Los geht's, die WM in Aachen beginnt, Medaillenchancen, Favoriten, Entscheidungen - Folge 1
Die WM in Aachen beginnt – und die Vorfreude ist riesig. In Folge 1 vom wehorse x EQUI PAGES WM Special sprechen Christian Kröber und Jan Tönjes über Deutschlands Medaillenchancen, die Favoriten in Dressur, Springen und Vielseitigkeit sowie ihre Prognosen für die ersten Entscheidungen in Aachen. Der ideale Auftakt für alle, die die Weltmeisterschaft von Anfang an begleiten wollen.
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Podcast Transkript
Dieses Transkript wurde durch eine KI erstellt und nicht gegengelesen.
[SPEAKER 1]
[00:00:02-00:00:07]
Das WeHors Equipages WM-Spezial mit Jan Tönnies und Christian Kröber.
[SPEAKER 2]
[00:00:14-00:00:50]
Hier ist die erste Folge unseres WM-Podcasts zu den Reitweltmeisterschaften in Aachen. 20 Jahre nach dem damaligen Sommermärchen, den Weltreiterspielen 2006, geht es zurück für die Weltelite in die Aachener Sörs. Die Vorfreude konnte kaum größer sein, bei uns auch, denn wir freuen uns auf den bewährten WeOS-Podcast-Kanal, euch entlang der... Meilensteine entlang der Medaillenentscheidungen mit Einschätzungen, Hintergrundinformationen und auch Analysen zu versorgen, zusammen mit meinem Counterpart Jan Tönnies von Equipages. Lieber Jan, schön, dass du da bist. Ich freue mich sehr auf unsere gemeinsamen zwei Wochen.
[SPEAKER 3]
[00:00:50-00:01:07]
Ja, die Freude liegt ganz bei mir. Ich freue mich auch. Ja, zwei Wochen, du hast es gesagt, knapp zwei Wochen, zwölf Tage sind es. Heute ist Dienstag, Sonntag in anderthalb Wochen wissen wir dann über alle Medaillen Bescheid. Heute fangen wir an mit den ersten Medaillen, so ein bisschen.
[SPEAKER 2]
[00:01:09-00:01:45]
Um 8 Uhr und ein paar Zerquetschen geht es los mit den Dressurentscheidungen in der Mannschaft. Bevor wir rein starten und auch durch die deutschen Medaillenhoffnungen ein bisschen gehen. 20 Jahre, 2006, viel noch in Erinnerung, wahrscheinlich die größten und herausragendsten auch in der Ausrüstung. In Wirkung damals noch Weltreiterspiel, jetzt heißen sie Weltmeisterschaften. Du bist gestern angereist nach Aachen. Mit welchen Erwartungen bist du unglaublich erfahren? Warst du auf allen großen Championaten der letzten Jahrzehnte? Mit welchen Erwartungen bist du nach Aachen gereist gestern?
[SPEAKER 3]
[00:01:45-00:03:05]
Ja, Erwartungen. Also wenn man nach Aachen fährt, dann hat man schon mal einen ganz wichtigen Faktor nicht, den man nämlich bei vielen anderen hat, nämlich können die das? Das ist jetzt keine deutsche Arroganz, sondern wir haben ja verschiedene Austragungsorte gehabt und teilweise wirklich abenteuerliche Zustände. In Tryon, wo einfach das Stadion nicht fertig war und wir dann in die Pressestelle zogen und sagten so, oh, da hängen ja aus einer Decke noch lauter Kabel ohne Lüsterklemmen runter, bis irgendwie in Caen in Frankreich, wo wir... Oh Gott, also... Man soll ja nicht über Toiletten sprechen, aber das war nicht so schön für die Presse da. Und das mal sehr vorsichtig ausdrücken. So, das weiß man alles. Das ist in Aachen anders. Da kommst du an, da ist der Rasen wie ein Golfrasen gestutzt. Da weiß jeder, was es macht. Da wurde gestern, als wir ankamen, noch ein bisschen gehämmert und dekoriert. Überall natürlich dieses Lila. Das ist ein ganz großes Thema. Das ist ja die Farbe der FEI, des Weltreiterverbandes. Und natürlich auch in so einem dunkleren Ton die Farbe der WM. Und das siehst du natürlich auch im Stadion. Das sieht ein bisschen anders aus. Aber die Erwartungen sind einfach an schöne Spiele, an gute Spiele, an hoffentlich faire Spiele. weil nur wenn wir fair mit dem Pferd umgehen, dann können wir uns auch wirklich erfreuen. Und genau das wollen wir, glaube ich, alle.
[SPEAKER 2]
[00:03:05-00:03:49]
Die letzten drei Weltmeisterschaften, du hast Tryon eben angesprochen, 2018 in den Vereinigten Staaten. Davor war es Caen und danach war es Herning, also der Ausrichter 2022 bzw. 2014. Das waren alles Standorte, die keine natürlichen Reitsport-Event-Locations sind. Aachen ist ja am Ende des Tages das Wimbledon des Reitens. Ist das schon ein Unterschied, wenn die Weltmeisterschaften in so einer Traditionsstätte, in so einer Location wie Aachen stattfinden versus Fußballstadion in Herning, Fußballstadion in Karm, nicht fertig gewordenes Stadion in Tryon?
[SPEAKER 3]
[00:03:50-00:04:49]
Ja und nein. Also natürlich muss man sagen, ein Fußballstadion ist ein Fußballstadion, bleibt ein Fußballstadion. In Caen einfach die Umgebung, weil es in der Normandie ist und die Normandie ist natürlich die Keimzelle der Pferdezucht und letztendlich, wenn man auch überlegt, wie viel Pferde... Aus deutscher Zucht letztendlich auf so einen Hengst wie Cordelabrier zurückgehen, der auch in der Normandie geboren ist oder Furioso II. Also das ist jetzt so ein bisschen Opa erzählt vom Krieg, aber das sind ja die ganz großen Stammväter. Und das hast du so ein bisschen in der Stadt schon noch gemerkt. Also das ist zumindest ein bisschen Pferdeland. In Herning... Finden ja die Chörungen des dänischen Warmbluts statt, in dieser Juskenhalle. Auf demselben Areal, da wurde voltigiert vor vier Jahren in Herning. Das heißt, das ist schon ein, ich sage mal, gelernter Pferdestandort da. Aber natürlich bleibt es ein Fußballstadion, das imposant ist, aber natürlich irgendwie nicht das Flair hat. Ja, frag die Reiter, die sagen, well, this is Aachen.
[SPEAKER 2]
[00:04:49-00:04:50]
Aachen ist Aachen.
[SPEAKER 3]
[00:04:50-00:04:56]
So, weißt du, das ist einfach, wie du gesagt hast, das ist Wimbledon. Aachen ist Aachen und Aachen ist durch nichts zu ersetzen.
[SPEAKER 2]
[00:04:56-00:06:27]
Lass uns einmal durchgehen, wie die deutschen Medaillenhoffnungen in diesem Jahr sind. Wir fokussieren uns zunächst mal auf die olympischen Disziplinen, die ja ausgetragen werden im Hauptstadion, dort wo sonst während des regulären CIO, wie die Aachener sagen, lediglich das Springen stattfindet und dann die Vielseitigkeits-Events, die dort im Stadion stattfinden können. Also Springen, Dressur und Vielseitigkeit im großen Stadion. Los geht es heute um 8.20 Uhr mit der Dressur der Grand Prix de Dressage, die Teamwertung. Es sind wirklich viele Nationen, wenn man durchschaut, Brasilien, Griechenland, Finnland, Portugal, viele Nationen, die auch nicht unbedingt, ich sehe gerade noch sogar Indonesien, die nicht unbedingt in der Weltspitze anzusiedeln sind, aber natürlich auch die üblichen Nationen, Niederlande. Great Britain, Dänemark und Deutschland. Das deutsche Team. Ausgestattet mit zwei Debütanten, mit Raphael Netz und Katharina Hemmer und zwei Routiniers, Frederik Wandres und der Besten der Besten, die Großmeisterin Isabel Wert. Im Vorfeld gab es einige Ausfälle. Charlotte Maria Schürmann ausgefallen, Inge Klimke ausgefallen. Eine Mannschaft, die ja so in der Konstellation noch nie an den Start ging. Wie ist deine Einschätzung? Wie schätzt du das deutsche Team erstmal grundsätzlich ein dieses Jahr?
[SPEAKER 3]
[00:06:27-00:08:31]
Also ich glaube, das ist ein gutes Team. Das würde ich, wenn ich es zum Beispiel mit dem Team von Herning vergleiche, auch als stärker einschätzen als das, was in Herning am Start war vor vier Jahren. Wir haben es ja so, dass heute ist der Herrentag. Heute wird Raphael Netzer als erster für Deutschland an den Start gehen. Mit Great Escape Camelot. Und der hat im Pressegespräch gestern Vormittag nach dem Wettcheck gesagt, er ist sich schon der Bedeutung bewusst. In Deutschland bei einer WM sein Debüt im Championatsteam geben zu dürfen. Aber er hat auch gesagt, das ist ein Grand Prix. Er hat nicht wörtlich gesagt, wie jeder andere, aber er hat gesagt, das ist ein Grand Prix. Und jeden Grand Prix will er so gut reiten, wie er kann. Und das wollen sie alle. Und das wird, glaube ich, auch gut klappen. Das Pferd ist ja unwahrscheinlich in Form gewesen. Er ist in Balve toll gegangen und hat so eine tolle aufsteigende Tendenz. Also das finde ich schon mal sehr positiv. Freddy Wandres mit Bluetooth OLD, der ist ja schon von Champions erfahren bis zum da hinaus. Also ist amtierender Mannschafts-Olympiasieger von Paris, war im letzten Jahr bei der Europameisterschaft dabei, wo es auch Gold gab mit der Mannschaft. Und da war er ja auch immer gut platziert. Also gerade bei der Euro war er Fünfter in der Kür, meine ich. Also das ist absolute Weltspitze. Der hat Erfahrung, das ist ein guter Auftakt. Kata Hemmer, ja, ist das erste Mal bei einer WM dabei, aber ist ja letztes Jahr eben mit Freddy und Isabel Wehr zusammen auch schon bei der Europameisterschaft in Crozet am Start gewesen. Und da hat sie ja diesen Hammer Grand Prix Spezial geritten, wo ich finde... Sie eine Medaille verdient hätte. Sie wurde dann Vierte. Und ja, Katar ist mit den Noir toll beritten. Das ist ein tolles Paar. Und ja, Isabel Wert mit Wendy ist natürlich Schlussreiterin dann am Morgen, am späten Nachmittag für Deutschland. Da ist schon viel drin. Aber die anderen Nationen schlafen auch nicht auf den Bäumen. Das darf man auch nicht vergessen.
[SPEAKER 2]
[00:08:31-00:08:44]
Am Ende wird es wahrscheinlich gegen Großbritannien und vielleicht Dänemark, aber tendenziell schauen alle, auch die Experten, eher auf das Duell Deutschland-UK. Siehst du es genauso?
[SPEAKER 3]
[00:08:44-00:10:21]
Sehe ich auch so ein bisschen. Ich sehe aber neben Dänemark durchaus auch noch die Niederländer. Die haben ja ein junges Team, die haben viele neue Pferde dabei, aber auch tolle Pferde. Also das könnte vielleicht nochmal so ein Überraschungsmoment sein. Da wird es auch sehr spannend, was heute mit den ersten zwei Paaren passiert. Also heute Abend wird die Welt logischerweise so und so, aber ein bisschen anders aussehen. Aber ja, klar, Großbritannien muss man sagen, ich meine, die amtierende Weltmeisterin Lottie Fry mit Glamour Dale, die amtierende Weltcup-Siegerin Becky Moody mit Jagger Bomb und Karl Hester, der ist zwar amtierender nichts, aber der ist amtierender Karl Hester und der hat gesagt, das ist sein letztes Championat und ich meine, alle lieben Karl, der hat ja so einen besonderen britischen Humor. Der ist der Dreh- und Angelpunkt des britischen Teams. Und natürlich wissen auch die Richter, das ist Karls letzte WM. Da könnte ich mir vorstellen, dass man dann so sagt, ach, ist das jetzt eine 7 oder eine 7,5? Dann ist es vielleicht gerne mal eine 7,5 oder dann doch mal eine 8. Ohne da jetzt zu viel prophylaktische Richterschelte zu betreiben. Da muss man sehen, was kommt. Aber ja, Großbritannien, Deutschland, das dürfte so das Duell sein. Andererseits, wenn jetzt Katrine Dufour, Laudrup Dufour, mit Mountain John's Freestyle richtig einen raushaut, also richtig Punkte holt, da rede ich jetzt mal von 82%, vielleicht sogar WM-Euphorie 83%, dann könnte das auch spannend werden. Ich glaube aber nicht, dass die Dänen ihren Mannschaftssieg von Herning werden wiederholen können.
[SPEAKER 2]
[00:10:21-00:10:48]
Ist davon auszugehen, dass wenn man jetzt mal die deutschen Resultate durchschaut, die zu erwarten sind, Raphael Netz mit Great Escape Camelot wird dann ja... höchstwahrscheinlich das Streichergebnis sein, wenn es jetzt so läuft, wie man die letzten Ergebnisse gesehen hat. Dann sind es am Ende Hämmer, Wandres wert, die das Ergebnis beitragen. Und die stellt man wahrscheinlich gegen Becky Moody. Charlotte Fry und Karl Hester?
[SPEAKER 3]
[00:10:48-00:11:38]
Ja, weil Fiona Bigwood ist die vierte Britin mit einem tollen Pferd, Weltmeisterin der jungen Dressurpferde gewesen, vor gar nicht allzu langer Zeit, diese Queen G, diese dänische Stute. Aber da müsste schon einer von den anderen dreien richtig derbe patzen oder runterfallen, bevor die irgendwie ein drittbestes Ergebnis gibt bei den Briten. Das glaube ich auch. Bei Raffi bin ich mir nicht so sicher, ob man sagen kann, der wird so und so Streichergebnis, weil dieses Pferd sich so unwahrscheinlich toll entwickelt hat. Also in Balve, bei den deutschen Meisterschaften, war ja auch Sichtung, da war ich, okay, who am I, aber sie trainiert in... In Warendorf gemeinsam. Also ich bin da gespannt. Ich sage jetzt noch nicht, dass wir heute Abend sagen, ja gut, Raffi hat gut vorgelegt, aber war ja zu erwarten. Mal gucken.
[SPEAKER 2]
[00:11:38-00:12:06]
Aber man kann schon sagen, wir haben auch mit den Ausfällen von Charlotte Maria Schürmann und Ingrid Klimke, vielleicht sogar peripher, war ja immer mal korruptiert, ob Jessica von Bredow-Werndl, mit Times Kismet da auch nochmal ranschnuppert, die aber dann auch doch eher draußen waren, auch nach Balve. Wir können das ver- Also wir haben vier Reiterinnen und Reiter, die gut genug sind, auch ganz vorne reinzureiten.
[SPEAKER 3]
[00:12:06-00:12:23]
Das denke ich schon. Das denke ich schon. Ob es so schrecklich viele Deutsche auf den Einzelpodien geben wird, das ist nochmal eine Sache, da sprechen wir dann drüber, wenn es soweit ist, wenn wir die Eindrücke von den Mannschaftsergebnissen hinter uns haben. In Summe ist das ein breites, stark aufgestelltes deutsches Team.
[SPEAKER 2]
[00:12:24-00:12:50]
Wenn wir mal kurz die weiteren Nationen nur der Vollständigkeit halber durchgehen. Die Niederlande hast du auch als Aspirant genannt fürs Podium. Sehr junges Team. Rovona Weggela, Tama Tveistra, Dinja van Lier und Mareike van der Pütten. Das ist wirklich ein ganz neues niederländisches Team. So in der Art und Weise noch nicht dabei gewesen mit den Pferden.
[SPEAKER 3]
[00:12:50-00:13:29]
Ja, vor allen Dingen, was die Pferde anbelangt. Und da muss man sagen, das ist einmal Dinja van Lieris, Mauro Türforst und dann diese tolle Stute von der Mareike van der Pütten. Das sind schon zwei Pferde, die sind jetzt national sehr hoch bewertet worden, aber die Stute, die aus der Zucht von Paul Schockemühl, aus dem Stüt Lewitz stammt, von Mareike van der Pütten, das ist schon, die könnten richtig hoch werden. Und wenn du zwei hohe Ergebnisse hast und dann einen, der vielleicht auch nochmal... Ordentlich dabei ist, dann kann das auch schon mal ein Podiumsplatz sein. Wir reden jetzt nicht von Gold. Das würde mich doch sehr wundern.
[SPEAKER 2]
[00:13:29-00:13:41]
Und dann haben wir... In der Peripherie dahinter sicherlich die Belgier, allen voran mit dem Aushängeschild Justin Verboomen mit Sonic Plus, die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste. Die haben dann noch eine Larisse.
[SPEAKER 3]
[00:13:41-00:13:42]
Nee, Entschuldigung, Entschuldigung.
[SPEAKER 2]
[00:13:43-00:13:43]
Ist ja nicht mehr.
[SPEAKER 3]
[00:13:44-00:13:55]
Deine, die schon bei dir im Podcast interviewte, Katrine Laudrup-Giffour ist seit vorgestern wieder Weltranglisten-Erste. Also die Dänen gehen mit einer Weltranglisten-Ersten ins Rennen.
[SPEAKER 2]
[00:13:55-00:14:02]
Ja, da hast du recht. Aber trotzdem ist ja Sonic Plus und Justin Verboomen, das sind ja auch Kandidaten dann auf eine Einzelmedaille.
[SPEAKER 3]
[00:14:02-00:14:06]
Auf jeden Fall, auf jeden Fall, auch für Einzelgold. Also da müssen wir uns gar nicht drüber streiten.
[SPEAKER 2]
[00:14:06-00:14:26]
Aber die Belgier haben dann Larissa Pouloui mit Flambor, ein sehr Weltcup-erfahrenes Paar, aber auch jetzt mit Glück geht es so in die Top Ten in der Einzelwertung, aber dahinter wird es dann dünn mit Leicester und Giron De Vro und Jedi de Massa und Wim Verwimp. Die sind dann eher unter ferner Liefen.
[SPEAKER 3]
[00:14:26-00:15:08]
Ja, da muss man sehen, wie die abliefern. Aber die Laura Pouloui, die kennen sich ja gefühlt seit zehn Jahren. Das ist ja ein unwahrscheinlich erfahrenes Paar. Du hast es gesagt, sehr erfolgreich im Weltcup. Aber auch die waren in Crozet gut letztes Jahr bei der Euro. Und ja, man darf ja auch nicht vergessen, Belgien... Wir haben unser Quartier, unser Airbnb bezogen hier in Belgien, weil Aachen ist ja fast Belgien, das ist nicht ja an der belgischen Grenze. Sprich, der fünfte Mann muss es dann ja beim Dressursport sein, sprich das Publikum, könnte natürlich auch stärker belgisch sein. sein und vielleicht kickt das dann auch nochmal so ein bisschen vor einem in Anführungszeichen Home-Crowd sich beweisen zu können und eine Medaille vielleicht holen zu können.
[SPEAKER 2]
[00:15:09-00:15:38]
Gilt ja für die Niederländer genauso. Auf jeden Fall. Das ist ja ähnlich weit, also unter 10 Kilometer kann man mit dem Fahrrad kommen. Du sprichst ja einen wichtigen Punkt an, Rekordkulisse. Der damalige Rekord stammt noch aus 2006. Die größte Kulisse jemals bei einer Weltmeisterschaft in der Dressur. Es werden wieder rund um die 40.000 sein, wahrscheinlich nicht morgen früh, aber im Laufe des Grand Prix, während des Teamwettbewerbs wird es auf jeden Fall voll werden. Wird das ein Faktor sein?
[SPEAKER 3]
[00:15:38-00:16:42]
Also das ist schon eine besondere Atmosphäre in diesem Stadion, weil diese, kennst du es ja, diese Tribünen sind ja so irre hoch und aber eben ein bisschen steiler als beim Fußball. Es ist eben kein Fußballstadion, es ist dafür gemacht und das ist ja wirklich so. Wir beiden durften ja auch schon mal ein bisschen Kutsche fahren da auf dem Heiligen Rasen, weil wir für unsere Podcasts da irgendwie beim Silbernen Pferd im Finale mit dabei waren bei diesem Medienpreis. Das ist ja schon, man fährt jetzt nicht in eine Kathedrale mit einer Pferdekutsche, aber ich finde, das catcht einen schon, wenn du da reinfährst. Also wenn du da sagst, ein paar Zuschauer. Dann bist du schon ziemlich cool. Also das macht was und eine WM ist so und so ein Thema. Ja, muss man gucken. Also das ist ein Faktor. Kann natürlich auch für ein Pferd ein Negativfaktor sein, wobei... dass das Sofie ja relativ weit weg ist, weil es in der Mitte des Springplatzes aufgebaut ist, also weit weg von den Tribünen. Das macht es dann vielleicht wieder ein bisschen einfacher, als wenn die Zuschauer zu dicht dran sind.
[SPEAKER 2]
[00:16:42-00:17:09]
Ziemlich dicht dran sind auch die Richter. Es ist ja ein Championat. Es sind sieben Richter. Wenn ihr das dann heute im Fernsehen seht, seht ihr... Sieben Positionen, neben den üblichen E, H, C, M, B gibt es auch K und F. Dazu das sogenannte Supervisory Panel mit drei weiteren Richtern, das ist sozusagen der VAR des Reitens, der Videobeweis.
[SPEAKER 3]
[00:17:10-00:17:40]
Nur mit anderer Technologie, weil da sitzen nämlich sehr... Erfahrene Richter. Also da wird salzarme Kost gereicht, um es mal ganz klar zu sagen. Aber die gucken halt, dass beispielsweise jemand es nicht sieht, dass bei den 15 einer wechselnden Fehler war. Und dann dürfen die das korrigieren, weil es ein technischer Fehler war. Die dürfen keine inhaltlichen Sachen machen, aber wenn wirklich ein technischer Fehler nicht gesehen worden ist, kann dieses Judges Supervisory Panel von oben dann agieren.
[SPEAKER 2]
[00:17:40-00:17:55]
Also der VAR, die sitzen glaube ich da unterm Dach über der Teilnehmer-Tribüne. Glaube ich, dass die da ihren Posten haben. Gut, müssen wir da noch irgendwas Besonderes zu sagen? Gut, Siebenrichter ist inzwischen ja erprobt auf Championat.
[SPEAKER 3]
[00:17:55-00:18:46]
Ja, Gott, also ich fand es immer sehr gut, Georges Theodorescu. Der Vater der Bundestrainerin Monika Theodorescu, der ist ja selbst international hocherfolgreich geritten, stammte ja aus Rumänien. Und immer wenn es so um Richter-Schelte ging, dann hat er immer Aachen als Beispiel genommen. Und dann hat er gesagt, da sitzen fünf Leute. Und die sehen Ritte, damals waren die Noten noch nicht so hoch im Schnitt, als er das gesagt hat, zwischen 68 und 73 Prozent. Und da sitzen rundherum, ich weiß nicht, was er für eine Zahl gesagt hat, zweieinhalbtausend Leute, die haben genau gesehen, dass es 71 Prozent waren. Also, ja. Es ist ja alles eine Idee von Seiten des Weltverbandes zu sagen, wir wollen möglichst optimal jeden Blickwinkel abdecken und so. Und dann darf man auch noch mal bei K&F sitzen, bitteschön.
[SPEAKER 2]
[00:18:46-00:19:09]
Genug Platz ist ja, zur Not können Sie auch noch drei, vier weitere Positionen dran bauen, irgendwo wird schon Platz sein. FIAC ist ja groß. Gut, jetzt... Sind wir da durchgegangen? Jetzt möchte ich natürlich auch noch eine kleine Prognose dir entlocken, lieber Jan. Was denkst du denn? Wie geht jetzt heute und morgen dieser Teamwettbewerb aus? Lass uns mal eine kleine Schätzung machen, du und ich. Gold, Silber und Bronze. Fang du mal an.
[SPEAKER 3]
[00:19:09-00:19:20]
Das ist nicht einfach. Also ich bin in der Tendenz fast eher bei britischem Gold. Also es wird wahnsinnig knapp, aber von der Tendenz bin ich bei britischem Gold.
[SPEAKER 2]
[00:19:20-00:19:26]
Okay, also du sagst, Goldmedaille geht nach UK, Silber auf...
[SPEAKER 3]
[00:19:26-00:19:32]
Dann Deutschland. Deutschland. Ja, dann Deutschland und dann... sehe ich eher die Dänen als die Holländer.
[SPEAKER 2]
[00:19:32-00:20:37]
Ich halte dagegen. Ich sage, der Heimvorteil wird dazu führen, dass Raphael Netz einen herausragenden Grand Prix ratet und dass auch Katharina Hemmer analog zu Crozet ganz vorne auch in dieser Teamwettbewerb mit dabei sein wird. Was jetzt die Prozentsatz, wenn man das einzeln ranken würde. Deswegen, die Debütanten wachsen über sich hinaus. Isabel Wert wird auch eine herausragende Leistung abliefern. Frederik Wandres, auch grundsolide, wird auch abliefern und deswegen Deutschland holt. Den Mannschaftsweltmeisterschaftstitel. Die Briten gehen auf zwei. Und um noch ein bisschen Musik drin zu haben, unsere Freundin mit Freestyle, Catherine Laude de Four, wird fehlerhaft sein, wird nicht so hoch. Gescored werden und es wird hauchdünn werden und die Niederländer werden eine Überraschungsbronzemedaille landen.
[SPEAKER 3]
[00:20:37-00:20:44]
Okay, und du kannst aber bei glaskugel.de innerhalb von zehn Tagen dein Wahrsagegerät zurückgeben.
[SPEAKER 2]
[00:20:44-00:21:44]
Genau, also wir werden das dann, mal sehen, ob ich völlig daneben liege. Wir werden ja nach der Mannschaftsmedaille die nächste Folge aufnehmen. Das ist also Dressur. Kommen wir zum Springen. Das in der zweiten Woche, deswegen gehen wir jetzt einmal nur in die Der Kürze dadurch. Teambesetzung ist allen voran United Touch Richard Vogel, der sein Debüt auf Weltmeisterschaftspaket feiert, genauso wie Sufi Hinners mit Iron Dame Sinclair. Daniel Deuser mit Othello stand das letzte Mal 2014 im Team in Caen. Und Markus Ening mit Coolio ist nachgerückt für andere Team, der nach dem Turnieren Falsterbo mit Shakaria die Weltmeisterschaft verzichtet hat. Also auch hier ein Team mit sehr viel Erfahrung, aber auch zumindest jetzt mal aus Weltmeisterschaftssicht neue Gesichter, aber natürlich die Leistungsträger der Zeit. Absolutes Top-Team. Wie schaust du drauf?
[SPEAKER 3]
[00:21:44-00:22:27]
Absolut. Ich meine, Markus Ehinger reitet seine siebten Weltmeisterschaften. Der war die Nummer eins der Welt. Daniel war dreimal die, also Markus glaube ich auch mehrfach, Daniel war dreimal die Nummer eins der Welt in seiner Karriere bislang. Ritchie ist momentan die Nummer zwei und kurz davor die Nummer eins zu werden. Und Sophie ist auch super dabei. Nun ist natürlich das Thema Springsport immer das, was Otto Becker, der Bundestrainer, immer wieder sagt. Da gibt es acht Mannschaften, die können gewinnen. Und das stimmt halt auch. Aber die Deutschen sind, das ist schon ein richtig tolles Team. Und das sind ja Top-Pferde. Du hast gesagt, die haben sich alle schon mehrfach bewiesen. Also da sind wirklich richtige Leistungsträger.
[SPEAKER 2]
[00:22:28-00:22:52]
Ich habe gestern Abend, lieber Jan, auf dem Sofa eine Doku gesehen, da habe ich dich schwärmen gehört über Sophie Hinners. Lass uns mal kurz über Sophie Hinners sprechen, die als einzige Dame in dem Team dabei ist. Inzwischen unglaublich große Sympathieträgerin auch, Stylistin mit verschiedensten Pferden, absolut in der Weltspitze angekommen. Das ist vorerst ihr Karriere-Höhepunkt.
[SPEAKER 3]
[00:22:52-00:24:13]
Ja, das ist es. Ich meine, letztes Jahr Euro geritten, da war sie auch schon gut. Aber Weltmeisterschaften und dann auch noch in Aachen. Mehr geht ja fast nicht. Ja, die ist toll, weil die unwahrscheinlich cool ist, unwahrscheinlich routiniert ja auch. Ich meine, hat jetzt gerade wieder in London super Runden bei der Global Champions Tour. Vorgestern gezeigt. Und diese große Routine plus dieses einmalige Talent, okay, da gibt es noch ein paar mehr in der Welt, die das auch haben, aber dieses immer mit dem Pferd zu sein, also ein ganz großer Key-Faktor ist ja, nicht alles richtig zu machen, sondern ganz wenig falsch zu machen und das Pferd nicht zu stören. Und ich finde, das sieht man bei Sophie Hinners bei jeder Runde. Ob die nun schnell reitet, ob die auf Sicherheit auf Null reitet, ob die im Stechen reitet. Das ist immer Rhythmus und das ist immer mit dem Pferd, das ist immer eine Einheit. Ich fange schon wieder an zu schwärmen. Ich muss sagen, die Aufzeichnung der Doku war im April oder so. Ich weiß gar nicht mehr, was ich da alles so geschwärmt habe. Ich hoffe, ich widerspreche mir jetzt nicht, kann ich mir aber nicht vorstellen. Das ist wirklich... Das ist schon toll. Und das ist auch der moderne, Ein Sport, dieses nach vorne galoppieren, dieses Flüssige. Und die kann jede Sorte Pferd reiten. Die hat auch mal größere, auch mal längere, kürzere, schnellere, heißere. Das geht alles. Und mit dem Sinclair ist die halt irgendwie auch super verwachsen. Also toll.
[SPEAKER 2]
[00:24:13-00:24:36]
Absolute Säule ist auch Richard Vogel mit United Touch. Publikumsliebling in Aachen. Der kann ja in Aachen über Wasser laufen. Der ist ja ein Halbgott. Also selbst wenn der im großen Preis rückwärts einreiten würde, die Leute gehen ja völlig steil, wenn der kommt. Auf dem lastet natürlich zugleich auch ein enormer Druck, denn die Erwartungshaltung an den ist schon enorm.
[SPEAKER 3]
[00:24:36-00:25:44]
Das ist eine große, große Erwartungshaltung. Also das ist... Hat er sich natürlich auch selbst gemacht. Hätte ja nicht unbedingt noch bei diesem kleinen CHIO, dem Chio mit T in diesem Jahr, eben noch den großen Preis gewinnen müssen. Hat er aber. Also auf der anderen Seite, wenn einer mit Leistungsdruck, glaube ich, umgehen kann, mit Erwartungshalten, dann Ritchie, weil der einfach auch ja mit seinen Dritt- oder Viertpferden einer ist, wo alle... Zittern und blass werden, wenn er auf den Abreiteplatz kommt. Also alle seiner Konkurrenten. Also ich glaube, der ist cool und das kickt ihn bestimmt nochmal so ein bisschen. Und mit United Touch, klar, man muss sagen, Paris, Olympische Spiele, da sah das nicht so gut aus. Aber ich meine, was... Ja schon wieder anmaßend ist. Ich meine, der hatte zwei Fehler. Und das waren eben wirklich dieses Riesenpferd mit dieser Riesenübersetzung. Und dann war es sehr viel zu schade. Springen in doch relativ engen Kombinationen. Und dann hat er einfach mal einen gehabt. Das kann jedem tollen Pferd passieren. Aber ich bin mir sicher, um die mentale Verfassung von Herrn Vogel müssen wir uns keine Gedanken machen.
[SPEAKER 2]
[00:25:44-00:26:13]
Markus Ehing ist nachgerückt, wie eben gesagt, für André Thieme. Das führt zu einer spannenden Konstellation im Vorfeld. Hat es ja durchaus für Aufsehen gesorgt, dass der Einzel-Olympiasieger Christian Kukuk mit Checker nicht Teil der Mannschaft ist. Der rückt jetzt nach als Einzelreiter und ist zunächst Ersatzreiter für das Team, darf aber um die Einzelmedaillen an den Start gehen. Warum wurde er nicht nominiert? Was war da das Thema, Jan?
[SPEAKER 3]
[00:26:13-00:27:41]
Ich frage erst mal das Publikum und dann den Telefonjoker. Wenn ich den Telefonjoker Otto Becker bemühe, dann wird der sicherlich einen Grund haben. Tatsächlich glaube ich einfach, ja, klar, Olympiasieger. Tolles Paar, hoch erfahren, hoch erfolgreich. Auch gerade jetzt wieder in London, vergangenes Wochenende nochmal alles unter Beweis gestellt, was da an gemeinsamer Leistung abgerufen werden kann. Aber doch nicht so kontinuierlich dabei. Und ich glaube, das ist auch was, das hat Otto Becker tatsächlich in meinem Podcast, in Erzähl mir was vom Pferd mal erzählt oder den ich mit einer Freundin zusammen mache, mit Anja Nils. Da hat er gesagt, die einzelne Leistung zählt. Also der guckt. Da nicht auf irgendwelche Namen, sondern der guckt einfach, wie sind diese Paare unterwegs. Und so hat ja damals überhaupt Chakaria den Weg wieder ins Championatsteam gewandt. Die ist letztes Jahr lange ausgefallen und dann kam sie in Wellington zurück oder in Ocala in Florida, hatte gute Runden, ging dann in Hamburg sehr gut, da haben wir das Interview geführt und gewann dann gleich nochmal in Hamburg den großen Preis und war dann super im Nationenpreis in La Bolle. Also da hat man gesehen, Otto guckt wirklich da drauf, wie sind die Kombinationen, die Reiter-Pferd-Kombinationen drauf und welche Kontinuität zeigen sie. Und dann entscheidet er das ja auch nicht alleine. Er macht einen Vorschlag, so ist das Prozedere, und der Springausschuss, wo ja wirklich viele Leute mit Kompetenz sitzen, Er entscheidet dann letztlich über die Nominierung.
[SPEAKER 2]
[00:27:42-00:28:55]
Über Springen werden wir dann noch ausführlich sprechen, wenn es soweit ist. Das ist ja in der Woche 2. In der Woche 1 ist neben Dressur auch Vielseitigkeit. Dort sind nominiert Marlin Hansen-Hottop mit Kalitos Quidditch, Fischer Chipmunk mit Reitmeister Michael Jung, Olympiasiegerin Julia Karewski mit Nickel. Libusa Lübbecke mit Karamir und Dacor mit Christoph Wahler. Ich glaube, die vier für die Mannschaftswertung werden kurzfristig entschieden, nach dem Wettcheck. Einer von denen wird dann auch in der Einzelwertung an den Start gehen. Da ist ja eine Besonderheit, Bundestrainer Peter Thomsen, Fällt aus, auch schon vor einigen Wochen in Lohmühlen, wird vertreten durch Annette. Wir wollen vielleicht erstmal die Personalie Bundestrainer hier, Jan. Ist ja schon eine besondere Konstellation, dass der nominelle Bundestrainer nicht dabei sein kann. Wir wünschen natürlich alles Gute und gute Besserung an dieser Stelle. Ist das ein Faktor? Wird das das Team belasten oder ist das bei so einer Weltmeisterschaft dann doch... Sind alle so fokussiert und so professionell, dass das nicht in die Waagschale kommt.
[SPEAKER 3]
[00:28:56-00:31:47]
Also erstmal, er wird ersetzt durch Rodolphe Scherer, vor allen Dingen in reiterlichen Sachen. Und Rodolphe ist ja der vielseitig, also der Geländespezialtrainer. Das ist ja das, wenn jetzt eine Monika Theodorescu ausfallen würde in der Dressur, das wäre schon, ich sag mal, härter zu verkraften. Weil Peter ist natürlich für alle Disziplinen zuständig, Peter Thomsen, und ist dann auch, sag ich mal so, Funktionen, die der Equipe-Chef dann auf kleineren Turnieren hat und so weiter. Also auch viel Management und Planung, Verwaltung und so. Das ist der Part, den jetzt Dr. Annette Wirwoll als Vorsitzende des Vielseitigkeitsausschusses übernommen hat. Aber dann gibt es natürlich die reine Dressurtrainerin. Und dann gibt es Rodolphe, der fürs Gelände zuständig ist. Und dem hat man gesagt, du mach doch mal bitte alles mit. Und das hat in Lumühlen ja schon super geklappt. Und ja, da muss man natürlich dieses Team angucken. Du hast jetzt so nett gesagt, Reitmeister Michael Jung. Ja, ich meine, nebenbei hat er ja auch schon noch mal ein paar Einzel-Olympiasieger auf dem Kerb. Ja, so gelegentlich auch mal Olympiasieger. Genau wie Julia. Also Top-Athleten, Top-Athletinnen, super erfahren. Und Christoph Wahler an dritter Position mit dem neuen Pferd. Aber das war ja das Olympiateam von Paris. Okay, da hatte Christoph Pech im Gelände. Dacor ist super wiedergekommen. Und also insofern glaube ich, also in dieser Saison, der hatte letzte Saison, in der letzten Saison eine Pause, hat jetzt ja gleich die letzte Sichtung dann noch in Avange in der Schweiz gewonnen und ist super drauf, ging toll in den Mühlen. Also die drei sind schon mal ganz safe. Und dann haben wir noch... Kalitos Quidditch mit Marlin und amtierende Mannschaftseuropameisterin vom letzten Jahr war in Kentucky vierte, dritte, also fünf Sterne. Das sind Toppaare, die wissen genau, wie es geht. Die freuen sich, wenn ihr Peter Thomsen dabei ist. Und natürlich... Ist eine Weltmeisterschaft ohne Peter dann schon ein bisschen komisch. Aber auf der anderen Seite, das sind alles, auch Libusa Lübbecke mit Karamia, die war ja auch bei der Mannschaftseuropameisterin in Blenheim im letzten Jahr, die gehen in die Startbox und dann wissen die, Nach so und so vielen Metern kommt der erste Sprung und danach muss ich in die Rechtskurve. Und die wissen, am ersten Minutenpunkt darf ich 1,02 sein, aber dann muss ich auf jeden Fall in der Landung mal ein bisschen Hackengas geben, weil es dann links rum geht, dann geht es ein bisschen bergauf. Und, und, also, ja, die wissen genau, wie es geht. Die freuen sich, die reiten bestimmt auch für Peter. Ich kann mir vorstellen, dass das sogar so ein Motivationskick ist, ihm quasi in die Reha hinein einen Titel vielleicht zu schenken. Aber ich glaube nicht, dass das von Nachteil ist.
[SPEAKER 2]
[00:31:47-00:32:24]
Medaillenentscheidung ist am Sonntag mit dem Springen, Gelände am Samstag, Dressur. Am Donnerstag und Freitag für die Vielseitigkeitsreiter. Kommen wir dann auch im Laufe der Woche noch einmal zu, genau die Vielseitigkeitsreiter anzuschauen. Neben den drei olympischen Disziplinen, Jan, gibt es ja auch Fahren, Paradrissur und Voltigieren. Fahren findet nebenan statt in dem üblichen Fahrstadion, das hinter einer der Tribünen auf dem Grasplatz ist. Und dann die Paradrissur, die ihr Debüt feiert, in dieser Konstellation in Aachen zumindest. Ich glaube, in Herning waren sie auch schon dabei.
[SPEAKER 3]
[00:32:24-00:32:37]
Ja, also Paradrissur, das haben die Aachener in der Kommunikation so ein bisschen so das erste Mal, ja das erste Mal in Aachen, aber bei den Weltreiter-Spielen waren die Paradrissur immer dabei. Also in Caen waren die Paras, in Tryon waren die Paras, in...
[SPEAKER 2]
[00:32:38-00:32:39]
Caen, Lexington.
[SPEAKER 3]
[00:32:40-00:34:17]
2010 Lexington war ich nicht. Da müsste ich jetzt nachgucken, ob sie da waren. Aber also im großen Konglomerat der verschiedenen Disziplinen bei Weltreiter spielen und die gibt es ja schon seit Stockholm 1992, 90 irgendwann. Da waren die Paras, als dieser Sport dann... wirklich auch so organisiert war weltweit, waren die immer Teil. Und da sieht es ja für Deutschland auch gut aus. Also die haben sich richtig was vorgenommen. Die haben ein starkes Team. Man muss sagen, tendenziell ist im Parasport Großbritannien sowas wie der FC Bayern im Sport, im Fußball. Da gibt es unwahrscheinlich Geld in Großbritannien. Eine der ganz großen Sponsoren, Akquisiteurinnen, ich weiß nicht, ob man das so nennen darf, ist Princess Anne. Princess Royal, die Schwester des britischen Königs Charles und natürlich Mutter der Vielseitigkeitsweltmeisterin von Aachen, Sarah Tindall. 2006 und die hat unwahrscheinlich Sponsoren, die haben tolle Pferde für die Paras, brauchst du ja gerade für die niedrigen Grades vor allen Dingen super Pferde mit einem riesengroßen Schritt, der aber immer taktsicher ist und die müssen natürlich auch charakterlich wirklich bulletproof, bombproof sein. Und also da wird es dann schwierig, aber die Deutschen sind gut aufgestellt, haben jetzt ja so ein bisschen, die Isabel Nowak hat ja leider durch eine Schlundverstopfung ihren Paralympics-Helden von Paris verloren in Syracuse. Das passiert, aber da kann auch was... Gehen, aus deutscher Sicht.
[SPEAKER 2]
[00:34:17-00:34:22]
Fahren im Übrigen, das sei auch noch gesagt, ist im Rahmen der WM immer Vierspänner fahren.
[SPEAKER 3]
[00:34:22-00:34:23]
Ja.
[SPEAKER 2]
[00:34:23-00:34:51]
Dort ganz bewährte Namen, Anna und Christoph Sandmann aus Läden, Georg von Stein, René. Pönzken, das ist ein Rheinländer, der sicherlich auch sehr, sehr motiviert vor heimischem Publikum an den Start gehen wird. Und dann Mareike Meyer hier aus Schleswig-Holstein. Sieht auf dem Papier nach einem sehr erfahrenen Team aus. Und Deutschland ist ja gemeinsam mit den Niederländern und den Briten irgendwo immer Medaillenkandidat.
[SPEAKER 3]
[00:34:51-00:35:22]
Ja. Schon, also ich finde es bemerkenswert, dass wiederum zwei Frauen in der Nationalmannschaft da sind. Das finde ich schon toll für einen Vierer-Zugsport. Es gibt noch andere Fahrerinnen, aber nicht so ganz viele auf internationalem Top-Niveau. Das finde ich schon toll, dass wir da zwei haben. Ja, natürlich die Niederländer, dann haben wir... Australien und USA mit ganz starken Einzelfahrern, die dann aber eben auch so eine Mannschaft nach vorne bringen können in der Punktesumme. Muss man sehen.
[SPEAKER 2]
[00:35:23-00:36:06]
Wird man sehen. Dann die Voltigierer, die waren 2006 noch in der kleineren Albert-Fahle-Halle. Die sind umgezogen jetzt in das Dressurstadion, das überdacht wurde. Also Hallenatmosphäre wird da aufkommen. Und wenn man jetzt mal zurückdenkt an 2006, war das ja eine absolute Sternstunde für den Voltigier-Sport. Die legendäre Mozart-Kür von Kai Vorbeck. Der ist inzwischen Bundestrainer. Das war damals für die Voltis wirklich was ganz Besonderes. Der Kai Vorwerk sagt immer, danach wurde er sogar auf der Straße und am Hauptbahnhof angesprochen. Werden wir sowas ähnliches für die Voltis wieder erleben? Kriegen die auch so einen Publicity-Boost?
[SPEAKER 3]
[00:36:06-00:37:25]
Also sagen wir mal so, die Stimmung bei den Voltigieren ist ja wirklich unfassbar. Also da knallt ja die Hütte auseinander, sobald die da ihre Küren haben und so weiter. Kai Vorberg gerade mit dieser Amadeus, mit dieser Mozart-Kür, das war natürlich so ein Moment oder so ein Momentum, das du dir gar nicht... Dass du gar nicht richtig kreieren kannst, das passiert. Also natürlich war das eine ausgetüftelte, super schwere Kür und geschickt gemacht mit dem Kostüm und mit dieser Perücke und, und, und. Ob man jetzt so einen Effekt nochmal hinkriegt, das weiß ich nicht, zumal da ja auch gestandene Mannsbilder, die man ja auch von Showauftritten kennt, hast du oft genug auch selber moderiert. Und ich meine, dieser Sport ist ja immer noch athletischer und noch sportlicher und noch spektakulärer geworden. Ob das jetzt so einen absoluten nächsten Kick geben kann, weiß ich nicht. Da bin ich ehrlich gesagt auch nicht so dicht dran an den Voltigierern, um das wirklich kompetent überachten zu können. Habe ich jetzt auch im Vorfeld, also die geben sich optimistisch, klar, aber ich habe jetzt nicht gehört, dass die gesagt haben, wow, oder dass das Mann gesagt hat, da geht jetzt richtig was ab und das wird eine große Sensation. Aber vielleicht wird das gerade deswegen auch die große Überraschung, kann natürlich auch sein.
[SPEAKER 2]
[00:37:25-00:37:52]
Heute geht es erstmal los mit den Dressurreitern, dann heute Abend die Eröffnungsfeier. Ja, Jan, ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß. Jetzt das war unsere kleine Reise mal im Vorfeld durch die Weltmeisterschaften. Ich glaube, es ist einiges drin. Dir viel Spaß, gutes Durchhaltevermögen. Heute auf der Tribüne bei, ja, wie viel wirst du heute sehen? Ich gucke mal hier auf die Startliste. 45 Paare. Guckst du dir die alle an?
[SPEAKER 3]
[00:37:52-00:37:54]
Alle, von vorne bis hinten.
[SPEAKER 2]
[00:37:54-00:38:21]
Also du gibst es dir heute richtig. Wenn ihr im Übrigen mehr erfahren wollt, Jan hat einen täglichen Newsletter. In den Shownotes findet ihr einen Link, dort könnt ihr euch eintragen und dann gibt es jeden Morgen ganz frisch von Equipages den Newsletter aus Aachen. Danke, lieber Jan. Ich wünsche dir viel Spaß und wir hören uns wieder nach der Team-Dressur-Entscheidung, damit Folge 2. Viele Grüße nach Belgien bzw. Aachen.
[SPEAKER 3]
[00:38:21-00:38:24]
Alles klar. Danke nach Hamburg. Bis bald. Ciao.
[SPEAKER 2]
[00:38:24-00:38:24]
Ciao, ciao.









