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Das 1. Gold für Team D, Hemmer überragend, Buschis in den Startlöchern - Folge 2

Deutschland gewinnt bei der Heim-WM in Aachen die erste Goldmedaille – und setzt in der Dressur ein Ausrufezeichen. Jan Tönjes und Christian Kröber sprechen über den historischen Team-Erfolg, die überragende Leistung von Katharina Hemmer und die Medaillenchancen im Grand Prix Special. Außerdem blicken sie auf den Auftakt der Vielseitigkeit und die deutschen „Buschis“, die in den Startlöchern stehen.

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Produktion: Olivia Herrmann

Vermarktung: Carolina Hofmann

Podcast Transkript

Dieses Transkript wurde durch eine KI erstellt und nicht gegengelesen.

[SPEAKER 1]
[00:00:02-00:00:07]
Das WeHors Equipages WM-Spezial mit Jan Tönnies und Christian Kröber.

[SPEAKER 2]
[00:00:14-00:00:46]
Hier kommt Folge Nummer 2 unseres WM-Special-Podcasts. Der erste Medaillensatz ist verteilt. Deutschland holt das erste Mal seit den Weltmeisterschaften von Tryon 2018 die Mannschaftsgoldmedaille in der Dressur. Es war ein Tag zum Genießen in Aachen aus deutscher Sicht. Es ist insgesamt das 13. WM-Dressur-Teamgold in der Historie der Bundesrepublik Deutschland und natürlich bei der Heimweltmeisterschaft der perfekte Auftakt. Und damit einen schönen guten Morgen, lieber Jan.

[SPEAKER 3]
[00:00:46-00:00:48]
Guten Morgen, lieber Christian.

[SPEAKER 2]
[00:00:48-00:01:15]
Ja, Deutschland gewinnt den Teamwettbewerb in der Dressur mit 235,063 Prozent, addiert über die drei dann gewerteten Ergebnisse, knapp vier Prozent vor dem Team Großbritanniens. Bronze geht an Dänemark. Auch wenn es am Ende beim Ritt, lieber Jan, von Isabel Wert nochmal eng wurde im Verlauf der Prüfung, ist es dann doch der ersehnte und am Ende auch erwartete Triumph für das deutsche Team.

[SPEAKER 3]
[00:01:15-00:02:05]
Also ersehnt sicherlich. Und ich habe gestern noch mit Carsten Soestmeier, der ja dankenswerterweise auch unseren Jingle gesprochen hat, gesprochen. Und der sagte, er war gestern Morgen wirklich noch schnell nach Köln beordert worden. ins Morgenmagazin, weil die nämlich da schon gemerkt haben, Mensch, da passiert was. Und das ist ja das Spannende. Wir in der Pferde-Bubble oder in der Pferde-Sport-Bubble, um es noch präziser zu machen, klar, wir fiebern da mit und so, aber so eine Weltmeisterschaft im eigenen Land, das hat eben auch eine wahnsinnige Außenwirkung. Und das war eben so, dass nach zwei Ritten schon gesagt wurde, da kann was passieren in Aachen, das ist spannend. Und deswegen musste Carsten da einmal im Oma erzählen, was Sache ist. Und da hat er sich schon optimistisch geäußert, so wie ich ihn verstanden habe. Und gestern um, wann war das so, 17.45 Uhr, wussten wir, hat geklappt. Gold.

[SPEAKER 2]
[00:02:05-00:02:35]
Wenn man jetzt drauf schaut auf die Einzelresultate, wir haben ja im ersten Podcast, in der ersten Folge über den Herrentag gesprochen. Es ging los mit Raphael Netz und Frederik Wandres, die beide schon gut vorgelegt haben. Raphael Netz, der nahe an seinem Personal Best tritt und auch Frederik Wandres, der einfach eine extrem zuverlässige Runde geliefert hat und auch den Grundstein damit gelegt hat. Nach diesem ersten Tag, nachdem Deutschland auch in Führung lag.

[SPEAKER 3]
[00:02:35-00:04:08]
Ja, die Herren haben gut vorgelegt. Herrlich fand ich Freddy, der dann vorgestern in der Mixzone, wo immer die Interviews stattfinden, sagte, also zwischen X und G, G ist der Punkt, an dem man anhalten muss zum Schlussgruß im Grand Prix, da liegt ein riesengroßer Stein, den müssen sie erstmal rausrollen, damit die morgen reiten können, so sagte er vorgestern. Das ist der Stein, der mir vom Herzen gefällt. Und das fand ich schon sehr offen, weil viele ja sagen, naja, wir sind cool und das Mannschaft, ja, blub. Aber Freddy, der ist schon ein sehr emotionaler Mensch und der hat da wirklich aus seinem Herzen gar keine Mördergrube gemacht, hat mir echt unwahrscheinlich Respekt auch abgenötigt. Weil du dich natürlich auch gleich ein bisschen verwundbar machst, wenn du sagst, ja doch, ich habe Nerven, wenn ich für Deutschland in Aachen auf den heiligen Rasen da reiten darf, auch wenn da jetzt noch ein kleiner Sandkasten in 2060 aufgeschüttet ist. Also das war wirklich... Das war gut, das war wichtig und dann kam natürlich gestern Katar Hemmer mit den Noir und das war einfach der, der jetzt haue ich mal einen raus, eigentlich mindestens hätte zweiter werden müssen. Das war Dressurreiten vom aller, aller, aller, aller, können wir jetzt nochmal so einen Dauerloop machen, aller, aller, aller, aller schönsten, besten Klasse. Das war irre. Und Katja, die ist wirklich kalt wie eine Hundeschnauze. Die sagt, so mit Druck habe ich ja nicht so viel am Hut. Aber war trotzdem ganz gut, dass die Jungs vorgelegt haben. Also das war schon toller Red.

[SPEAKER 2]
[00:04:08-00:04:35]
Sie ist ja zum perfekten Zeitpunkt in Form gekommen. Personal Best, also das beste Resultat auf internationalem Niveau in einem Grand Prix de Dressage ever in ihrer Karriere. 79,224. Viele haben gesagt, wie du gerade auch, eigentlich hätte man noch einen Schnaps mehr auch sehen können bei ihr. Sie ist damit... Im erweiterten Favoritenkreis mit so einer Leistung dann zumindest auch im Grand Prix Spezial.

[SPEAKER 3]
[00:04:36-00:05:59]
Ja, das wird ganz spannend. Der steht jetzt ja erst morgen dann dran, am Freitag auf der Liste. Und da darf man ja auch im Hinterkopf haben, dass sie im Crozet bei den Europameisterschaften im vergangenen Jahr im Spezial... Vierte geworden ist. Isabel Wert damals mit Wendy Dritte, also so eine ähnliche Konstellation, wie wir sie gestern im Grand Prix hatten, wo dann Isabel Vierte und knapp dahinter Katar Fünfte war. Und da kann man nur hoffen, dass die Richter, die sie offensichtlich noch nicht als den Big Name abgespeichert haben, den sie verdient zu tragen. Moni Torescu, die Bundestrainerin, hat das so herrlich gesagt, muss ich schnell einfügen, bei der Pressekonferenz, die auf Englisch stattfindet, klar, es ist eine Weltmeisterschaft, und sagt, you know, in the future, I think we should change the name a little bit. It's not... Katar Hammer with an E, but Hammer with an A, because this ride was just a hammer. Also sie sagt, macht aus Katharina Hammer lieber Katharina Hammer, weil das so ein hammergeiler Ritt. Hat jetzt Moni so nicht gesagt, aber ich glaube, sie hat es gemeint. Also da bin ich im Speziell ganz, ganz optimistisch, denn das werden die Richter auch merken, dass wirklich alle gesagt haben, Eigentlich toll gerichtet, aber ganz am Ende so in der Spitze. Und dann kam immer wieder, also dieser Ritt von Katharina Hemmer, der hätte doch wirklich was.

[SPEAKER 2]
[00:06:01-00:06:07]
Wenn man es sieht in der Kiss & Cry Corner, wie Trainer Hubertus Schmidt auch mitgeht, da gibt es ein ganz cooles...

[SPEAKER 3]
[00:06:07-00:06:10]
Ja, Trainer kommt ja von Tränen, das haben wir gesehen bei Hubertus.

[SPEAKER 2]
[00:06:11-00:06:24]
Und da gibt es ein ganz cooles Insta-Reel, wo man ganz nah dran ist, wo man auch sieht, wie er wirklich jede Lektion mitlebt und richtig sprichwörtlich aus dem Sattel geht. Welche Rolle spielt Hubertus Schmidt in dieser Konstellation?

[SPEAKER 3]
[00:06:25-00:08:01]
Da muss man die Dreierkonstellation angucken. Also Hubertus, Kata und Denoir. Die Geschichte ist ja die, das Denoir kann man übrigens auch auf Equipages alles nochmal nachlesen. Wir haben sowohl Denoirs Biografie als auch Katars Biografie da extra bei uns auf der Webseite. Denoir kam zu Hubertus als ein Hengst, der sich leider als unfruchtbar herausgestellt hatte, der dann über die Oldenburger Auktion als Reitpferd verkauft worden war. Und der landete bei Hubertus. Und damals war Katta vielleicht noch in der Lehre, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall, wenn dann war sie gerade fertig, ausgelernt. Pferdewirtin. Und hat den dann erstmal zu reiten bekommen. Junges Pferd, da setzt sich ja so ein Reitmeister nicht gleich drauf. Und dann hat sie ihn bis zur Pferde-M ausgebildet. Zweimal geritten, zweimal gewonnen, glaube ich, so ungefähr, sechsjährig. Und siebenjährig hat Hubertus übernommen, hat den dann gleich Nürnberger Burgpokal-Quali in Hagen bei Horses and Dreams geritten und war da, müsste ich jetzt nachgucken, ich glaube, er hat auch gleich gewonnen oder war... Siegreich in der Einlaufprüfung. Also es lief super so. Dann ging er dann eben auch Louis d'Or beim Finale. Luidor-Preis, tolles, eines der besten Nachwuchs-Grand Prix-Pferde Deutschlands. So, und dann hatte Hubertus diese schreckliche Diagnose, dass er nicht mehr reiten kann. Und dann stand durchaus auch im Raum, so ein Pferd ist dann ja auf einmal auch gern mal das ein oder andere Millionchen mehr wert, wenn es denn schon mit so hohen Wertenzahlen Grand Prix gegangen ist. Der vielleicht verkauft werden wird. Und da hat die Besitzerin, Nancy Gooding, Amerikanerin, die eine koffeinhaltige oder deren Familie eine koffeinhaltige Brause weltweit vermarktet.

[SPEAKER 2]
[00:08:01-00:08:03]
Ja, ich glaube, die können zweimal am Tag auch warm essen.

[SPEAKER 3]
[00:08:04-00:09:34]
Die können warm essen und Ich weiß nicht, ob ich zu einem guten Essen unbedingt diese Brause nehmen würde, aber das muss ja jeder für sich entscheiden. Das ist auch ein anderes Thema. Auf jeden Fall hat die dann irgendwie gesagt, nee, der soll jetzt von Qatar weitergeritten werden. Also das war ja schon mal besonders, dass Qatar auf einmal quasi in den Grand Prix Sport hineinwuchs mit diesem Pferd. Und ich meine, das ist jetzt irgendwie... Drei Jahre her. Und dann reitest du eine 79 Prozent, die eigentlich eine 82 Prozent war in Aachen. Das ist toll. Und Hubertus, der ist halt mit, du hast es genau beschrieben, also ich habe dieses Reel nicht gesehen, aber so kenne ich Hubertus auch. Der geht da mit, der reitet jeden Wechsel und so. Und das war das. Alles andere als cool. Katta ist super cool und sie sagt auch schon so bei der Familiarization, das schlimmste Wort, obwohl ich Englisch studiert habe, kriege ich es nicht über die Lippen. Also sprich, wenn die Pferde sich einmal das Stadion angucken können, da ist... ist hier reingeritten, so ganz am langen Zügel, das hat sie auch heute Morgen nochmal genannt, sie hat wirklich nur an der Schnalle, dass der selber seinen Weg gehen konnte und selber gucken konnte und Hubertus sagt, ach, der ist ja gar nicht nervös, der ist ja gar nicht nervös. Und Kata sitzt dann und sagt, nö, warum soll er auch so? Und also Hubertus fiebert mit, ist... Ja, das ist toll. Auch Doris, Hubertus'Frau, das ist ja wirklich, also dieser Fleinhof, das ist ja wirklich wie eine Familie und also eine Familie im besten Sinne. Und das, das, ja, das, das ist schon, also für mich ist das auf jeden Fall das erste Highlight dieser WM. Mal sehen, was noch kommt.

[SPEAKER 2]
[00:09:35-00:10:12]
Lass uns auf die anderen Nationen schauen. Zweiter Platz an Großbritannien, das titelverteidigende Team. Dann Dänemark auf drei. Wenn man Großbritannien jetzt anschaut, wie wir ja in unserer ersten Folge prognostizierten, Fiona Bigwood mit Donna Bella, das Streichergebnis. Was mich überrascht hat, Jagger Bomb und Becky Moody underperformed. Karl Hester mit Fame 77% und dann Charlotte Fry und Glamour Dale 80%, 80,3%. Wie ordnest du die Briten ein nach dieser Teamwertung?

[SPEAKER 3]
[00:10:13-00:11:43]
Die sind auf jeden Fall... Weiter gut im Auge zu behalten. Lottie Fry mit Glamourdale, immerhin ja Titelverteidiger. Die haben ja zweimal Gold gewonnen in Herning vor vier Jahren. Aber da war das ein ganz anderes Pferd. Da gab es ja das Schütteln. sehr schnell Diskussionen, dass das so ein hässliches Pferd war. Der war noch sehr jung und der war dann ein bisschen euphorisch beurteilt worden und Piaffen funktionierten noch nicht so gut. Da gab es viele Dinge, die nicht so waren, aber es gab diese riesengroße Galoppade und es gab diese Fotos vom starken Galopp in diesem Fußballstadion. Das hatten wir auch in der ersten Folge kurz erwähnt in Herning. Karl, der ist vor 36 Jahren seine ersten Championate geritten vor 36 Jahren. Der genießt das noch. Der sagte auch so, so nach wie vor schlaflose Nächte, wenn ein Championat ansteht. Der hat aber natürlich, weil er jetzt seinen Abschied aus dem Championsport nimmt, sicherlich auch noch einiges vor. Und Becky Moody, ja. Gott, meine Güte, der hat halt in der ersten Trabverstärkung, ist ja angaloppiert. Das ist vielleicht blöd. Also was heißt nicht vielleicht? Das ist ganz sicher blöd und ärgerlich. Also das kann passieren. Danach, muss ich sagen, ging das Pferd sehr gut. Ich glaube, die besten Piaffen, die ich von dem bis jetzt gesehen habe, die waren immer gut gesetzt. Also insofern, da ist Luft drin. Und da dürfen wir auch nicht vergessen, Kür. Ich meine, die hat das Weltcup-Finale in diesem Jahr gewonnen. Mit einer tollen, schweren Kür. Und die ist herrlich. Also ich weiß nicht, hast du die mal getroffen, Becky Moody?

[SPEAKER 2]
[00:11:43-00:12:07]
Nee, ich habe die persönlich noch nie kennengelernt. Aber ich habe das schon gehört. Also alle, die von ihr berichten, sagen, die ist fantastisch. Ich habe gehört, die ist letztens auf die Nachwuchs-Europameisterschaft nach Olmütz eingeflogen worden. Um da den... Nachwuchsreitern nochmal so ein bisschen Aufmunterung und Motivation mitzugeben. Alle sagen nur, die ist mega.

[SPEAKER 3]
[00:12:07-00:13:25]
Ja, die ist mega. Das trifft es. Also die kommt ja aus Yorkshire. Das ist ja da ein bisschen weiter Richtung Nordengland. Und das ist... Aus der Ecke kommen, glaube ich, auch im Springsport die Whittakers. Die sind ja eher nicht so gesprächig in der Gesamtfamilie. Also Becky, die ist so wirklich, das ist so ein English Girl, die ist so ein bisschen kräftiger. Und mit ihren Schwestern hat die da diese Reitanlage aufgebaut. Der ist auch noch selbst gezogen, Jacob Bomb. Also das ist, aus ihrer Stute hat sie den selbst gezüchtet, Dante Veltino, der Vater. Dann war der so hässlich, Entschuldigung, er ist so hässlich, muss man ja so sagen. Das ist wirklich, ich glaube, das hässlichste Pferd, das ich von Dante Veltino kenne. Aber den wollte keiner kaufen. Deswegen hat sie den behalten. Und jetzt reitet sie da oben mit. Und wenn die so erzählt, die lacht und die ist fröhlich und das ist überhaupt nicht aufgesetzt. Die hat Spaß. Also die kannst du dir vorstellen, dass du in so einen Pub gehst, wo vielleicht auch noch geraucht wird, wo du erstmal gleich einen Pint von der Anateke angeboten kriegst und ehe du dich versiehst, hast du wahrscheinlich ein paar Darts-Pfeile in der Hand und musst mit ihr eine Runde Darts spielen. Also die ist klasse, die ist lustig, die ist witzig, die genießt das und die sagt, ja, da drin hat der natürlich auch die Atmosphäre gespürt, aber dann lacht sie schon wieder und also... Kür und Becky, also toller Typ.

[SPEAKER 2]
[00:13:25-00:13:33]
Becky, if you are listening to this, Jan and I would like to go to a pub with you. Bitte weiterleiten.

[SPEAKER 4]
[00:13:33-00:13:37]
Ja, definitely. Go for it. And I go for a stout.

[SPEAKER 2]
[00:13:38-00:13:51]
Lass uns einen Strich drunter machen unter den Teamwettbewerb in der Dressur. Du, lieber Jan, hast getippt, wenn ich mich recht entsinne, UK vor Deutschland vor Dänemark.

[SPEAKER 4]
[00:13:51-00:13:53]
Ja, Eraro.

[SPEAKER 2]
[00:13:53-00:14:07]
Mein Tipp war Deutschland vor UK und dann habe ich einen Außenseiter-Tipp gemacht, Niederlande. Damit lag ich aber auch völlig daneben. Also zumindest 1 und 2 bei mir richtig, du hast dann die Bronze-Medaille richtig.

[SPEAKER 3]
[00:14:07-00:14:25]
Ich könnte jetzt ganz, ganz, ganz altklug darauf hinweisen, dass ich zumindest alle Podiumsmannschaften richtig hatte. Aber ich glaube, wir sprachen dann auch über glaskugel.de und das Rückgaberecht. Ja, kommt halt auch immer darauf an, wie die Würfel da aus diesem blöden Becher purzeln. Das muss man ja so sehen.

[SPEAKER 2]
[00:14:26-00:14:57]
Wenn man jetzt drauf schaut, Einzelwertung steht für die Ressortreiter an. Freitag, speziell Samstag unterflutlich die Kür. Die fünf, die wahrscheinlich jetzt in der wirklichen... Endverlosung sind unter den Experten sind Catherine Laudrup de Four, Justin Verboomen, Charlotte Fry, Isabel Wert und dann erweitert Katharina Hemmer. Wenn man jetzt aus deutscher Sicht guckt, was muss Isabel Wert jetzt tun, um Catherine Laudrup de Four zu schlagen?

[SPEAKER 4]
[00:14:57-00:14:58]
Oh, wow.

[SPEAKER 3]
[00:15:00-00:16:38]
Ganz komplexe Frage, so einfach sie klingt. Erstmal muss man sagen, gucken wir uns erstmal Katrine an. Katrine hat im vergangenen Jahr in Crozet den Grand Prix bei den Europameisterschaften gewonnen, aber keinen Einzeltitel. Sie hat das Jahr davor bei den Olympischen Spielen in Paris gewonnen. Den besten Grand Prix gezeigt, war Vorderlehrer, hat aber keinen Einzeltitel gewonnen und war in der Kür Fünfte, wenn ich mich recht entsinne. Das heißt, super Auftakt von dem Paar kennen wir. Aber ob sie die Kraft haben, so kontinuierlich weiterzumachen, muss man sehen. Also da, was muss Isabel tun? Also erstmal muss Katrine, wenn man die jetzt als diejenige, die es zu schlagen gilt, definiert, kontinuierlich so weitermachen. Isabel muss auf jeden Fall fehlerfrei bleiben. Aber also um den Kürtitel da... Da kämpfen noch ein paar mehr. Mal sehen, Justin Verboom war gestern wirklich, muss man klar sagen, so schlecht, wie ich den noch nie gesehen habe. Wurde Zweiter. Die Richter haben das vergessen, dass der, also nein, die haben nicht vergessen, dass der doch eigentlich immer ganz gut ist. Da waren einfach so ein paar Unsauberkeiten drin. Dann auch noch ein dicker Fehler in den Einerwechseln, also den fand ich überbewertet. Sonst mag ich dieses Paar super gerne. Also harmonisch, schwungvoll, toll. Also kurzum, Kür prognostiziere ich. Ich jetzt mal gerade gar nicht, weil glaskugel.de ist gerade ein Fehler 404, ist gerade under construction. Offline. Ja, ist offline.

[SPEAKER 2]
[00:16:38-00:17:10]
Dann lass uns auf den Spezial schauen. Lass uns auf den Spezial schauen. Die sind ja dicht beieinander. Wenn man jetzt schaut, man hat das Gefühl gehabt, Freestyle und Lauderup de Four, die waren schon nah am... An ihrem Maximum, da geht vielleicht noch ein bisschen mehr, aber alle anderen drehten noch nicht im hohen Drehzahlbereich. Und gerade jetzt aus deutscher Sicht ist natürlich Isabel Wert mit Wendy de Fontaine diejenige, die wahrscheinlich die größten Chancen hat, in die Medaillenränge einzubrechen. Was muss sie tun? Für den Spezial.

[SPEAKER 3]
[00:17:10-00:18:24]
Sie müsste den starken Schritt richtig gut hinbekommen. Sie müsste auf jeden Fall die ganzen Wechseltouren fehlerfrei hinbekommen. Und nur noch mal zur Erinnerung, gestern hat es in den Einern nicht geklappt, wobei die ersten zehn oder elf, die waren gut, die waren sogar richtig gut. Und dann kam erst der Fehler, aber im Grand Prix Spezial gibt es einmal 15 Einer und dann gibt es ja zwischen den Pirouetten auf der Mittellinie auch nochmal einen neuen Einerwechsel. Das heißt also, wenn man so will, dann sind da dreimal die Klippen drin, oder die Lektionen drin, die sich in der jüngeren Historie von Wendy und Isabel Wert immer wieder als das größte Problem herausgestellt haben. Passage Piaf funktioniert, klar, super, also da werden die Pupen, aber da ist die Konkurrenz auch nicht so schlecht. Ich würde in meiner Katar-Euphorie sagen, vor der muss die restliche Konkurrenz auch Sorge haben, denn gerade der Grand Prix Special, wo es ja am Anfang sehr viel diesen Wechsel zwischen starkem Trab an der langen Seite, Passagen und versammeltem Trab gibt, und der kann ja passagieren und der ist ja in der Form seines Lebens, also da... Vergesst mir mal die Kater nicht, möchte ich mal sagen.

[SPEAKER 2]
[00:18:25-00:18:32]
Das ist eigentlich ja die Geheimfavoritin. Katharina, The Hammer, Hammer und den Noir auf einer Medaille.

[SPEAKER 3]
[00:18:32-00:18:32]
Ja.

[SPEAKER 2]
[00:18:33-00:18:38]
Wir müssen tippen jetzt. Wir müssen tippen, Jan. Deine Top 3 im Spezial.

[SPEAKER 3]
[00:18:38-00:18:40]
Oh. Auch noch in Reihenfolge.

[SPEAKER 2]
[00:18:40-00:18:41]
In Reihenfolge.

[SPEAKER 3]
[00:18:41-00:18:43]
Also eine Einlaufwette.

[SPEAKER 2]
[00:18:44-00:18:45]
Der Medaillensatz.

[SPEAKER 3]
[00:18:45-00:18:57]
Der Medaillensatz. Weißt du, wie früh am Morgen das ist? Ich weiß nicht, Hamburg und Belgien unterscheiden sich in den Zeiten. Du bist schon so ausgeschlafen. Meine Güte, ich habe mir gerade ein Hemd noch angezogen.

[SPEAKER 2]
[00:19:00-00:20:10]
Dann lege ich vor, Jan. Ich lege vor, dann hast du noch ein bisschen Bedenkzeit. Ich glaube, dass die Form von Mount St. John Freestyle und Laude de Four unglaublich stabil ist. Ich fand es schon wirklich überzeugend in der Teamwertung und da wird man auch noch den einen oder anderen Prozentpunkt rausraten können. Ich glaube, dass sie Weltmeisterin wird im Spezial. Isabel Wert als beste Dressurreiterin aller Zeiten wird ihre Silbermedaille gewinnen, denn sie weiß ganz genau, dass sie in der Teamwertung das Ergebnis auch nach Hause reiten musste. Du hast die Probleme angesprochen in den fliegenden Wechseln. Da wird die auch noch dran tüfteln. Da bin ich mir sicher, auch wenn das ein längeres Thema ist, vor Home-Crowd, vor heimischem Publikum in Aachen, die werden steil gehen. Isabel Wert 2. Und dann ist es Bronze zwischen Verboomen und Fry. Da sehe ich irgendwie, weil ich teile deine Meinung, mir hat Sonic auch nicht gut gefallen. Ich glaube an Glamour Dale und Charlotte Frye auf Bronze. Jetzt du.

[SPEAKER 3]
[00:20:11-00:21:17]
Jetzt ich. Ja, Sonic Plus ist so ein bisschen die Wundertüte. Der ging wirklich nicht gut gestern. Und muss man sehen, Justapher Bohm ist ja sehr introvertiert, zurückhaltend. Den kann ich nicht einschätzen. Nimmt der daraus die Power? Also bei Isabel Wert weiß man, wenn die im Grand Prix nicht so gut war, dann... Gibt die im Spezial 170 Prozent und dann läuft das. Insofern, der Grand Prix war jetzt aber nicht so schlecht bei Isafel, muss man auch sagen. Aber gut, die wird motiviert sein, auf jeden Fall. Also in Aachen und in Deutschland und, und, und, und. Sagen wir mal so, ich verliere gerne, aber ich sage, sage ich das wirklich? Doch, ich sage jetzt, Katar wird Weltmeisterin. Weil das war für mich der schönste, beste. Ritt. Gut. Muss auch noch mal im starken Schritt ein bisschen was machen, aber egal. So, also Kata 1, Katrine 2, Glimmerdale, Wendy, Christian Verbogen, Ex-Equo auf 3.

[SPEAKER 2]
[00:21:18-00:22:19]
Okay, da sagst du ja, wenn das so kommt, dann wird am Montagmorgen Katharina Hemmer zur Ehrenbürgerin von Borchen-Etteln ernannt, wird sich ins goldene Buch der Stadt eintragen und ich glaube, die werden dann zwei Wochen durchfeiern. Wenn das so kommt, also mein Segen hast du, Katharina, the Hammer, Hammer, auf eins, wir werden es erleben. Gut, das war die Dressur. Kurz ein Wort noch zur Eröffnungsfeier, die am Dienstag stattfand. Bunt, emotional, fröhlich, Aachen-like, das was ich so gehört habe. Vier Königshäuser waren da, unter anderem die Königin von Dänemark, Parade der Nationen. Yvonne Katterfeld hat die Nationalhymne gesungen, die Quadrille der Deutschen Landgestüte, 20 Jahre nach 2006, als die auch alle zusammen da waren. Auch in Veranstalterkreisen hat man sich sehr zufrieden gezeigt. Wie hast du die Eröffnungsfeier gesehen?

[SPEAKER 3]
[00:22:19-00:24:41]
Also ich kenne Aachener Eröffnungsfeiern und war da ein bisschen skeptisch, nicht? Aber ich habe gedacht, wie wollen die da einen draufsetzen? Weil das ist schon... Und vor allem diese Stadien, das ist 150 mal 120 Meter groß. Du musst so viele Quadratmeter bespielen, damit auch jeder Zuschauer irgendwie auf seine Kosten kommt. Das ist ja schlechterdings unmöglich. Und das haben die wirklich grandios gelöst. Ich habe Theresa Doms-Warnecke gestern beim Mittagessen zufällig getroffen. Und da habe ich ihr echt spontan gratuliert. Also Theresa macht das zusammen mit... Volker Raulf, dessen Tochter auch ganz maßgeblich in der Orga da mit drin steckt. Was die da... An Mengen von Pferden und Menschen bewegt haben. Irre. Also das ging ja schon mal los. 67 Nationen sind insgesamt in den sechs Disziplinen am Start mit 609 oder 611 Pferden oder irgendwie sowas bummelig. Dann haben die da wirklich 67 Menschen mit 67 Nationalflaggen reingaloppieren lassen. So, 67 Stück. Da ist aber das Aachener Stadion noch nicht voll. Also nochmal irgendwie zwei Volgigierpferde und die ganze Disziplin. Und dann hatten sie super Idee, unter anderem war ein anderes Bild, aber fand ich auch klasse, den gesamten deutschen Nachwuchs. Dann diese ganzen Tänzergruppen. Und dann haben sie ja auch die ganzen Aktiven, die sind ja von den Tribünen auf das Field of Play, also ins Stadion runtergegangen. War dann super, weil bei uns in der Pressestelle die unterhalb der Tribüne, die quasi in Sichtweise aufs Stadion links des Sprecherturms da ist. Wir kamen einfach nicht hoch auf unsere Plätze, um das Ganze uns anzugucken, weil da überall Teilnehmer standen, die irgendwelche Flaggen in der Hand hatten. Ja, also das war schon irre. Die Landgestüte, muss ich sagen, das ist immer wieder beeindruckend, aber das... Die waren schon sehr lange in dem Stadion. Das war schon gigantisch. Am Ende dann mit Wasser und Feuer und Hasse nicht gesehen. Und ja, Yvonne Katterfeld, da war ich gerade irgendwie sonst wo. Da wurde mir nur bedingt, sie habe doch die Nationalhymne. Ich zitiere eine unbekannte, also eine mir bekannte Quelle, die ich aber nicht preisgeben darf. Das sei doch etwas knödelig gewesen in der Stimme. Weiß ich nicht.

[SPEAKER 2]
[00:24:41-00:25:17]
Heute geht es dann los für die Vielseitigkeitsreiter, im Übrigen auch für die Voltigierer, die auch heute loslegen. Das Team der deutschen Mannschaft setzt sich zusammen aus Marlin Hansen-Hothaupt, Michael Jung, Julia Karewski und am Ende Libussa Lübecke. Christoph Wahler wird als Einzelreiter an den Start gehen. Heute zunächst in der Dressur, wenn ich es richtig gesehen habe, Libussa Lübecke. Die anderen sind dann morgen dran. Was hörst du so aus dem Vielseitigkeitslager? Du bist ja auch da eng dran. Wie schätzt man da die Chancen und die Stimmung ein?

[SPEAKER 3]
[00:25:18-00:25:56]
Also die sind sehr optimistisch. Die haben ja eine besondere Situation, weil eben der Bundestrainer bei Peter Thomsen ja noch in der Reha ist. Aber alle haben immer noch diesen Spirit. der auch schon in den Mühlen, wo ja die vorletzte Sichtung war für die WM und wo Peter eine Woche vorher so schwer verunglückt ist, dieser Spirit, wir reiten für Peter. Und was heute wunderbar war, es gibt ja dann immer so Pressegespräche, das sind keine richtigen Pressekonferenzen, da trifft man sich irgendwo, in dem Fall war es der FN-Stand. Der FN-Stand, der jetzt natürlich Pferdesport-Deutschland-Stand heißt.

[SPEAKER 5]
[00:25:56-00:25:58]
Natürlich, wie konntet ihr das entfallen?

[SPEAKER 3]
[00:25:58-00:28:54]
Natürlich, was für ein Lapsus. Und da war Rodolphe Scherer da, der ja der Disziplintrainer Vielseitigkeit ist, der ja, oder dessen Vertrag Gott sei Dank verlängert wurde nach den Olympischen Spielen. Und der wurde dann... gefragt, das ist ein ganz lustiger internationaler Typ ja auch, und der wurde gefragt, Standardjournalistenfrage, na, wie schätzen Sie denn das so ein, die Chancen? Und dann sagt er so, excuse me, I'm a French person, I don't understand the question, we have here the Team were champion and here we have the team European champion and here we have the Olympic champion. So what is the question? Also klar, ich meine, dann hatten Julia Krajewski und Michi Jung, hat man zwei Olympiasieger. Michi ja gleich mehrfach. Man hat eine Mannschafts... Weltmeisterin mit Julia und Krischi war auch in Pratoni als Mannschaftswelt. Meister dabei. Auch das, also das ist eine Top-Truppe, aber das ist ja immer so schön, der Vielseitigkeitssport könnte so schön sein, wenn es die Engländer nicht gäbe. Die sind natürlich die absoluten Top-Favoriten, da muss man sich nichts vormachen. Die sind einfach, Eventing ist ja da so das, was von der Begeisterungsfähigkeit Dressur bei uns in Deutschland ist. Das ist eigentlich der einzige Reitsport. Also wenn du in England jemanden fragst nach olympischen Reitsporten, dann sagt er Eventing. Der kommt vielleicht auch auf Showjumping, aber Dressage, da muss es ihm, glaube ich, schon irgendwie beim Scrabble fünf Buchstaben geben, damit er auf den Begriff kommt. Also da ist alles drin. Das ist ja auch wieder ganz vorsichtig ausgedrückt nur eine Vier-Sterne-Prüfung. Und das ist jetzt ja auch vom Terrain her nicht so schrecklich anspruchsvoll. Also wir haben jetzt keine riesengroßen Anstiege, die kraftzernt sind oder sonst was. Das ist ja eine relativ flache... Angelegenheit, was aber Andreas Dibowski, der ja auch als Trainer des Vielfältigkeitsnachwuchses jetzt so ein bisschen ergänzend mit dabei ist, was der aber auch gesagt hat, wenn es zu einem Problem kommt, sprich, wenn du eine Alternative reiten musst, weil du einen Stopp hattest, weil du eine Verweigerung hattest, Dann sagt er, dann wird es kompliziert, weil da so viele Sprünge mit so vielen Buchstaben stehen. Sprich, wenn du dann im direkten Weg vielleicht nicht drüber kommst und dann hast du A, B, C, D und dann... ist das schon ziemlich kurvig. Ja, muss man mal sehen. Aber ich träume davon, dass Deutschland Gold gewinnt. Ich träume davon, dass Michi Jung Chipman als Weltmeister verabschieden kann. Und man darf ja auch träumen, aber hin und wieder ist dann dieser rosarote Traum und dann guckt so von oben so ein Tom McGoon da rein oder so eine Laura Collette aus dem britischen Team und sagt, Also, mal gucken.

[SPEAKER 2]
[00:28:54-00:29:44]
Also da geht alles über die britische Mannschaft. Werden wir dann auch nochmal beleuchten, wenn es dann Richtung Gelände und Springen geht. Heute geht es dann los für die Vielseitigkeitsreiter. 10.26 Uhr, Karamia und Libusa Lübbecke, die anderen deutschen Reiter, wenn ich hier mal so durch die Liste... Ah ne, Marlene Hansen-Hotthoff ist um 15.12 Uhr noch dran. Die anderen beiden... Mit seinen anderen drei deutschen Reitern dann am morgigen Freitag. Katharina Hemmer wird am Freitag im Spezial die Schlussreiterin sein übrigens. Wenn sie da das Ding wirklich holt, ich glaube, dann reißen die das Stadion in Aachen ab. Dann wird Aachen explodieren. Dir viel Spaß, lieber Jan, heute. Euch viel Spaß an den Bildschirmen zu Hause, wenn ihr vor Ort seid. Und ja, die nächsten Tage werden spannend.

[SPEAKER 3]
[00:29:44-00:29:48]
Bleiben Sie dran, Nachbarn. Es bleibt spannend. Jawohl.

[SPEAKER 2]
[00:29:48-00:29:48]
Ciao, ciao.

[SPEAKER 3]
[00:29:48-00:29:49]
Ciao.

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