja sowas wie Impro-Theater. Es ist spontan, es ist dann auch auf dem Punkt, es fühlt sich dann richtig an und dann ist es ja sehr gefühlsgetrieben. Du spürst ja am Ende das, was funktioniert und das setzt du dann um. Ja. Was ja bei dir spannend ist, dass ja nicht nur diese Schiene der Comedy-Shows, also du hast ja nicht nur diese Facette, sondern auch die Facette Pferdezucht, was ja ein seriöses Thema ist, aber du siehst dich ja auch zum Beispiel in der Kombination mit Christoph Hess auch als Vermittler von Inhalt, auch wenn du jetzt nicht als Ausbilder auftrittst, aber dir ist ja trotzdem diese inhaltlich-fachliche Komponente trotzdem wichtig.

[SPEAKER 1]
[00:35:54-00:37:02]
Aber die ist mir nur wichtig, wenn ich der Schüler bin. Also ich würde mir niemals anmaßen, es vom Wording so zu formulieren, dass ich jemandem etwas empfehlen möchte im Sinne der Pferdeausbildung oder des Weges, wie ich es mache. Ich hole mir ja auch regelmäßig eine Trainerin nach Hause, reite die Pferde ja auch mit einer Freundin an, die das schon macht, seit sie klein ist. Weil ich da Angst habe auch, zum alten, weißen, engstirnigen Mann zu werden, der eine Richtung hat, eine Schiene fährt. Ich hole mir da lieber Input von allen möglichen Himmelsrichtungen. Und ich glaube, auch da bin ich manchmal sogar zu engstirnig und zu sehr eingefahren in alten Mustern. Mir ist es wichtig, dass es den Pferden gut geht. Ich denke, das kommt auch rüber. Aber ich würde mir jetzt nicht anmaßen, dass ich dass ich per se Bildung vermitteln wollen würde. Außer beim Fohlen-ABC. Ich glaube, das mache ich ganz gut.

[SPEAKER 2]
[00:37:02-00:37:13]
Hast du das Gefühl, dass online der Ton sich verschärft hat in den letzten Monaten und Jahren?

[SPEAKER 1]
[00:37:13-00:38:13]
Ja, aber mit wachsender Reichweite... Bekommst du ja auch Kritik. Am liebsten, also ich vergleiche das jetzt mal mit einem Show-Video, was ich poste. Wenn ich jetzt in Drag ein Video poste und darunter sind einen Haufen Hass-Kommentare, ist das das Video mit den meisten Aufrufen? Ist das das Video, was mir die meisten Tickets für die kommenden Shows verkauft? Weil da gucken dreimal mehr Leute, die keinen bösen Kommentar dazu schreiben, die sich denken, oh, das ist aber cool. Und wenn ich dann böse Kommentare unter Pferde-Videos habe, meistens lese ich die dann gar nicht mehr, weil ab 150 Kommentaren bin ich raus. Ich like die Kommentare, wenn das Video online geht und wenn das dann irgendwie nach einer Woche nochmal eine große Welle schlägt, dann checke ich das meistens nicht, weil bis dahin habe ich schon 10 neue Videos gepostet. Aber die negativen Kommentare, die bringen meistens eine Welle mit sich, die nicht nur schlecht ist.

[SPEAKER 2]
[00:38:13-00:38:15]
Machst du das alles alleine? In den ganzen Accounts?

[SPEAKER 1]
[00:38:17-00:38:46]
Ja. Also wenn das jetzt so eine... Die YouTube-Videos, da habe ich ja meistens ein Kamerateam da. Und die Showvideos auch. Die Zusammenschnitte davon, die macht ein Team für mich. Das ist ein Ehepaar. Aber das andere filme ich selber, schneide ich selber, ich beantworte die Nachrichten selber. Ich habe die Nachrichtenfunktion auf die Storys ausgeschaltet, sodass ich das überhaupt handeln kann. Weil ich es, glaube ich, nicht mit mir vereinbaren könnte, dass das jemand anders macht.

[SPEAKER 2]
[00:38:46-00:38:51]
Wie groß oder wie lang ist deine Screentime am Handy am Tag? Was würdest du sagen?

[SPEAKER 1]
[00:38:51-00:38:51]
Um Gottes Willen.

[SPEAKER 2]
[00:38:53-00:38:54]
Zweistellig?

[SPEAKER 1]
[00:38:54-00:38:59]
Wahrscheinlich ja, oder? Nee, nee, nee. Nein. Sechs bis acht Stunden, würde ich sagen.

[SPEAKER 2]
[00:38:59-00:39:09]
Und das ist dann ja am Ende für dich ja Arbeitszeit. Also da bist du jetzt nicht auf Bild.de oder so oder guckst immer YouTube-Videos, sondern das ist ja am Ende harte Arbeit.

[SPEAKER 1]
[00:39:10-00:39:11]
Ja.

[SPEAKER 2]
[00:39:12-00:39:15]
Ja. Was glaubst du?

[SPEAKER 1]
[00:39:15-00:39:18]
Harte Arbeit. Ich glaube, viele sehen das nicht so.

[SPEAKER 2]
[00:39:18-00:39:19]
Siehst du es als harte Arbeit?

[SPEAKER 1]
[00:39:25-00:40:23]
Ich möchte mich nicht vergleichen mit Menschen, die körperlich hart arbeiten. Ich möchte mich nicht auf eine Stufe setzen mit Menschen, die Mediziner sind oder Juristen sind. Ich möchte mich aber auf eine Stufe setzen mit Menschen, die zum Beispiel ein Marketingbüro haben oder die zum Beispiel beim Fernsehen arbeiten. Sicherlich ist da bei allen Sachen nicht die Expertise dahinter, die diese Menschen in ihrem Metier speziell haben, aber trotzdem ist es ja eine Ich-AG, die doch Arbeit mit sich bringt. Aber ich bin auch da zu sehr davon geprägt oder geplagt, dass in meinem Hinterkopf jetzt Stimmen aufploppen, die sagen, das ist ja keine richtige Arbeit. Ich glaube, das ist auch was, wo ich dann selber nicht auf mich stolz bin, sondern wo ich selber lieber alles in Frage stelle, um noch besser zu werden.

[SPEAKER 2]
[00:40:25-00:40:55]
Du wohnst ja zu Hause und wie ist das, als deine Eltern erkannt haben, unser Sohn ist Influencer? Das ist ja häufig erst in den letzten Jahren so ein bisschen, dass man das Gefühl hat, okay, das ist ja inzwischen eine Jobbeschreibung und da verdienen Leute sehr viel Geld. Aber das war ja, als du angefangen hast, noch ganz anders. Wie haben die damals darauf reagiert, als du sagst, ich werde jetzt zusehen, hier meinen Account auszubauen?

[SPEAKER 1]
[00:40:56-00:42:19]
Also ich weiß noch, als der Lockdown losging, ich hatte mit meinem Ex-Partner ein Haus und so mit Beginn des Lockdowns habe ich die Beziehung beendet und bin dann halt wieder hier eingezogen. Und ich glaube, mein Stiefpapa, der hat die ersten anderthalb Jahre gedacht, was macht der? Der kriegt permanent irgendwelche Pakete, sitzt seinen Arsch hier breit, fährt dann dreimal am Tag sein Pferd streicheln. Was macht der? Die faule Sau. Der konnte das, glaube ich, erst greifen, als das mit diesen Shows losging und als er die Menschen gesehen hat, die da vor Ort sind. Und als er gecheckt hat, dass die ja hier nach, am Anfang waren ja nur Shows hier in Sanaa. dass die teilweise aus Österreich hier nach Zana gekommen sind, um sich so eine Show anzugucken. Ich glaube, seitdem kann er das erst greifen. Meine Mama konnte das vorher auch nicht wirklich greifen. Und jetzt interessiert er sich aber auch immer mehr dafür, weil er ist auch selbstständig und die haben im Unternehmen auch Social Media und da hat er ab und zu mal ein paar Fragen. Und dann hinterfragt er natürlich auch mal, was verdienst du jetzt hier so an so einer Werbung? Und was ist da so die Einschaltquote? Und ich glaube dann, also das Interesse wächst. Und ich glaube auch mittlerweile, dass alle wissen, dass das sich nicht von alleine macht.

[SPEAKER 2]
[00:42:19-00:42:25]
Ich habe jetzt gerade mal hier den Zahnarerhof gegoogelt. Das ist ja so ein Landgasthof.

[SPEAKER 1]
[00:42:25-00:42:27]
Das ist ein Landgasthof, da passen, ich glaube, 150 Gäste rein.

[SPEAKER 2]
[00:42:30-00:42:44]
Und dann bist du ja da, mit Abstand die größte Show, wahrscheinlich derjenige, der am häufigsten da die Leute hin holt. Das ist für Zahner doch auch was Besonderes, wenn Leute von 500.000 Kilometer entfernt hinkommen.

[SPEAKER 1]
[00:42:45-00:42:58]
Ist der Zahner so besonders, dass es der einzige Ort ist, in dem ich eine Vergnügungssteuer zahlen muss? Wirklich? Sie nehmen dreisterweise 10% von jedem Ticket.

[SPEAKER 2]
[00:42:58-00:43:05]
Nur in Zahner. Das heißt, die Gemeinde Zahner nimmt einen Prozentsatz vom Umsatz.

[SPEAKER 1]
[00:43:05-00:43:08]
Ja, ja.

[SPEAKER 2]
[00:43:08-00:43:17]
Also da bist du ja ein großer Finanzier der Gemeinde inzwischen. Ja. Aber die Paprik Thumala Straße gibt es noch nicht.

[SPEAKER 1]
[00:43:17-00:43:20]
Nee, ich glaube, die wird es auch nicht geben. Ich bin ja homosexuell.

[SPEAKER 2]
[00:43:21-00:43:24]
Dann ist das da in dem Bereich Sachsen-Anhalts nicht so gern gesehen.

[SPEAKER 1]
[00:43:25-00:43:28]
Weiß ich nicht, aber der Himmel ist hier schon sehr blau, würde ich behaupten.

[SPEAKER 2]
[00:43:29-00:44:10]
Okay, ich verstehe, was du meinst. Gut, aber das ist natürlich geil am Ende, dass du in so einem wirklich kleinen Ort auf dem platten Land in Sachsen-Anhalt wirklich so eine Story hinlegst und das ja auch dafür nutzt, als Keimzelle, du machst ja bis heute Shows in Sanaa, viele, Taylor Swift, die kommt irgendwie aus New England da, irgendwie in der Nähe von Boston, die macht jetzt nicht eine Show noch, jetzt wollen wir uns nicht auf dem Level Taylor Swift bewegen, aber so von der Grundidee, du bist ja schon eng verwurzelt da, wo du herkommst.

[SPEAKER 1]
[00:44:11-00:44:43]
Ja, aber die Gastronomie gehört auch meiner Familie. Das gehört meinem Onkel, meiner Tante. Und es ist ja einfach auch eine Einnahmequelle für die. Und es ist einfach, guck mal, da kann ich früh noch meine Pferde bewegen. Wenn ich jetzt sonst irgendwo auf eine Show fahre, dann ist ja doch immer zwei, drei Tage weg. Und beispielsweise in Hamburg sind die Locations so horrend teuer, dass dass ich da eine Zeit lang ähnlich viel an einem Abend übrig hatte, wie ich in Zahner hatte.

[SPEAKER 2]
[00:44:45-00:44:57]
Also wir können dir das WeHouse-Büro anbieten. Wir haben zwar nicht so viele Sitzplätze, aber 50 Leute kriegen wir auch unter. Das ist vielleicht die exklusiv Meet-and-Greet-Location danach.

[SPEAKER 1]
[00:44:57-00:45:01]
Die exklusiv Meet-and-Greet-Location in Hamburg danach ist die Reeperbahn.

[SPEAKER 2]
[00:45:01-00:45:05]
Was sonst? Gehst du danach auch richtig feiern nach so einem Gig?

[SPEAKER 1]
[00:45:05-00:45:15]
Also in Hamburg... Das letzte Mal, als ich in Hamburg aufgetreten bin, hatten wir einen Doppelspielabend. Nach dem ersten Abend haben wir uns richtig die Lichter angezündet.

[SPEAKER 2]
[00:45:15-00:45:17]
Richtig schön auf dem Kiez und Vollgas.

[SPEAKER 1]
[00:45:17-00:45:19]
Richtig schön, ja. Die Wunderbar war unsere.

[SPEAKER 2]
[00:45:21-00:45:40]
Sehr gut. Die Hamburger hier unter euch, die kennen die Wunderbar. Legendäre Location. Ja, Patrick, wir haben hier die vier klassischen WeHouse-Fragen, die in jedem Podcast am Start sind. Die kommen jetzt auch auf dich zu. Und Frage Nummer eins ist, hast du ein Motto, nach dem du lebst?

[SPEAKER 1]
[00:45:44-00:45:47]
Immer nach vorne.

[SPEAKER 2]
[00:45:47-00:45:54]
Frage Nummer zwei, wenn du Reitern oder Pferdemenschen eine Sache im Umgang mit ihren Pferden auf den Weg geben könntest, was wäre es?

[SPEAKER 1]
[00:45:57-00:46:06]
Guckt euch an, wie Pferde sich untereinander in der Herde verhalten und nehmt das vielleicht mit für euch.

[SPEAKER 2]
[00:46:06-00:46:15]
Frage 3. Wer hat dich im Hinblick auf die Pferde besonders geprägt? Gibt es da eine Person?

[SPEAKER 1]
[00:46:15-00:46:18]
Meine Trainerin Janett heißt sie.

[SPEAKER 2]
[00:46:18-00:46:20]
Also an dieser Stelle viele Grüße an Janett.

[SPEAKER 1]
[00:46:22-00:46:53]
Ja. Die kann man leider nicht buchen, weil die ist bei mir angestellt und hat für mich so viel zu tun, die kann nicht anders. Janett hat einfach nicht aufgegeben, mich immer wieder von auch doofen Ideen, die ich hatte, abzubringen und mir immer klare Worte zu sagen und ist Also wenn die Ausbildung bei ihr dann zwei Jahre länger dauert für so ein Jungpferd, dann dauert sie länger. Hauptsache es ist pferdegericht.

[SPEAKER 2]
[00:46:53-00:46:59]
Und dann zum Abschluss vervollständige diesen Satz, Pferde sind für mich.

[SPEAKER 1]
[00:46:59-00:47:08]
Ich glaube, als wir den letzten Podcast dieser Art aufgenommen haben, habe ich gesagt, Pferde sind für mich das ganze Leben. Pferde sind für mich das halbe Leben.

[SPEAKER 2]
[00:47:10-00:47:10]
Was ist die andere Hälfte?

[SPEAKER 1]
[00:47:13-00:47:39]
Auf Bühnen stehen, Kunst machen. Also ich schätze es über die Maßen, bei den Pferden meine Ruhe zu finden. Das ist für mich der Urlaub, das ist für mich das Abschalten. Da denke ich an nichts anderes, aber ich brauche genauso den Trubel und den Input und bunte Lichter, ja.

[SPEAKER 2]
[00:47:42-00:47:47]
Was glaubst du, worin trägt dich das Ganze? Was sind deine Ziele für die nächsten Jahre? Möchtest du das Thema noch ausbauen?

[SPEAKER 1]
[00:47:49-00:47:51]
Ja, natürlich.

[SPEAKER 2]
[00:47:51-00:47:52]
Also mehr Shows.

[SPEAKER 1]
[00:47:52-00:47:53]
In den Charts reicht doch nicht.

[SPEAKER 2]
[00:47:53-00:47:54]
In Nummer 1.

[SPEAKER 1]
[00:47:54-00:47:57]
Natürlich.

[SPEAKER 2]
[00:47:57-00:48:03]
Wer ist gerade Nummer 1? Wir nehmen jetzt hier im Winter 2,26 auf. Wer ist gerade vorne?

[SPEAKER 1]
[00:48:03-00:48:05]
Ich weiß es nicht.

[SPEAKER 2]
[00:48:05-00:48:08]
Willst du jetzt Gemini fragen?

[SPEAKER 1]
[00:48:08-00:48:10]
Nee.

[SPEAKER 2]
[00:48:10-00:48:26]
Charts Deutschland gebe ich immer eben ein. Irgendein Berliner Rapper bestimmt. Offizielle deutsche Charts. Aktuelle Nummer 1 ist Taylor Swift mit The Fate of Ophelia. Das ist eine Bürde.

[SPEAKER 1]
[00:48:32-00:49:53]
Das ist eine Bürde, nein. Dieses Jahr habe ich in meiner Community einen Aufruf gestartet, ob jemand jemanden kennt, der Festival-Booker ist. Tatsächlich hat sich eine Dame gemeldet, die für zwei große Festivals bucht. Und hat meinen Namen da in die Waagschale geworfen. Und das Feedback war, dass mein Content, mein Instagram-Auftritt nicht im musikalischen Bereich professionell genug rüberkommt. Und das hätte ich gerne fürs nächste Jahr mehr als Ziel gesetzt, dass ich gerne auf tollen Bühnen auftreten würde. Ob das jetzt eine XXL-Tour sein muss, weil aktuell läuft das, bin ich da ein, wie man unter den Musikern sagt, ein Independent Artist. Ich bezahle jede Location vorher selber. Das heißt, für den Admiralspalast habe ich diese Woche viele Taler bezahlt, dafür, dass ich da im September auftreten darf. Das läuft alles in Vorkasse. Da ist noch keine Booking-Agentur dahinter, die das für mich macht. Weiß ich auch nicht, ob ich das will. Deswegen ist so eine Tour auch immer ein großes Risiko. Ich hätte mehr Bock darauf, auch mal im Sommer von Festivals gebucht zu werden. Und vielleicht züchte ich auch mal noch ein Pferd, was für mich groß genug ist, mit dem ich dann noch ein paar ländliche schöne Turniere reiten kann. Mal schauen.

[SPEAKER 2]
[00:49:54-00:50:23]
Also wir drücken dir die Daumen. Hoffentlich sehen wir dich auf dem ein oder anderen Festival. Falls hier jemand unter euch ist, der Festival-Booker ist, ihr wisst ja, wo ihr Patrick erreichen könnt. Du bist ja auf WeHouse, das packen wir nochmal in die Shownotes, den Kurs von Christoph Hess und dir, aufgenommen damals in Bettenrode. Und ja, Patrick, vielen Dank für deine Zeit und mal, wie ich finde, ein ganz erfrischender, anderer und auch nachdenklicher Blick teilweise auf das, was du machst, finde ich sehr sympathisch und weiter alles Gute.

[SPEAKER 1]
[00:50:23-00:50:26]
Vielen Dank für deine Zeit auch.

[SPEAKER 2]
[00:50:26-00:50:51]
Wenn ihr mögt, lasst uns eure Bewertung da, zum Beispiel auf Spotify über die Kommentare, aber auch über alle weiteren Kanäle, wo ihr uns findet, TikTok, Instagram, Facebook, ja, da gibt es uns auch und auf vielen anderen Kanälen. Also euer Feedback ist uns wichtig und damit sage ich bis zum nächsten Mal beim Wios Podcast.

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