#Interview mit Dr. Dennis Peiler: Zwischen WM-Euphorie, Tierarztkosten und Nachwuchsmangel
Im Gespräch mit Christian Kröber gibt Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender von Pferdesport Deutschland, Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und strategischen Perspektiven des deutschen Pferdesports. Im Fokus stehen die langfristigen Impulse der Weltmeisterschaften in Aachen, die Zukunft des Pferdesports im olympischen Programm sowie steigende Kosten und die Gewinnung von Nachwuchs. Darüber hinaus erläutert Peiler die Position des Verbands zur Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) und zeigt auf, welche Veränderungen notwendig sind, um den Pferdesport nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen.
Produktion: Olivia Herrmann
Vermarktung: Carolina Hofmann
Podcast Transkript
Dieses Transkript wurde durch eine KI erstellt und nicht gegengelesen.
[SPEAKER 1]
[00:00:01-00:00:08]
Heute zu Gast der Vorstandsvorsitzende von Pferdesport Deutschland bzw. Der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Dr. Dennis Peiler.
[SPEAKER 2]
[00:00:11-00:00:50]
Wir brauchen eine breite Basis. Wir brauchen Menschen, die sich für den Pferdesport begeistern, die in die Vereine gehen, die reiten lernen möchten und eine positive Grundhaltung zum Pferd zu haben. Denn, auch das ist ja kein Geheimnis, der Pferdesport steht auch immer unter kritischer Beobachtung. Und Aachen war... Wunderbar zu zeigen, wie Pferdesport und auch Tierwohl in Einklang stehen können. Pferdesport oder Spitzensport richtig betrieben steht im Einklang mit dem Pferdewohl. Und dafür war Aachen ein Paradebeispiel.
[SPEAKER 3]
[00:00:51-00:01:07]
Herzlich willkommen zum WeHorse Podcast. Heute mit Christian Kröber. WeHouse ist deine Lernplattform, auf der du täglich Inspirationen, Trainingstipps und das Wissen der besten Trainer bekommst, um gemeinsam mit deinem Pferd jeden Tag besser zu werden.
[SPEAKER 1]
[00:01:09-00:02:51]
Im heutigen Podcast treffe ich den Chef der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, die sich ja vor einigen Monaten in der Außenwirkung in Pferdesport Deutschland umbenannt hat. Dr. Dennis Peiler trägt die Gesamtverantwortung für den Verband und wir sprechen über die Themen, denen sich der Verband derzeit entgegensieht und damit mittelbar auch die Pferdebranche und die Pferdebranche. Pferdewelt in Deutschland. Die positiven Nachwirkungen der Weltmeisterschaften von Aachen, welchen Effekt er auch langfristig auf den deutschen Pferdesport haben wird, Wie stehen die deutschen Olympia-Chancen und welchen Beitrag kann die FN leisten, um die steigenden Preise für Pferdehalter zu senken oder zumindest einzudämmen? Und dabei gibt es eine zumindest für mich ganz neue Position der FN rund um das Thema GUT, also der Gebührenordnung für Tierärzte. Bevor wir starten, gibt es noch ein Update bei uns aus dem Maschinenraum. Ab sofort gibt es den neuen KI-Coach bei uns in der App. Damit bekommst du einen ganz persönlichen Trainingsbegleiter für dich und dein Pferd. Du trackst deine Einheiten in der App, der Coach analysiert dein Training, erkennt Muster über Wochen und gibt dir konkrete Impulse für die nächste Einheit. Aus jedem Tipp führt direkt der nächste passende Schritt, zum Beispiel in eine Übung aus einem unserer 400 Kurse. So kannst du besser werden und zielgerichteter trainieren, getreu dem Motto Tracken, Verstehen und Besserwerden. Dazu ist der KI-Coach ohne Aufpreis der Zeit verfügbar in deiner WeHouse-Mitgliedschaft. Also viel Spaß damit, probiert es einfach aus bei uns in der App. Hallo Dennis.
[SPEAKER 2]
[00:02:51-00:02:52]
Hallo Christian.
[SPEAKER 1]
[00:02:52-00:03:18]
Wir sitzen hier bei euch in Warendorf bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, die inzwischen ja Pferdesport Deutschland heißt, einige Monate nach den Weltmeisterschaften von Aachen, die ja sicherlich ein besonderes Highlight für dich persönlich waren, für euch als ganze Organisation, für uns als Pferdesportland. Sprechen wir auch gleich nochmal im Detail drüber. Aber wie fällt im Herbst 2026 deine Zustandsbeschreibung zum deutschen Pferdesport aus? Wie schaust du gerade auf die Pferdewelt?
[SPEAKER 2]
[00:03:19-00:03:56]
Ich glaube, wir sind alle nach den Weltmeisterschaften in Aachen noch immer sehr euphorisiert. Und was das mit uns allen gemacht hat vor Ort und auch im Nachgang, hat mich sehr, sehr positiv gestimmt. Denn wir haben der Welt zeigen können, nicht nur, dass wir tolle Sportveranstaltungen können, sondern auch, wie viel Begeisterung das Thema Pferd vom Breiten bis zum Spitzensport auslösen kann. Und das ist etwas, wo wir jetzt noch mehr sehen, wie viel Potenzial steckt im Pferdesport. Und das macht Lust auf mehr und Zeit, wo wir noch hin können.
[SPEAKER 1]
[00:03:56-00:04:11]
Du hast das ja über zwei Wochen dort verfolgt. Bei einer Medaillenentscheidung saß ich sogar eine Reihe hinter dir und habe dann gesehen, wie du mitgefiebert hast. Du hast da die gesamten zwei Wochen gesessen und sofern es möglich war und es nicht parallel war, auch jede Medaillenentscheidung gesehen?
[SPEAKER 2]
[00:04:11-00:04:35]
Ich habe mich bemüht, jede Entscheidung zu verfolgen und dabei zu sein. Natürlich schafft man nicht bei jedem. dem Staat dabei zu sein. Es waren ja viele Wettbewerbe parallel, war auf zwei Wochen ja aufgeteilt, drei Disziplinen pro Woche. Manchmal hat sich das überschnitten, aber ich habe fast alle unsere Starter gesehen, ja.
[SPEAKER 1]
[00:04:35-00:04:52]
Was ist dir jetzt neben den ganz offensichtlichen Highlights, Die olympischen Disziplinen, die beiden Teammedaillen im Springen und in der Dressur, wo es beide Mal Gold gab. Was ist dir so hängen geblieben außerhalb der Medaillenentscheidung, die erstmal für alle offensichtlich und klar sind?
[SPEAKER 2]
[00:04:53-00:07:08]
Natürlich ist man stolz darauf, dass wir mit 20 Medaillen die erfolgreichste Nation waren bei den Weltmeisterschaften. Und dieses Konzept als solches, nämlich früher Weltreiter-Spiele, jetzt Multi-Weltmeisterschaften, wer mag und wer den Zuschlag bekommt von der FEI, für mich waren das in Ahrens wie Weltreiter-Spiele. Und ich mag dieses Format sehr, weil nicht nur olympische und nicht olympische Disziplinen zusammen auch mit dem Parasport zeitgleich an einem Ort ihre Weltmeisterschaften austragen, sondern weil es eine Riesenchance ist, auch für den nicht olympischen Bereich eine Bühne zu bekommen und gleichwertig zum Gesamterfolg einer Nation beitragen zu können. Und wir natürlich als Nation zeigen können, wie vielfältig wir sind, wie vielfältig der Sport ist. wie systematisch in allen Bereichen gearbeitet wird. Das ist erstmal eine Riesenchance, an der Stelle das der Weltöffentlichkeit zu zeigen. Was mir hängen bleibt von Aachen sind die Emotionen. Und das schafft in der Form nur Aachen, wir hatten 500.000 Menschen vor Ort, Millionen Menschen in... TV, Hörfunk und Printbereich, die es verfolgt haben, aber auch im Podcast, Social Media Bereich insgesamt. Und auch wenn ich mit Kolleginnen und Kollegen gesprochen habe, die im Medienbereich unterwegs waren, wir hatten ja unglaubliche Reichweiten, teilweise das vier- bis fünffache zu dem, was wir bei normalen Events haben. Das zeigt, wie viel Kraft eine solche Veranstaltung entfachen kann. Wenn guter Sport und gute Emotionen zusammenkommen, und das war doch sehr, sehr schön zu sehen, ich verfolge jetzt oder bin seit 2005 jetzt bei fast jedem großen Championat dabei. Ich glaube, ich kann ganz gut einschätzen, wo die Unterschiede von Welt-, Europameisterschaften und Olympischen Spielen liegen.
[SPEAKER 1]
[00:07:08-00:07:11]
Das hast du ja auch Aachen 2006 ja auch schon gemacht.
[SPEAKER 2]
[00:07:11-00:07:27]
Damals sogar in Doppelfunktion. Ich war Reservist noch im Voltigieren. Tatsächlich, ich durfte. zwar nicht an den Start gehen, weil ich knapp einen raus war. Also ich kenne auch die Rolle des Reservisten. Aber ich durfte dann im Frühstücksfernsehen voltigieren und die Disziplinen.
[SPEAKER 4]
[00:07:27-00:07:28]
Um das mal zu zeigen.
[SPEAKER 2]
[00:07:28-00:08:10]
Um das mal zu zeigen. Und jeden Tag war ja in irgendeiner Form eine Übertragung dann im Frühstücksfernsehen. Und ja, dafür hat es dann gereicht in dem Moment. Es war auch ein schönes Erlebnis, nicht ganz vergleichbar mit dem, wenn man am Start sein darf. Aber ja, ich durfte 2006 erleben und sehen, was da vor Ort schon an Emotionen freigesetzt worden ist. Ich fand, wir haben nochmal einen draufsetzen können, alle Beteiligten, die daran mitgewirkt haben. Und ich habe ein bisschen naiv gesagt, ich hätte gerne... Unser Sommermärchen. Ich hätte nach Fußball 2006 mit dem Sommermärchen und Handball 2006 dann mit dem Wintermärchen.
[SPEAKER 4]
[00:08:10-00:08:13]
Das war ja alles in einem Jahr, die Hans-Waller vergisst man häufig.
[SPEAKER 2]
[00:08:13-00:09:54]
Ganz genau, das war ja das sogenannte Wintermärchen, was das mit einer Nation gemacht hat und wie viel Lust danach das jeweilige Hobby gemacht worden ist. Und das war... Mein Wunsch, meine Hoffnung, dass wir diese Euphorie und diese Freude an dem Thema Pferd, an den Sport entwickeln können und entfachen können. Und das ist vor Ort in den zwei Wochen sehr, sehr gut gelungen. Wie nachhaltig das ist, das wird die Zukunft zeigen. Das werden wir sehen, wie viel Zulauf auch in den Verein ist. wie viele Menschen dann doch sagen, ich möchte doch in den Turniersport, ich möchte es doch ausprobieren, ich möchte doch meinen Idolen nacheifern. Und das bleibt abzuwarten. Was sicherlich ganz besonders war, und das muss ich sehr, sehr positiv hervorheben, das war die Nahbarkeit unserer Reiterinnen und Reiter, wie ich sie noch nie erlebt habe. Also wir haben sehen und miterleben können, wie stundenlang Autogrammstunden gegeben worden sind, wie die Schlangen wirklich super, super lang waren, bis man sein Foto machen konnte mit dem jeweiligen Vorbild, bis man eine Unterschrift bekommen hat oder bis man beim Meet& Greet vielleicht mal einfach mal eine Frage stellen konnte. Und das hat den allen so viel Freude gemacht und so viel Nahbarkeit, die wir brauchen in Deutschland, um Vorbilder zu schaffen. Und so bringt man am Ende Spitzensport und Breitensport zusammen. So schafft man Identität, so schafft man Vorbilder. Und das ist doch sehr, sehr gut gelungen.
[SPEAKER 1]
[00:09:54-00:10:31]
Ist das nicht irgendwo auch notwendig, dass gerade die Athleten im Pferdesport, Springreiten, Dressurreiten, Vielseitigkeit, eigentlich ja alle Disziplinen, dass die auch eine extra Meile gehen müssen, weil am Ende steht ja der Pferdesport. Klar, wir kommen jetzt so aus dem Inner Circle der Pferdewelt, kennen uns aus und kennen Turnierveranstaltungen klein und groß. Aber am Ende geht es ja um den Wettbewerb von neuen Menschen, die auch den Pferdesport betreiben wollen. tritt man ja an gegen den übermächtigen Fußball, gegen Handball, das in vielen Teilen Deutschlands sehr beliebt ist, gegen andere Sportarten. Muss man nicht da auch sowieso immer den Meter mehr gehen, um neue Menschen zu erreichen?
[SPEAKER 2]
[00:10:31-00:10:59]
Ganz klar, ja. Ich habe gerade, während du die Frage gestellt hast, überlegt, was motiviert mich eigentlich mit dem Pferdesport anzufangen? Und das ist bei uns doch etwas anders vielleicht als in anderen Sportarten, wo das... Vorbild greift und mit dem Hobby zu beginnen. Das ist ja bei uns oftmals ganz, ganz anders. Also wenn wir früh Kinder sehen, die zum Pferd finden, dann machen sie das nicht, um so...
[SPEAKER 1]
[00:10:59-00:11:01]
Sie machen das nicht wegen Richard Vogel, so ehrlich muss man sagen.
[SPEAKER 2]
[00:11:01-00:11:28]
Nein, sie machen das aus Liebe zum Pferd. Sie möchten diese Faszination Pferd erleben, die Nähe aufbauen. Und in dem Moment, wenn sie in den Sport hineingefunden haben, wenn sie den Weg in den Turniersport gehen, dann schlicht das um. Dann schauen sie auf ihre Vorbilder, dann schauen sie, wie sie sich dorthin entwickeln können. Aber der Grund, mit dem Pferdesport anzufangen, ist nicht das Idol bei Olympischen Spielen, sondern ist das Pferd.
[SPEAKER 1]
[00:11:28-00:11:54]
Das ist doch dann am Ende die Brücke rein in den Turniersport, wenn man die Leute oder wenn Kinder reiten aus der Faszination Pferd, die dann aber, wenn sie 14, 15, 16 sind, ja häufig vor der Entscheidung stehen, okay, will ich das vielleicht ein bisschen turniersportlicher machen, will ich nur in den Wald reiten, was ist eigentlich so der Plan? Da braucht es doch genau diesen Ansatz zu sagen, okay, so sieht es aus. So sieht Springreiten aus, so sehen andere Disziplinen aus. Ist das so die richtige Metapher?
[SPEAKER 2]
[00:11:54-00:13:00]
Ja, dann fange ich mich an zu orientieren. Richtig. Also ich überlege dann, wo möchte ich mich hin entwickeln. Und wir haben ja viele unterschiedliche Disziplinen und hoffentlich auch mit vielen unterschiedlichen Vorbildern. Und dann in dieser Orientierungsphase entscheidet sich dann, investiere ich auch in den Turniersport, gehe ich auch den Weg, der ja ein langer ist, wenn man vor allem irgendwann mal in den Leistungssport rein möchte. Oder, und das ist ja völlig legitim, möchte ich mir diesen gesamten Turniersportzirkus gar nicht antun. Mir reicht das völlig aus, wenn ich mit meinem Pferd meine Freizeit genießen kann, in den Wald reiten kann, ausreiten kann und einfach nur Freude am Pferd habe, was die allermeisten tun. Und alle sind uns wichtig und jeder, der sich dann auch mit uns, mit Pferdesport Deutschland identifiziert, findet auch ein Zuhause. Natürlich ist es uns wichtig, dass wir eine lebendige Turniersportlandschaft haben und dass hoffentlich sich viele Kinder und Jugendliche dafür begeistern, den Turniersport auch etwas ambitionierter zu machen.
[SPEAKER 1]
[00:13:00-00:13:07]
Noch einmal zurück zum Thema Aachen. Deutschland hat den Medaillenspiegel am Ende gewonnen. Das ist doch am Ende die Messlatte, auf die du doch schaust, oder?
[SPEAKER 2]
[00:13:07-00:13:53]
Tatsächlich gab es zwei Messlatten, die relevant waren für mich. Das eine natürlich der Erfolg. Der Erfolg ist für uns wichtig, weil wir... auch daran gemessen werden, gemessen werden vom Bundeskanzleramt, wenn es darum geht, Mittel zu verteilen, die wir dann wieder in den Sport reingeben können. Es ist wichtig, dass wir, und das ist ein Alleinstellungsmerkmal, finde ich auch, dass wir seit Jahrzehnten so erfolgreich sind, also nachhaltig erfolgreich sind, die erfolgreichste olympische Sommersportart ist, wenn wir auf die Zahl der Medailleneentscheidungen blicken. Sicherlich sind die Kanuten sehr, sehr erfolgreich, aber die können dann auch 15, 16 Medaillen bei Olympischen Spielen gewinnen, das sie bei uns erfassen.
[SPEAKER 1]
[00:13:53-00:13:55]
Aber die Getränke wurde ja abgelöst von Isabel Wehr.
[SPEAKER 2]
[00:13:55-00:14:46]
Absolut, das ist natürlich der Vorteil auch bei uns, dass man lange diesen Sport dann auch betreiben kann. Der Erfolg ist dann eine Sache. Das Zweite, worauf wir schauen, wir brauchen eine breite Basis. Wir brauchen Menschen, die sich für den Pferdesport begeistern, die in die Vereine gehen, die reiten lernen möchten und eine positive Grundhaltung zum Pferd zu haben. Denn, auch das ist ja kein Geheimnis, der Pferdesport steht auch immer unter kritischer Beobachtung. Und Aachen war... Wunderbar zu zeigen, wie Pferdesport und auch Tierwohl in Einklang stehen können. Pferdesport oder Spitzensport richtig betrieben steht im Einklang mit dem Pferdewohl und dafür war Aachen ein Paradebeispiel.
[SPEAKER 1]
[00:14:46-00:15:12]
Ich fand, Aachen war das erste Championat an der Liga. an das ich mich bewusst so erinnern kann, wo du eigentlich ausschließlich gute Bilder gesehen hast und wo du erstmal das Gefühl hattest, was ich bei den anderen Championaten häufig nicht hatte, Die Athleten haben es verstanden und die Athleten haben verstanden, dass sie die Verantwortung auch tragen für ihr eigenes Außenbild, aber auch Repräsentanten sind für das Ganze sozusagen. Siehst du es genauso?
[SPEAKER 2]
[00:15:13-00:16:24]
Sehe ich genauso. Wir haben eine andere Sensibilität. Und Sensibilität muss erstmal vorhanden sein, damit ich auch mein Verhalten ändere. Und ich habe das genauso erlebt, ganz, ganz viele positive Bilder. Unsere Athleten waren sich bewusst, was sie für eine Verantwortung tragen und haben das auch. Gezeigt und authentisch gezeigt. Also es war ja nicht damit getan zu sagen, jetzt klopfen wir nur einmal das Pferd ein bisschen mehr und kuscheln ein bisschen mehr, dass jeder auch sieht, dass ich mein Pferd auch liebe. Das war sicherlich auch deutlich mehr zu sehen als bei früheren Championen, dass eine Beziehungsebene zwischen Mensch und Pferd in der Prüfung zu sehen war, vielleicht mehr als bei früheren Championaten. Aber auch das gesamte Thema Abreiten, Vorbereitung, Umgang mit dem Pferd. Ich habe nur positive Bilder gesehen und habe das doch auch sehr... breit zurückgemeldet bekommen, dass das sehr positiv war. Und damit sind wir auf dem total richtigen Weg.
[SPEAKER 1]
[00:16:24-00:16:36]
Habt ihr da die Athleten vorher sensibilisiert? Sprecht ihr als Verband darüber? Ist das jetzt einfach so gekommen, weil alle dann doch diese Awareness inzwischen haben? Worauf führt das zurück?
[SPEAKER 2]
[00:16:36-00:17:21]
Erstmal glaube ich, dass... Jeder die Zeichen der Zeit oder fast jeder die Zeichen der Zeit erkannt hat. Und natürlich, und das ist auch unsere Aufgabe als Verband, bei der Sensibilisierung etwas beizutragen. Wir reden mit unseren Equipe-Chefs darüber, wir reden mit den Athletinnen und Athleten darüber, Und zeigen immer wieder, wie wichtig das ist, auch wenn es mal stressig wird, in der Stresssituation sich dieser Thematik weiter bewusst zu bleiben. Und das war doch sehr, sehr sichtbar, dass das bei den allermeisten und bei denen, die ich gesehen habe, bei allen auch angekommen ist.
[SPEAKER 1]
[00:17:21-00:18:20]
Du hast ja eben das Thema Sommermärchen angesprochen, wenn man jetzt so in den ein, zwei Jahren vor Aachen mit vielen... Menschen aus der Szene gesprochen haben, die vielleicht auch beruflich unterwegs sind, die vielleicht Firmen haben im Pferdesport, die haben alle sich erhofft, dass von Aachen ein Impuls ausgeht, weil man in den Jahren davor immer geschaut hat, okay, wohin entwickelt sich eigentlich der Turniersport, wohin entwickeln sich die Zahlen, also wie viele Menschen betreiben den Sport aktiv in Deutschland. Da haben sich so eine Impulszündung erwartet, analog von 2006, was ja dann auch einen Aufschwung gebracht hat in der Pferdewelt. Wenn man jetzt, und wir sind lediglich einige Monate danach, wir sprechen jetzt im Herbst 2026, da wird man den ganzen Impact ja noch nicht überblicken können. Aber glaubst du, dass eine solche... Initialzündung jetzt 20 Jahre danach überhaupt noch so möglich ist, wird man in 5, 6 Jahren auf 2026 zurückblicken und sagen, jo, das war eine Initialzündung. Wie guckst du auf diesen Themenkomplex?
[SPEAKER 2]
[00:18:22-00:19:41]
Erst einmal konnten wir zeigen, Deutschland kann Sportgroßveranstaltung. Wieder einmal haben wir es unter Beweis gestellt. Und jetzt hat der Pferdesport mit der größten... Sportveranstaltung in Deutschland in diesem Jahr gezeigt, dass wir das können. Ja, auch mit Blick auf die Olympia-Bewerbung für 36, 40 und 44. Und wenn wir die Reichweiten gesehen haben, Über alle Kanäle hinweg waren die nicht nur gut, die waren überragend. Das zeigt, wie viel Potenzial im Pferdesport auch werblich steckt. Und diese Zahlen werden ja gerade noch an der einen oder anderen Stelle in die Tiefe weiter evaluiert und liegen uns vor. Deswegen hatte ich ja vorhin schon einmal gesagt, teilweise bis zu fünffachen Werten haben wir erzielt. im Vergleich zu zurückliegenden Großereignissen. Und das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Impuls. Wie viel Kraft steckt im Pferdesport? Wie viel Werbewirksamkeit steckt im Pferdesport? Und ich bin sehr, sehr optimistisch, dass wir doch das Interesse des einen oder anderen Partners geweckt haben, die sagen, oh, lohnt sich doch auch mal in den Pferdesport zu investieren und vielleicht nicht nur in den Fußball.
[SPEAKER 1]
[00:19:42-00:20:56]
Parallel zu den Weltmeisterschaften in Aachen lief Leichtathletik in Birmingham. Und es lief Schwimmen in Saint-Denis vor den Toren von Paris, in diesem Aquatic Center, das von den Olympischen Spielen stammt. Und die haben deutlich kleinere Stadien. Schwimmen ist klar, ist kleineres Stadion. Das ist immer so. Leichtathletik ist ja eigentlich auch in großen Arenen. Die hatten irgendwie 14.000 oder 18.000. Und Aachen verkauft ein Stadion. sechs, sieben, achtmal aus mit 44.000 Sitzplätzen. Da würde man erstmal sagen, okay, das ist ja ein klares, da ist ja Pferdesport der Winner, weil er so viele Menschen in ein Stadion lockt. Zugleich hat man das Gefühl, dass in den Mainstream-Medien, aber der Pferdesport deutlich weniger, trotz dieser großen Erfolge, gezeigt wird, als zum Beispiel Leichtathletik. Auch wenn man jetzt in der ARD geguckt hat, Anzahl der Streams, Anzahl der... Der Situation, wo das auch wirklich vorne weggestellt wurde. Woran liegt das, dass wir es trotzdem nicht schaffen? Und ich habe auch keine Antwort dazu, so viel vor. dass wir doch nicht schaffen, so durchzubrechen, Bild-Zeitung, Seite 1, dreimal in Folge gefühlt hinzubekommen.
[SPEAKER 2]
[00:20:56-00:21:14]
Das ist eine spannende Frage. Wenn wir jetzt mal außerhalb vom Fußball und nochmal auf den olympischen Sport schauen, ist Leichtathletik eine absolute Premium-Sportart. Bei Olympischen Spielen steht die Leichtathletik im Fokus, die auch mal locker ein Stadion mit 100.000 voll machen kann.
[SPEAKER 1]
[00:21:14-00:21:16]
100 Meter Sprint etc.
[SPEAKER 2]
[00:21:16-00:22:05]
Ist eine totale Mediensportart. Also es ist ja viel, viel spannender, finde ich, in Teilen die Entscheidung vom Bildschirm zu verfolgen, weil im Stadion ist man sehr, sehr weit weg. Zig verschiedenen Stellen gleichzeitig passiert eine Entscheidung. Da hat natürlich das Fernsehen den Vorteil und kann immer von einer Entscheidung auf die andere gehen und das dem Zuschauer entsprechend aufbreiten. Also leichter tätig ist diesbezüglich aus meiner Sicht sehr intelligent, was das angeht und hat den Vorteil. Und das merkten wir auch in Woche 1, auch wenn es nur jetzt Europameisterschaften waren. Da war ja quasi jeden Tag eine Entscheidung. Es gab jeden Tag eine Medaille zu vermelden. Und das hatten wir ja beispielsweise im Pferdesport nicht. Also bis eine Medaille fällt, da sind manchmal schon ein paar Tage rum.
[SPEAKER 1]
[00:22:05-00:22:06]
Donnerstag, in der ersten Woche war Donnerstag.
[SPEAKER 2]
[00:22:06-00:23:11]
Genau, so. Und das zieht sich alles. Das haben wir so in der Entwicklung jetzt auch im olympischen Programm für den Pferdesport immer weiter sehen. Wie bekommen wir das eigentlich hin, dass sich dann am Ende hoffentlich nicht der Dressurtag, Vorentscheidung sich über zwei Tage zieht und es passiert nichts? Wie schaffen wir ein Format, wo der Zuschauer das Gefühl hat, es passiert jetzt was, es wird jetzt was entschieden? Und ich glaube, da haben wir noch viel Potenzial, darüber nachzudenken, nahbarer zu werden, verständlicher zu werden. Und der Pferdesport ist komplex. Während ich im Springen nach wie vor den Vorteil habe, dass... Die Stange fällt oder liegen bleiben, es gibt eine Zeit, es ist einfach zu verstehen. Haben wir in der Dressur doch immer noch die Situation, dass es komplex ist und dem Laien kriege ich nicht in zwei Sätzen erklärt, was da gerade passiert.
[SPEAKER 1]
[00:23:11-00:23:26]
Aber auch komplexer wird, muss man sagen. Es hat sich über die Jahre, wenn ich auf eine, Normale Dressurprüfung gucke, da gibt es eine Notenskala von 0 oder 1 bis 10. Das ist ja auf dem Level inzwischen anders. Da gibt es Faktoren, die da dran gemacht werden. Das versteht ja gar keiner.
[SPEAKER 2]
[00:23:26-00:25:25]
Und das wird immer komplizierter. Und wir müssen den Weg gehen, den Sport erklärbar zu machen, greifbarer zu machen. Ich muss in Echtzeit wissen, was passiert denn da gerade? Wo steht der denn gerade? Wo liegt denn die Konkurrenz? Und das ist nicht damit getan, dass wir ein Live-Scoring unten drunter haben, wo dann die Prozentpunkte des Führenden und die Prozentpunkte da drunter. Dahinter steckt aber ein riesig... komplexes System und Pferdesportliebhaber, die können an der Stelle das natürlich schneller nachvollziehen, aber der Laie, der nur durchsebt und beim Reiten hängen bleibt, der versteht es nicht. Und dass wir die Herausforderung für die Zukunft auch bleiben, wie macht man unseren Sport, der wirklich wunderschön ist, verständlicher, spannender und so, dass wir nicht nur Fachpublikum abholen, sondern alle Menschen, die sich für Sport und für das Thema Pferd auch interessieren. Aber was kann man konkret machen? Formate einfacher machen. Noch mehr darüber nachdenken, die Komplexität zu reduzieren. Eine Geschichte, die damals sicherlich in der Dressur revolutionär noch war, aber das liegt die Entscheidung bei den Olympischen Spielen in der Kür entschieden worden ist. Und darüber geht es bei der Nacht, dann gibt es vergleichbare Formate, muss man Da mag der eine oder andere sagen, bloß nicht. Auch darüber reden, brauchen wir sowas wie Padeus oder wie auch immer in der Dressur, die einfach attraktiv zu schauen sind, die nochmal den Mannschaftscharakter vielleicht hervorheben als das Additive an Einzelleistung. Das ist ja auch etwas, was der ein oder andere... Nicht immer gleich versteht, wie in der Mannschaft. Die stehen doch gar nicht zusammen auf einem Spielfeld. Sondern wir addieren hier Teilleistungen und am Ende steht eine Mannschaftsleistung. Und das sind Punkte, die muss man einfach offen und frei überdenken. Und versuchen Wege zu identifizieren, um hier spannend zu bleiben und attraktiv zu bleiben.
[SPEAKER 1]
[00:25:25-00:25:52]
Zum Beispiel bei der Dressur habe ich schon häufig gedacht, warum macht man nicht eine Art K.O.-System? Das zieht sich vielleicht dann doch in der Praxis zu lang, könnte ich mir vorstellen. Aber ein K.O.-System ist halt sehr stark nachvollziehbar, weil dann klammert man dieses, ich muss jede Lektionsbewertung verstehen, ein bisschen aus und dann sagt, okay, das eine Ergebnis gegen das andere Ergebnis, das bessere gewinnt. Und dann hast du auch dann ein Finale, wo zwei gegeneinander antreten, was ja sehr intelligent ist.
[SPEAKER 2]
[00:25:53-00:26:50]
In der Tat hat man das ja jetzt versucht, über die Gruppenphasen bei den Olympischen Spielen in der Dressur. Meines Erachtens versteht es aber immer noch keiner so richtig. Und wir haben dann natürlich ein hohes Leistungsgefälle und da muss man nochmal ran und überlegen, passt das oder passt das nicht. Wenn man jetzt in den Schwimm rangeht, die überlegen sich auch für deutsche Meisterschaften, oh ja, jetzt machen wir Elimination Races und es ist ein knallhartes Ausscheidungsrennen und am Ende bleibt irgendeiner übrig. Das ist natürlich schwierig, jetzt ein Pferd zigmal reinzuschicken. Genau, das ist das Problem. Das funktioniert dann so einfach nicht. Du hast die Tierschutzthematik ja wieder. Genau, das kann ich mit dem Schwimmer machen, der 15 Mal ins Wasser muss gefühlt und der, der am meisten Durchhaltevermögen hat, bleibt übrig. Das funktioniert im Pferdesport so nicht. Da ist, glaube ich, der Stein der Weisen noch nicht gefunden, aber darüber müssen wir weiter nachdenken, insbesondere wenn wir im Olympischen Programm. Wenn wir auch verbleiben wollen.
[SPEAKER 1]
[00:26:50-00:27:04]
Aber ist das wirklich at risk, das olympische Programm? Weil du sagst auf der einen Seite, wir sind die erfolgreichste olympische Disziplin, Deutschland ein sehr... Einflussreiches IOC, eines der top olympischen Länder, da würde man ja erstmal sagen, vielleicht sind wir ja gar nicht at risk.
[SPEAKER 2]
[00:27:05-00:29:40]
Doch, ganz klar. Es gibt drei Kategorien, die da unterschieden werden. Von eins, die sind safe und sicher, beispielsweise Leichtathletik. Einfach, das sind Premium-Sportarten bei Olympischen Spielen, weil die alle Faktoren, die man eigentlich braucht, mit Bravo erfüllen. Und es gibt Sportarten, die immer unter besonderer Beobachtung stehen. Und Reiten steht als Kategorie 3 Sportart immer auch unter besonderer Beobachtung. Und welche Faktoren sind relevant? Es geht in erster Linie tatsächlich auch um Reichweiten. Und Reichweite bedeutet jetzt hier nicht, wie viele Menschen betreiben den Sport, ist auch ein Faktor, sondern wie viele klicken Social Media an, wie viele schalten ein, welche Abdruckraten haben wir dann im Printbereich. Das macht einen ganz hohen Prozentsatz in der Bewertung auch des IOCs aus, ob eine Sportart im Programm verbleibt oder nicht. Dann natürlich auch, wie viele Menschen machen das, auf wie viele Kontinente, das heißt das Thema Flex. Wir haben jetzt 65 Nationen bei Weltmeisterschaften. In der Leichtathletik, weil wir gerade darüber gesprochen haben, sind die Nationen teilweise doppelt so viele. Also Pferdesport ist natürlich weltweit verbreitet, aber nicht so auch einfach zu praktizieren in jedem Land, wie das vielleicht mit einer Sportart ist, wo ich nur Laufschuhe brauche. Und das Dritte sind natürlich die Kosten. Pferdesport ist kostenintensiv. Eine Vielseitigkeitsstrecke für Olympische Spiele aufzubauen, Jahre vorher so zu präparieren, dass sie dann auch optimale Bedingungen haben, das ist teuer am Ende. Und diese drei Faktoren, Reichweite, Verbreitung auf Kontinenten und Länder und natürlich auch der Punkt Kosten, der macht das am Ende aus. Und in jedem Bereich müssen wir uns hinterfragen, was können wir eigentlich tun, damit wir hier auftrumpfen. Und IOC-Präsidentin Kirstie Coventry, die war ja in Aachen, die konnte sich selbst ein Bild davon verschaffen, wie funktioniert denn so der Pferdesport. Die war begeistert. Die war begeistert davon. Wie viel Emotion dort ist, wie viele Menschen man auch vor Ort erreicht und wie breit das Publikum ist. Von jung bis alt.
[SPEAKER 5]
[00:29:40-00:29:42]
Royal und nicht royale Nachen.
[SPEAKER 2]
[00:29:43-00:30:14]
Royal und nicht royal. Und wir haben quasi einen Querschnitt unserer Gesellschaft. Wirtschaft dort gab, die alle begeistert hat. Man bekommt die Stadien voll, die Reichweiten sind gut. Und Aachen hat gezeigt, welches Potenzial man heben kann, um all diese Faktoren, die ich vorhin einmal erwähnt habe, um die möglichst positiv zu füllen. Und das wird sie auch gesehen haben. Sie wird gesehen haben, Pferdesport richtig angepackt, hat Potenzial und damit für mich auch eine olympische Zukunft.
[SPEAKER 1]
[00:30:14-00:30:18]
Vor wenigen Tagen warst du auch in Baden-Baden.
[SPEAKER 2]
[00:30:18-00:30:19]
Richtig.
[SPEAKER 1]
[00:30:19-00:30:37]
Wo ja auch die olympische Zukunft, zumindest was eine Ausrichterstadt Deutschlands angeht, entschieden wurde. Da hat München gewonnen. Ihr als Mitgliedsverband des... Nationalen Olympischen Komitees hier, also des DOSB, wart ja auch abstimmungsberechtigt. München hat gewonnen. Ist eine gute Wahl.
[SPEAKER 2]
[00:30:37-00:33:22]
Das war sehr, sehr spannend vor Ort. Erstmal deine Frage zu beantworten. Ja, es ist eine gute Wahl. Rhein-Ruhr mit Köln wäre auch eine gute Wahl gewesen. Beide haben in der Vorbepunktung, was die Evaluierungskommission Dienstag davor vorgestellt hat, beide mit einem sehr gut abgeschnitten. Das heißt, man verspricht sich von beiden Standorten doch auch eine hohe internationale Wirkung und eine hohe internationale Begeisterung. Und darum geht es. Deutschland bewirbt sich um Olympische Spiele mit München. der auch mit Rhein-Ruhr sehr, sehr gut gegangen. Und ich kann mit beiden Ausrichtern sehr, sehr gut leben. Beide haben fantastische Konzepte, sind sicherlich nicht miteinander zu vergleichen. Und deshalb, ja, die Antwort ist, München wird alles dran setzen. Top-Bild abzugeben, wird auch für die Reiterei am Ende sehr, sehr gute Bedingungen bieten, genauso wie das Rhein-Ruhr getan hätte. Und das war sehr, sehr spannend, das mitzuerleben in Baden-Baden. Du hast es gesagt, entschieden haben am Ende, vor allem die Olympischen Verbände. Es gibt einen besonderen Zusatzparagrafen in der Satzung, dass nur diejenigen, die da auch einen Olympischen Bezug haben, auch abstimmungsberechtigt sind. Das war eine geheime Abstimmung, also keiner weiß, wer hat jetzt eigentlich für wen gestimmt. So wie es bei einer geheimen Wahl auch sein sollte, da ist natürlich viel Politik im Vorfeld. Da wird natürlich sehr um die jeweiligen Stimmen geworben. Und was mir sehr gut gefallen hat, alle haben sich am Ende hinter... Einen Veranstalter hinter einen Ausrichter gestellt. Und so muss es sein, wenn wir international Erfolg haben wollen. Das war die Vorrunde. Jetzt geht es richtig los. Jetzt geht es richtig. los und 2029 wird das IOC dann sagen, in welche Richtung es geht. Und das wird nicht unter den Eindrücken von Paris passieren, sondern unter den Eindrücken von L.A. Und dann wird sicherlich zu entscheiden sein, möchte man einen verlässlichen Partner haben mit demokratischen Strukturen, wo man weiß, da stellen sich alle hinter und das werden olympische Spiele, die funktionieren oder gehen wir in neue Regionen in die Welt.
[SPEAKER 6]
[00:33:23-00:33:25]
Doha, Istanbul, das ist eine Verdauung.
[SPEAKER 2]
[00:33:25-00:36:05]
Genau, also einmal unterscheiden, geht es jetzt nach Indien beispielsweise oder geht es am Ende nach Europa? Und wenn es nach Europa geht, dann treten wir in Konkurrenz mit beispielsweise Istanbul, mit Budapest, vielleicht Madrid, vielleicht London. Wir wissen nicht, wer da alles auf der Tagesordnung steht. In dem Moment müssen wir bereit sein, wenn es nach Europa geht. Und dann treten wir in den direkten Wettkampf mit den Mitstreitern. Wenn die Entscheidung 29 heißt, nee, nee, es geht nicht nach Europa, sondern geht in eine andere Region der Welt, dann ist das für 36 erstmal durch. Und deswegen ist die Bewerbung ja breiter aufgestellt gewesen. Es wurde immer in einem Atemzug gesagt, 36. 40, 44. Und das ist das klare Bekenntnis inzwischen auch von Gesamtdeutschland, von der Bundesregierung, die auch da auch ein klares Bekenntnis vor Ort abgegeben hat. Man will, wir wollen Olympische Spiele in Deutschland. Wir wollen die Bewegung haben, die der Sport auslösen kann. Wir haben, glaube ich, zigfach unter Beweis gestellt, dass wir Sportveranstaltungen im Megabereich, dass wir das können in Deutschland, dass wir sympathisch sein können, dass wir vielfältig sein können. Wie hieß es 2006? Die Welt zu Gast bei Freunden. Bei den Fußballern, ja. Die Welt zu Gast bei Freunden. Wir haben uns als Land präsentiert, sympathisch, nahbar, humorvoll. Und das ist doch die Botschaft, die wir in diese Welt setzen wollen. Und das schafft in dieser Form so nur der Sport und von den Nebeneffekten am Ende gar nicht zu sprechen. Wir wollen die Menschen in Bewegung setzen. Sie sollen Sport treiben. Wir wollen die... Sportinfrastruktur modernisieren und zeitgemäß machen. Die sind alle oder vielfach sehr, sehr marode von Schwimmbädern und Sporthallen etc. Und wir wollen Kinder haben, die jeden Tag ihre Sportstunde haben und Bewegung gesetzt werden, damit unser Gesundheitssystem auch stabil bleibt und wir für Bewegung... Also da gibt es so viele Effekte, die durch eine Bewerbung allein schon ausgelöst werden und dann durch insbesondere nach einer Vergabe ins eigene Land für die Olympischen Spiele dann ausgelöst werden. Und das ist schön zu sehen, dass sich jetzt alle dahinter stellen.
[SPEAKER 1]
[00:36:05-00:36:26]
Für die Reiter bedeutet das kein Aachen, also Rhein-Ruhr-Köln wäre ja Aachen gewesen und in München ist es dann die historische Anlage von 72, nämlich München-Riem, das dann unweit vom Olympischen Dorf wäre. Du hast mir eben im Vorfeld gesagt, irgendwie einen Steinwurf entfernt ist dann das Olympische Dorf und dort in diesem historischen... Reiterstadion würde das stattfinden.
[SPEAKER 2]
[00:36:26-00:37:38]
Ja, München hat zwei Optionen. Die können sehr viel im Stadion stattfinden lassen. Das heißt, dass da sicherlich nochmal sehr, sehr investiert werden wird, um es olympiafähig zu machen. Da ist einiges zu tun. Aber auch etwas, was dann bleibt, auch für den Süden dauerhaft bleibt. Und trotzdem haben sie die Option, Wahnsinnsbilder wie in Paris zu produzieren. Ich sage nur, in den Plan steht, dass die Vielseitigkeit, im Englischen Garten stattfindet. Wer schon mal da war, weiß, was da los ist. Man stellt sich mal vor, da galoppieren die Pferde durch, was das für Bilder sind. Oder wie 72 Dressur vorm Schloss Nymphenburg. Sicherlich vergleichbar wie dann am Ende die Bilder in Versailles. Wenn das IOC am Ende sagt, nee, wir hätten dann doch lieber Dressur und Springen komplett im Stadion in München und nur die Vielseitigkeit. Auch diese Option ist da. München ist da sehr, sehr flexibel. Und die Konzepte, die wir vorgestellt bekommen haben, sind sehr, sehr gut. Genauso wie das Konzept von Aachen herausragend war.
[SPEAKER 1]
[00:37:38-00:38:29]
Lass uns vom Spitzensport einmal in die Breite gehen. Wenn man auf die Menschen schaut, die in Deutschland reiten oder sich mit Pferden beschäftigen, Pferdesport, wenn man es als Sport definiert, betreiben. Man schaut von außen auf und sagt, vier Millionen Menschen sind das. Da wird häufig diese Ipsos-Studie. zitiert. Es gibt Studien, die sagen, es ist bestenfalls stagnierend, aber leicht abfallend, die Anzahl der Menschen, die den Sport betreiben. Was kann man machen, um diesen Abfall, der ja auch viel mit Kostensteigerungen zu tun hat, die man ja auch gar nicht in der Hand hat, also ihr als FN oder Pferdesport Deutschland könnt ja nicht den Raufutterpreis jetzt ansetzen, sondern es sind sehr viele externe Faktoren. Was kann man machen, um das zu verlangsamen?
[SPEAKER 2]
[00:38:29-00:43:08]
Ich glaube, wir müssen erstmal das Szenario sehr genau skizzieren, das uns auch in der Zukunft noch mehr erwarten wird. Und diese Szenarien, mit denen wir zu tun haben, die hängen doch, wie du es gerade gesagt hast, sehr von äußeren Faktoren ab. Wenn wir Krieg... nur vier Stunden mit dem Flugzeug von uns entfernt haben, dann macht das was mit der gesamten Wirtschaft bei uns. Das haben wir alle jetzt erleben dürfen. Aber auch, wenn die Straße von Hormuz geschlossen wird, sehen wir, was das mit den Spritpreisen macht. Das kommt unmittelbar alles in Pferdesport am Ende, also auch bei uns. Hinzu kommt Klimawandel, schlechte Ernten. Jetzt hatten wir einen sehr, sehr trockenen Sommer. Im Süden waren wirklich schlechte Ernten. Das wird was mit den Futterpreisen machen. Das sind Dinge, die wir... Schwer in der Hand haben. Da können wir nicht auf den Knopf drücken und sagen, alles wird gut. Wir können auch nicht daran arbeiten, dass die Menschen mehr Geld zur Verfügung haben. Das würden wir gerne, ist aber nicht so. Und Pferdesport ist bekanntlich teuer. Und das geht bei der Pferdehaltung los und hört am Ende bei dem gesamten Turniersport auf. Wir müssen zum Turnier, wir müssen im Grunde genommen viel Geld in die Hand nehmen, um die Spritpreise zu bezahlen. Das ganze Thema Unterhalt der Pferde als solches ist sehr, sehr kostenintensiv, sowohl für den Besitzer als auch für die Anlagenbetreiber. Das sind Punkte, die haben wir wenig im Griff. Und stark machen ist zu sagen, uns für die Interessen einzusetzen von Pferdehaltern. Ich nenne zwei Beispiele. Beispiel eins ist das Thema Pferdesteuere. Wir hatten über die letzten Jahre weit über 200, 250, 280 Kommunen, die sich damit befasst haben, die Pferdesteuere einzuführen, weil sie gesagt haben, das ist eine gute Einnahmequelle. Wir machen auch eine Hundesteuer, jetzt machen wir auch eine Pferdesteuere und das saniert unsere Stadtkasse. Mit einer guten Interessenvertretung konnten wir es bis auf an einem Standort in allen anderen Kommunen abwehren, weil wir ein gutes System dahinter hatten, weil wir vor Ort mit den Menschen, die dann den politischen Kampf vor Ort dann haben leisten müssen, weil wir sie gut begleitet haben. Hier können wir uns stark machen. Zweiter Punkt aus dem Thema GOT. Jeder, der sich irgendwie mit Tieren befasst, weiß, dass ein Tierarztbesuch sehr, sehr teuer ist oder wenn der Tierarzt mich besucht und wenn am Ende das Tier am Wochenende krank wird, wir den drei- oder vierfachen Satz haben, den wir bezahlen müssen. Immer weniger können das und überlegen sich, das ist vielleicht mein letztes Pferd, ich kann es mir einfach nicht mehr leisten, dass wir hier durch eine gute Interessenvertretung es hinbekommen, dass politische Entscheidungen überdacht werden, dass man nicht sagt, das versuchen wir politisch zu regulieren, was ein Tierarzt zu nehmen hat, sondern sondern wie in anderen Bereichen auch, es gilt der freie Markt und auf dem freien Markt heißt es sich zu behaupten. Und das sind Punkte, wo wir im Bereich dieser Interessensvertretung uns stark machen können. Aber auch gemeinsam mit den Vereinen durch eine gute Beratung, zusammen auch mit unseren Verbänden zu überlegen, wie kann ich mich eigentlich... aufstellen, dass das, was ich da tue, wirtschaftlich ist. Wie ein schönes Beispiel früher, diese bekannte Zehnerkarte im Reiten. So funktioniert kein wirtschaftlicher Betrieb mehr. Und es gibt aber immer noch genügend, die so arbeiten. Und über eine gute Beratung, ich nenne es mal jetzt Unternehmensberatung an der Stelle, dann durch, nee, ihr müsst euch hier anders aufstellen, dass sich das rechnet. Und das geht weiter. Wenn wir bei Turnierveranstaltungen nachsprechen, nicht sich nur darüber Gedanken zu machen, jetzt ist aber der Zulauf zu unserer Turnierveranstaltung weniger geworden. Dabei machen wir das doch so. So wie wir es immer gemacht haben. Aber es kommen einfach weniger Leute. Sich gemeinsam Gedanken darüber zu machen, woran liegt das denn? Liegt das an meiner Anlage, dass ich die instand setzen muss, damit ich einfach Bedingungen...
[SPEAKER 7]
[00:43:08-00:43:11]
Die Stichwort kann ich da auf Toilette gehen, das wird immer viel vor...
[SPEAKER 2]
[00:43:11-00:44:09]
Als ein Beispiel oder als Pferdehalter, der noch sensibler geworden ist in Sachen Gesundheit etc. Pp. an seinem Pferd, er sagt, ich möchte einfach top Böden haben, gute Bedingungen haben. Und ich suche mir einen Veranstalter aus, wo ich das Gefühl habe, das sind Top-Bedingungen für mein Pferd. Das ist das eine. Aber das andere ist zu sagen, wie sieht denn einfach meine Zielgruppe aus? Muss ich immer noch das S-Springen haben mit 10, 12 Startern, weil ich es immer so gemacht habe? Oder lohnt es sich doch eher, die eine oder andere Fürzügeklasse mehr auszuschreiben, weil dann Oma, Opa, Tante, Onkel alle mitkommen, auch mal einen Kaffee trinken, die Hütte voll ist, dass wir Konzepte anbieten, die Unterhaltung bieten und dass wir eine Ausschreibung gestalten, die zur Zielgruppe passt. Hierbei können wir unterstützen, wer das möchte. Nicht jeder möchte das, aber das sind Stellschrauben, an denen wir drehen können.
[SPEAKER 1]
[00:44:09-00:44:26]
Aber es ist ja massiv viel komplexer, als zu sagen, ich mache ein Reitturnier, wo ich einfach sage, ich habe zehn Prüfungen. Zwei A-Dressuren, zwei L-Dressuren, zwei M-Dressuren, zwei S-Dressuren, sagen wir mal ganz plakativ, ganz platt. Das andere ist ja fast schon ein Event-Charakter, den man dann sich überlegen muss.
[SPEAKER 2]
[00:44:26-00:47:01]
Absolut, absolut. Und dieser Event-Charakter, die großen Veranstalter machen das vor. Wir haben gerade viel über Aachen gesprochen. Was macht Aachen anders als andere? Die haben eine Media Night, die bedienen also dort das gesamte Thema Boulevard, was erstmal prima gar nichts mit dem Sport zu tun hat. Man schaut sich an das Thema, Eröffnungsfeier, Schlussfeier, das mit den Taschentüchern. Wenn wir über TV-Quoten reden, ist gerade dieser regionale Bezug Menschen, die einfach Lust haben, unterhalten zu werden, die eine Vielfalt haben, die das vor Ort sehen wollen und auch dezentral einschalten, weil man einen regionalen Bezug hat. So eventisiere ich das, dass ich als Aachener zum Chio gehe, weil man das so macht, das ist ein gesellschaftlicher Anlass. Ich treffe dort Freunde und sehe auch Pferde und kann nebenbei noch shoppen gehen. Und genau das im großen Bereich müssen wir aufs Kleine transportieren. Wie machen wir? Aus dem Turnier vor Ort ein Event für die Familie, wo man gerne hingeht, wo man gut verpflegt wird, wo man unterhalten wird, wo ich Pferdesport geboten bekomme, für den, der sich interessiert. Aber wenn Papa und vielleicht auch die Kinder gerne was anderes machen möchten, muss ich ein Angebot dafür da haben. Und das kann man auf der kleinen Ebene genauso tun. Und da haben wir, glaube ich, noch Potenzial, dass wir heben können und heben müssen, wenn wir hier auch langfristig am Markt bestehen wollen, auch mit einer großen Vielfalt an Angeboten. müssen wir auch eine Klientel bedienen, die es berufsmäßig macht. Die sagt, ich brauche sogenannte Arbeitsturniere unter Top-Bedingungen, ganz flexibel. Die sagen, oh, die finde ich aber hier in Deutschland und nicht im benachbarten Ausland. Stichwort Mecklenburg-Pilberge. So ist es. Das können wir hier auch. Wir sind nur in Teilen noch zu kompliziert. Unsere Aufgabe, auch als Verband, ist es, das Komplizierte zu reduzieren, es einfacher zu machen. Was machen wir aktuell? Wir überarbeiten komplett unsere Regelwerke mit der Zielsetzung Verschlankung, Verschlankung, Verschlankung, Abbau von Administration, um es wirklich praktikabler zu machen.
[SPEAKER 1]
[00:47:01-00:47:03]
Kannst du ein Beispiel nennen? Also was wird sich ändern?
[SPEAKER 2]
[00:47:05-00:47:27]
Möchte ich jetzt im Moment noch nicht vorgreifen, weil die Arbeitsgruppen sind gerade noch mit dabei. Ich versuche es allgemeiner zu formulieren. Wir haben so eine, das ist so typisch deutsch, wir regulieren sehr, sehr gerne. Und unsere Leistungsprüfungsordnung, da brauche ich manchmal eine Doktorarbeit für, um die zu verstehen. Da gibt es wie mit Fußnoten Verweise von dem Paragrafen auf den Paragrafen.
[SPEAKER 1]
[00:47:27-00:47:30]
Ich glaube, die meisten nutzen KI dafür. Ich glaube, kaum einer liest sie ja noch, oder?
[SPEAKER 2]
[00:47:30-00:48:47]
Aber das ist schon mal der erste Punkt, zu sagen, okay. Komplexität reduzieren durch KI und digitale Nutzung. Also ich möchte mein Problem eingeben und möchte eine Antwort haben. Arbeiten wir gerade dran. Also wir arbeiten gerade daran, Regelwerke bekömmlich zu machen. Gleichzeitig arbeiten wir daran, Komplexität zu reduzieren, heißt, wir müssen nicht jeden Einzelfall im Regelwerk erfassen, sondern wir haben Turnierfachleute vor Ort, die sind dafür ausgebildet, die sind dafür geschult und die können auch Entscheidungen treffen, ohne jeden Einzelfall nachzudenken. Lesen zu müssen, ja, dann muss ich mehr Verantwortung übernehmen. Aber das können die auch. Und wenn die dafür weiter noch fitter gemacht werden, werden die das auch in Zukunft noch besser können. Und wenn wir nicht mehr jeden Einzelfall in der LPO regeln, wird die dadurch automatisch schon schlanker. Wir müssen uns darüber Gedanken machen, Wollen wir alle Disziplinen in einem Regelwerk erfassen oder machen wir disziplinspezifische Geschichten und versuchen, die übergeordneten Dinge dann anders zu regeln? Also es sind viele Gedankengänge, die da im Moment eine Rolle spielen. Da sind natürlich unsere Verbände und Arbeitsgruppen alle mit an Bord. Aber unsere Aufgabe ist es, zeitgemäß zu sein. Und in vielen Dingen sind wir das noch nicht.
[SPEAKER 1]
[00:48:47-00:48:52]
Wird man denn analog den Niederlande in Deutschland auch ad hoc nennen können?
[SPEAKER 2]
[00:48:52-00:51:05]
Da müssen wir hin. Wir müssen ein flexibles Nennungssystem haben. Jetzt sagen viele vielleicht schon, haben wir doch alle schon super. Nein, haben wir in der Form noch nicht. Es ist nur nicht einfach genug. Auf der einen Seite reden wir über Digitalisierung und Zukunft, reden über KI. Auf der anderen Seite. Brauchen wir einfache Nennungssysteme, die beides ermöglichen. Planbarkeit für die Veranstalter. gleichzeitig maximale Flexibilität für den Turnierreiter. Jetzt können wir natürlich sagen, jetzt sagen mir die Turnierfachleute und Liebhaber, ja, ja, der Unterschied zwischen uns und auch dem benachbarten Ausland ist, dass ich im Ausland meine Ergebnisse, gerade bei diesen ganzen nationalen Events, die der Stadt Wien gar nicht registriert bekomme. In Deutschland bekomme ich den Erfolg aber anerkannt und registriert. Das ist schon mal ein großer Unterschied. Mag so sein, aber ich möchte vielleicht einfach nur reiten. Und möchte vielleicht aber trotzdem mich vergleichen zu können. Das heißt, wie können wir Rankings schaffen, Stichwort hier Erfolgsdaten, die wir gerade auch komplett modernisieren und auf den Prüfstand stellen. Ich möchte mich ja auch gerne in meinem Bereich vergleichen können und Bezugsgrößen herstellen. Wie stehe ich denn eigentlich hier zu meinem Kollegen aus dem Verein oder aus der Nachbarschaft? Und das Allerwichtigste ist, um zukunftsfähig zu sein, wir müssen den Spaß erhalten. Ich muss Spaß haben, aufs Turnier zu fahren. Und dafür muss ich die Dinge nehmen, die kompliziert sind und muss die Dinge reduzieren, die mir die Lust im Moment nehmen. Und nicht jeder möchte zur Veranstaltung fahren und sagen, ja, ja, mir ist jetzt aber ganz wichtig, dass ich hier Note XY habe und folgende Startmöglichkeiten, sondern der möchte mit einem guten Gefühl nach Hause fahren und sagen, es hat aber Spaß gemacht. Und das geht damit schon los, dass der Reh... der da am Tisch sitzt, mir etwas mitgibt, wo ich zu Hause weiter daran arbeiten könnte. Wenn ich aber abgewatscht werde und das Gefühl habe, ich werde erst mal schön klein gemacht, was ich wieder alles nicht hinbekommen habe, dann sage ich mir doch, möchte ich mir das in meiner Freizeit antun.
[SPEAKER 1]
[00:51:05-00:51:23]
Wir haben ja hier im Podcast auch den ein oder anderen Turnierveranstalter, der zuhört. Und du hast ja eben das Beispiel bemüht, Aachen als absoluter Leuchtturm, was können Kleine davon lernen? Fallen dir ein, zwei kleine Turniere ein, die das gut machen? Wen würdest du als Best-Practice-Beispiel nehmen?
[SPEAKER 2]
[00:51:24-00:52:48]
Hier in der Nachbarschaft beispielsweise, hier das Warendorfer Bereich, Ludger Schulze-Nius, der hier ein örtliches Turnier anbietet, sehr vielfältig, der das auch auf Social Media sehr, sehr eng begleitet. Da finde ich jeden Tag eine Tageszusammenfassung, was man heute erleben konnte, der ein Angebot geschaffen hat, was auf die Zielgruppe in der Region passt. Und wir stellen fest, wer sich hier beweglich zeigt, der hat auch Zulauf. Und das ist unser Ansatzpunkt, gute Beratung und Unterstützung zu geben, dabei die Zielgruppe richtig zu verstehen und die passenden Angebote zu haben. Weil das Regelwerk lässt alles zu, es wird nur nicht ausgeschöpft. Und jetzt können wir sagen, steht doch alles drin, liest doch mal nach. Nee, wir müssen... Das Angebot machen, hey, wenn ihr mögt, begleiten wir euch dabei und gehen. euch eine Beratung, wie ihr das Ganze angehen könnt. Und dann gucken wir doch mal hinterher, ob das geklappt hat. Das Gefühl zu haben als Veranstalter, ich bin hier nicht alleine, ich bekomme hier eine Unterstützung. Und ich glaube, dass auch unsere professionellen Meldestellen dann noch besser werden können. Das mag der ein oder andere... Vielleicht anders sehen, aber die haben noch einen ganz großen Einfluss darauf, was passiert. Und es geht nicht nur darum...
[SPEAKER 8]
[00:52:48-00:52:49]
Das ist schon so eine beratende Tätigkeit.
[SPEAKER 2]
[00:52:50-00:54:13]
So ist das. Das sind diejenigen, die gerne geholt werden, weil ich es selbst vielleicht eigenständig so nicht hinbekomme. Und wenn die sagen, so jetzt setzen wir uns mal hin, machen nicht das, was wir immer machen, sondern wir schauen uns mal wirklich an, was hilft euch, das Turnier zukunftsfähig zu machen. Was können wir an einem neuen Angebot machen? Müssen wir vielleicht noch mehr WBU-Charakter reinbringen? Brauchen wir vielleicht an der einen oder anderen Stelle eine Prüfung weniger oder mehr? Müssen wir auf bestimmte Zielgruppen mehr eingehen, die einfach einen geschützten Rahmen brauchen, dass sich der Amateur wohler fühlt? Oder bleiben wir bei dem klassischen Beispiel, was wir immer so gemacht haben. Wir neigen ja gerne mal, es gibt ja diese Sparkassenwerbung, wo es am Ende heißt, machen wir das jetzt? Nein, wir machen das, was wir immer machen. Mit den Fähnchen. Und das mit den Fähnchen. Das haben wir immer so gemacht. Das haben wir immer so gemacht. Ich liebe eigentlich diese Werbung, weil sie so symptomatisch ist. Für die Veränderungsbereitschaft, die wir vielfach haben. Und mein Wunsch ist es, und ich werde da zusammen mit meinem ganzen Team sicherlich alles daran setzen, wie schaffen wir es, mehr Veränderungsbereitschaft hinzubekommen, den Mut zu haben, Dinge auszuprobieren. Und da müssen, da können wir und da werden wir auch besser werden.
[SPEAKER 1]
[00:54:13-00:54:25]
Ich möchte nochmal auf das Thema GOT zu sprechen kommen. Du hast ja eben das auch angesprochen. Ist es realistisch, dass die GOT abgeschafft wird und wir zu einem freien Markt kommen?
[SPEAKER 2]
[00:54:25-00:56:27]
Ob das realistisch ist, das ist ein Blick in die Glaskugel. Das ist unser Ziel. Ich weiß, dass es ambitioniert ist. Aber es ist unsere tiefste Überzeugung. Warum sollen wir hier den freien Markt begrenzen? Das funktioniert auch in anderen Bereichen. Warum soll nicht der Tierarzt selbst entscheiden, was er aufruft, welche Kooperationen er am Ende mit seinem benachbarten Turnierveranstalter macht, welche Bundles er anbietet, wie auch immer. Es hat früher auch funktioniert. Ich verstehe. Turnierärzte müssen gut bezahlt werden und darum geht es uns auch gar nicht. Das ist total richtig, dass Tierärzte, die machen einen tollen Job, dass die auch gutes Geld verdienen müssen. Und es ist auch richtig, dass sie unter großen Zwängen stehen. Bereitschaftsdienste, Arbeit an Wochenenden, überhaupt noch Personal in die Kliniken und die Praxen zu bekommen, die das alles überhaupt machen wollen, geschweige Turnierdienste. Das sind große Zwänge und die müssen ihre Leute anständig bezahlen, um überhaupt noch Leute zu bekommen. Aber sie brauchen am Ende auch eine Kundschaft. Und wir stellen fest, dass die Sorgen und Nöten so groß geworden sind, dass wirklich viele sagen, ich kann mir das Pferd in der Form so nicht mehr leisten. Und deshalb arbeiten wir darauf hin, dass der freie Markt greift, dass, das ist unser Wunschszenario, die GOT in dieser Form abgeschafft wird. Und dass wir an der Stelle... Doch wieder deutlich mehr Flexibilität ins System kriegen. Und ich glaube nicht, dass am Ende die Tierarztschaft dabei in die Knie gehen wird, weil auch dort gilt, die Guten setzen sich durch und die anderen müssen darüber nachdenken, was sie anders machen müssen.
[SPEAKER 1]
[00:56:28-00:56:48]
Ein Thema, was ja auf Turnieren auch immer wieder... Sehr offensichtlich wird, ist die Tatsache, dass auch der Nachwuchs in Teilen fehlt. Wenn man es jetzt an verschiedenen Punkten ja schon berührt, aber wenn du es runterbrechen würdest, was sind so die Hauptsymptome der Zeit, dass wir es nicht schaffen, noch mehr Nachwuchs zu generieren?
[SPEAKER 2]
[00:56:49-00:59:52]
Problem ist, jetzt auf die Basis geschaut, nicht, dass wir kein Interesse haben. Wir haben viele, viele, viele Kinder und Jugendliche, die gerne reiten möchten. Wir begeistern sie durch unterschiedlichste Angebote für das Pferd. Man geht mit Pferden in die Kitas, man macht Angebote von Hobbyhorsing, Bastelanheiten. Vielfalt Pferd macht da ja auch sehr viel, um einfach nur das Thema Pferd näher zu bringen. Unser Punkt ist, dass wir volle Wartelisten haben, aber diese Wartelisten in den Vereinen und Betrieben nicht bedient bekommen, weil die Menschen und insbesondere die jungen Menschen nicht reiten lernen können. Es fehlt an ausreichenden... Pferde, die zur Verfügung stehen, vor allen Dingen Schul- und Lehrpferde. Und deswegen haben wir die Aktion 100 Schuhpferde plus ins Leben gerufen, die jetzt auch noch bis Ende 2027 läuft, wo wir auch Partner wie jetzt Aachen mit dem Bortan, die alleine mit uns auch 50 Pferde mobilisieren wollen, sind wir jetzt auf einem guten, ordentlichen Weg, aber noch nicht am Ziel angekommen. Nicht, weil wir am Ende mit 100 Schuhpferden und unterschiedlichen Paketen, die Deutschland reformiert haben, was das angeht, sondern dass wir dies zum Anlass nutzen und sagen, Traut euch wieder, Schulpferde anzuschaffen. Traut euch, Angebote zu machen, damit insbesondere Kinder, und Jugendliche reiten lernen können. Und dann bekommen wir es auch hin, aus einer Breite heraus, aus der Begeisterung, die für das Pferd da ist, wieder zählbare Mitglieder zu machen, zählbare Nachwuchs zu haben. Denn, ich weiß nicht, wie es bei dir jetzt war an der Stelle, die aller, aller, allerwenigsten fangen auf einem eigenen Pferd an. 100 Prozent. Und das ist unser Ansatz und da müssen wir ran und da müssen wir für mehr Sensibilität sorgen. Wir müssen Mut machen. Traut euch wieder. Nach Corona haben viele gesagt, den Schuhfährderbetrieb stampfen wir ein. Das ist ein zu hohes Risiko, zu hohe Kosten. Wir müssen Konzepte, und die gibt es, aufzeigen, dass es sich lohnt, auch wirtschaftlich lohnt, einen Lehrpferdebetrieb zu haben. Und wenn wir das in der Breite hinbekommen, dann haben wir schon einen großen Schritt geschafft. Und wenn wir dann diesen Übergang vom Reiten lernen, hin zum Turniersport geschmeidiger gestalten, dass wir den Einstieg in den Turniersport erleichtern. Dann sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg. Ideen gibt es, in der Praxis sind wir noch nicht gut genug in der Umsetzung. Aber da müssen wir ran. Also die Themen sind bekannt, sie sind identifiziert, Konzepte gibt es und wir müssen schauen, dass diese Konzepte jetzt... auch ans Greifen kommen und dass wir es dann auch am Ende messbar haben.
[SPEAKER 1]
[00:59:52-01:00:11]
Ist es nicht so, wir sind in einem Land von 82 Millionen, 4 Millionen Menschen sagen von selber, sie sind Reiter, dass eine Initiative Schulpferde 100 zu klein ist? Als ich es initial gelesen habe, dachte ich, 100 Schulpferde. Was sind 100 Schulpferde? Wir brauchen noch 10.000 Schulpferde, 20.000 Schulpferde. Ist es nicht zu klein?
[SPEAKER 2]
[01:00:11-01:01:11]
Absolut richtig. Wir müssen groß denken, aber wir müssen erst mal klein anfangen. Und wenn wir schon feststellen, wie herausfordernd das ist, in den Bereichen, in denen wir Zugriff haben, zu mobilisieren, dann Ziele sollen am Ende auch erreichbar und messbar sein. Jetzt hier an der Stelle in dem Projekt 100 Schulfälle plus, wir haben... Ja, so von unseren 7000 Vereinen, die wir ungefähr haben in Deutschland, haben sich jetzt so anderthalb, knapp 2000 um das Projekt beworben. Das ist schon eine sehr, sehr gute Zahl. Die sagen, hey, uns ist das wichtig, wir wollen daran. Und genau so geht es. Wir müssen das Bewusstsein schaffen. Und dabei darf es nicht bleiben. Und so fangen wir an, auch wenn die Zielsetzung sicherlich am Ende ist, auf große Zahlen zu kommen. Aber Schritt für Schritt.
[SPEAKER 1]
[01:01:12-01:01:59]
Wenn wir einmal jetzt wieder einen Schwenk machen Richtung Turniersport. Ihr hier mit den Bundeschampionaten habt einen arabischen Sponsor. Al-Shira, die Kollegen in Münster, das Turnier der Sieger ebenso, auch das Hamburger Derby. Und da gab es ziemlich schlechte Presse, muss man sagen, weil die Dame verschwunden ist. Wie kann sowas eigentlich passieren? Da habe ich mich auch jetzt danach nochmal gefragt, Und wie kann es passieren, dass jemand einfach verschwindet und ihr keinen Zugriff mehr habt, in dem Sinne, dass ihr auch quasi so, wo ihr zumindest in den Medien korportiert, bin auf deine Antwort auch gespannt, am Ende diese Gelder, die ihr im Rahmen eines Sponsoring-Vertrags habt, nicht bekommt.
[SPEAKER 2]
[01:02:00-01:02:14]
Also wir würden auch gerne wissen, wo sie ist. Also wenn ich die Antwort darauf hätte, wäre es leichter. Die Kommunikation lief bislang auch nicht direkt mit ihr, sondern über einen Generalbevollmächtigten.
[SPEAKER 1]
[01:02:14-01:02:15]
Der hier in Deutschland ist.
[SPEAKER 2]
[01:02:16-01:03:36]
Der international tätig ist und für uns. Deutsche Veranstalter, nicht nur fürs Bundeschampionat, sondern auch jetzt für Hamburg oder das Turnier der Sieger in Münster, Ansprechpartner war und auch ist. Und hier war die Situation, dass der im Grunde genommen den Zugriff nicht mehr hatte oder nicht mehr hat. Und dadurch entstand jetzt die Herausforderung. Ja, das ist sicherlich durch die Presse gegangen. Es ist aber jetzt auch einiges. in Bewegung gesetzt worden. Wir sind in Gesprächen, hier wird im Grunde genommen in der Organisationsstruktur vor Ort einiges offenbar neu gemacht. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die Dinge, die wir auch vereinbart haben, dass die am Ende auch erfüllt werden. Zumindest sind die Signale sehr, sehr positiv. Und ja, deswegen, ja, am liebsten habe ich auch nur positive Presse, das ist so. Nichtsdestotrotz ist es uns wichtig, dass der Gesprächsfaden als solches, hier steht und dass wir dann auch sehr zuversichtlich sind, dass die vertraglichen Vereinbarungen am Ende erfüllt werden.
[SPEAKER 1]
[01:03:37-01:03:51]
Das ging also auf hoher politischer Ebene. Also ihr habt da auch wirklich, zumindest was jetzt das angeht, sehr, sehr viel versucht. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass im nächsten Jahr nicht mehr Al-Shira vor den Bundeschampionaten steht im Namen.
[SPEAKER 2]
[01:03:52-01:04:23]
Wir haben erstmal einen Vertrag noch bis zum nächsten Jahr. Und das werden die nächsten Wochen dann auch zeigen, inwieweit die vertraglichen Vereinbarungen am Ende auch für das kommende Jahr gelten. Dazu werden Gespräche geführt werden. Und das kann ich dir heute noch nicht beantworten. Meine Antwort heute ist erstmal, wir haben einen laufenden Vertrag und wir gehen davon aus, dass dieser Vertrag dann in irgendeiner Form auch bindend ist. ist, ob er weiterhin seine Gültigkeit für das kommende Jahr haben wird, das wird sich zeigen.
[SPEAKER 9]
[01:04:24-01:04:47]
Ein Nachtrag für diese Podcast-Folge. Inzwischen gibt es eine wichtige Entwicklung. Al-Shiraa Stables hat die ausstehenden Rechnungen für das Bundeschampionat und das Turnier der Sieger beglichen. Damit sind die offenen Zahlungen für beide Veranstaltungen geklärt. Das bestätigte auch Pferdesport Deutschland. Wie die Zusammenarbeit mit dem Sponsor künftig weitergeht, ist allerdings noch offen.
[SPEAKER 1]
[01:04:48-01:05:10]
Hier bei uns im WeHaus-Podcast, lieber Dennis, gibt es die vier klassischen WeHaus-Fragen. Wir haben natürlich jetzt sehr, sehr viele Ebenen berührt hier in unserem Gespräch. Und du selber bist ja Voltigierer. Du kommst aus dem Pferdesport, warst selber auf höchstem Niveau unterwegs. Deswegen machen wir einen kleinen Schwenk in diese Richtung. Und erstmal ganz generell. Frage Nummer eins. Hast du ein Motto, nach dem du lebst?
[SPEAKER 2]
[01:05:10-01:05:31]
Nein, ich würde jetzt eins im Grunde genommen kreieren. Nein, da gibt es mehrere Grundsätze für mich. Aber einer ist sicherlich, aufgeben ist keine Option. Das ist sicherlich so ein Grundsatz, den ich auch gerne meinen Kindern vermittle. Das ist so das Erste, was ich so bei mir immer... setzt.
[SPEAKER 1]
[01:05:31-01:05:35]
Gut, du bist auch 20 Jahre in einem Verband. Muss man nicht diese Einstellung dann noch ein bisschen mitbringen?
[SPEAKER 2]
[01:05:35-01:07:05]
Ich glaube, ganz viel kommt aus dem Leistungssport, wie du es gerade gesagt hast, der mich geprägt hat über Jahrzehnte hinweg. Ohne den Sport, auch wenn es ein nicht-olympischer Sport war, weil du hast es gerade gesagt, ich habe in den vielen, vielen Jahren auf internationalem Niveau, habe mich auch bemüht, da erfolgreich zu sein, betrieben und der prägt einen natürlich. Und im Leistungssport lernt man, wenn sich irgendwo... Wenn irgendwas nicht funktioniert oder sich eine Tür schließt, dann öffnet sich wieder auch eine andere Tür. Oder wenn dieser Weg nicht funktioniert hat, dann suche ich mir einen anderen Weg. Und diese Disziplin, das Durchhaltevermögen, immer ein Ziel vor Augen zu haben, das habe ich für meinen... Beruflichen Kontext übernommen. Nicht, dass ich mir gesagt habe, das ist jetzt meine Leitlinie, sondern es ist das, was ich im Sport erlebt habe. Deswegen ist es ja auch so wichtig, zu zeigen, dass Leistung ist noch ein Wert. Und Leistungssport vermittelt das zunächst spielerisch, aber später auch hilft mir das, mich zu strukturieren, meinen Tag zu strukturieren und auf Ziele ganz stringent hinzuarbeiten. Ja, ich glaube, das ist schon sehr prägend für mich gewesen, auch für das, was ich jetzt aktuell beruflich mache und auch so, wie ich durchs Leben gehe.
[SPEAKER 1]
[01:07:05-01:07:10]
Frage Nummer zwei. Gibt es eine Person, die dich im Hinblick auf die Pferde besonders geprägt hat?
[SPEAKER 2]
[01:07:10-01:07:50]
Ja, ganz klar. Das ist am Ende meine Familie gewesen, mein Vater insbesondere. der auch im Grunde genommen damals zu uns Kindern gesagt hat, wo wir Quereinsteiger waren, wir waren keine Familie, wo wir das über Generationen weitergegeben haben, der gesagt hat, da gibt es was mit Pferden, wollte das mal ausprobieren. Und dann hat sich die ganze Familie schrittweise... Da rein gearbeitet und das wurde zu einer absoluten Passion bis heute. Und das hat mich sehr geprägt und dafür bin ich sehr dankbar.
[SPEAKER 1]
[01:07:50-01:07:58]
Frage Nummer drei. Wenn du Reitern bzw. Pferdemenschen eine Sache im Umgang mit ihren Pferden auf den Weg geben könntest, was wäre es?
[SPEAKER 2]
[01:07:59-01:08:00]
Seid gut zu euren Pferden.
[SPEAKER 1]
[01:08:00-01:08:04]
Und dann zum Abschluss vervollständige diesen Satz, Pferde sind für mich.
[SPEAKER 2]
[01:08:04-01:08:07]
Fährte für mich eine absolute Passion.
[SPEAKER 1]
[01:08:08-01:08:09]
Lieber Dennis, vielen Dank für deine Zeit.
[SPEAKER 2]
[01:08:09-01:08:10]
Gerne, hat mich gefreut.
[SPEAKER 1]
[01:08:10-01:08:28]
Und weiterhin viel Fortün bei der Aufgabe. Und ich glaube, das ist ja auch im Interesse von allen, dass die FN reüssiert, auch wenn ihr häufig natürlich auch in der Kritik steht. Glaube ich, ist es wichtig, einen Verband zu haben, der auch erfolgreich ist. Alle Daumen gedrückt und alles Gute.
[SPEAKER 2]
[01:08:28-01:08:30]
Vielen Dank. Ciao. Tschüss.
[SPEAKER 1]
[01:08:31-01:08:42]
Diese Folge wurde produziert von Olivia Herrmann, Vermarktung Carolina Hofmann und die Organisation Nikolaus Schweiger. Wenn ihr mögt, hören wir uns das nächste Mal beim WUOS Podcast.


















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