#Interview Springreitlegende Meredith Michaels-Beerbaum: Karriere, Ziele, Leben
Meredith Michaels-Beerbaum blickt im Gespräch mit Christian Kröber auf ihre außergewöhnliche Karriere zurück: von ihren Anfängen in Kalifornien über den Weg nach Deutschland bis an die Spitze der Weltrangliste. Sie spricht über ihre größten Erfolge, die besondere Verbindung zu ihren Pferden und ihren eigenen Reitstil – und darüber, warum Horsemanship, ein starkes Team und das Wohl des Pferdes für sie entscheidend sind.
Dabei geht es auch um den Umgang mit Druck und Nervosität im Spitzensport sowie um die Frage, was einen wirklich guten Reiter ausmacht. Persönliche Einblicke in ein Leben, das bis heute von der Leidenschaft für Pferde geprägt ist.
Podcast Transkript
Dieses Transkript wurde durch eine KI erstellt und nicht gegengelesen.
[SPEAKER 1]
[00:00:00-00:00:05]
Heute zu Gast die Springreitlegende Meredith Michaels-Bärbaum.
[SPEAKER 2]
[00:00:06-00:00:49]
Die erste Frau von Deutschland in den Champions zu reiten in 1999, das bleibe ich immer. Erst auf der Weltrangliste als Frau, bitte ich immer noch, aber irgendwann kommt jemand anders. Aber das macht mich richtig stolz. Also man sieht, wie schwer das ist. Und ich bin insgesamt 24 Monate Nummer 1 der Welt. Also ich habe ein, zwei Monate, war ich zweiter oder dritter, aber insgesamt im Total war ich 24 Monate. Das war nicht nur eine Monate, das war eine lange Zeit konstant oben und das macht mich unheimlich stolz.
[SPEAKER 3]
[00:00:50-00:01:06]
Herzlich willkommen zum WeHorse Podcast. Heute mit Christian Kröber. WeHouse ist deine Lernplattform, auf der du täglich Inspirationen, Trainingstipps und das Wissen der besten Trainer bekommst, um gemeinsam mit deinem Pferd jeden Tag besser zu werden.
[SPEAKER 1]
[00:01:08-00:02:51]
Vor einigen Tagen hatten wir die Gelegenheit, unseren heutigen Gast bei ihr zu Hause in Tedinghausen in der Nähe Bremens zu besuchen. Meredith Michaels-Bärbaum hat in ihrer Karriere unglaublich viel erreicht und einige Rekorde stehen bis heute. So ist sie beispielsweise weiterhin die erste und einzige Frau, die jemals die Nummer 1 der Springreit-Weltrangliste erklommen hat. 2016 hat sie ihre letzten Olympischen Spiele für die Farben Deutschlands bestritten. Zwar hat sie nie offiziell ihren Rücktritt erklärt, ist sie jedoch sportlich seitdem nicht mehr in größere Erscheinung getreten. Sie ist aber neben den unzähligen sportlichen Erfolgen auch bis heute eine große Sympathieträgerin im Sport und gemeinsam machen wir jetzt eine Reise durch ihr Leben, durch das, was sie heute macht und wie sie auch bis heute dem Sport verbunden bleibt. Bevor wir starten, gibt es noch ein Update bei uns aus dem Maschinenraum. Ab sofort gibt es den neuen KI-Coach bei uns in der App. Damit bekommst du einen ganz persönlichen Trainingsbegleiter für dich und dein Pferd. Du trackst deine Einheiten in der App, der Coach analysiert dein Training, erkennt Muster über Wochen und gibt dir konkrete Impulse für die nächste Einheit. Aus jedem Tipp führt direkt der nächste passende Schritt, zum Beispiel in eine Übung aus einem unserer 400 Kurse. So kannst du besser werden und zielgerichteter trainieren. Getreue dem Motto tracken, verstehen und besser werden. Dazu ist der KI-Coach ohne Aufpreis der Zeit verfügbar in deiner WeHouse-Mitgliedschaft. Also viel Spaß damit, probiert es einfach aus bei uns in der App. Jetzt steigen wir ein, das Gespräch mit Meredith. Hallo im Podcast, Meredith.
[SPEAKER 2]
[00:02:51-00:02:52]
Hi.
[SPEAKER 1]
[00:02:52-00:03:16]
Schön, dass du da bist. Wir sitzen hier im Spätsommer 2026 bei dir auf der Anlage zusammen mit deinem Mann Marc. die du hier in Tedinghausen in der Nähe Bremen betreibst und wollen ein bisschen auf deine Karriere schauen, auf das, was dich bewegt mit den Pferden. Wenn du jetzt drauf schaust, was die Essenz deiner Reiterei ist, was verbindest du mit dem Springsport? Warum bist du Springreiterin damals geworden?
[SPEAKER 2]
[00:03:16-00:03:43]
Also ich glaube, ich habe angefangen wie jede kleine Mädchen. Mit meinen Lieben für Pferde. Ich wollte immer Pferde reiten. Ich glaube, seit ich laufen konnte, wollte ich auf Pferd sitzen. Und mein erster Geburtstag war immer gefeiert in einem kleinen Ponyhof und Schitreiten. Das war immer mein Wunsch. Und so ist das mehr und mehr über die Jahre geworden.
[SPEAKER 1]
[00:03:43-00:03:58]
Du kommst ursprünglich aus Kalifornien, aus Los Angeles, aus einer Familie, die mit Pferden erstmal gar nichts zu tun hatte. War es viel Überzeugungsarbeit, deine Eltern dahin zu bringen, dass du Pferde nicht nur täglich haben willst, sondern auch reiten möchtest?
[SPEAKER 2]
[00:03:58-00:04:19]
Ja, das war so. Mein Vater war Regisseur und meine Mutter hat eine ganz kleine Karriere als Schauspielerin. Und sie wollte unbedingt, dass ich nicht Schauspielerin werde. So wie ich meine Liebe für Fährer gefunden habe, hat sie mir unterstützt. Right on the right to create.
[SPEAKER 1]
[00:04:20-00:04:29]
Warum wollte sie nicht, dass du Schauspielerin wirst? Weil es ist ja eigentlich ja logisch. Vater Regisseur, Mutter Schauspielerin, ihr kommt aus L.A., da ist ja eigentlich der Weg klar.
[SPEAKER 2]
[00:04:29-00:04:50]
Ja. Ich glaube, sie hat gemerkt, das ist ein ganz hartes Leben und es ist ganz viel Konkurrenz. Und da richtig durchzuschauen, ist ganz schwierig. Und sie hat nicht richtig Erfolg in dieser Branche. Und so hat sie gedacht, das war nicht der richtige Weg für ihre Tochter.
[SPEAKER 1]
[00:04:50-00:05:02]
Obwohl als Profi-Springreiterin ist es ja ähnlich, da brauchst du ja auch, sind ja auch nur wenige, die es schaffen nach ganz oben, wenige, die dadurch damit Geld verdienen können, die damit was aufbauen können oder wie du die Nummer 1 der Weltrangliste wird.
[SPEAKER 2]
[00:05:02-00:05:23]
Ich glaube auch, dass es wahr ist, aber ich glaube nicht, dass sie gedacht hat, ich würde Profi-Reiterin sein. Sie hat nur gedacht, ich würde Spaß mit Pferden haben und ein paar schöne Wochenende auf Turnieren oder so und irgendwann was anderes machen.
[SPEAKER 1]
[00:05:24-00:05:36]
Wenn deine Eltern jetzt darauf zurückschauen, was du dann geworden bist, eine der Top-Springreiterinnen und bis heute die einzige Frau, die jemals die Nummer 1 der Weltrangliste war, Wie gucken die da drauf jetzt mit dem Wissen von heute?
[SPEAKER 2]
[00:05:36-00:06:05]
Also sicher sind die ganz zufrieden mit meiner Karriere und die merken, dass ich sehr glücklich bin und ein super Leben habe mit Markus und mit meiner Tochter und mit meinen Pferden. Und ich glaube, das war irgendwann ganz klar, dass ich eine Profi-Reiterin wäre und ich könnte... mein Leben mit Pferden machen und auch erfolgreich sein mit das.
[SPEAKER 1]
[00:06:06-00:06:22]
Wenn wir einmal drauf schauen, also die Herkunft ist klar, es war nicht unbedingt klar, dass du Springreiterin wirst, aber du hast dann in den USA angefangen zu reiten und bist dann nach Deutschland gekommen. War das für dich auch so die Initialzündung deiner Karriere dann?
[SPEAKER 2]
[00:06:22-00:07:00]
Ja, also... Ich muss sagen, erstmal war ich auch ganz fleißig als Student. Und ich habe studiert und auch bei einer guten Universität, der Princeton University. Ivy League. Ivy League. Und ich hatte immer gedacht, ich reite und dann irgendwann mache ich was anderes. Aber wie ich zu Deutschland gekommen bin, ich habe ein ganz anderes Leben mit Pferden hier gesehen, einen ganz anderen Sport und hatte ich langsam entschieden, hier zu bleiben.
[SPEAKER 1]
[00:07:01-00:07:12]
Du hast damals ja schon erste große Preise auch in den USA gewonnen und hast, wie du gesagt hast, Politikwissenschaften in Princeton studiert. Warum bist du nicht Politikwissenschaftlerin geworden?
[SPEAKER 2]
[00:07:14-00:07:46]
Weil erstmal habe ich gedacht, ich reite ein bisschen und vielleicht irgendwann gehe ich zurück auf Politik. Aber wie gesagt, wie ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich... Ja, ein ganz anderes Leben gesehen und das hat... Mir hat es richtig gut gefallen. Zum ersten Mal habe ich gedacht, ich gehe zurück irgendwann. Aber nach Zeit war das klar, nach Jahr war das ganz klar, dass ich hierbleiben wollte.
[SPEAKER 1]
[00:07:46-00:07:51]
Was hat dich an Politikwissenschaften fasziniert? Political Science auf Englisch?
[SPEAKER 2]
[00:07:51-00:08:47]
Also eigentlich, ich muss sagen, ich bin groß geworden in Los Angeles und ich hatte immer das Blick auf eine größere Welt. Also ich wollte das Welt sehen. Ich wollte nicht nur in Los Angeles bleiben. Viele von meinen guten Freunden, auch Reiterinnen, haben immer in Los Angeles geblieben und da eine Familie gegründet und da geblieben und irgendwie was gemacht geschäftlich. Und ich wollte immer was anderes. Das ist, warum ich erst nach der Ostkoste... Ja, gereist habe zu Princeton und dann weiter Ost nach Deutschland. Und das war immer meine Idee. Ich wollte eigentlich was anderes sehen und in ein internationales Weltmischen.
[SPEAKER 1]
[00:08:47-00:08:50]
Hättest du jemals gedacht, dass es dann Tedinghausen in Niedersachsen wird?
[SPEAKER 2]
[00:08:50-00:08:54]
Nein, das nicht. Ja, nein, nein.
[SPEAKER 1]
[00:08:55-00:08:57]
Also es gibt ja unterschiedliche Definitionen von International.
[SPEAKER 2]
[00:08:57-00:09:05]
Ja, genau. Es ist richtig international. Wenn du in Los Angeles geboren bist, dann ist das international. Ist das was anderes, oder? Ja.
[SPEAKER 1]
[00:09:07-00:09:19]
Aber wenn man jetzt hier bei euch, und wir haben eben eine kleine Führung bekommen, wenn man jetzt so durch die Stallung läuft, ihr habt ja sehr viele internationale Reiter hier, die bei dir und Markus trainieren. Also diese Internationalität habt ihr hierher geholt.
[SPEAKER 2]
[00:09:19-00:09:51]
Ja, das stimmt. Das ist, was ich richtig schön finde, ist diese Brücke, die ich jetzt habe zwischen Amerika und Deutschland. Und das habe ich immer gehabt und das ist immer noch so. Wir haben Schüler aus Amerika, die zu uns kommen und wir gehen drei Monate in das Jahr nach Florida, auch Turnier zu reiten und wir bringen unsere Doktor mit. So, wir haben viel von Amerika auch. In unser Leben.
[SPEAKER 1]
[00:09:52-00:10:15]
Wenn wir einmal chronologisch schauen, also von der West Coast zu East Coast, man muss dazu sagen, da ist ja auch, wo der meiste Turniersport stattfindet in den Vereinigten Staaten, deswegen sind viele dann an der Ostküste und von da ging es dann rüber nach Deutschland und du hast erst geplant, nur ein Jahr zu bleiben. Und das wurden jetzt schon mehrere Jahrzehnte. Warum hast du damals diesen Weg gewählt? Warum Deutschland damals?
[SPEAKER 2]
[00:10:16-00:10:52]
Ich hatte die Chance, nach Deutschland zu kommen, durch meinen damaligen Trainer George Morris. Er hatte Kontakt mit Paul Schockemüller und Paul Schockemüller hatte Interesse an meinen Hanks Quickstar. das Hengst, das ich geritten habe, als ein Deckhengst in Deutschland. Und durch sein Interesse an Quickstar ist er zu der Besitzer von Quickstar gegangen und gefragt, wenn erstmal Quickstar nach Deutschland kommen könnte und dann Meredith auch. Und so war der Kontakt. Damals erst nach Deutschland.
[SPEAKER 1]
[00:10:52-00:10:55]
Dann bist du ja auch zu Schockmüll gekommen, wo ja damals alle waren.
[SPEAKER 2]
[00:10:55-00:10:56]
Ja, ja.
[SPEAKER 1]
[00:10:56-00:11:01]
Da waren ja alle namhaften Reiter, die es in Deutschland gab, die sind durch die Schule da in Mühlen gegangen bei Paul Schockemühle.
[SPEAKER 2]
[00:11:01-00:11:14]
Ja, genau. Damals war Frank Slutak da, Otto Becker, Evelyn Blatron, die belgische Reiterin. Also ganz viele Superreiter waren da.
[SPEAKER 1]
[00:11:14-00:11:24]
Du hast dann 1992 deinen jetzigen Ehemann Markus kennengelernt auf einem Turnier und habt euch dann später auch selbstständig gemacht. Und dann hast du ja auch angefangen für Deutschland zu reiten.
[SPEAKER 2]
[00:11:24-00:11:36]
Ja, das war viele Jahre später, als ich erst... ja, geheiratet habe und dann nominiert war für die Europameisterschaft in Higston.
[SPEAKER 1]
[00:11:36-00:11:52]
Warum hast du dich entschieden, für Deutschland zu raten? Weil du hättest ja auch weiterhin als US-Amerikanerin, du wärst ja damals auch gesetzt auf allen Championaten, jetzt heutzutage viele der Amerikaner bleiben teilweise auch in Europa, gehen für die Wintersaison dann rüber ins heimatliche USA. Warum?
[SPEAKER 2]
[00:11:53-00:13:07]
Damals war das ganz anders wie heute zu Tage. Damals war ganz wenig. Amerikaner in here. Und dafür waren die amerikanischen FN nicht interessiert in die Reiter, die in Deutschland oder in Europa reiten wollten. Eigentlich war der Sport konzentriert in Amerika und das wäre mehr selten, dass Amerikaner nach Deutschland oder Europa gekommen sind. Und wie ich meinen ersten Erfolg gehabt hatte mit Quickstar, wie ich ein paar große Preise hier gewonnen hatte und wie ich gestiegen habe auf der Weltrangliste, der amerikanischen Rangliste, nach oben gearbeitet habe, wie ich... Erst an der amerikanischen Liste war, haben die Amerikanerinnen die Punt-System gewechselt. Und ich bin nach Amerika geflogen und mit der Bundestrainer gesprochen, weil auf einmal hatte ich nicht die gleiche Punte und habe ich Bin ganz weit nach unten gerückt.
[SPEAKER 1]
[00:13:07-00:13:11]
Die haben nur die US-Turniere gezählt, quasi nicht mehr die internationalen Turniere?
[SPEAKER 2]
[00:13:11-00:14:34]
Ja, nicht nur die US-Turnieren, aber wie die gemerkt haben, dass ich nach oben gearbeitet habe, die haben weniger Gewicht auf die Turnieren hier in Europa. Gemacht und dann habe ich viele Punkte verloren. Und bin ich weiter nach unten gerutscht. Und ich habe gefragt, warum haben die das gemacht? Und der Bundestrainer damals, Frank Chapeau, hat mir erzählt, dass wir wollten amerikanischen Reiter in Amerika zu sehen. Und dein Name steht oben und wir sehen dich gar nicht. Du reitest nicht gegen unsere amerikanischen Reiter. Und wenn du für Amerika reiten willst, musst du zurück nach Amerika kommen. Und das hat mir die Entscheidung schon gemacht, weil ich hatte mein Leben hier. Ich war noch nicht verheiratet, aber ich hatte Markus als Partner. Ich hatte Sponsoren hier schon in Deutschland. Und das war nicht möglich für mich, zurück nach Amerika zu gehen. Ich musste alles weggeben, ich musste alles verlieren. Und so war das ganz klar, ich bleibe in Deutschland und ich reite für Deutschland.
[SPEAKER 1]
[00:14:34-00:14:48]
Würde dasselbe heute nochmal so passieren? Weil jetzt leben wir in einer viel globalisierteren Welt. Man sieht in Echtzeit die Ergebnisse aus Wellington oder O'Kella. Man sieht, dass Pferde hin und her über den großen Teich gehen. Das wäre heute wahrscheinlich anders.
[SPEAKER 2]
[00:14:48-00:15:12]
Heute wäre das total anders. Weil jetzt in der letzten Zeit ist das unterstützt von Amerika, dass Reiter nach Europa gehen. Und die wollen das. amerikanischen Reiter gegen die beste europäische Reiter in Wettkämpfen sein. Und das wäre total anders heutzutage.
[SPEAKER 1]
[00:15:12-00:15:25]
Du warst ja auch bei den Weltmeisterschaften in Aachen vor einigen Wochen. Da waren ja auch die Amerikaner gerade in der Teamwertung auch gut platziert dann vor dem Finale. Bist du dann im Herzen noch Amerikanerin oder ist eigentlich Schwarz-Rot-Gold bei dir?
[SPEAKER 2]
[00:15:25-00:16:00]
Also eigentlich ist Schwarz-Rot-Gold. Wirklich? Ja. Ich muss sagen, für lange Zeit schon. Weil das ist, wo ich mich wohl fühle. Wo ich die Hymne gerne höre und Goldmedaillen für Deutschland schon viele gewonnen habe. Und ich bin immer sehr gut befreundet mit amerikanischen Reitern. Und ich kenne ganz viele Leute. Das ist nicht so, dass ich nicht Freundschaft oder so habe, aber mein Herz ist deutsch.
[SPEAKER 1]
[00:16:00-00:16:04]
Also wenn jetzt die Deutschen gewonnen dieses Jahr, freust du dich wirklich drüber?
[SPEAKER 2]
[00:16:05-00:16:05]
Ja, absolut.
[SPEAKER 1]
[00:16:06-00:16:09]
Aber ich weiß gar nicht, du hast natürlich einen deutschen Pass, ne?
[SPEAKER 2]
[00:16:09-00:16:20]
Einen deutschen Pass, aber keinen amerikanischen Ausweis. Nein, nein. Damals haben die Deutschen gesagt, dass du nicht zwei Pässe haben könntest. Ich musste meinen amerikanischen Pass abgeben.
[SPEAKER 1]
[00:16:20-00:16:47]
Als du hier nach Deutschland kamst, war ja nicht nur das Umfeld ein anderes, sondern auch die Reiterei war was anderes. Du mit einem amerikanischen Stil. viel leichter Sitz, längerer Zügel, viel voran und die deutschen, die deutsche Reittradition, die ja anders ist, die ja auf der Skala der Ausbildung basiert, wo alles dressurlastiger ist, wie schwer hast du dich zu Anfang getan, diese Reitweise auch überhaupt zu verstehen?
[SPEAKER 2]
[00:16:48-00:17:30]
Erstmal habe ich hier nach Deutschland gekommen zu lernen und ich wollte von den Deutschen lernen. Und ich glaube, ich habe erst viel gelernt in der Dressurbranche. Ich habe richtig Dressurreiten gelernt, was in Amerika nicht so wichtig ist. Flatwork. Ja. Flatwork und Controller und dass das Pferd funktioniert gut im Parcours, nach vorne, zurück. Gasbremse. Ja, genau. Und dann habe ich über Zeit eine Mischung gemacht zwischen meinem Stil von Amerika und dem deutschen Stil. Und irgendwann habe ich einen eigenen Stil, das eine schöne Mischung war zwischen den beiden Systemen.
[SPEAKER 1]
[00:17:30-00:17:32]
Wie würdest du diesen Stil beschreiben?
[SPEAKER 2]
[00:17:32-00:18:29]
Also eigentlich viel von meinem amerikanischen Background mit diesem deutschen, deutschen Controller. Also bei mir ist das in meiner Reiterei ganz wichtig, dass die Pferde nach vorne gehen, dass die am Bein sind und dass ich genug Kontrolle habe, im Parcours zu machen, was ich will, weil ich bin ein kleiner Pärchen. Die meisten von meinen Mannschaftskollegen waren damals alle groß. Ich glaube, wir waren über 91. Daniel Deuser, Christian Almen, alle. Alle groß. Ja, so war das. Und ich musste die Pferde richtig super unter Kontrolle haben mit meinem kleinen Körper und Gewicht. Und so habe ich eine Mischung aus nach vorne reiten, aber auch diese Kontrolle zu haben.
[SPEAKER 1]
[00:18:29-00:18:39]
Wie hast du die Pferde immer ausgewählt? Du hast ja immer auch besondere Pferde, wenn man Checkmate, Shutterfly, Fibonacci, das waren ja immer Pferde, die auch enorm gut zu dir passten.
[SPEAKER 2]
[00:18:39-00:19:28]
Ja, also ich muss sagen, ich hatte immer ein Tipp für, dass ich unbedingt... Ja, mochte. Und wir zusammen, Markus und ich, haben immer probiert, in diesem Tief zu bleiben. Also wie ein Shutterfly oder Checkmate. Die letzten paar Jahre von meiner Karriere war die Pferde ein bisschen weniger mein absolut Favoritentipp vom Pferd. Fibonacci war auch ein bisschen größer und in seinem Weg, in seinem Gallop und in seinem Sprung ein bisschen langsamer. Und Belledonna war auch kein richtig großes Pferd. Aber eigentlich habe ich immer die gleiche Tippferd, das passt zu meiner Reiterei, ausgesucht.
[SPEAKER 1]
[00:19:28-00:19:33]
Wie wichtig... Ist und war dein Mann Markus für deine ganze Reiterei?
[SPEAKER 2]
[00:19:33-00:19:52]
Also er war die wichtigste Sache in meiner Karriere eigentlich. Also er ist nicht nur mein Mann, er ist mein Partner, er ist mein bester Freund, er ist mein Trainer, mein Unterstützer. Also da gibt es keine wichtige Person in meinem Leben, in meiner Karriere.
[SPEAKER 1]
[00:19:52-00:20:08]
Weil ihr habt ja auch schon viel zusammen aufgebaut. Und wenn man hierher kommt, man merkt genau, okay, das ist hier der Stall von Meredith und Markus. Und man sieht euch ja auch viel zusammen, auch wenn man euch auf großen Turnieren sieht, wo ihr weiterhin mit eurer Tochter auch seid. Ihr lebt das wirklich gemeinsam.
[SPEAKER 2]
[00:20:08-00:20:47]
Genau, wir sind zusammen ganz viele Jahre, also fast 30 Jahre jetzt. Sind wir fast 30 Jahre verheiratet und ja, wir sind hier auf der Anlage seit 97 und vorher waren wir zusammen in Balve und ja, wir haben ganz viel Zeit zusammen was gemacht, also mit Pferden, Pferde ausgebildet, mit Schülern und Ja, ich bin stolz auf was wir vom Nix gemacht haben.
[SPEAKER 1]
[00:20:47-00:20:53]
Balve natürlich auch ein sehr international place. Also ähnlich wie Tiedinghausen, very cosmopolitan.
[SPEAKER 2]
[00:20:54-00:20:55]
Absolut, absolut.
[SPEAKER 1]
[00:20:55-00:21:23]
Das ist ja schon, könnte ich mir vorstellen, klar, du kamst dann nach Mühlen zu Paul Schockemühle, Da gibt es ja schon einen gewissen internationalen Touch, weil einfach so viele Intertalreiter damals da waren. Aber Balve, die Anlage des damaligen FN-Präsidenten Landsberg-Fehlen, wo ja heute noch die deutschen Meisterschaften ausgetragen werden, Das ist natürlich was ganz anderes. Hochsauerland, in dem Tal da hinten drin. Und du kommst aus L.A. Und bist dann in Balfe und sagst, jetzt werde ich hier die Springreiterin.
[SPEAKER 2]
[00:21:23-00:22:11]
Ja, ja. Also alles, was ich erlebt hatte, habe ich richtig gute Erinnerungen. War ganz anders wie Los Angeles, klar, und ganz anders wie mein Leben, aber wie ich gesagt habe, ich wollte was anderes, ich wollte was anderes sehen. Und Schritt nach Schritt sind wir hier nach Tettinghausen gekommen, aber ich habe richtig viele gute Erinnerungen an meine Zeit in Balva, unsere Zeit in Balva. Wir waren zwei Jahre da und wir haben auch gute Freundschaften von Balva und zwei von unseren wichtigsten Mitarbeiterpersonen hier sind auch aus Balva und mit uns gekommen nach Tettinghausen. Also ja, Schritt nach Schritt.
[SPEAKER 1]
[00:22:11-00:22:17]
Und dein Team ist ja auch langreich dabei, deine Pflegerin, die ist schon über 25 Jahre bei dir.
[SPEAKER 2]
[00:22:17-00:22:26]
Beide Pflegerinnen, die beide, Nina Leonow und Anu Harilla, die sind also fast 30 Jahre auch bei uns.
[SPEAKER 1]
[00:22:27-00:22:34]
Ist das wichtig, ein Team um sich zu haben, das auch lange dabei ist? das dich versteht, das Setting versteht, das hier stattfindet. Ist das wichtig?
[SPEAKER 2]
[00:22:34-00:23:42]
Ja, ganz wichtig, weil das ist eine Familie. Und das ist auch ein wichtiger Teil jetzt für Brian. Also Nina war Markus'Pflegerin und Anu war meine Pflegerin, beide aus Finnland. Und wie ich schwanger war, hatte ich Nina damals gesagt, weil ich gewusst hatte, wie gut sie ist mit Kindern, dass die musste erstmal meine Nanny sein. Und das hat sie gemacht. Also sie war Nanny für mich, wie Brian geboren war. Ich weiß nicht genau wie lange, aber fast ein Jahr, glaube ich. Hat sie, ja, weg vom Stall. Und war sie meine Nanny für Brian. Und heutzutage ist sie und Anu sind beide für Brian Pfleger. Und das ist nicht bezahlbar. Die sind Familie. Die sind die besten Freundinnen von Brian. Wir wohnen hier, die wohnen hier auf der Anlage. Die sind lange bei uns, die sind Vertrauenspersonen. Das ist ein Traum für uns.
[SPEAKER 1]
[00:23:43-00:23:47]
Fahrt ihr dann auch, wenn ihr dann die drei Monate in die USA geht, auch dann alle gemeinsam rüber?
[SPEAKER 2]
[00:23:47-00:24:16]
Genau, wir alle zusammen. Birger Grisa, ich glaube, sie haben sie nicht kennengelernt, weil sie hat Brian abgeholt heute von der Schule. normalerweise mache. Und die hat aus Balver mit uns hierher gekommen. Sie ist die Manager von der ganzen Hof. Sie bleibt hier. Das alles läuft, wenn wir weg sind in Florida. Aber die anderen kommen mal mit.
[SPEAKER 1]
[00:24:18-00:24:35]
Du warst 1990 die erste Frau, die jemals für Deutschland bei der Europameisterschaft in Hickstead an den Start ging, warst dann später auch die erste und bis heute einzige Frau, die die Nummer 1 der Weltrangliste war. Wie stolz machen dich diese... Meilenstein, die bis heute ja bleiben.
[SPEAKER 2]
[00:24:35-00:25:57]
Genau, das stimmt. Ja, die erste Frau von Deutschland im Champions League zu reiten in 1999, das bleibe ich immer. Erst auf der Weltrangliste als Frau bin ich immer noch, aber irgendwann kommt jemand anders. Aber das macht mich richtig stolz. Also man sieht, wie schwer das ist. Und ich bin insgesamt 24 Monate Nummer 1 der Welt. Also ich habe ein, zwei Monate, war ich Zweiter oder Dritter, aber insgesamt im Total war ich 24 Monate. Das war nicht nur eine Monate, das war eine lange Zeit. Konstant oben. Und das macht mir anheimlich stolz, weil man sieht, nicht nur wie schwierig das ist, aber dass auch die Pferde waren, super managiert. Ich hatte nur damals Shuttleflycheckmate und Le Mans, so drei Pferde, dass fünf Sterne gehen konnte. Und wir haben die Pferde also super behandelt, super managiert und die haben uns zurückgegeben. Die haben alles für mich gemacht und gewonnen. Und das passiert nur, wenn man ein guter Horseman ist.
[SPEAKER 1]
[00:25:57-00:26:05]
Und Le Mans lebt auch noch. Wir sind eben kurz an der Box vorbeigegangen, haben ihn eben gesehen. Also dem geht es gut.
[SPEAKER 2]
[00:26:06-00:26:07]
Ja, dem geht es gut.
[SPEAKER 1]
[00:26:07-00:26:08]
Hier Europameisterschaften in Mannheim.
[SPEAKER 2]
[00:26:09-00:26:09]
Genau.
[SPEAKER 1]
[00:26:10-00:26:25]
Woran liegt das denn, dass bis heute keine weitere Frau Nummer 1 der Weltrangliste geworden ist? Wir haben ja tolle, es gibt in Deutschland so viele hinaus, wenn man jetzt schaut, die Französin Nina Maierweil, auch weitere, die es ja immer wieder probiert haben.
[SPEAKER 2]
[00:26:26-00:27:34]
Also ich glaube, irgendwann schaffen die das. Aber man sieht, wie schwierig das ist. Und heutzutage, glaube ich, ist es vielleicht noch schwieriger als damals bei mir, weil das Turniersport so global geworden ist. Und man muss jedes Wochenende auf fünf Sterne turnieren und nicht nur... In Europa und manchmal in Calgary. Jetzt muss man nach Katar oder Riyadh oder Mexiko oder so und, und, und. Ich glaube, dass Reisen und man braucht noch mehr Pferde, weil da noch mehr Turnieren sind. Da sind noch mehr gute Reiter dabei. Das Gewinnen könnte jeder Wochenende. Also ich glaube, das ist schwieriger vielleicht als damals bei mir. Ich nehme nichts weg von mir, aber ich meine, der Sport ist besser und besser geworden. Mehr Leute, mehr Turnieren, mehr potenzielle Sieger, die das gewinnen könnten.
[SPEAKER 1]
[00:27:34-00:27:45]
Würdest du in dem aktuellen Sport genauso das mitmachen? Also wäre das auch dein Sport, wenn du jetzt heute Katar, morgen Riyadh, übermorgen Wellington und den Tag danach Mexico City?
[SPEAKER 2]
[00:27:45-00:28:04]
Absolut. Und ich glaube auch, dass wenn ich Shutterfly heute zu Tag hatte, dann würde ich auch genauso viel gewinnen oder Checkmate wie damals. Weil der große Preis von Aachen, der Rolex große Preis von Aachen ist immer noch... Für mich der beste große Preis in das Jahr.
[SPEAKER 1]
[00:28:05-00:28:19]
Ich meine, früher hier Tedinghausen, ihr habt ja einen perfekten Spot damals gehabt, Bremen Stadthalle, ein Riesenturnier. Dann gab es Hannover noch. Ihr wart ja in ein, zwei Stunden auf drei, vier Top-Hallen-Turniere. Das ist ja heute nicht mehr der Fall.
[SPEAKER 2]
[00:28:19-00:28:40]
Ja, das stimmt. Das ist ein bisschen auch Teil von unserer Position und unser Leben ist anders. Wir gehen jetzt immer noch Florida. Da gibt es super Turnieren auch und Preiskanz. zu gewinnen. Es ist alles ein bisschen anders, aber ich denke, wenn ich hatte die Pferde, die waren so gut, dass sie heute auch gewinnen könnten.
[SPEAKER 1]
[00:28:41-00:28:51]
Du hattest 2016 deinen letzten Auftritt mit Deutschland auf Championatsniveau bei den Olympischen Spielen von Rio. Du hast danach aber nie offiziell einen Rücktritt erklärt.
[SPEAKER 2]
[00:28:51-00:31:08]
Nein. Warum eigentlich? Also ich habe nicht wirklich entschieden von einem Tag bis zum nächsten, dass ich nicht mehr Turnier reiten. Also ich hatte nur entschieden über Zeit, dass ich eine gute Mutter sein wollte, dass ich mit meiner Tochter sein wollte. Und zum ersten, wie die jung war, habe ich die immer mitgenommen. Die ist mit sechs Monaten nach Kentucky mit mir gereist. Wir haben Goldmedaillen da in der Weltmeisterschaft. Das war das letzte Mal. Das letzte Mal, 2010, vor 2026. Und ich habe mit Otto in Aachen gesprochen. Das war auch ein richtiger Erfolg. Wir hatten auch, ich glaube, ich war das Reiter, das der Goldmedaillen zu Hause gebracht habe. Aber ich war auch genauso wie dieses Jahr. Ich hatte einen Fehler machen können und trotzdem haben wir Gold gewonnen. Das ist, wie weit wir vorne waren. Aber... Brian war immer mit mir als ein kleines Kind und irgendwann musste sie auch in die Schule sein. musste in die Schule bleiben und nicht immer weg und nicht immer mit Mutter weg. Und habe ich entschieden langsam, dass ich wollte auch hier sein und nicht jemand anderes mein Kind geben zu... Zu Gorsk werden. Und so war das langsam meine Entscheidung, nicht mehr auf Turnier zu reiten. Und ich hatte nie das Interesse, nur kleine Turniere zu reiten und nur junge Pferde zu ausbilden. Also für mich war das große Sport. Ja, mein Favoriten, mein Liebling. Und ich wollte nicht nur kleine Turnieren, junge Pferde reiten, denn ich hatte mehr Interesse zu meiner Tochter unterstützen. Und damals hatten wir nicht gewusst, dass sie wird. Reiterin, so war mir egal, wenn sie was anderes, Tennisspieler, Golfspieler, Schauspieler, würde ich die unterstützen und meine Zeit war da für sie.
[SPEAKER 1]
[00:31:09-00:31:50]
Also es kam quasi passend dann mit den Olympischen Spielen von Rio, weil mit sechs Jahren wird man ja eingeschult und ab dann hast du gesagt, okay, jetzt will ich lieber mehr zu Hause bleiben. Also es war nie die bewusste Entscheidung, aber du würdest jetzt ja kein Comeback mehr starten, das ist wahrscheinlich zu spät. Aber kribbelt es manchmal noch, wenn du jetzt in Aachen stehst und die Weltmeisterschaften siehst und siehst, 40.000 Leute in diesem vollen Stadion und wahrscheinlich hättest du die Körner ja noch. Und du, wenn du noch aktiv reiten würdest, einige Kollegen, Markus Ehing, also man guckt hier nur auf dem Foto hinter dir, da sieht man die Goldmedaille von Lexington. Da war zwar der Otto Becker gerade frisch Bundestrainer, aber der Markus Ening war auch mit dabei.
[SPEAKER 2]
[00:31:50-00:32:45]
Ja, genau. Also das kribbelt nur in Aachen. Weil wenn ich in Aachen bin, ich bin immer ein bisschen traurig, dass ich nicht reite, weil Aachen ist immer noch mein Lieblingsturnier. Also da bin ich manchmal ein bisschen traurig, dass ich nicht dabei bin, aber die meisten... Die meisten Turnieren bin ich total okay, dass ich jetzt einen anderen Job habe. Ich habe richtig viel Spaß mit Brian. Bei den Olympiaden in Paris hat das auch ein bisschen gekribbelt. Das kann ich mir vorstellen. Da habe ich gedacht, diese habe ich verpasst. Das ist echt ein großer Schade. Das war so schön da vor Versailles. Ich muss sagen, Aachen, Olympiade, aber sonst bin ich richtig zufrieden mit meinen Entscheidungen, ich fühle mich ganz wohl.
[SPEAKER 1]
[00:32:46-00:32:51]
Gut, Aachen arbeitet ja daran, die Olympiade nach Aachen zu holen, aber das ist wahrscheinlich ein bisschen spät.
[SPEAKER 2]
[00:32:51-00:32:53]
Ja, ich glaube schon.
[SPEAKER 1]
[00:32:53-00:33:13]
Das ist ein bisschen spät. Deine Tochter ist jetzt aber auch auf diesen Events unterwegs, ritt auch in Aachen in der U21. wo es ja quasi eine Tour gab für handverlesene internationale U21-Reiter. Wie viel Spaß macht dir, deine Tochter jetzt in diese Richtung zu führen?
[SPEAKER 2]
[00:33:13-00:35:17]
Also das macht mir unheimlich Spaß. Und ich habe nie geträumt, dass die so eine Reiterin wäre, weil ich hatte gedacht, sie mag was anderes. Sie hat viel zu viele Pferde schon als Baby gesehen und sie wählt was total anderes aus. Aber das ist ein Traum für uns. Also sie hat das Liebe für Pferde, ja, noch mehr als Markus und ich, wenn das möglich ist. Die hat Spaß am Reiten, die hat Spaß an diesem Verhältnis mit Pferden und sie reitet auch gerne junge Pferde, nicht nur ältere Pferde. Und sie diskutiert immer mit uns, was sie besser machen könnte. Sie ist sehr weit in ihr Bedanken, Pferde und Planen und Managen. Und die ist auch sehr, sehr talentiert. Sie hat gute Nerven. Und dass ich die unterstützen kann, kann nicht besser sein. Also es ist ein großer Traum für mich. Und ich habe so viel Selbsterfahrung gehabt, dass ich... mit die teilen könnte. Viele Situationen in meinem eigenen Leben, dass ich mit denen sprechen kann und reden kann und erzählen kann. Und was war für mich schwierig oder was ich gemacht habe in schwierigen Situationen, mentalisch, was mir durch den Kopf gegangen ist in Championaten. Und Enttäuschung und wie man zurückkommt. Und was macht man, wenn das Pferd nicht reagiert, wie wir wollten. Und ja, alle diese Sachen. Es macht mir anheimlich viel Spaß, mit denen zu duigen, zu diskutieren, zu mitmachen.
[SPEAKER 1]
[00:35:17-00:35:34]
Aber ich kann mir vorstellen, dass das zwischen Mutter und Tochter auch schwierig sein kann. Also das hört sich jetzt ja super an, wie du das erzählst, aber eine 16-Jährige, die hat auch mal eigene Ideen. Und es gibt ja auch Beispiele, wo es dann zwischen Eltern und Kind überhaupt nicht funktioniert.
[SPEAKER 2]
[00:35:34-00:37:00]
Das stimmt. Und da haben wir irgendwie ein richtig gutes Verhältnis. Wie sie ganz jung war und ich habe was erzählt und sie hat mir also irgendwie was zurückgesagt, habe ich gesagt, wenn du einen anderen Trainer findest, in die Nähe vom Tätigen Hause, dann kannst du gerne mit jemandem, Man anders trainieren. Und zum ersten, wie wir nach Amerika gereist haben, habe ich immer einen amerikanischen Trainer ausgesucht, dass die helfen könnte, wie sie jung war und nur Ponys und nur Hunters und so geritten haben. Er hat jemand anders, die geholfen. Und ich glaube, sie hat gemerkt, ich habe vielleicht die beste Trainerin zu Hause. Und die hat damals entschieden an mich. Und ich muss sagen, das ist so gut wie das Herd. Wir haben ein unglaubliches Verhältnis zusammen. Wir verstehen uns richtig, richtig gut. Und wir sind Mutter und Tochter, aber wir sind auch beste Freunde. Und das funktioniert. Also das ist nicht nur, dass wir hier und da was diskutieren mussten, aber eigentlich funktioniert das richtig, richtig gut. Und ich bin so dankbar.
[SPEAKER 1]
[00:37:00-00:37:05]
Was braucht es, dass deine Tochter dann auch mal eine solche Karriere einschlägt wie du?
[SPEAKER 2]
[00:37:05-00:37:40]
Also ich glaube, sie geht ihren eigenen Weg und die muss nicht immer vergleichen mit mir. Also manche Leute vergleichen bei uns, klar. Aber sie ist Brianne Baerbaum und sie mag ihren eigenen Weg. Und sie probiert was zu nehmen von mir. Was sie lernen könnte von mir, aber ich denke, sie ist selbstbewusst genug zu wissen, dass die ist Brian Baerbauer, man sieht macht. Das andere ist auch gut, aber sie macht das anders.
[SPEAKER 1]
[00:37:40-00:38:03]
Du hast in deiner Karriere, als du in den USA gestartet hast, dann unter George Morris trainiert, eine Legende in den USA. Du hast dann in Deutschland mit Paul Schockemüller trainiert, eine Legende in Deutschland. Du hast viele Trainer erlebt, den jetzigen Bundestrainer Otto Becker auch noch aktiv an deiner Seite gehabt. Von wem hast du am meisten mitgenommen? Wer hat dich am meisten beeindruckt? Kann man das sagen?
[SPEAKER 2]
[00:38:03-00:38:50]
Also absolut ohne Frage Markus. Dein Mann? Ja. Also damals habe ich auch eine gute Trainerin gehabt in Kalifornien, wie ich eine Juniorin war. Karen Healy. Habe ich von George Morris auch was gelernt. Habe ich auch damals, wie ich bei Schokomiller war, viel von Frank Slota. gelernt, aber die meisten habe ich mit Markus zusammen gelernt. Der hat mich unterstützt in den ganz schwierigen Situationen, wie vorne in der Weltcup-Finale, vor der Finale, die richtige Wörter gesagt, die richtigen Tipps gegeben, auch mit schwierigen Pferden. Also das ist ohne Frage Markus.
[SPEAKER 1]
[00:38:50-00:39:06]
Wenn du jetzt so ansprichst, du hast ja dreimal Weltcup-Finale gewonnen. Wie wichtig ist das Nervenkostüm? Hast du irgendwie ein Ritual? Es gibt ja Leute, die haben dann sagen, okay, ich muss jeden Morgen... dann dasselbe machen oder haben irgendeinen Thales-Mann dabei. Hast du irgendwelche Rituale vor diesen großen Entscheidungen?
[SPEAKER 2]
[00:39:06-00:40:39]
Also sicher Rituale. Ich glaube, jeder Athlet in diesem hohen Niveau hat Rituale und Sachen, was wir eigentlich zurückfallen und was wir zurückfallen, also das uns Sicherheit gibt. Aber ich denke, Nerven muss man auch üben, muss diese Situation durchleben. Und ich hatte die Chance, oft durchzuleben. Und ich war besser und besser jedes Mal mit den Nerven. Und ich sehe das jetzt bei Brian, dass die auch richtig starke Nerven hat. Und ich denke, das ist auch ganz wichtig, dass man ein gutes Team um sich herum hat. hat, wenn die Situation oder wenn das Druck richtig, richtig viel ist oder schwer ist, dass man hat einen Kreis, das gibt man Sicherheit. Und das heißt, für mich war das Markus, für Brian, das ist mich und Markus. Und auch von unseren Pflegerinnen, von was ich gesprochen habe, von Nina, von Anu, die Leute, die unterstützen sie. Und ich hatte die auch gehabt. Und die Leute, das... bei dir bleiben, egal was passiert, egal wie das Resultat ist oder die Ergebnisse sind. Und das, finde ich, ist ganz wichtig.
[SPEAKER 1]
[00:40:40-00:41:04]
Du hast ja in deiner reiterlichen Karriere auch recht früh Themen gemacht, die nicht nur... Springsport waren, sondern du hast in den USA auch dich mit Horsemanship beschäftigt, bist breit aufgestellt, bist ja nicht direkt in einem Springstall groß geworden. Wie wichtig ist es, sich auch außerhalb des Springsports auch Themen anzugucken, dieses Horsemanship-Thema, Verbindung mit dem Pferd, wie wichtig schätzt du das ein oder nicht wichtig?
[SPEAKER 2]
[00:41:04-00:42:41]
Also ich finde das ganz wichtig, weil das ist ein Verhältnis mit einem Tier. Also nicht nur eine Schläge oder ein Ball, also ein lebendes Tier. Und man muss das Tier verstehen. Und das Tier, das Pferd, hat Launen. Gute Tage, schlechte Tage, genau wie uns. Und man muss probieren, das zu überlegen, wie man die Beste aus einem Pferd rausbringt. Oder was mache ich, um das richtige Ergebnis zu kriegen von dem Pferd. Und dass das Pferd zufrieden ist. Und dass das Pferd springt gerne. Und dass das Pferd alles gibt. Also wenn man guckt, die Parcours in Aachen von der Weltmeisterschaft oder jeder vom Sterlertraining, das ist... unglaublich schwer, was wir machen. Und das Pferd muss an deiner Seite sein. Und ich denke, dass das Verhältnis fängt an im Stall mit dem Pferd. Wir stehen, wie das Pferd drauf ist, was kann ich für mein Pferd machen, dass er zufrieden ist, dass er glücklich ist. Und da habe ich gelernt, dass ein kleines Kind, dieses Verhältnis zu dem Pferd, wie wichtig das ist. Und das hat mir immer Spaß gemacht. Und das war meine Liebe zu Pferden. Und dann später bin ich auf den Sport. Aber erst mal war diese Liebe zu den Pferden.
[SPEAKER 1]
[00:42:42-00:43:02]
Es gibt ja Kollegen von dir, Ingrid Klimke zum Beispiel, die macht aktiv Bodenarbeit. Es gibt biotensigrales Training, was gerade auch unter Springreitern beliebter wird. Macht ihr hier solche Dinge auch? Außerhalb des, wir reiten Dressur, wir reiten Springen und dann das Turnier?
[SPEAKER 2]
[00:43:02-00:45:16]
Also wir machen vielleicht weniger von Gymnastikarbeiten oder so, wie manche Reiter zum Beispiel. Also wir halten das eigentlich ziemlich einfach. Wir reiten dressurmäßig ganz einfach, dass die Pferde... Nach vorne gehen, zurück gehen, rechts, links, wenn wir machen das sehr unkompliziert. Aber dass das Pferd so funktioniert in seiner dressurmäßigen Arbeit zu dem Reiter. Weil ich denke, im Parcours sind die wichtigsten Sachen einfach. Die sind nach vorne, zurück, rechts, links. Das ist das Wichtigste erstmal. Und oben drüber. Genau. Und so, wir machen... Nicht so kompliziert hier. Wir reiten, dass die Pferde fit bleiben, dass sie happy bleiben. Die gehen alle auf Paddocks, so kleine Paddocks, tagsüber. Die gehen viel raus. Unsere Pfleger sind so lange bei uns, was ich gehört habe. In jedem Fall. Und dann springen wir. Die jungen Pferde dann oft Parcours, dass die verschiedene Parcours, verschiedene Sprünge sehen, verschiedene Kombinationen. Und mit den älteren Pferden springen wir weniger. Wir probieren, die frisch zu halten, dass die Spaß und Lust haben am Springen. Aber wenn etwas passiert auf Turnieren, wo die Fehler haben oder Angst oder könnte besser machen, dann trainieren wir das zu Hause. Zum Beispiel eine Kombination oder eine Distanz, die schwierig war für das Pferd. Aber im Grunde machen wir wenig vom Stängeln arbeiten und Gymnastik arbeiten, weil ich hatte immer den Eindruck vom Shutterfly. Und meine Pferde damals, die haben mehr Lust zu springen, wenn die springen wollen und nicht zu viel und immer zu oft. Und dass die Lust dann da arbeiten haben.
[SPEAKER 1]
[00:45:16-00:45:21]
Wenn du auf die Pferde deiner Karriere schaust, mit welchem Pferd hattest du die besonderste Verbindung?
[SPEAKER 2]
[00:45:21-00:45:29]
Also Sika Shutterfly, das war absolut mein bestes Pferd und das beste Pferd, das ich in meinem Leben geritten habe.
[SPEAKER 1]
[00:45:30-00:45:41]
Auch wahrscheinlich mit den besondersten Momenten, Finale, Einzelfinale noch mit Pferdewechsel in Aachen. Das ist ja auch unvergessen, wie der Sattel dann, die Problematik mit dem Sattel.
[SPEAKER 2]
[00:45:41-00:46:02]
Ja. Er war so sensibel und das hat ihm nicht gut gefallen, in der Stadion zu bleiben, mit so vielen Zuschauern, so viel Unruhe. Und leider war er so sensibel und das war nicht seine Sache. Er war gar nicht bequem in dieser Situation.
[SPEAKER 1]
[00:46:02-00:46:29]
Ja, vielleicht zur Erklärung, weil die es nicht wissen. Also das war damals noch das WM-Finale mit Pferdewechsel. Die Top 4 sind ins Finale gekommen, haben ihr eigenes Pferd geritten, auch die Pferde der Kollegen. Und es wurde auch immer der Sattel gewechselt, weil jeder hat seinen eigenen Sattel dann auf das jeweilige Pferd gepackt. Was ja jetzt aus heutiger Sicht auch gar nicht so viel Sinn macht. Aber es ist schon, das ist wahrscheinlich einer der herausforderndsten Momente auch deiner Karriere, oder?
[SPEAKER 2]
[00:46:29-00:47:25]
Ja. Also das war sicher ein Moment, den ich nicht vergesse. Also mit dem Sattel, da habe ich meine Meinung. Ich bin eine kleine Person, ich habe Prestige-Saddles und die sind besonders gemacht für mich. Und die sind klein und so würde ich nicht in einen Sattel von Jost Lansing wohlfühlen. So der Sattelwechsel war ganz wichtig für alle. Aber Shutterfly, der hat immer ein bisschen Probleme mit Sattel drauf. Und dann in der Stadion, der war daran gewöhnt, dass er in einem Stall einen Sattel drauf hat. Bei ihm war, aber nicht in einem Stadion. Und nicht vor 45.000 Leuten. Genau, und das war für ihn zu viel.
[SPEAKER 1]
[00:47:25-00:47:38]
Weil die Pferde mussten ja alle drinbleiben, das ist ja beim Pferdewechsel da so. Also es gab so einen abgetrennten Bereich, da standen die dann. Am Ende der Mercedes-Benz-Tribüne war das, glaube ich. Und das ist ja schon ein besonderer Moment.
[SPEAKER 2]
[00:47:38-00:47:42]
Ja, ja, ja. Nicht vergessbar.
[SPEAKER 1]
[00:47:42-00:48:08]
Das ist wirklich nicht vergessbar. Wenn man jetzt drauf schaut auf den aktuellen Springsport, wurde jetzt viel nach den Weltmeisterschaften darüber geredet, dass das Reiten so fein geworden ist, dass man viel Pferde sieht, die nach der Runde, Runde da am hingegebenen Zügel rausgehen, ganz gelassen. Wie schätzt du den Springreitsport 2026 ein?
[SPEAKER 2]
[00:48:09-00:48:46]
Also ich denke, das ist auf einem absolut hohen Niveau. Und wenn man die Weltmeisterschaft guckt, wie viele super Reiter sind dabei und viele gute Pferde. Und viele haben ein gutes System, gutes Management. Also das ist unglaublich. Aber damals, wie ich aktiv war, war das auch so. Vielleicht weniger Leute, aber war auch genauso gelassene Pferde rausgeritten vom Parcours und super Pferde dabei.
[SPEAKER 1]
[00:48:47-00:48:50]
Wer glaubst du wird deine Nachfolgerin als Nummer 1 der Feldrangliste?
[SPEAKER 2]
[00:48:50-00:48:59]
Also erstmal habe ich gedacht Nina Malouwe, weil die näher dran war. Also ich weiß nicht, wo sie ist jetzt, aber sie war 8.
[SPEAKER 1]
[00:48:59-00:49:01]
Ich glaube 7 oder 8.
[SPEAKER 2]
[00:49:01-00:49:13]
Und sie ist absolut ein Siegerin. Aber, also vielleicht wissen Sie das besser, aber ich glaube, sie hat nur einen Fünf-Sterne-Großpreis gewonnen bis jetzt.
[SPEAKER 1]
[00:49:13-00:49:18]
Das weiß ich nicht ganz genau, aber die hat sehr viele Platzierungen, weil sie sehr viele Fünf-Sterne gelaufen ist.
[SPEAKER 2]
[00:49:18-00:49:46]
Ja, genau. Und ganz viele Sieger im Vier- und Drei-Sterne und so. Aber zu Nummer eins erwählen musst du... Fünf Sterne gewinnen. Und so hoffe ich, dass Sophie hin ist. da vielleicht ein Tag kommen könnte, weil sie reitet außergewöhnlich gut. Sie hat super Pferde, super Management, super Team, super Unterstützung und sie hat alle die Sachen, was man braucht.
[SPEAKER 1]
[00:49:46-00:49:58]
Wir haben bei uns im WeHaus Podcast immer die vier klassischen WeHaus Fragen. Die kommen für jeden Podcast-Gast. Und Frage Nummer eins ist, hast du ein Motto, nach dem du lebst?
[SPEAKER 2]
[00:49:59-00:50:07]
Im Grunde nicht. Also wenn ich jetzt, ich überlege das. Kein Motto kommt zu meinem Kopf im Moment.
[SPEAKER 1]
[00:50:08-00:50:19]
Dann Frage Nummer zwei. Wer ist der Mensch, und wir haben da eben schon drüber gesprochen, der dich im Hinblick auf die Pferde besonders geprägt hat?
[SPEAKER 2]
[00:50:20-00:50:30]
Ja, das ist, ich meine, damals war das John Whitaker. Also du meinst ein Held von mir?
[SPEAKER 1]
[00:50:30-00:50:32]
Ein Held oder jemand, der dich besonders beeindruckt?
[SPEAKER 2]
[00:50:32-00:50:42]
Also ich muss sagen, das war immer John Whitaker, wie ich klein war und ihm auf Milton. Hat mich richtig geprägt.
[SPEAKER 1]
[00:50:43-00:50:44]
Der ist noch aktiv.
[SPEAKER 2]
[00:50:44-00:50:53]
Ja, der ist noch aktiv, aber Milton ist nicht mehr da. Milton ist nicht mehr da. Nein, das ist unglaublich, dass er heute noch so gut reitet.
[SPEAKER 1]
[00:50:53-00:50:54]
Und auf gutem Niveau.
[SPEAKER 2]
[00:50:54-00:50:59]
Ja, absolut. Aber damals war ich ganz begeistert von ihm und Milton.
[SPEAKER 1]
[00:51:00-00:51:03]
Weißt du noch, als du das erste Mal mit ihm auf dem Abreiterplatz warst? Kannst du dich noch daran erinnern?
[SPEAKER 2]
[00:51:04-00:51:08]
Also ich habe nicht richtig aktiv geredet, wie er Milton.
[SPEAKER 1]
[00:51:08-00:51:11]
Ja, das war davor.
[SPEAKER 2]
[00:51:12-00:52:06]
Aber ich habe ihn oft gesehen und wie er diese Gefühle verfehlt hatte, besonders Gefühle und diese Naturtalent. Also es war unglaublich, ist immer noch unglaublich. Also ich glaube, heute zu Tag, wir arbeiten viel mehr an all den Sachen, die für ihn ganz natürlich waren. Also wir arbeiten die Pferde. Mehr regelmäßig. Damals hat er nur in den Wald geritten. Also wir reiten die Dressur mäßig, wir machen Sprung. Er hat sehr oft nicht gesprungen, seine Pferde, was ich von ihm gelernt habe. Er hat nur in den Wald geritten. Und ja, das ist ein ganz anderes System. Wir gehen alle in Fitnesscenter und probieren stärker.
[SPEAKER 1]
[00:52:06-00:52:07]
Der geht in die Bar.
[SPEAKER 2]
[00:52:08-00:52:13]
Aber echt, das war ein ganz anderes System und war unglaublich.
[SPEAKER 1]
[00:52:13-00:52:23]
Frage Nummer drei. Wenn du Reitern bzw. Pferdemenschen eine Sache als Hinweis, als Tipp geben könntest, was wäre es? Was ist das Wichtigste?
[SPEAKER 2]
[00:52:24-00:52:29]
Also sollte das ein Reitertipp sein, wie du ein Pferd arbeitest?
[SPEAKER 1]
[00:52:31-00:52:35]
Was ist das Wichtigste? Was glaubst du ist das Wichtigste, was du Reitern mitgeben würdest?
[SPEAKER 2]
[00:52:35-00:53:11]
Also ich denke, dass das Pferd am Bein ist oder nach vorne geht. Also das Pferd, das für mich ist das Wichtigste in Reiten. Also ich glaube, viele Reiter reiten mit viel zu viel Hand und das Pferd muss... Frei sein muss. Auch das amerikanische, ne? Ja, es ist nicht nur amerikanisch, es ist auch deutsch, also dass das Pferd vor dir ist, dass das Pferd nach vorne geht und vor dir ist. Das ist für mich im Reiten die eine Sache, das unglaublich wichtig ist mit jedes Pferd.
[SPEAKER 1]
[00:53:11-00:53:43]
Wir haben eben ja schon darüber gesprochen, dass du diesen kombinierten Stil hast, also deine American Heritage mit der deutschen Systematik und wie wir dressurmäßig arbeiten und dazu diese besonderen Pferde wie Shutterfly, Vilemont. Die auch in gewisser Weise so Pferde waren, die zu dir passten. Wie hast du deinen eigenen Reitstil immer auf diese Pferde angepasst? Oder hast du es eigentlich nicht und versucht immer, deinen Stil zu behalten?
[SPEAKER 2]
[00:53:43-00:54:28]
Also ich habe nicht richtig probiert, meinen Stil zu haben oder zu ändern. Ich war nur, wie ich war und habe immer probiert, ein bisschen... Zu gucken, wie das Pferd ist. was das Pferd braucht. Also ich habe nicht gedacht, der muss in mein System kommen. Ich habe immer probiert, in sein System zu reiten. Also ich hatte immer hinter alles meine Theorien, wie das Pferd muss immer vor dir sein oder am Bein sein oder nach vorne gehen. Aber eigentlich habe ich immer probiert, zu reagieren auf das Pferd.
[SPEAKER 1]
[00:54:28-00:54:35]
Und dann zum Abschluss, das ist nämlich jetzt Frage Nummer 4, vervollständige diesen Satz, Pferde sind für mich.
[SPEAKER 2]
[00:54:35-00:54:38]
Pferde sind für mich. Mein Leben.
[SPEAKER 1]
[00:54:38-00:54:46]
Großartig, liebe Meredith. Vielen Dank für deine Zeit. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Kurze Frage zum Schluss. Wie häufig sitzt du noch selber im Sattel?
[SPEAKER 2]
[00:54:47-00:54:53]
Also jeden Tag, also mindestens vier Pferde am Tag.
[SPEAKER 1]
[00:54:53-00:54:54]
Mit welchem Ziel?
[SPEAKER 2]
[00:54:54-00:55:10]
Also mit dem Ziel, meiner Doktor zu helfen eigentlich oder meinen Schülern zu helfen, weil ich reite nicht mehr Wettkampf. So, ich helfe den anderen, ich arbeite die Pferde und ich fühle, wie die drauf sind.
[SPEAKER 1]
[00:55:11-00:55:13]
Und dein Mann Markus, wie oft sitzt er noch im Sattel?
[SPEAKER 2]
[00:55:13-00:55:18]
Er sitzt mehr oft im Sattel. Er reitet 10 bis 12 Pferde am Tag.
[SPEAKER 1]
[00:55:18-00:55:21]
12 Pferde am Tag? Wow.
[SPEAKER 2]
[00:55:21-00:55:23]
They're very fleecy. Be more fleecy.
[SPEAKER 1]
[00:55:23-00:55:25]
Also ihr seid beide noch sehr aktiv.
[SPEAKER 2]
[00:55:26-00:55:27]
Ja, hier in Tettinghausen, ja.
[SPEAKER 1]
[00:55:27-00:55:29]
Ja, hier, international place, Tettinghausen.
[SPEAKER 2]
[00:55:30-00:55:30]
Genau.
[SPEAKER 1]
[00:55:31-00:55:36]
Ja, vielen Dank für deine Zeit. Weiterhin alles Gute, auch deiner Tochter. Alles Gute für die anstehenden Aufgaben und bis bald.
[SPEAKER 2]
[00:55:36-00:55:38]
Danke. Ciao, ciao. Tschüss.
[SPEAKER 1]
[00:55:39-00:55:45]
Meredith, du hast eine Nacht drüber geschlafen und dir ist noch ein großartiges Motto eingefallen. Was ist es denn?
[SPEAKER 2]
[00:55:46-00:56:22]
Ja, ich habe das überlegt, ich konnte das nicht so lassen und nicht antworten. Mein Lebensmotto in Englisch ist, es ist und immer sollte sein, live life to its fullest. Und in Deutsch, komischerweise, heißt das, das Leben in vollen Zügen genießen. Und das habe ich, ja, wie heißt das, übersetzt. Und ich verstehe nicht, warum das heißt, Zügen genießen, aber so ist das.
[SPEAKER 1]
[00:56:22-00:56:46]
Ja, ich habe auch schon darüber nachgedacht, warum das wohl in vollen Zügen heißt. Es hat nichts mit Bahnverkehr zu tun, aber ich glaube, es kommt daher, dass man so wie so Atemzug, nennt man ja auch Atemzug, warum heißt es da Zug, weil man irgendwie Luft reinzieht, vielleicht kommt es daher. Müssen wir aber das nächste Mal, nehmen wir so einen Linguisten dazu, der uns das nochmal übersetzt.
[SPEAKER 2]
[00:56:46-00:56:48]
Aber du verstehst das Motto, ne?
[SPEAKER 1]
[00:56:48-00:56:58]
Das Motto versteht man und das ist etwas, wenn man dich ja auch erlebt und wir haben ja gestern auch ein bisschen Zeit zusammen verbracht, das ist, glaube ich, etwas, was dich gut repräsentiert.
[SPEAKER 2]
[00:56:59-00:56:59]
Danke schön.
[SPEAKER 4]
[00:57:00-00:57:02]
Das finde ich auch gut.
[SPEAKER 1]
[00:57:03-00:57:23]
Diese Folge wird produziert von Olivia Herrmann, die Aufnahme begleitet durch Sonja Kriegel. Ihr würdet uns einen riesen Gefallen tun, wenn ihr unserem Podcast-Kanal folgt, auf Spotify, Apple Podcast, überall da, wo es Podcasts gibt und lasst gerne eine Bewertung da. Darüber würden wir uns sehr, sehr freuen. Bis bald beim WeHaus Podcast.




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