#Wissen mit Dr. Veronika von Rohrscheidt: Biotensegrales Training einfach erklärt
„Wir können der Personal Trainer des Pferdes“, sagt Dr. Veronika von Rohrscheidt, die Initiatorin des biotensegralen Trainings. Ihr Trainingsziel ist es, dem Pferd gesunderhaltende Bewegungsmuster beizubringen und ihm damit zu einem kompetenten Körper zu verhelfen.
Im Gespräch mit Sonja Kriegel stellt Veronika klar, dass sie keine neue Reit- oder Trainingsweise erschaffen möchte. Sie möchte Verständnis für den Pferdekörper und seine Bewegungsmuster vermitteln, sodass jeder Pferdemensch sein Pferd selbst gesunderhaltend trainieren kann – unabhängig vom reiterlichen Niveau, der Disziplin oder sportlichen Ambitionen.
Veronika beschreibt, was genau biotensegrales Training ist und warum alle Pferde – nicht nur trageerschöpfte oder anderweitig erkrankte Pferde – davon profitieren können: Denn auch Dinge wie ein stumpfes Gangbild, Anlehnungsprobleme, mangelnde Losgelassenheit und Durchlässigkeit oder Schwierigkeiten beim Stellen und Biegen lassen sich mit Veronikas Ansatz erklären und beheben. Freue dich auf viele Aha-Momente in dieser Podcastfolge.
Podcast Transkript
Dieses Transkript wurde durch eine KI erstellt und nicht gegengelesen.
[SPEAKER 1]
[00:00:01-00:00:07]
Heute haben wir eine Wissensfolge für euch zum spannenden Thema biotensegrales Training mit der Initiatorin Dr.
[SPEAKER 2]
[00:00:07-00:00:28]
Veronika von Rohrscheidt. Das ist eigentlich am Ende des Tages das Ziel des tensegralen Trainings. Wir wollen einen kompetenten Pferdekörper, der einfach kompetent sich bewegen kann, der seinen Körper einfach benutzen kann. Und zwar so, wie er es möchte zu diesemjenigen Zeitpunkt. Und dann entsteht das, was wir immer alle wollen, nämlich Leichtigkeit.
[SPEAKER 1]
[00:00:30-00:01:48]
Herzlich willkommen beim WeHorse Podcast. Heute mit mir, Sonja Kriegel. WeHorse ist deine Lernplattform, auf der du täglich Inspirationen, Trainingstipps und das Wissen der besten Trainer bekommst, um gemeinsam mit deinem Pferd jeden Tag besser zu werden. Biotensegrales Training – ein absolutes Trendthema im Moment und ich würde sagen auch zu Recht. Es bietet spannende neue Perspektiven zum Pferdetraining und dressurmäßigen Reiten generell, aber auch zu anatomischen Zusammenhängen, die für jeden Pferdemenschen wichtig sind. Egal, was für ein Pferd man hat, was man mit seinem Pferd macht oder welche Disziplin man reitet. Deshalb haben wir zu dem Thema auch einen großartigen neuen Kurs auf wehorse.com erstellt, mit dem du lernen kannst, wie du biotensegrales Training mit deinem Pferd selber machst. Passend dazu spreche ich heute mit der Initiatorin Dr. Veronika von Rohrschheidt. Sie ist Pferdetierärztin und hat das biotensegrale Training entwickelt. Wir klären, was das biotensegrale Training jetzt genau ist, warum unsere Pferde es brauchen, was es einem bringt und wie man starten kann. Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit dieser Podcast-Folge. Liebe Veronika, herzlich willkommen bei unserem Podcast. Schön, dass du heute da bist und dir die Zeit nimmst, uns das biotensigrale Training näher zu bringen.
[SPEAKER 2]
[00:01:48-00:01:50]
Ja, hallo. Sehr gerne natürlich.
[SPEAKER 1]
[00:01:51-00:02:15]
Das biotensegrale Training. Wenn man in der Pferdewelt unterwegs ist, kann es glaube ich gut sein, dass einem der Begriff schon mal über den Weg gelaufen ist. Manche Zuhörer kennen es vielleicht aber auch noch gar nicht oder können es noch nicht mal aussprechen. Deswegen würde ich gerne einmal damit mit der Frage beginnen. Was ist denn biotensegrales Training? Kannst du uns da erstmal so einen kleinen Überblick geben in einfachen Worten?
[SPEAKER 2]
[00:02:17-00:03:20]
Es ist einfach eine Form von Pferdetraining, die auf den Prinzipien der Biotensibilität beruht oder wie wir es zumindest versucht haben, diese Prinzipien in dieses Trainingskonzept einfließen zu lassen. Am Ende des Tages ist es auch Pferdetraining. Es ist auch nicht unbedingt alles neu erfunden, sondern eventuell etwas Neues, ein bisschen andere Richtung gegeben, ein bisschen modernerer Ansatz, ein bisschen nicht nur Trainingsaspekte, sondern eben auch Anatomie- und Biomechanikaspekte mit aufgegriffen und daraus versucht, eine Art Trainingsanleitung, Trainingssystem mitzunehmen, Gedankenleitfaden zu kreieren, um den Leuten die Möglichkeit an die Hand zu geben, ihr Pferd wirklich gesund erhaltend zu trainieren.
[SPEAKER 1]
[00:03:20-00:03:31]
Das heißt, das ist das Ziel. Also wenn ich jetzt mich frage, okay, biotensigales Training sagt mir jetzt erstmal nichts. Warum sollte ich das mit meinem Pferd machen? Was bringt es mir und meinem Pferd?
[SPEAKER 2]
[00:03:34-00:05:01]
Im Wesentlichen möchten wir den Pferden gesund erhaltende Bewegungsmuster beibringen. Eigentlich das, was sonst die Natur täte. Dass der Körper des Pferdes einfach vom Pferd selber so benutzt wird, wie die Natur sich das mal gedacht hat. Und es ist ähnlich wie bei uns Menschen. Pferde leiden leider auch an Zivilisationserkrankungen. Das heißt... Pferde leben mittlerweile eben relativ weit weg von dem Bauplan der Natur, genauso wie wir auch. Wir sitzen viel zu viel, wir sitzen vom Computer, vom Handy, vom Fernseher, bewegen uns zu wenig und wenn, dann falsch, weil Kompensationen entstehen. Und das passiert bei Pferden eben auch, weil natürlich hat die Natur nicht vorgesehen, dass wir sie in Boxen halten, auch nicht in Laufstellen, auf begrenzten Flächen. Das ist im Bauplan nicht vorgesehen. Und das führt aber natürlich zu, wie bei uns Menschen auch, zu Problemen. Beim einen Pferd sind das vermeintlich noch nicht schwerwiegende Probleme. Bei anderen Pferden kann es aber durchaus zu schwerwiegenden Problemen führen, die dann wirklich die Gesundheit stark beeinträchtigen. Und das ist das Problem. Und wir versuchen einfach mit diesem Training zusammen, das auszugleichen. Das heißt, Pferde, den Gedanken, die die Natur mal hatte, wieder richtig fit zu machen.
[SPEAKER 1]
[00:05:02-00:05:30]
Ja, das klingt auf jeden Fall erstmal sehr spannend und auch so, dass es für jeden relevant ist, dieses Training, also dass jeder da für sein Pferd Vorteile durch erzeugen kann oder dass die Bewegung seines Pferdes verbessern kann, egal ob es jetzt irgendwie eine Krankheit hat oder eine Lahmheit oder eine Verletzung oder irgendwas, sondern auch, wenn man, sag ich erstmal, denkt, man hat eigentlich ein gesundes Pferd, also es ist quasi für alle geeignet, richtig?
[SPEAKER 2]
[00:05:31-00:06:39]
Ja, es ist einfach auch präventiv. Und wenn ich der Meinung bin, dass mein Pferd alles gesund ist, kann ich mir zumindest mal die dahinterliegenden Gedanken anschauen und versuchen zu verstehen, was dahinter steht und dann einfach nochmal mit diesem neu erlernten Wissen versuchen, mein Pferd zu sehen und zu sehen, ob wirklich tatsächlich alles okay ist. Und es ist auch nicht so, dass wir unbedingt eine neue Trainingsmethode kreieren wollen, so du machst Übung 1, 2, 3 und danach Übung 4, 5, 6, sondern viel wichtiger ist, glaube ich, zu verstehen, um was es geht und eben Verständnis zu schaffen für eine Pferdepsyche, aber eben auch für einen Pferdekörper und für die Art und Weise, wie Pferde sich bewegen können. Und da ist halt bei vielen einfach noch nicht genug Wissen da, um sich in vielen Situationen selber helfen zu können. Oder auch, um bewerten zu können, ob man auf dem richtigen Weg ist oder ob der Weg vielleicht gewisse Veränderungen, Adjustments braucht.
[SPEAKER 1]
[00:06:41-00:07:42]
Ja, du hast jetzt so viele Dinge gesagt, da müssen wir auf jeden Fall einmal tiefer reingehen, dass wir zumindest mal beginnen, hier im Podcast zu verstehen, worum es geht. Du hattest ein ganz gutes Beispiel mit den Fehlhaltungen auch bei Menschen. Also dass man denkt, auch ein gesunder Mensch kann ja Fehlhaltungen haben. Also sagen wir mal erstmal so, es geht einem eigentlich gut. Und man macht vielleicht auch Sport und so und trotzdem sitzen wir natürlich sehr viel. Und habe ich das richtig verstanden, dass auch wenn ich, also ich zum Beispiel sitze ja auch viel am Schreibtisch und ich mache trotzdem Sport, aber es kann natürlich sein, wenn man eine Fehlhaltung entwickelt, sagen wir mal bei Menschen, man sitzt immer so ein bisschen krumm. Wenn man dann natürlich in die falsche Richtung trainiert oder, sage ich mal, das erstmal nicht auflöst, die Verspannungen, die dadurch entstehen, die Blockaden, sondern einfach irgendwie weiter dann Muskeltraining macht, aber eigentlich die falschen Muskeln trainiert, dann wird es ja quasi nicht besser. Kann man sich das so ähnlich beim Pferd vorstellen?
[SPEAKER 2]
[00:07:43-00:08:43]
Ja, ganz genauso. Wenn ich einfach meine Nackenmuskulatur benutze, also da weiß jeder irgendwie so diesen Trapeziusschmerz, um meine Schulterblätter zu stabilisieren und meinen oberen Thorax zu stabilisieren, bekomme ich irgendwann Nackenschmerzen. Und wenn ich dann aber sozusagen in diesem Bewegungs- und Stabilisationsmuster mich bewege, trainiere, ganz egal was mache, ich benutze also die falschen Muskeln, um meinen Oberkörper zu stabilisieren, dann egal was ich tue, werde ich die falsche Muskulatur trainieren und die falsche Art und Weise, mich zu stabilisieren. Und genauso ist es bei den Pferden auch. Wenn das Pferd denn mal in einem falschen Stabilisationsmuster ist, das heißt es benutzt nicht die richtigen Muskeln im richtigen Moment und ich das Pferd einfach trainiere mit egal was, wird es immer falsch sich bewegen und damit natürlich auch nicht optimal und nicht gut und nicht richtig trainiert werden.
[SPEAKER 1]
[00:08:44-00:10:14]
Sehr gut, dann gehen wir jetzt glaube ich schon so ein bisschen in die Richtung, dass man so eine Idee hat, worum es geht. Gehen wir doch beim Pferd da mal näher drauf ein. Angenommen, ich habe jetzt ein Pferd, das erstmal so auf den ersten Blick, würde ich sagen, ist ein gesundes Pferd und reite mit dem, sagen wir mal Dressur, vielleicht reite ich mit dem manchmal aus. Und ich versuche ja natürlich trotzdem in meiner Reitausbildung auch, gesunde Bewegungsmuster zu erzeugen. Also das, was man immer sagt, über den Rücken zu reiten, dass die Oberlinie sich aufwölbt, dass das Pferd von hinten nach vorne an die Hand rantritt. Das ist ja, würde ich sagen, von allen Dressurreitern so mit das größte Ziel, dass das Pferd losgelassen sich durch den Körper bewegt. Und das würde aber ja heißen, dass das vielleicht, auch wenn wir manchmal denken, das ist vielleicht schon der Fall, durch diese Angewohnheiten wie wir, wenn wir zu viel sitzen, sag ich mal, dass das vielleicht doch nicht so der Fall ist, oder? trainieren, die Rückenmuskulatur aufbauen und so weiter. Vielleicht kannst du da mal so ein bisschen mehr reingehen, was so der Ansatz ist vom biotensegralen Training, dass das vielleicht gar nicht immer so sehr der Fall ist, wie wir uns das eigentlich wünschen und vielleicht denken, dass es so ist.
[SPEAKER 2]
[00:10:16-00:11:12]
Ja, also wahrscheinlich fühlen sich da jetzt viele auch irgendwie verstanden oder abgeholt, wenn ich sage, dass es ja so schwer ist, ein Pferd reell von hinten nach vorne ans Gebiss zu reiten. Ein Pferd, das wirklich, man gibt ihm Raum, man treibt und das Pferd dehnt sich ans Gebiss. Diese Idealvorstellung, wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist sehr selten der Fall, wenn wir wirklich uns nicht belügen und nicht wir die Verbindung zum Pferdemaul herstellen, sondern das Pferd tatsächlich zu uns. Und das ist daran begründet nicht, weil wir alle ganz furchtbare Reiter sind und immer alles falsch machen und innerer Schenkel, äußerer Zügel immer noch nicht verstanden haben, sondern das ist, weil viele Pferde einfach schlichtweg dazu nicht in der Lage sind. Nämlich aufgrund der Kompensation. Das heißt, wenn der Rumpf einmal, da rede ich nicht unbedingt immer von Trageerschöpfung, sondern auch einfach nur von einem dysfunktionalen Zustand oder von einer Trageschwäche.
[SPEAKER 1]
[00:11:12-00:11:21]
Da muss ich einmal kurz zwischenhaken, das passiert oft, dass da schnell Fachbegriffe fallen. Kannst du einmal kurz erklären, was ein dysfunktionaler Zustand ist? Ich glaube, das wissen nicht alle.
[SPEAKER 2]
[00:11:23-00:13:08]
So wie der Name sagt, das ist also ein nicht optimaler Zustand, ein nicht ganz gesunder Zustand, sondern ein nicht in voller Funktion seiender Zustand im Pferdekörper. So kann man es einfach sagen. Es könnte besser sein, es könnte fitter sein. Und da gibt es natürlich alle Graustufen. Und Myofasziale Dysfunktion beschreibt sozusagen in schlau das Trage-Schwäche, Trage-Erschöpfung. Aber es lässt halt so ein bisschen mehr Raum für Graustufen, weil Trage-Schwäche oder Trage-Erschöpfung klingt halt schon ziemlich final und das ist ja oft nicht so, sondern das ist einfach nur ein nicht fitter Zustand von ein klein bisschen bis so hin ganz schlimm. Und das, finde ich, beschreibt dieser Ausdruck myofaszial. Das bedeutet also, im Muskelfaszien-System ist der Zustand nicht optimal in verschiedenen Graden. Und das, was wir von den Pferden wollen, also dieses mit getragenem Rumpf über den Rücken, die Energie von hinten nach vorne ans Gebiss, ist tatsächlich, da muss wirklich alles optimal laufen in so einem Pferdekörper, damit das tatsächlich so klappt. Wenn das Pferd nämlich eigentlich schon in einer leichten Kompensation ist, klappt das eben schon nicht mehr. Und das Pferd kann dann das auch gar nicht wirklich reell leisten. Und dann müssen wir versuchen, wieder irgendwie dahin zu basteln und sind dann eigentlich immer nur am Basteln und am Probieren und in Wirklichkeit ist es aber nicht reell. Und das liegt oft gar nicht daran, dass wir das beim Reiten einfach nur falsch machen, sondern einfach, weil der Pferdekörper dazu gar nicht wirklich in der Lage ist.
[SPEAKER 1]
[00:13:10-00:13:43]
Kompensation, das müssen wir jetzt auch nochmal erklären. Aber das war schon mal super erklärt. Vielen Dank dafür. Wir können ja da jetzt einmal reingehen, konkreter quasi. Wie kann man sich das vorstellen, wenn man jetzt sagt, also du hast es ja gut gesagt, dass eben durch bestimmte Kompensationen, durch bestimmte Umstände, das Pferd vielleicht gar nicht so in der Lage ist, das zu leisten, selbst wenn wir es vom Sattel aus sehr gut abfragen können oder dem Pferd eigentlich sagen können, was wir wollen, aber es kann es nicht leisten. Was sind denn solche Kompensationen oder wie kommt das zustande?
[SPEAKER 2]
[00:13:44-00:18:04]
Also im Wesentlichen, um es einmal so einfach wie möglich darzustellen, es gibt den Im Wesentlichen zwei verschiedene Muskelgruppen. Einmal Stabilisationsmuskeln und einmal Bewegermuskeln. Und wie der Name schon sagt, sind die Stabilisationsmuskeln dazu da, den Körper mitzuhelfen zu stabilisieren und die Bewegermuskeln dazu, ihn zu bewegen. Und myofasziale Dysfunktion ist unter anderem, dass dieses System aus der Balance gerät. Das heißt, Stabilisationsmuskeln machen nicht mehr ihren Job. Und Beweger müssen einspringen und diesen Job übernehmen. Was dann dazu führt, wenn sie stabilisieren müssen, das heißt, das ist eine eher statische Sache, das heißt, sie fangen an, im Haltespann zu sein, können sie natürlich nicht mehr bewegen. Und das limitiert Bewegung. Und führt dann zu geringerer Beweglichkeit im Pferdekörper. Und das ist das, was wir dann im Wesentlichen an Kompensationen sehen. Und die sind dann vielfältig. Aber im Falle der Trageschwäche ist es halt, dass dieser große Rumpfträger oder die Muskelschlinge, die den Rumpf zwischen den Vorderbeinen trägt, nicht in voller Funktion ist. Dabei muss man wissen, dass der Rumpf des Pferdes, also dieses ganze große, schwere Gewicht, nicht knöchern mit den Vorderbeinen verbunden ist. Das heißt, es ist nur über diese Muskelfaszienschlinge hängt sozusagen der Rumpf zwischen den Schulterblättern und Vorderbeinen. Und wenn jetzt diese Muskelfaszienschlinge, wie so eine Hängematte, der Rumpf dringend hängt, eben nicht in guter Funktion ist, sackt der nach unten ab. Und dabei entsteht so eine Art Hohlkreuzhaltung im Rumpf des Pferdes. Und das ist dann schon eine deutliche bis schwerwiegende Kompensation, weil die Wirbelsäule des Pferdes dafür nicht ausgelegt ist. Genauso wie unsere Wirbelsäule nicht dafür ausgelegt ist, dass wir eben in so einem Schildkrötenhals den ganzen Tag vorm Computer sitzen. Und dann gibt es eben bei uns auch diese Probleme, die dann irgendwann mal mit Mitte 30 anfangen, dass man Bandscheibenvorfälle bekommt, dass man... Nerveneinklemmungen erfährt, Verspannungen, Hexenschüsse und so weiter. Und so ähnlich ist es beim Pferd dann tatsächlich auch. Und wie reagiert das Pferd jetzt auf dieses Absacken des Rumpfes, wenn seine Rumpftrageschlinge, also diese thorakale Muskelschlinge nennt man es, nicht in voller Funktion ist, ist kompensiert. Weil der Rumpf würde sonst wirklich einfach ja durchfallen zwischen seinen Vorderbeinen. Das heißt, das Pferd benutzt dann alle Strukturen, die Schulterblatt mit Rumpf verbinden, um Stabilität zu generieren. Das heißt, Muskeln, die Schulterblatt mit Rumpf verbinden, werden hyperton geschaltet. Das heißt, die bekommen einfach mehr Spannung, kommen in Haltespann. Faszienverbindungen werden verstärkt, weg von Elastizität hin zu mehr Stabilität, also höherem Kollagenanteil. Und daraus entsteht dann tatsächlich mehr Stabilität, aber zu Lasten der Mobilität. Das heißt, das Schulterblatt kann sich dann nicht mehr gut auf dem Pferderumpf bewegen. Und dann kann das Pferd sich nicht mehr gut bewegen. Und leider passiert dann auch, dass die Schulterblätter des Pferdes, vor allem im oberen Anteil am Widerrist, wirklich an den Rumpf und an den Widerrist gepresst werden. Und so es gar nicht mehr möglich machen, dass das Pferd seinen Rumpf anheben kann, beziehungsweise, in Reitersprache zu sprechen, über den Rücken gehen kann. Das heißt, dass diese angepressten Schulterblätter an den Widerrist wie eine Wäscheklammer, die man dem Pferd an dieser Stelle macht und zwingt das Pferd dadurch, oder das Pferd zwingt sich selbst dadurch in eine Extensionshaltung, das heißt in eine Überstreckungshaltung, also man würde es Menschen im Vergleich in Hohlkreuz. Und das verhindert dann eigentlich, dass das Pferd sich über den Rücken bewegen kann.
[SPEAKER 1]
[00:18:06-00:18:32]
Super erklärt, vielen Dank dir. Also das heißt, wir können es uns noch mal bildlich vorstellen, kann man auch fast bei sich selber sich vorstellen, wenn man so in so einem Vierfüßerstand ist, auf so einer Matte irgendwie und sich vorstellt, der Rumpf, der Brustkorb und quasi ja noch der Rumpf. Also das kannst du vielleicht auch noch mal sagen, was ist genau mit dem Rumpf gemeint? Ja schon vor allem unterm Widerriss so ein bisschen der Bereich, ne?
[SPEAKER 2]
[00:18:33-00:20:23]
Der Rumpf des Pferdes, man spricht auch von Thorax, ist wie bei uns auch, ist die Wirbelsäule, und zwar die Brustwirbelsäule und die Lendenwirbelsäule und dann die Rippen und da unten das Brustbein. Das heißt, es ist wie so ein Korb oder deswegen auch Brustkorb genannt. worin ja dann die Organe sind, also alle möglichen, also Verdauungsorgane, Lunge, Leber, alles befindet sich da drin. Und das hat natürlich ein immenses Gewicht, kann man sich ja vorstellen. So ein Pferdedarm, weiß man ja, ist riesig und die Lunge und Herz und Leber, das sind alles Milz, sind alles relativ schwere Organe. Also ein Pferdetorax wiegt im Warmblut schon mal bis zu 300 Kilo. Und das muss irgendwie ja fixiert werden. diese thorakale Muskelschlinge. Wenn die aber eben nicht mehr gut arbeitet, muss der Körper irgendwie das ausgleichen. Und die Idee mit der gestärkten Rüstenmuskulatur, also die Rückenmuskulatur des Pferdes, die, die wirklich am Rücken sitzt, also da, wo der Sattel draufkommt, die ist nicht zum Tragen da, sondern das ist Muskulatur für Vorwärtsbewegung tatsächlich. die sich an- und abspannt und das Pferd dadurch ermöglicht, sich vorwärts zu bewegen. Also auch eine Bewegungsmuskulatur, die ist nicht dafür da, den Jumps zu stabilisieren. Oft sehen wir aber natürlich, dass die sich verspannt oder verspannt ist bei trageschwachen Pferden oder schlecht trainierten Pferden, aber eben weil die dann auch rekrutiert wird, um irgendwas zu halten, den Rumpf zu halten und verspannt dann dabei und wird dann schmerzhaft und man merkt das dann beim Satteln oder beim Putzen, dass die Pferde dann plötzlich noch mehr den Rücken wegdrücken, weil sie dann durchaus dort schmerzhaft werden.
[SPEAKER 1]
[00:20:26-00:21:17]
Okay, super. Ich fasse das nochmal kurz zusammen. Also eigentlich gibt es den Rumpfträger beim Pferd, diese Faszienmuskelschlinge, die eigentlich diesen Rumpf halten sollte, weil er ja eben nicht fixiert ist an den Vorderbeinen. Wenn der nicht mehr richtig funktioniert, da gehen wir gleich nochmal drauf ein, warum der denn eigentlich nicht so funktioniert, wie er eigentlich sollte bei vielen Pferden heute. Dann rutscht der Rumpf quasi runter, kann man sich wie bei sich selbst vorstellen, was ich sagte im Vierfüßlerstand und das ganze Gewicht. Sack zwischen den Schultern runter und dann will man ja irgendwie versuchen, das festzuhalten. Kann man sich vielleicht auch so vorstellen, als würde man selber die Schultern zusammenziehen und den Rücken und irgendwie wird alles fester und verspannt. Und dann kann man sich natürlich vorstellen, wenn man dann Sport machen soll, sage ich mal, und sich ganz toll frei, groß, locker bewegen soll, wird es schwierig. Das ist eigentlich das Grundproblem.
[SPEAKER 2]
[00:21:18-00:21:18]
Genau.
[SPEAKER 1]
[00:21:19-00:22:12]
Okay. Und dann zwei Sachen sind mir noch wichtig. Einmal, genau, hattest du auch gesagt, man kann es so ein bisschen mit dem Hohlkreuz vergleichen. Was ich festgestellt habe, ich durfte jetzt ja das Thema durch dich auch näher kennenlernen. Wir haben ja auch einen Kurs zusammen produziert, den ihr bei WeHorse natürlich euch anschauen könnt und solltet, wenn man nicht geschult ist, sowas zu sehen. dann sieht man das meiner Erfahrung nach im ersten Moment gar nicht so deutlich. Also dass man sein Pferd sieht und denkt, ach eigentlich sieht er doch so ganz gut aus und ich würde jetzt nicht sagen, der hat ein Hohlkreuz. Also es ist immer nicht bei allen so deutlich zu sehen, dass jetzt der Rücken total durchhängt und wie so eine Badewanne quasi, sondern es gibt da ja viele Abstufungen, hast du gesagt. Das finde ich nochmal wichtig zu betonen.
[SPEAKER 2]
[00:22:13-00:24:03]
Ja, also das ist nicht bei allen Pferden ist auch ein dysfunktionaler Zustand verbunden mit einem Hohlkreuz. Das hängt sehr davon ab, was sie denn für ein Gewebetypen haben und für ein Muskeltonus-Typen haben. Wie dann das äußere Bild so ein dysfunktionaler Zustand ist. Ich lege auch nicht wahnsinnig Wert darauf, immer ein Pferd im Stand zu beurteilen. Das gibt Hinweise, aber viel wichtiger ist, das Pferd in der Bewegung zu sehen und zu fühlen. Und Wenn dein Pferd einfach mit einem kurzen, stumpfen Gang reagiert, wenn die Zehe des Pferdes im Vorderbein als erstes auffußt, wenn die Hinterbeine eine ganz kurze Standphase haben, wenn das Schulterblatt sich kaum bewegt, das Buggelenk, also das Schultergelenk kaum öffnet und schließt in der Bewegung, Wenn das Pferd immer so ein bisschen bergab in der Bewegung aussieht, immer so ein bisschen stolpert oder dazu neigt zu stolpern oder Probleme mit dem Vorwärts hat oder andersrum nur rennt, dann sind das relativ sichere Anzeichen, dass eben da schon ein dysfunktionaler Zustand ist. Wenn das Pferd sich schlecht stellen lässt, schlecht biegen lässt oder vor allem auf eine Seite schlecht biegen lässt. Wenn das Pferd eben Anlehnungsprobleme hat, wenn das Pferd sich immer wieder raushebt, Wenn das Pferd Probleme hat, Takt und Tempo zu halten. Also weitestgehend alle Richtigkeitsprobleme lassen sich dann durchaus auch darüber erklären, beziehungsweise, wenn man denn diesen Zustand verbessert, auch verbessern. Das muss man eben gar nicht über Üben, Üben, Üben beim Reiten tun, sondern man kann dem Pferd tatsächlich erklären, pass mal auf, wenn du dich ein bisschen anders bewegst, ein bisschen anders benutzt, wird alles leichter. Und das lernen die Pferde tatsächlich sehr schnell.
[SPEAKER 1]
[00:24:04-00:24:44]
Und du hast gerade gesagt, das muss man gar nicht durch Üben, Üben beim Reiten tun. Das kann man auch gar nicht durch Üben, Üben beim Reiten tun, oder? Also warum können wir da ja nochmal ein bisschen weiter reingehen, quasi warum braucht es diese Erklärung vom Boden, nenne ich es mal, oder diese, also das können wir vielleicht auch nochmal kurz beantworten. überhaupt mal beschreiben, was kann man sich denn vorstellen unter biotensigalem Training? Also wenn ich jetzt sage, ich möchte das mit meinem Pferd machen, wie sieht das denn aus? Das ist, glaube ich, auch gar nicht allen klar. Es ist ja vom Boden erstmal. Vielleicht kannst du da mal so ein bisschen erklären, wie man sich biotensigales Training vorstellen kann und warum es so passiert.
[SPEAKER 2]
[00:24:45-00:25:47]
Vom Sattel aus ist es einfach schwer, weil man ja sozusagen mit seinem ganzen Gewicht und Druck auf dem Pferd sitzt. Das heißt, man erhöht ja den Druck nach unten noch mehr. Pferde lernen ja vom ersten Tag ihres Lebens Druck zu weichen. sagen, nehmen Sie am Halfter mit, Sie weichen dem Druck, wir ziehen an den Zügeln, Sie bleiben stehen, wir drücken mit dem Bein, Sie gehen vorwärts oder zur Seite, wir lassen Sie umstehen. Wie auch immer, Sie reagieren auch untereinander auf Druck und meist mit Nachgeben. Und dann sollen Sie sich dem Druck, nämlich dem größten Druck, unser Reitergewicht, Sattelgewicht, den Druck sollen Sie sich dann eben nicht nachgeben, sondern aufwölben. Und das ist schon mal rein lernt physiologisch für ein Pferd schwer zu verstehen und nicht logisch. Das heißt, es muss wirklich gelehrt und geschult werden. Bei Pferden, die eben von sich aus nicht Diese Stabilität in ihrem Rumpf haben. Es gibt hier und da noch Pferde, die diese Stabilität haben, aber viele eben nicht mehr.
[SPEAKER 1]
[00:25:47-00:26:27]
Vielleicht gehen wir da noch einmal kurz rein. Entschuldige, dass ich kurz dazwischen gehe. Es ist ja, man merkt schon, es ist ein sehr komplexes Thema mit vielen Richtungen und Fragen. Aber weil du das gerade sagtest, es gibt hier und da noch stabile Pferde, aber nicht mehr so viel. Da kommen wir ja so ein bisschen in die Richtung, warum ist das denn so, dass so viele Pferde diese Kompensation haben, den Rumpf irgendwie versuchen müssen, anders festzuhalten? Warum funktioniert diese Muskelfaszienschlinge der Rumpfträger bei so vielen Pferden nicht mehr so, wie es von Natur aus soll? Man könnte ja denken, das Pferd ist so gebaut. Warum hält diese Muskelschlinge den dann nicht mehr, sodass überhaupt solche Kompensationen entstehen? Da würde ich gerne noch einmal kurz reingehen.
[SPEAKER 2]
[00:26:28-00:30:48]
Also die Hauptursache sind zwei Hauptursachen, die sich leider dann halt natürlich oft treffen. Zucht und Haltung. Die Zucht hat sich verändert in den letzten 20 Jahren ganz stark Richtung, und zwar fast in allen Rassen, Richtung mehr Mobilität. Das heißt, wir wollen Pferde, die sich größer, elastischer bewegen, sitzbequemer sind, einfacher im Handling sind, einfacher zu reiten sind, rittiger sind, weil alles irgendwie weicher ist. Das hat natürlich zur Folge, dass es weniger Stabilität gibt. Denn das, was ein Pferd elastischer macht, ist sein Fasziengewebe. Also es ist nicht unbedingt die Muskulatur oder die Knochen, sondern eben das Gewebe dazwischen. Das heißt Gelenkkapseln, Gelenkbänder, Sehnen, bindegewebige fasziale Umhüllung der Muskeln. Das ist das dreidimensionale fasziale Netz in einem Pferdekörper. Und das hat sich durch die Zucht verändert. Und wenn das weicher und elastischer wird, verliert es auch an Stabilität. Und was wir gerne hätten, ist, dass die Pferde zwar in den Beinen ganz elastisch sind, aber doch im Rumpf noch stabil. Aber das funktioniert leider nicht. Durch Zucht kann ich halt nur das Gewebe an sich verändern. Und das heißt, das macht dann nicht nur an den Beinen Halt, sondern auch an den ganzen faszialen Strukturen, Gelenkkapseln, Bänder, Sehnen in unserem Rumpf. Und vor allem dieser Hauptrumfträger, der Teil der myofaszialen Muskelschlinge, die den Rumpf trägt, Das ist der Serratusmuskel. Das heißt, der ist der gesägte Muskel. So ist der deutsche Name. Und der heißt deswegen so, weil er ganz stark sehnig durchsetzt ist. Weil er eben damit passiv auch den Rumpf halten soll. Mit diesen sehnigen Anteilen. Das Problem ist eben, dass aber diese sehnigen Anteile jetzt eben auch durch die Zucht vermehrt elastisch werden. Plakativ könnte man sagen, früher hatten wir da Stahlseile, jetzt Haargummis. Und deswegen kann es eben ganz leicht passieren, dass dieser Rumpf absagt. Vor allem dann, wenn der Muskel, der da ja noch mit dabei ist, eben auch keinen guten Job macht. Wenn der nicht stark genug ist oder manchmal vielleicht vom Pferd gar nicht angesteuert werden kann. Und da sind wir bei dem anderen Punkt, die Haltung. Das heißt, diese reizarme Haltung, die wir haben, Pferde auf ebenen Böden, kleinen Ausläufen, eckigen Boxen, eckigen Paddocks, eckigen Weiden, eckigen Hallen, ohne genug Reiz in das System, Das System passt sich an. Das heißt, es wird faul. Wie bei uns auch, wenn wir den ganzen Tag vor dem Computer sitzen. Das System passt sich unserer Benutzung an. Form follows function. So wie ich mich benutze, so werde ich wachsen. Die Natur hätte das nicht zugelassen. Die Natur formt die Pferde fit dadurch, dass sie ständig auf unterschiedlichen Böden unterwegs sind, den Jahreszeiten ausgesetzt sind, Futtersuche, Flucht vor Fressfeinden, Kampf, Spielen, was auch immer. Die Natur fordert die Pferde und verhindert so, dass sie in diese Genau das ist eben auch, was bei den Pferden passiert. Das sind Zivilisationserkrankungen. Und einmal erkannt, kann man ja auch was dagegen tun. Tun wir ja auch. Wir Menschen versuchen dann dagegen zu steuern und bewusster, fitter zu leben, uns mehr Reizen auszusetzen, Training zu machen, gezieltes Training zu machen und haben damit Erfolg. Genauso kann man es beim Pferd eigentlich auch sehen.
[SPEAKER 1]
[00:30:50-00:31:30]
Super, vielen Dank für die Erklärung. Das heißt, man kann sich das ein bisschen so vorstellen, dieser Rumpfträger, dieser Seratusmuskel und die Faszienmuskelstinge, ist es so ein bisschen wie Tiefenmuskulatur quasi bei Menschen, was du gerade sagtest, durch die Natur, durch diese ganzen Dinge hervorrufen. muss ja auch, also wird das Pferd ja immer mal wieder aus Balance gebracht, muss sich wieder stabilisieren und so weiter und dadurch wird er quasi eigentlich von Natur aus trainiert und angesteuert und das fehlt quasi sehr vielen Pferden in der aktuellen Haltung und noch verstärkt durch diese Zuchtgeschichte, dass alles irgendwie weicher ist im Pferd.
[SPEAKER 2]
[00:31:30-00:31:31]
Genau, exakt.
[SPEAKER 1]
[00:31:32-00:32:33]
Super. Jetzt gehen wir nochmal zurück zu, wie sieht denn biotensikales Training aus oder warum braucht es dann diese Erklärung von unten? Ich glaube, man kann sich das jetzt schon so ein bisschen vorstellen, wie du eben sagtest, wir brauchen dann vielleicht auch mal eine Anleitung vom Physiotherapeuten oder so, der uns sagt, spann mal hier an. Man kann das vielleicht gar nicht mehr ansteuern oder bewegt dich mal so. So müssen wir es dann ja eigentlich beim Pferd auch machen. Wenn ich jetzt merke, mein Pferd, wenn ich ganz ehrlich bin, ja, der stolpert ab und zu oder ja, der ist eigentlich ganz schön empfindlich immer am Rücken beim Putzen oder ja. Die Annähnung ist nicht so stabil oder ich habe auch eigentlich manchmal das Gefühl, er kommt ein bisschen auf die Vorhand oder er ist irgendwie ein bisschen steif. Das sind ja alles Anzeichen, obwohl man es vielleicht von außen im ersten Moment als Ungeübte gar nicht so sieht. Ja, und wenn ich jetzt sage, okay, dann muss ich jetzt ja diesen Rumpfträger anziehen. irgendwie wieder aktivieren. Das wäre jetzt ja so der logische Schritt, richtig?
[SPEAKER 2]
[00:32:34-00:32:35]
Ja, genau.
[SPEAKER 1]
[00:32:35-00:32:57]
Das ist ein Teil. Genau, das ist ein Teil. Vielleicht, dass du da nochmal reingehst, weil ganz so einfach ist es dann ja doch nicht. Es gibt ja noch ein paar Dinge, die man vorher irgendwie machen muss, um überhaupt diesen Rumpfträger wieder in die richtige Funktion zu bringen, korrekt? Also vielleicht kannst du uns da so ein bisschen Überblick geben, was macht man denn jetzt konkret beim Biotensikereintraining?
[SPEAKER 2]
[00:32:58-00:34:04]
Also das wesentliche Teil ist eben die Kompensationen, die sich gebildet haben, dem Pferd erklären, die wieder aufzugeben und diesen ursprünglichen Plan A des aktiven Rumpfträgers wieder zu wählen. Das ist eigentlich das Thema. Das ist eigentlich exakt genau, wie man es bei Menschen in solchen Kompensationen auch tut. Das heißt, wir schaffen Bewusstsein für Kompensation, helfen dem Pferd, diese Kompensation, diese verspannte Bewegermuskulatur zu lösen und gleichzeitig eben dann diesen anderen Plan, das heißt den aktiven thorakalen Muskelschlinge, wieder zum Plan A zu machen. Aber den Serratus zum Beispiel kannst du nur ansteuern, wenn dein Rumpf sich zwischen deinen Schultern anheben kann. Wenn deine Schulterblätter aber an deinem Rumpf getackert sind und du eigentlich keine Bewegung leisten kannst, kann auch der Rumpfträger nicht aktiv werden. verhindert dann eigentlich den korrekten Bewegungs- oder Stabilisationsablauf.
[SPEAKER 1]
[00:34:05-00:34:19]
Also die Kompensation, nochmal kurz, war ja dieses, dass zum Beispiel das Pferd die Schulterblätter an den Rumpf drückt, um irgendwie zu versuchen, den Rumpf festzuhalten oder die Brustmuskeln anspannt, um ihn oben zu halten oder die Rückenmuskulatur verspannt, um ihn oben zu halten.
[SPEAKER 2]
[00:34:19-00:34:38]
Alles, was sozusagen jede Muskelmuskulatur angeht, kann man dann verspannt erleben, die Rumpf mit Schulterblatt oder Vorderbein verbindet. Und daraus entstehen dann eben diese kurzen, steifen Bewegungen mit reduzierter Schulterfreiheit.
[SPEAKER 1]
[00:34:40-00:35:10]
Und wie mache ich das jetzt? Wie sage ich meinem Pferd, guck mal, hier ist dein Muskel verspannt, lass den mal los. Weil das wäre ja der erste Schritt, diese Kompensation, dieses Festhalten der Schulterblätter, Rücken, Brust, was auch immer, erstmal locker zu lassen und wahrscheinlich für das Pferd auch, kam mir jetzt gerade nur so ein Gedanke, auch ein bisschen kontraintuitiv, weil dann ja der Rumpf erstmal eigentlich wieder mehr absacken würde. Richtig? Also man muss ihm ja irgendwie sagen, lass die erstmal los.
[SPEAKER 2]
[00:35:10-00:37:41]
Genau. Deswegen, das ist das, was dann so ein bisschen das Ganze tricky macht, Ich kann als Mensch einen Verspannungszustand vom Pferd in Bewegung relativ wenig ändern. Das heißt, das Pferd selbst bzw. das Nervensystem des Pferdes muss das ändern. Was wir als Mensch aber tun können, wir können der Trainer, der Personal Trainer fürs Pferd werden und über Kommunikationstechnik, Ihm erklären, lass da los. Und so ähnlich läuft das auch ab. Das heißt, es ist über ein Pressure-Pressure-Release-System wird dem Pferd an sich das Loslassen gezeigt und erklärt, aber auch der Struktur selber. Das gibt einen Kurzschluss im Körper, dass nicht jede Bewegung oder nicht jeder Muskelzustand immer über das Hirn gesteuert wird, sondern über einen Kurzschluss über das Rückenmark. Und da können wir eingreifen, indem wir sogenannte Überspannungsreize setzen. in die Muskulatur, auf die Fasze und darüber ein Release generieren, also ein Loslassen dieser Struktur, ein Wieder-zurück-auf-Null-Leveln im Spannungszustand. Und das ist über Berührung möglich und vor allem über Berührung in Bewegung. Das heißt, wir zeigen dem Pferd, ähnlich wie es ein Personal Trainer bei dir täte oder ein Physiotherapeut, in diesem Moment der Bewegung lässt du hier los. Und gleichzeitig fragen wir das Pferd aber um eine Bewegung, die ihn den Rumpfträger, den Serratus, ansteuern lässt. Und so nehmen wir sozusagen die Kombination und geben gleichzeitig die andere Idee. Wenn man das gut und geschickt macht, geht das innerhalb von Minuten, das sozusagen als neue Software zu installieren. Aber dann kommt das Training und dann braucht es Wiederholung. Zum einen, um aus dieser Bewegungsidee ein Bewegungsmuster zu machen. Das heißt, dass es zur Idee des Pferdes selbst wird. Und auch um den Rumpfträgermuskel oder diese thorakale Muskelschlinge wirklich zu trainieren, braucht es Wiederholung. Und deswegen ist es am Ende des Tages jeder Pferdebesitzer selbst, der das tun muss. Also es kann kein Therapeut für dich übernehmen. sondern man muss das selbst mit seinem Pferd tun. Das klingt am Anfang wahnsinnig kompliziert, ist es aber eigentlich wirklich nicht, sondern eigentlich beruht es auf den Basics der Pferdekommunikation.
[SPEAKER 1]
[00:37:44-00:39:33]
Ja, super gut. Das ist ja eigentlich auch gerade das Schöne daran, finde ich, dass man es eben auch selber mit dem Pferd üben kann und eben auch muss. Aber es ist ja auch, finde ich, sehr ermutigend, dass das selber möglich ist. Genau das könnt ihr euch auch in unserem Kurs natürlich anschauen. Hier nochmal kurz der Hinweis. Also ich kann es wirklich nur empfehlen, diesen Kurs bei uns auf der Plattform anzuschauen. Und da hat man natürlich auch nochmal viel mehr ein Bild vor Augen. Also da beschreibt Veronika auch ganz genau, wie man jetzt diese Kompensation sieht, auch in Bewegung und wie man da anfängt und so weiter. Also das nochmal kurz dazwischen geschoben. Ich wollte jetzt noch einmal erklären, du hattest gerade gesagt, Pressure Release, also Pressure, Druck, Release, Nachgeben. Da können wir vielleicht gleich nochmal so ein bisschen drauf eingehen, weil du ja auch gerade sagtest, es basiert auf den Basics der Pferdekommunikation. Was es damit auf sich hat und wie man da dem Pferd das quasi erklärt. So wie du es eben gesagt hast, wenn man das jetzt wieder sich bei sich vorstellt, finde ich, kann man es auch gut vergleichen. Wenn es jemand einen darauf aufmerksam macht, übrigens du bist immer ganz schön krumm, vielleicht die Hand hinten auflegt und sagt, guck mal, wenn du die Schultern irgendwie lockerst, zurücknimmst, wie auch immer, dann kannst du dich freier bewegen. stehst du aufrecht, da kannst du dich freier bewegen. Und dann hat man einmal verstanden, oh, es ist ja da, dann kriegt man irgendwie erklärt, wie es besser wäre und trotzdem macht man es dann ja nicht von Tag 1 für immer so, weil es ja ein Muster ist und man es sich angewöhnt hat. Das heißt, man sackt ja immer wieder zusammen und das ist dann das Üben, was du meinst, dass man das Pferd immer wieder daran erinnern muss am Anfang und irgendwann kann es das quasi selber. Richtig?
[SPEAKER 2]
[00:39:33-00:40:41]
Exakt so. Man spricht da bei Menschen zum Beispiel auch vom gerichteten Fokus. Kann jeder bei sich selber mal versuchen mit einem Partner und versucht mal, jetzt wenn ich es euch sage, unter euer rechtes Schulterblatt zu atmen und dann werdet ihr sehen, dass es schwierig bis unmöglich ist. Wenn jemand aber seine Hand auf euer rechtes Schulterblatt legt, könnt ihr plötzlich unter euer rechtes Schulterblatt atmen, weil dann die Ansteuerung dort da ist. Und genau so ist es beim Pferd. Das heißt, durch gezieltes Berühren und wenn das Pferd verstanden hat, dass die Berührung etwas bedeutet, kann ich mein Pferd überall in seinem Körper sagen, pass mal auf, lass hier mal los, entspanne hier, mach mal was anders. Und am Ende ist es dann nicht nur ein Entspannen unter Druck, sondern ein Durchlassen des Drucks und am Ende ein Aufspannen und Größerwerden unter Druck. Wir brauchen eine Ausdehnung, dreidimensionale Ausdehnung im Pferdekörper. Klingt jetzt auch ganz abgespaced.
[SPEAKER 1]
[00:40:41-00:40:45]
Heißt aber eigentlich, dass das Pferd sich quasi frei in alle Bewegungen...
[SPEAKER 2]
[00:40:45-00:41:40]
Einfach in allen Dimensionen frei bewegen kann. Und das ist eigentlich am Ende des Tages das Ziel des Tensegralen Trainings. Wir wollen einen kompetenten Pferdekörper, der einfach kompetent sich bewegen kann. der seinen Körper einfach benutzen kann. Und zwar so, wie er es möchte zu diesemjenigen Zeitpunkt. Und dann entsteht das, was wir immer alle wollen, nämlich Leichtigkeit. Und dann kann ein Pferd eben auch leicht das leisten, was wir uns beim Reiten vorstellen. Wenn der Pferdekörper aber eben voll mit Kompensationen ist, geht das eben nicht leicht. Und dann muss man üben und üben und üben und üben. Wenn der Pferdekörper aber funktioniert wie der einer Katze nicht mehr so schwer, wenn das Pferd wirklich einfach kompetent ist in seiner Bewegung.
[SPEAKER 1]
[00:41:40-00:42:25]
Ja, ein schönes Bild. Kann ich auch bestätigen. Ich bin ja in den Genuss gekommen und durfte deine Stute einmal reiten und das war wirklich pure Leichtigkeit. Also dieses zu merken einfach, kann man sich auch selber vorstellen als Mensch, wenn man keine Verspannung hat, wenn man nicht das Gefühl hat, die Schultern werden immer nach vorne gezogen, wenn man einfach locker ist, dann kann man so loslaufen und Und völlig frei und springen und alles, was man machen möchte, in Balance und voller Leichtigkeit. Das ist, glaube ich, ein schönes Bild auch mit der Katze. Sehr schön. Ja, dann gehen wir noch mal kurz. Wir waren noch beim Pressure und Release, Druck und Nachgeben. Warum ist das so ein Basiskommunikationssystem des Pferdes und wie macht man sich das beim Tensegralen Training zunutze?
[SPEAKER 2]
[00:42:27-00:45:21]
Pferde funktionieren auch darüber. Das hat jeder schon mal beobachtet in der Herde. Das heißt, das eine Pferd legt die Ohren zurück, richtet sich auf und das andere Pferd weicht. Das heißt, das Pferd sendet Druck in Richtung des anderen Pferdes, das andere Pferd reagiert auf den Druck und weicht. Dieses Prinzip machen wir uns zunutze. Das heißt, wir applizieren einen Druck, eine Berührung, und zwar genau so viel, dass das Pferd merkt, es ist eine Anfrage. Und das ist ganz unterschiedlich, wie viel das ist. Das ist von Pferd zu Pferd hoch unterschiedlich und sogar von Tag zu Tag. Das heißt, wir müssen immer in guter Kommunikation sein mit unserem Pferd. Das heißt, wir machen genauso, wie ich jetzt bei dir die Hand auf dein rechtes Schulterblatt legen könnte oder auf deinen Trapezius oder auf deinen Unterarm oder deinen Oberarm, wirst du so, okay, that is the point of interest. Und dann appliziere ich Druck. Wie gesagt, bei einem Pferd ist es nur eine Berührung. Oder vielleicht sogar weniger. Und beim nächsten Pferd muss ich dann deutlich, das sind vielleicht auch die, die beim Putzen richtig draufstehen, dass man richtig fest rubbelt, auch deutlich mehr Druck applizieren, sodass das Pferd versteht, oh, okay, ich soll da wohl irgendwie was draus machen. Und dann reagiert das Pferd im Normalfall, wenn wir irgendwo Druck aufbauen mit Gegendruck. Für den ersten Moment, das spannt so kurz an, weiß nicht was, dann merkt es, okay, der Druck geht nicht weg. Und dann den nächsten Lösungsvorschlag, den das Pferd uns bietet, ist loslassen. Und dann bestätigen wir das, indem wir dann sofort den Druck wegnehmen. Und daraus wird dann ein System. Das heißt, das Pferd versteht, Berührung ist gleich Anfrage an mich, ich soll eine Lösung finden. Und dann ist es an uns, zu bestätigen, wenn das Pferd den richtigen Lösungsvorschlag bietet. Und natürlich warten wir nicht auf die perfekte Lösung, sondern auf etwas, was schon in die richtige Richtung geht und bestätigen das. Das heißt, am Ende ist es negative Verstärkung. Und das ist eine Lernphilosophie, wie man auch lernen kann oder wie Lebewesen lernen. Das Gute daran ist, und das ist, warum es auch so schnell geht und wir fühlen überhaupt nicht nachvollziehbar, wie man so schnell, du hast es ja auch gesehen, manchmal ein Pferd in Anführungsstrichen umprogrammieren kann, ist, weil es eben nicht nur negative Verstärkung ist, sondern weil das, was wir fragen, ein Loslassen ist. Und wenn das Pferd das verstanden hat und loslässt, natürlich intrinsisch, auch im Pferdeinneren, in seinem Gefühl, ein positives Gefühl entsteht, ein Wohlbefinden entsteht. Und das wiederum ist dann positive Verstärkung. Und zwar von innen heraus und damit sehr stark. Und deswegen lernen Pferde sowas dann sehr schnell.
[SPEAKER 1]
[00:45:23-00:45:46]
Ja, super. Ja, vielen Dank. Fand ich jetzt sehr verständlich so und kann man sich ja auch vorstellen, wenn das Pferd dann merkt, es fühlt sich gut an, dass es das weiterhin herstellen will. So nach dem Motto, wenn es einmal verstanden hat, da kann ich loslassen oder dann fühlt sich das so an, dass es das irgendwann auch von selber übt quasi oder von selber wiederherstellt.
[SPEAKER 2]
[00:45:46-00:46:38]
Das kann man wunderbar beobachten, auch oft nach kurzer Zeit. Wenn man dem Pferd sozusagen erklärt hat, lass doch mal deinen Oberhals los und lass mal deinen Unterhals los und das Pferd das erste Mal dann da loslässt und wie sie dann genießen. Dass plötzlich mal der Hals hängen darf und der Kopf hängen darf in der Position, die die Natur sich ja eigentlich mal so ausgedacht hat für ein Pferd und plötzlich sich so ein tiefes Wohlgefühl im Pferd einstellt. Das kennt man von sich selber auch, dass wenn man sich mal so richtig streckt oder Dekompression entsteht im Körper durch eine Behandlung oder durch einen Arzt. starken Stretch, dieses Wohlgefühl, was dann entsteht, die Pferde eben auch erfahren. Und dann diese Haltung auch gar nicht mehr verlassen wollen am Anfang und dann durchaus genießen, einfach mal mit einem hängenden Kopf zu stehen oder zu gehen. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir dann wollen, dass die Pferde ein Leben lang mit dem hängenden Kopf
[SPEAKER 1]
[00:46:43-00:48:15]
Ja, das ist auch nochmal wichtig zu sagen. Ja, finde ich ein eindrückliches Beispiel. Also auch für mich war das biotensile gerade Training ja auch neu. Und das dann zu sehen, das ist ja so das Bild, was man oft damit verbindet. Man geht erstmal einen Schritt neben dem Pferd her, legt quasi die Hand auf, so sieht es von außen ein bisschen aus. Das ist eben das mit dem Druck, was wir gerade erklärt haben, die ganze Zeit eine Kommunikation. Und im Idealfall lässt das Pferd los, das heißt, der Kopf ist tief. Und was ich auch sehr eindrücklich fand, war diese liegende Acht. Also wenn man dann im Schritt, dann merkt man so richtig, wie locker der Hals ist, dass die Nase dann so pendelt, so eine liegende Acht beschreibt. Vielleicht können wir da nochmal kurz draufgehen, weil ich glaube, das... Ich könnte mir vorstellen, dass es für viele auch spannend oder dass viele das so kennen mit diesem Thema auf der Vorhand laufen, wann läuft das Pferd eigentlich auf der Vorhand und so. Es hat ja auch viel damit zu tun, ob der Rumpf unabhängig vom Hals ist, ob der Hals überhaupt so pendeln kann, locker ist, dass der Rumpf sich anheben kann. Es hängt natürlich alles irgendwie zusammen. Aber vielleicht kannst du das nochmal so, das fand ich irgendwie auch sehr logisch und eindrücklich, dass wenn ich so viel Kompensation habe und es sich irgendwie zusammenzieht, dann geht es eigentlich gar nicht anders, als dass das Pferd so ein bisschen die Balance verliert oder auch nach vorne unten fällt und der Hals nicht so richtig locker sein kann. Weil du ja auch gerade sagtest, wie der Hals eigentlich sein sollte. Er soll hängen können. Vielleicht kannst du das nochmal so ein bisschen erklären.
[SPEAKER 2]
[00:48:16-00:51:29]
Also das, was sich in der Tour ursprünglich ausgedacht hat für das Pferd, ist, dass das Pferd auf seinen vier Füßen steht, 70 Prozent des Rumpfgewichts auf den Vorderbeinen getragen sind und da sitzt der Rumpf des Pferdes stabil. Und dann ist der Hals da und der kann sich bewegen und zwar unabhängig vom Rumpf. Und so kann das Pferd mit hängendem Kopf, deswegen gibt es Luftsäcke und sowas für den Druckausgleich, 16 Stunden am Tag auf einer Weide, auf einer Steppe stehen und grasen. Und den Hals dreidimensional drehen, wie so eine Schlange und ihn benutzen. Und sich berühren damit überall, wo es berührt werden will und dann die Nase und seine Lippen verwenden als Handersatz. Und das war das, was eigentlich die Natur sich ausgedacht hat. Und nicht, dass der Hals als Balancierstange zu dienen hat. Sondern die Balance eines Pferdes sollte zwischen seinen Schultern liegen. Das heißt, der Rumpf sollte zwischen seinen vier Gliedmaßen ausbalanciert sein und nicht abhängig sein von der Kopf-Heiß-Position. Wenn das passiert, dass das Pferd den Kopf tief nimmt und dabei in eine Schrittstellung gehen muss, um an den Boden zu kommen, oder noch schlimmer, sein Rumpf absacken lassen muss zwischen seinen Vorderbeinen, um eben an den Boden zu kommen, dann sind wir eben im Bereich einer starken und deutlichen unschädlichen Kompensation. Das heißt, wenn ihr euer Pferd beobachtet und wenn es sich zum Heufressen oder zum Grasfressen in eine starke Schrittstellung hinstellen muss, um an den Boden zu kommen, dann könnt ihr euch sicher sein, dass was nicht richtig ist. Und das ist dann auch beim Reiten so. Wenn ihr ihn vorwärts, abwärts reitet und der Pferdekopf soll ein bisschen tiefer kommen und dann ihr das Gefühl habt, der Rumpf fällt mit nach vorne und das Pferd führt jetzt ständig die Balance nach vorne, dann ist das eben, weil er nicht thorakal getragen ist. Weil der Rumpf zwischen seinen Schultern nicht oben bleibt, wenn der Kopf tiefer geht. Und da könnte man natürlich sagen, das mache ich halt ganz easy, dann reite ich halt einfach nur mit dem Kopf um. Aber damit verstärkt ihr halt diese Kompensation, dass das Pferd sich halt vornehmlich über die Streckerkette, das heißt diese obere Muskelfaszienkette, Oberhals, Rücken, hintere Hosenmuskulatur beim Pferd, darüber stabilisiert und festmacht. Und darüber entsteht dann diese feste Rückenmuskulatur. Dann kann man sich dann wieder vorstellen, wenn die so fest ist, kann das Pferd wieder noch weniger nach vorne mal den Hals geben und lang machen. Und aber natürlich auch in Aufrichtung nicht über den Rücken nach vorne ans Gebiss ziehen. Das heißt, ein Problem bedingt dann das andere. Oder ein Pferd, das Thoracal getragen ist und in Balance ist und seine obere Muskelfaszienkette nicht zum Stabilisieren braucht, das kann problemlos... laufen auch mit dem Kopf ganz tief, aber auch mit dem Kopf ganz hoch oder mit dem Kopf ganz links oder mit dem Kopf ganz rechts. Das ist dann alles für dieses Pferd leicht möglich. Und wenn das aber nicht leicht möglich ist, dann liegt es eben genau daran, dass eben zu wenig thorakale Getragenheit da ist, zu wenig Aktivität vom Rumpfträger und zu viel Verspannung in der Muskulatur des Halses.
[SPEAKER 1]
[00:51:31-00:52:37]
Wenn ich das jetzt feststelle bei meinem Pferd, was wir jetzt ja gelernt haben, was tatsächlich bei sehr vielen Pferden der Fall ist, egal welche Rasse, egal welche Disziplin, egal ob es eigentlich ein Sportpferd ist, was gut trainiert ist, es kann überall der Fall sein, diese Kompensation, was wir eben erwähnten. gelernt haben, aus welchen Gründen. Wenn ich jetzt sage, okay, ja, das möchte ich ändern. Vielleicht können wir noch mal so ein bisschen darauf eingehen. Wir können jetzt natürlich nicht komplett erklären, wie das alles geht. Das lernt ihr auch, wie gesagt, in unserem Kurs. Also unbedingt reinschauen. Da kriegt ihr wirklich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie ihr anfangen könnt. Da ist auch noch mal die ganze Anatomie und so weiter alles beschrieben, dass man das wirklich vom Grund auf verstehen kann. Aber wenn ich jetzt auch reite und ich will ja auch irgendwie mit meinem normalen Training weitermachen, wie kann man das kombinieren? Wie kann man das in den Alltag einbauen? Wie kann man sich das vorstellen? Wie sieht biotensegrales Training im Alltag von ganz unterschiedlichen Pferdemenschen aus?
[SPEAKER 2]
[00:52:38-00:57:12]
Ja, aber auch ganz unterschiedlich. Also es kommt halt darauf an, wie deutlich das Pferd schon im dysfunktionalen Zustand ist. wie schlimm die Kompensation ist. Wenn das Pferd hochdruckschmerzhaft in der Sattellage und im Niederriss ist, in Bewegung, macht es natürlich keinen Sinn, da einen Sattel drauf zu machen. Also das muss man dieses Problem erstmal lösen. Das würde dann bedeuten, dass man vielleicht erstmal für eine Zeit einfach nur das Pferd am Boden arbeitet, weil gegen einen Schmerz anzutrainieren bedeutet, dass man sondern man muss erstmal was gegen diesen chronischen Schmerz tun. Und dann baut man das halt ein. Der eine, wenn die Themen einfach nicht so groß sind, reicht es vielleicht immer, dass man das einfach zwei, dreimal die Woche so ein bisschen vorm Reiten macht. Oder auch noch besser dann diese Grundidee mit ins Reiten aufnimmt. Und auch da diesen Gedanken von Dreidimensionalität. Das heißt, das Pferd sollte seinen Körper überall hin benutzen können und dürfen. Und eben nicht zu sehr in Formen und Förmchen denken, dass man die Nase muss hier und das eine Vorderbein muss da und das muss so und das muss so, sondern vielmehr denkt in harmonischen Bewegungsabläufen. Und in wie kann ich dem Pferd helfen, sein komplettes Bewegungspotenzial wieder nutzbar zu machen. Also ähnlich wie beim Yoga, wenn man anfangs sich dann, bevor man mit dem Yoga anfängt, noch nicht mal mehr im Stehen die Schuhe binden kann und dann mit mehr und mehr Beweglichkeit und dynamischer Stabilität dann schafft, einfach die Bewegung wieder besser auszuführen. Dann ist natürlich auch eher geschützt vor Verletzungen, weil sein Körper einfach viel resilienter ist. Das heißt, viel mehr auch mal seltsame oder für ihn ungewohnte Bewegungsabläufe leisten kann. Sprich, mal ein Bocksprung auf der Koppel oder mal ein Dappen in ein Loch oder mal eine Spielsituation, mal ein Stürzen, was auch immer. Kein ein fitter Beweglicher Körper einfach viel besser ab, ohne Schaden zu nehmen, als ein total eingesteifter, in Kompensation testsitzender Körper. Das ist das typische menschliche Beispiel. Mit 40er Mann beschließt nach 20 Jahren jetzt wieder mit den Kumpels irgendwann mal zum Fußball zu gehen. Aufwärmprogramm ist die Sitzheizung im Auto. Und dann, was ist die Folge? Kreuzbandriss. Das ist das, was bei Menschen passiert oder man dann nach zehn Jahren jetzt wieder beschließt, zum Skifahren zu gehen. Und man kann dann relativ sicher sein, dass es mit kleineren oder zumindest minderschweren Verletzungen einhergeht. Und das Gleiche ist beim Pferd auch. Der Fesselträgerschaden, der Sinenschaden, das kommt nicht ab. sondern das ist wie bei uns auch mangelnde Fitness. Und beim Pferd ist es eben exakt das Gleiche und man kann da eben viel mehr an die Prävention denken und das bedeutet, diesen Gedanken an, nicht das Pferd in eine Förmchen zu fixieren, all the time, von früh bis spät, eine Milliarde Traversalen nach links und nach rechts und versuchen so lange, bis es irgendwann besser wird, sondern vielmehr daran zu denken, okay, die Traversale nach links funktioniert nicht so gut wie die rechte. An was könnte das liegen? Wo fehlt Beweglichkeit? Wo muss ich meinem Pferd vielleicht hinhelfen, dass er sich besser bewegen kann? Eben in allen drei Dimensionen und nicht nur in ein oder zwei. Also sprich Extension, Flexion oder Lateralflexion, Biegung und Stellung und Nase oben, Nase unten, sondern eben auch über Rotationen. Das ist wirklich der Gedanke der Dreidimensionalität. Wenn man das einfach mal für sich auch nochmal durchdenkt und dann so ein bisschen mehr in sein Training aufnimmt und auch vielleicht den Gedanken von weniger zu fixieren als zuzulassen. Bewegungen zuzulassen und eben nicht nur zu limitieren. Weil das, was manchmal beim Reiten passiert ist, dass wir gar nichts zulassen, sondern einen fixen Gedanken haben, wie ein Pferd sich zu bewegen hat und versuchen, über sehr viele Wiederholungen das zu erreichen. Und das limitiert, fixiert, komprimiert. Anstelle von öffnen, lösen, Leichtigkeit, Harmonie.
[SPEAKER 1]
[00:57:15-00:58:23]
Ja, sehr schön erklärt. Eigentlich so ein bisschen, du hattest auch mal zu mir gesagt, so ein bisschen wie mit dem Pferd tanzen. Das ist ja immer so dieses abgedroschene Beispiel schon so ein bisschen oder so Klischee, aber am Ende ist es ja wirklich dieses, also kann man sich ja vorstellen, wenn jetzt das positive Beispiel wäre ja, wie du eben sagtest beim Yoga, man ist, die Tiefenmuskulatur ist aktiv, man ist gekräftigt, trotzdem ist man beweglich. Das heißt, es gibt einem ja eine enorme Bewegungsrange, also sich auf Dinge zu Wie man sich bewegt und so ist es dann beim Pferd, kann man sich ja vorstellen, wenn man das einmal ihm erklärt hat und das etabliert hat und der Personal Trainer seines Pferdes war, dass man dann ja auch das beim Reiten vielleicht mit einer Berührung des Pferd irgendwie daran erinnern kann. So dehne dich doch mal aus oder werde größer oder äh. quasi das dann ins Reiten zu übertragen. Weil ich glaube, es ist für jetzt Zuhörer, die noch gar nicht das Tensegrade-Training kennen oder es auch noch nicht gesehen haben, vielleicht ein bisschen schwer, sich vorzustellen, wie man das jetzt ins Reiten überträgt. Aber vielleicht kann man sich so ganz gut vorstellen.
[SPEAKER 2]
[00:58:24-00:58:38]
Das ist vielleicht auch eher gar nicht eine neue Reitweise oder sowas, sondern so ein bisschen eine grundsätzliche Mindset-Änderung. Und das ist, was von Nöten ist. Wir haben Reitweisen. Und das allein sagt eigentlich schon genug.
[SPEAKER 1]
[00:58:38-00:58:40]
Okay, sag nochmal genauer, was du damit meinst.
[SPEAKER 2]
[00:58:41-00:58:48]
Naja, in jeder Weise darf man Dinge oder darf Dinge nicht. Und das passt aber überhaupt gar nicht zu Körpern.
[SPEAKER 1]
[00:58:50-00:58:55]
sondern eigentlich geht es immer darum, sich frei und in alle Richtungen...
[SPEAKER 2]
[00:58:55-01:00:15]
Genau, und dann kann ich nämlich, wenn ich frei mich in alle Richtungen bewegen kann, in meinem Training, wenn ich gar nicht so in Formen denke, Westernform oder Pleasureform oder Reiningform oder Dressurform oder Vielseitigkeitsform oder... name it as you want, gar nicht in diese Form denke und versuche diese Form über ganz viele Wiederholungen immer wieder herzustellen, sondern einfach in meinem täglichen Training dran denke, okay, ich mache meinen Körper einfach maximal fit und dann kann ich die Form, die ich dann erreichen möchte, Dressurform, Springform, was auch immer, in Leichtigkeit erreichen. Und der Gedanke bei uns manchmal im Pferdetraining ist, dass wir üben, üben, üben, üben, immer das Gleiche. Oder als Beispiel, ich hatte einen Isländer da, der kaputt war und zur Reparatur. Und dann meinte ich, okay, dieser Isländer ist total drüber, total angespannt und ist immer nur mit 3000 kmh unterwegs. Und den müssen wir jetzt mal runterholen und ein bisschen aus dem Tempo loslassen. Der muss langsam werden, der muss Bewegung zulassen, der muss Bewegung verstehen und nicht immer so hektisch sein. Und da war der Bedenken des Besitzers, ja, aber wenn ich jetzt auf die Wallbahn gehe und er dann so langsam ist. Ja. Ja, und dann habe ich gesagt, guck mal, Usain Bolt, der ist der schnellste Mann der Welt, aber glaubst du, beim Einkaufen rennt er auf Liefergas durch den Supermarkt?
[SPEAKER 1]
[01:00:17-01:00:18]
Ja, super Beispiel.
[SPEAKER 2]
[01:00:18-01:00:59]
Also, es ist, man muss, das ist ganz oft die Angst auch von Springreitern zum Beispiel, wenn die den Pferd mal mit dem Kopf tief gehen. Ja, aber wie kriege ich ihn dann wieder hoch für den Parcours? Das ist eben nicht so, dass man Bewegungen fest fixieren, festschweißen muss, dass das Pferd dann es ausführen kann, wenn es darauf ankommt. Sondern wir müssen Bewegungskompetenz erzeugen. Und dann kann der Springreiter sein Pferd ganz locker, ruhig, rund, aufgespannt, ohne Schlaufzügel machen. auf dem Abreiteplatz reiten und dann im Parcours kann das Pferd auch den Kopf wieder hochnehmen und er kann ihn in dieser Form haben, wie er ihn für den Parcours braucht, ohne dass das Pferd Schaden nimmt, obwohl es das Pferd leisten kann, weil es die maximale Range of Motion hat und seinen Körper so benutzen kann.
[SPEAKER 1]
[01:01:00-01:01:36]
Ja, finde ich ein super Beispiel, auch weil man ja immer sagt, so das dressurmäßige Reiten und was sind die Ziele, Losgelassenheit, dieses über den Rücken laufen und so. Und eigentlich, wie du sagst, ist es ja einfach, sich frei bewegen zu können, ohne Blockaden. Und dann entsteht es quasi nebenbei und dann ist es ja auch egal, was ich reite, ob eine Western-Disziplin, ob ich ausreite, egal was ich mache, ich möchte ja immer einen Reiter. losgelassenes, aufgespannte oder die Oberlinie aufgewölbt, locker durch den Körper gehendes Pferd.
[SPEAKER 2]
[01:01:36-01:01:44]
Genau. Aber das entsteht eben nicht durch Fixierung, sondern durch Bewegungskompetenz. Und das ist, glaube ich, das Hauptumdenken, was stattfinden muss.
[SPEAKER 1]
[01:01:45-01:02:15]
Ja, super. Ja, ich würde sagen, das ist eigentlich schon ein super Schlusssatz hier gerade. Vielleicht nochmal kurz zusammengefasst, weil ich könnte mir vorstellen, dass viele, die jetzt zuhören und von dieser Idee angetan sind und das jetzt auch machen möchten, sich jetzt fragen, okay, wie fange ich denn jetzt an? Wie lege ich los? Ja, was würdest du denen sagen, was sind so die ersten Schritte? Wie können sie anfangen, in die richtige Richtung zu arbeiten mit ihrem Pferd?
[SPEAKER 2]
[01:02:16-01:03:45]
Also als allererstes muss man sich informieren, weil ohne dass man weiß, um was es geht, funktioniert es einfach nicht. Und da gibt es ja mittlerweile schon doch einiges. Jetzt wird es ja unseren Viewhouse-Online-Kurs geben, wo wir uns alle Mühe gegeben haben, das so verständlich und kleinschrittig wie möglich die Anfänge darzustellen. Dann gibt es natürlich die Host & Security-Seite mit einem weiterführenden Online-Kurs. Dann gibt es Instagram-Accounts, also auch mein Pferdekörper in Funktion Instagram-Account, der Informationen weitergibt und viele andere damit verknüpfte Accounts. Also da tut sich einiges auf, wenn man da auch mal anfängt, so ein bisschen zu suchen. Und was mir aber wichtig ist, es ist nicht irgendeine neue Religion, wo die Leute jetzt einfach hinterherlaufen sollen, sondern es geht um Verständnis. Und das ist das Allerwichtigste. Also bitte immer weiter selber denken, selber versuchen, die Dinge zu verstehen, selbst anzuwenden und seinen eigenen Weg zu finden. Das ist mir ganz wichtig. keine neue Religion sein und es soll keine neue Reitweise sein und es soll keine neue Bodenarbeitsweise sein, sondern es soll einfach nur Wissen und Ideen vermitteln, wie ich das tägliche Training mit meinem Pferd anreichern kann, wie ich vielleicht eine Mindset-Änderung machen kann, wie ich vielleicht mehr Leichtigkeit, mehr Harmonie im Miteinander mit meinem Pferd erzeugen kann. Das ist mir persönlich ganz wichtig.
[SPEAKER 1]
[01:03:46-01:04:28]
Super, vielen Dank dir. Ja, und dann bleibt vielleicht zum Abschluss noch zu sagen, was ich auch immer wieder wichtig finde. Es wirkt, finde ich, immer erst mal wie ein sehr komplexes Thema. Man muss einiges verstehen, einiges sich aneignen, ein paar Begriffe und so weiter. Und dann nicht, dass man jetzt denkt, oh Gott, das ist mir alles irgendwie viel zu kompliziert und das kriege ich ja nie hin oder so. Sondern eigentlich, Veronika, wenn man einmal drin ist, kann man ja sehr schnell auch was selber umsetzen. Und du sagst, glaube ich, auch immer, man kann jetzt auch gar nicht so viel falsch machen. Also man kann auch einfach mal starten, ausprobieren, wenn man sich das jetzt mal angeguckt hat, den Online-Kurs geguckt hat, einfach mal mit dem Pferd ausprobieren und beobachten, oder?
[SPEAKER 2]
[01:04:29-01:05:34]
Absolut. Oft haben viele Leute Scheu davor, das zu probieren und trauen sich das nicht zu und wollen das lieber, dass es andere machen und reiten aber ständig ihr Pferd. Also da könnt ihr viel mehr falsch machen, als wenn ihr versucht, mal mit eurem Pferd einfach vom Boden aus in Kommunikation zu treten. Und das ist eigentlich das Wesentliche. Das heißt, feel free, try. Und ich kriege so oft Nachrichten von Leuten, die irgendwie nur mal auf einem Kurs von mir waren als Zuschauer oder vielleicht auch nur mal den Online-Kurs gemacht oder gesehen haben oder einfach nur, was auf Instagram so zu sehen ist, sich angeguckt haben und sagen, wow, es hat sich alles verändert, das ist so toll. Einfach, weil sie es einfach mal probiert haben und einfach mal gemacht haben. Und Genau. Wir versuchen auch das Programm, was wir hier zusammengestellt haben, ist so aufgebaut, dass auch nichts schief gehen kann. Also könnt euch da auch wirklich ermutigt fühlen, es einfach mal zu probieren.
[SPEAKER 1]
[01:05:35-01:06:11]
Super, vielen Dank Veronika für deine Zeit. Ich glaube, wir haben alle einen sehr guten, umfassenden Einblick bekommen ins Tensegrade-Training und ich hoffe natürlich, dass ihr, die gerade zuhört, vielleicht Lust habt, euch jetzt auch einmal damit zu beschäftigen, es einfach mal auszuprobieren und dann macht das richtig Spaß, kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Also Veronika, vielen Dank für deine Zeit und alles Gute für dich. Hast du noch irgendwas Letztes, was du den Zuhörern mitgeben möchtest?
[SPEAKER 2]
[01:06:11-01:06:28]
Vielen Dank für diese Plattform. Mir geht es in erster Linie darum, das Leben der Pferde zu verbessern und über Wissensvermittlung. Das ist eigentlich mir das Wichtigste und deswegen bedanke ich mich auch bei WIROS dafür, dass ich das hier auf diesem Weg tun kann.
[SPEAKER 1]
[01:06:29-01:07:14]
So, so gerne. Ja, wir freuen uns auch immer wieder darüber. Macht Spaß, mit dir zusammenzuarbeiten. Also, euch allen viel Spaß beim Ausprobieren und bis zum nächsten Mal. Tschüss, Veronika. Tschüss. Das war unsere heutige Podcast-Folge. Schön, dass ihr wieder dabei wart. Ich hoffe, wir konnten euch ein bisschen neugierig machen auf das biotensegrale Training. Und ja, schaut auch unbedingt gerne in unserem neuen Kurs vorbei auf wehorse.com. Wie immer könnt ihr die WeHorse-Mitgliedschaft auch sieben Tage kostenlos testen. Also ihr könnt unverbindlich einmal reinschauen in den Kurs, ob ihr damit durchstarten wollt. Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei und sage bis zum nächsten Mal beim WeHorse-Podcast.

























