Hemmer-Hammer, Gold für Fry, Buschis auf Kurs - Folge 3
Charlotte Fry gewinnt Gold im Grand Prix Special – und Katharina Hemmer sorgt mit Bronze für einen emotionalen Höhepunkt der Weltmeisterschaft in Aachen. Christian Kröber und Jan Tönjes analysieren die Medaillenentscheidung, sprechen über die Ritte der Top-Favoriten, den Durchbruch von Katharina Hemmer und blicken voraus auf die Kür unter Flutlicht sowie das anspruchsvolle Gelände der Vielseitigkeit.
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Produktion: Olivia Herrmann
Vermarktung: Carolina Hofmann
Podcast Transkript
Dieses Transkript wurde durch eine KI erstellt und nicht gegengelesen.
[SPEAKER 1]
[00:00:02-00:00:07]
Das WeHors Equipages WM-Spezial mit Jan Tönnies und Christian Kröber.
[SPEAKER 2]
[00:00:14-00:01:02]
Die nächste Medaillenentscheidung ist im Kasten bei den Weltmeisterschaften in Aachen. Gestern am Nachmittag oder späten Nachmittag die Entscheidung im Grand Prix Special. Charlotte Fry mit Glamour Dale, er ringt die Goldmedaille vor Katrin Laub-Dufour mit Mount St. John Freestyle und sensationell auf dem dritten Rang Dinoir, PCH und Katharina The Hammer. Das sind die Medaillenränge. Isabel Wert auf dem vierten Rang mit Wendy de Fontaine, gerade so aus den Medaillenrängen herausgefallen. Und Sonic Plus mit Dusson Verboomen auf dem fünften Rang. Ein, wie ich finde, unglaublich spannender Grand Prix Special. Und damit einen schönen guten Morgen an dich, lieber Jan, den du ja auch ganz genau verfolgt hast.
[SPEAKER 3]
[00:01:02-00:01:43]
Ja, in der Tat. Das war ein spannender Nachmittag. Das war, kleiner Wortwitz, eine heiße Entscheidung, denn wir hatten es ja wirklich warm in Aachen. Ja, das war spannend bis zum letzten Pferd, denn so hat es das Los entschieden. Es war ja ausgerechnet Katharina Hemmer, die als Letzte ins Stadion musste, direkt hinter Glamour Day und Lottie Fry. Und weil dann ja schon so einiges passiert war, auf das wir vielleicht gleich noch eingehen werden, haben wir... immer mehr auch tatsächlich internationale Kollegen und sagten, hey, das wird noch was mit deiner Prophezeiung. Also ich stelle fest, wir werden gehört. Denn die Prophezeiung war natürlich Katar Weltmeister. Ja.
[SPEAKER 2]
[00:01:43-00:02:09]
Dann lass uns mal chronologisch durchgehen. Es waren am Ende fünf Paare, die auf Augenhöhe reingingen in diese Entscheidung. Als erstes, als 26. Starterin insgesamt, Katrine Laudrup de Four mit Freestyle, die sozusagen vorlegen musste für ihre Kolleginnen und Kollegen. Kann man natürlich als glückliche Situation sehen oder auch vielleicht eine Drucksituation ganz zu Anfang. Wie bewertest du ihren Ritt?
[SPEAKER 3]
[00:02:10-00:03:19]
Ich bewerte ihn so, wie sie ihn selbst bewertet hat. Sie hat nämlich in der Pressekonferenz, schlussendlich war es ja dann die Silbermedaille für sie, gesagt, sie ärgert sich, sie ist enttäuscht. Und das heißt nicht, dass sie nicht Lottie Friday Goldmedaille gegönnt hat, nur sie sagt, dieses Pferd ist in einer solchen Superform, obwohl 17 Jahre alt. Und sie hätte es verdient, dass ich in derselben Superform gewesen wäre wie die Stute. Und das war sie einfach nicht. Und das stimmt. Katrine ist ja eine unwahrscheinlich konzentrierte Reiterin, eine Reiterin, die hochbussiert ist, die wirklich nicht nur ganz fein reitet, sondern wirklich auch alles eigentlich auf den Punkt voneinander haben kann. Und das war dann so der Fall bis zur Galopptour. Also gut, die erste Piaffe, da war schon mal so ein, ah Gott, so ein minimales Stocken. Dann in der zweiten Piaffe, ja, vielleicht auch nochmal so. Glitze Kleinigkeiten. Aber das lief eigentlich alles nach Plan. Und dann kommt auf einmal der Fehler in den Einer wechseln und dann war irgendwie der Wurm drin, dann funktioniert die Pirouette nicht mehr. Und sie, also Katrina hat ganz klar gesagt, das war ihre Fehler und da bin ich geneigt, mich anzuschließen. Trotzdem toller Ritt, also ich meine gerade die erste Traktor, diese Elastizität und so.
[SPEAKER 2]
[00:03:19-00:03:55]
Aber man hat das Gefühl, dass ihr ein bisschen ein Fluch anhaftet in diesen Einzelentscheidungen. Wenn man das mal historisch durchdekliniert, zweimal Einzelsilber bei den Weltmeisterschaften 2022 mit einem anderen Pferd, mit Vamos Amigos. Bei den Europameisterschaften in Hagen auch Einzelsilber. Und im Vorfeld hat der ein oder andere Experte auch schon gesagt, naja, lass sie doch erstmal reiten. Ich habe sie ja favorisiert gehabt in unserem Tipp hier. Aber es hat sich ein bisschen bewahrt. Sie wackelte dann doch ein wenig, wie sie dann selber ja auch gesagt hat, mit den Nerven.
[SPEAKER 3]
[00:03:55-00:04:49]
Ja gut, das Wort Nerven hat sie, glaube ich, auch bewusst nicht in den Mund genommen. Sie sagte, sie war einfach nicht so gut. Aber das sind wahrscheinlich dann doch Nerven, sehe ich genauso. Was allerdings schwer zu glauben ist, wenn man sie erlebt, sie ist ja wirklich eine coole Person. Also jetzt nicht kalt, aber cool. Und dass sie mit all ihrer Sportlichkeit, die geht ja morgens um sechs schon ins Gym und macht und tut und so weiter, dass die dann nicht diesen Moment so hinkriegt. Ja, aber es ist so ein bisschen, wenn man das Gesetz der Serie, du hast es ja ganz klar aufgezeigt, zugrunde legen will, dann scheint da... um was dran zu sein. Aber sie hat auch noch im persönlichen Gespräch, danach habe ich noch kurz mit ihr schnacken können, hat sie auch nochmal gesagt, trotzdem, morgen ist Kür. Wir haben eine neue Kür, 80er Jahre, am Ende nothing's gonna stop me now. Und sie sagt, da geht was. Also sie ist auf jeden Fall noch nicht jetzt resigniert, sondern... Sagt weiter.
[SPEAKER 2]
[00:04:49-00:05:17]
Lass uns über das nächste Paar sprechen, das in der Chronologie dann kam. Das waren die Europameister, nämlich Justin Verboomen und Sonic Plus aus Belgien. Wenn man sich den Ritt anschaut, es hat sich so ein bisschen fortgesetzt aus der Mannschaftswertung. Ein Pferd, das nicht in der besten Verfassung zu sein scheint. Es wirkte auf mich teilweise ein bisschen dressiert und nicht so durchlässig, wie man dieses Paar sonst immer kannte.
[SPEAKER 3]
[00:05:17-00:08:14]
Ja, also dressiert finde ich schon einen ziemlich massiven Vorwurf. Habe ich auch auf Social Media ein paar Mal schon gelesen. Das weiß ich nicht, ob ich das unterschreiben will. Tatsächlich ist es, es gab diesen Wow-Moment, als dieses Paar wirklich ja auf einmal... In der Weltspitze war keiner, hatte die auf der Liste und dann kommt der nach Aachen und gewinnt das hier. Im letzten Jahr war es ja sogar. Und dann eben in Crozet auch. Und da war dieses Leichte, dieses Geschmeidige, dieses schöne Reiten und so weiter und so fort. Und der Grand Prix, der war... Klar überbewertet, davon mal ganz ab, aber da hat man ja schon gemerkt, so irgendwie sind die nicht so eins, wie sie das irgendwie vor einem Jahr waren. Okay, heute muss ich sagen, fand ich es besser. Der Gesamteindruck war besser. Aber auch da, dann kam es mal so Momente, dann zieht er sich so hoch und dann hat er natürlich auch diesen dicken Hengsthals und drückt dann den Rücken runter. Und naja, dann hast du halt die Prüfung. Dann hast du irgendwie zwei Meter, das zu korrigieren. Mach mal. Ist nicht so einfach. Und dann kamen ja auch noch Fehler da, auch in den fliegenden Galoppwechseln von Sprung zu Sprung. Und das ist jetzt eigentlich kein Kandidat, wo man bei jedem Serienwechsel sagt, mal schauen, ob er da durchkommt. Und dann, und das fand ich so symptomatisch, und das fand ich auch gleichzeitig wieder einen ganz faszinierenden Moment an dieser Prüfung. Im Grand Prix Spezial hast du ja noch eine zweite Wechseltour mit einer Wechsel, nämlich neun fliegende Wechsel von Sprung zu Sprung zwischen den beiden Pirouetten. Das heißt, die kommen von der linken Hand im Galopp, Ende der Galopptour, ganze Galopp-Pirouette links, dann neun fliegende Galopp-Wechsel, dann Galopp-Pirouette rechts. Und der fing an mit einer super Pirouette, also richtig gut. Note habe ich jetzt nicht drauf, aber die war einfach klasse, die war bestimmt über 8. Und dann dachtest du, ja, jetzt hat er den wieder. Ich meine, das ist ja, dann hast du ihn nochmal vor dir, kommt raus, reitet die eine und noch ein Fehler. Und nach diesen Fehlern hat er dann eine super Rechtspirouette geritten. Eine vielleicht der besten Pirouetten. Ich glaube, die kriegte eine Note über 9, 9,2, 9,4, irgend sowas. Plackerte da kurz auf. Also das fand ich irre. Auf einer Linie in, was sind das, 25 Sekunden, tolle Pirouette, Grütze in den Wechseln und dann noch wieder eine tolle Pirouette. Aber irgendwie so die ganze Chemie, das ist natürlich auch, das ist sicherlich, oder ich unterstelle mal, das kann den Nerven... Sache auch sein. Du kommst als No-Name an. Alle finden dich toll. Und das ist wirklich ein schüchterner, zurückhaltender Mensch, der Schüchtern. Das ist jetzt keiner, der sich da hinstellt und sagt, hey, I'm the big superstar. Ich weiß gar nicht, ob der einen Social-Media-Account hat. Müsste ich gucken. Ich glaube, er hat einen. Aber das ist ein wirklich ganz eher im Rückraum sich aufhaltender. Der möchte mit seinen Pferden arbeiten und nichts mehr. So hat man den Eindruck. Und dann ist das natürlich Druck. Das ist Weltmeisterschaft. Ich meine, Belgien, wir selber wohnen in Belgien. Also Belgien ist von Aachen fußläufig erreichbar. Das heißt, da kommen auch Belgier, da sind wahrscheinlich Freunde, Familie und so weiter und so fort. Also da kommen so ganz viele Faktoren zusammen. Unter dem Strich besser als im Grand Prix. Immer noch gut, fand ich. Und ja, mal gucken, was in der Kühl passiert.
[SPEAKER 2]
[00:08:15-00:08:32]
Aber man muss sagen, unter den fünf Top-Paaren auch das jüngste Pferd. Also den werden wir in den nächsten Champions-League-Zyklen auch weiter sehen. Vorausgesetzt, gesundheitlich und verletzungstechnisch bleibt da alles in Ordnung. Aber das ist ja auch... Weiterhin ein Paar mit unglaublichem Potenzial.
[SPEAKER 3]
[00:08:33-00:09:25]
Ja, das auf jeden Fall. Ja, unter den Top-Pferden eines der Jüngeren oder das Jüngste, das stimmt. Und ich glaube, das ist auch nicht so sehr eine Frage des Pferdes. Ich will da jetzt überhaupt nichts herbei orakeln und das steht mir auch gar nicht zu, aber... Ich frage mich, will dieser Justin Verboben wirklich Weltspitze reiten? Also ist er mental dem gewachsen? Das klingt ja ganz blöd. Das kann ich wie gesagt. Das nicht beurteilen. Aber so der Eindruck ist wirklich, der macht das vorgestern Abend, bevor es dann nach Hause ging, da war es ja auch schon später, hat er den noch ein bisschen geritten. Und dann ist er halt einmal an so einem Rail getreten beim Pia 4 und zuckte dann irgendwie einmal kurz zusammen und musste ihn erstmal wieder ein bisschen beruhigen und so. Das ist immer wunderschönes Reiten. Aber ich frage mich wirklich, ob der vielleicht auch Lust hätte, nur wunderschön zu reiten ohne den Turnierdruck.
[SPEAKER 2]
[00:09:25-00:10:08]
Apropos Druck, danach kam das Mentalitätsmonster, nämlich Isabel Wert mit Wendy de Fontaine, die ja ganz offen ihre Fehler, die wir im letzten Podcast auch angesprochen hatten, schon nach der Mannschaftswertung angesprochen hatte. Und sie musste gegen das Ergebnis von Katrin Laudup de Four erstmal reiten. Und der Knackpunkt, den wir da auch schon angesprochen hatten beim letzten Mal, sind ja die Zweier und die Einer, also die Wechseltour. Das ist etwas, was sie ja schon länger mit sich herumträgt. Man hat aber gemerkt, dass sie mit extrem viel Biss und mit einer klaren Fokussierung reinkommt. Wie hast du den Ritt von Isabel gesehen?
[SPEAKER 3]
[00:10:08-00:10:49]
Ja, wie erwartet, genau. Also wenn bei Isabel was nicht geklappt hat, dann reitet die am nächsten Tag mit so einem Gesicht rein. Da sind die Zähne so, da ist wahrscheinlich ein... Ein Säbel würde dazwischen passen, der irgendwie beim Fluch der Karibik die Hauptrollen spielen könnte, so groß und so blutig und so rostig. Also die will dann. Die wird aber dann auch ganz interessant. Und vorm Reinreiten, da hat ja jeder so seine eigene Taktik. Die einen nur schröpfen, die anderen mal leicht traben. Und sie ist ja eigentlich eine, die dann gerne nochmal leicht trabt und dann nochmal so unter ihren Frack fasst und dann so den Frackschuss so wegschubst. Das hat sie alles gar nicht gemacht, sondern da ist sie irgendwie nochmal an der Ecke der kurzen Seite, wo es dann auch schon reingeht, unten bei A. Da hat sie nochmal...
[SPEAKER 2]
[00:10:49-00:10:50]
So eine kleine Wendung hat die.
[SPEAKER 3]
[00:10:50-00:12:45]
Ja, da ist sie Pia 4. Und dann ist sie aus der Pia verangeloppiert, sodass sie nur zwei, drei Galoppsprünge hatte und dann links rauf auf die Mitten. Das fand ich eine interessante Taktik. Habe ich, glaube ich, so noch nicht bei ihr gesehen. Aber weiß Gott, ich sehe ja nicht jede Prüfung, die sie reitet. Und da würde ich sagen, am Anfang sah das nach einem routinierten Grand Prix Spezial aus. Also da geht es ja sehr viel außenrum, immer geradeaus, immer dieser Wechsel zwischen versammeltem Trab, Passage und starkem Trab. Dann eben die beiden Trab-Traversalen, die ja auch in den Faktor 2 in die Wertung reingehen. Die Traversalen waren richtig gut. Die Wabstverstärkung, so wie man die von Wendy kennt, das ist immer ein bisschen gelaufen. Das hat nicht das große Schwingungsmoment. Aber das war doch alles so im Erwartungshorizont. Dann ging der Schritt, der war richtig gut, starker Schritt. Und dann, ja, die erste Piaffe, das war auch noch... Also das lief alles, die waren konzentriert. Und dann kam der Galopp. Und dann kamen die Wechselfehler. Und dann kam vor allen Dingen auch noch, und das ist natürlich extra teuer, weil auch diese Lektion mit dem Faktor 2 in die Wertung reingeht, mit dem Koeffizienten, dann kam noch eine Pirouette hinzu, die eben... auch so hinten nicht so richtig gesprungen. Also da war dann irgendwie ein bisschen der Wurm drin. Auch da, ich vermag es überhaupt nicht zu sagen, oder ich maße es mir auch nicht an, in das mentale Kostüm einer Isabel Wert hineingucken zu wollen. Aber ich kann mir schon vorstellen, wenn du dann da irgendwie... Wechselfehler gehabt hattest, dann reitet das mit, wobei die natürlich auch Vollprofis und weiter reitet nur auf jeden Punkt, also die letzte Tour, dann Mittellinie, Passage, Pierre für Passage, da war die wieder voll konzentriert. Ja, und dann kam eben vor allen Dingen, da waren sie auch dann unter die 80% gerutscht, was ja so eine magische Marke ist. Und ich glaube, da kam sie dann nochmal kurz drüber. Im Endeffekt waren es dann, glaube ich, 79. Hilf mir, du hast, glaube ich...
[SPEAKER 2]
[00:12:46-00:12:48]
79,544 Prozent am Ende.
[SPEAKER 3]
[00:12:48-00:13:26]
Ja. Aber da hat sie sich auf jeden Fall nochmal wieder ein bisschen hochgearbeitet. Zu dem Zeitpunkt muss man sagen, es war ja bei allen was passiert. Also fast bei allen. Das war ja keiner, der so richtig fehlerfrei blieb oder bis dahin geblieben war. Und da denke ich dann auch, ich weiß nicht, wie viel sie davon mitbekommt. Also die meisten Reiter sagen, ich interessiere mich eigentlich nicht. Ich bin in meinem Tunnel, ich konzentriere mich, ich höre mir das nicht an, wie die anderen reiten. Aber wenn natürlich ein Stadion mit 35.000 Leuten bei irgendeinem Fehler eines vor dir reiten, das wirst du natürlich beim Abreiten. Also dann denkst du, jetzt werden sie nicht gerade begeistert sein, weil er eine 10 bekommen hat.
[SPEAKER 2]
[00:13:27-00:14:07]
Isabel Wert läuft am Ende dann auf den vierten Rang ein. Glamour Dale, vorletztes Paar, Charlotte Frye. Wie ich finde, ein sehr überzeugender Auftritt, nah am Personal Best. Also ihr Personal Best lag bei, lass mich das mal kurz rausholen, ihr Personal Best. Im Grand Prix Special liegt bei 82,508. Sie kommt am Ende raus bei 82,95. Gerade in der Galopptour natürlich ein unglaublich beeindruckendes Paar, die dann doch auch schon ihren Status als Titelverteidiger ganz klar in den Sand gelegt haben da.
[SPEAKER 3]
[00:14:07-00:18:21]
Ja, das fand ich sehr spannend. Also man muss ja sagen, Charlotte Fry war ja die Überraschung vor vier Jahren in Herning. Da war da, natürlich kannte man die und Glamour Day war ja nun auch Weltmeister Jung mit Ross Hupferde schon. Das wusste man, dass der gewaltig galoppieren kann, wusste man auch. Aber dass die dann da Weltmeisterin wurde in Herning, das war dann doch überraschend. Sie hat selber in der Pressekonferenz gestern gesagt, that came as a shock. Also sie war wirklich geschockt und so habe ich sie damals auch nach dieser... Nach diesem Sieg in Herning erlebt, auch bei der Pressekonferenz, sie war vollkommen aufgelöst, sie konnte überhaupt nicht verstehen, was da passiert. Kann man ja auch verstehen, kann man ja nachvollziehen. Was ich toll fand, die ist ja dann doch durch einige Höhen, aber auch Tiefen gegangen. Da wurde viel kritisiert an ihrer Reiterei. Da muss ich sagen, war ich auch nicht ganz unbeteiligt. Also seltener mit Glamourdale, aber vor allen Dingen mit Everdale. Aber das war ein Teil. teilweise wirklich kein schönes Reiten. Ich will ihr das gar nicht unterstellen, dass sie bewusst nicht schön reiten wollte. Aber das war so ein Reiten, wie man es eigentlich nicht mehr mag und was eine Zeit lang noch ziemlich viele Punkte bekommen hat. Und mit Glamourdale, der ja, du hast gesagt, ein totales Naturtalent ist, diese Galopade ist riesengroß, aber die war in Herning, klar, da gab es eine C0, aber das war auch so ein bisschen, da gab es schon welche, die so die Verfechter, der ganz klassisch lehrt, die sagten, der ist nicht richtig über den Rücken und guck mal, wie der schnell mit, auch eine Tendenz hat, mit beiden Hinterbeinen gleichzeitig auf dem Boden zu sein im Galopp, das gibt es nicht. Einbeinstütz im Galopp, haben wir mal gelernt. Kleines Freitagzeichen. Also da gab es an vielen Diskussionen. Andererseits ist sie ein Superstar, vor allen Dingen in den Niederlanden, wo sie ja schon sehr, sehr lange lebt und trainiert. Und Glamour Dale ist so und so ein Superstar, weil der eben als Deckhings auch noch immens populär ist. Also einerseits wirst du irgendwie ganz oft gehypt und hochgehalten und gefeiert und mit Brimborium. Und auf der anderen Seite kommen dann kritische Stimmen und so weiter. Und so, das war die Gemengelage. Dann war der schon in Paris bei den Olympischen Spielen nicht so toll. Ich müsste jetzt oder hätte nachgucken müssen, wo er da war. Der war im Finale in der Kür, aber ein bisschen unter ferner liefen. Weil einfach vieles nicht schön klappte. Das war vor allen Dingen in der Galoppe, die Pirouetten, das war, da sprang der hinten nicht, sondern da drehte der immer so und stemmte, also alles so, wie es nicht sein sollte. War auch so ein bisschen eine Bestätigung dieser, ich will jetzt nicht sagen Altvorderen, aber dieser Verfechter der wahren Lehre, die gesagt haben, diese Galopade ist spektakulär, da guckt man hin, aber guckt man genau hin. Irgendwas stimmt dann sogar. Und das finde ich toll. Jetzt ist das Pferd 15 Jahre alt. Und ich meine, dann bau mal so ein Pferd um, das so erfolgreich gegangen ist. Und solange der erfolgreich Punkte gekriegt hat, dann hast du ja als Reiter wirklich gar keinen Anlass, das zu ändern. Warum solltest du? Ich meine, du kriegst ja deine Punkte. Und das hat sie jetzt aber gemacht. Und jetzt galoppiert er wirklich toll in den Pirouetten. Der ist in der Passage besser geworden. Der Pia fiert jetzt wirklich richtig schön. Die letzte Pia war klasse. Das war ja, den konnte er noch gar nicht richtig Pia fieren. Also ganz, ganz toll. Und das finde ich auch wirklich, ich habe sie auch selber in der Pressekonferenz gefragt, wie hast du das gemacht? Sie hat gesagt, ja, das ist diese Partnerschaft. Und wir haben auch so ein bisschen herausgefunden, er braucht gar nicht so viele Turniere. Und wir lassen ihn jetzt auch lieber wieder decken. Da hat er nämlich Lust zu. Klammer auf, wer nicht, Klammer zu. Und da, ja, also das ist eine Partnerschaft auf jeden Fall. Und was ganz, ganz klasse war, sie hat gesagt, sie ist reingeritten, hat immer mit ihm gesprochen, so, oh, oh, vorsichtig, ja, let's play it safe, oh, oh, oh. Und sie sagt, er hat immer gesagt, so, nee, nee, nee, Risiko, komm, wir können das, wir können das, wir können das. Und sie hat gesagt, sie hatte noch nie eine schlechte Prüfung in Aachen. Das war immer ihr Credo vorweg. Aber dann hat sie auch immer gesagt, yet, also bislang, um sich selber wieder auszubremsen. Aber dann sagt sie schon beim ersten Reiten noch vor dem Grand Prix, sagt sie, boah, der fühlt sich hier wohl, der ist hier happy. Ich kenne den hin und auswendig. Der ist gut drauf, da könnte was gehen. Und das hat sie eigentlich ja. Ja, also mich hat das total begeistert, weil wie gesagt, wenn jemand sein Reiten reflektiert, auf den Prüfstand stellt, daraus Schlüsse zieht, die aus meiner Warte, aus meiner kleinen journalistischen Warte, die richtigen Schlüsse sind und dann sein Reiten umstellt, trotz all der Erfolge. Ich meine, die ist auf jedem Turnier als die Weltmeisterin angesagt worden. Dann nötigt einen das wirklich Respekt.
[SPEAKER 2]
[00:18:21-00:19:07]
Sie ging dann in Führung mit 82,295. Man merkte aber den Ritten davor bei Dyson Verboomen und auch bei Isabel Wert, es könnte ein kleines Türchen aufgehen für die Schlussreiterin. Und das war... Dinoir mit Katharina Hemmer, die mit 80,866 ihr persönliches Bestresultat im Grand Prix Special ablieferte, die, wie ich finde, ein Ritt wie aus einem Guss gezeigt hat. Unglaublich souverän, Gänsehaut, was man auch im Stadion gespürt hat. Und ich glaube, es ist ja auch dein Tipp, lieber Jan. Du hast ja auf Katharina als Weltmeisterin sogar getippt. Das war schon ganz, ganz großes Kino.
[SPEAKER 3]
[00:19:08-00:21:40]
Das war riesengroßes Kino. Also das war Titanic ohne tiefgefrorenen Leonardo DiCaprio. Also das war super. Eine Kleinigkeit gab es ja, da hat er in den Wechsel geklaut in den Galopptraversalen. Also die gehen ja erst nach rechts, dann kommt der Wechsel nach links. Da war er, also ich sage, der hat ihn geklaut aus meiner Position. Wir sitzen in Aachen. Doch weit weg und Bildschirme haben wir da nicht, um näher ranzugucken. Sah das so aus, als wäre es nur ein geklauter Wechsel, also der Wechsel vor dem Punkt und dann alles richtig. Aber die haben die Traversale richtig abgestraft. Hier Richter mit einer 6,54 sonst was im Schnitt. Also vielleicht war das dann auch irgendwie noch ein bisschen mehr. Das war wirklich der einzige klitzekleine Wackler. Okay, starker Schritt ist jetzt eh den Uhr kein Pferd für eine 9, das wissen wir. Da war der schon ziemlich an. Und das Tolle war aber beim Reinreiten. Die kamen eben nach Lotti und die Leute haben geschrien und gefeiert. Und nach dem Ritt, klar, so. Dann reitest du in diese Atmosphäre rein. Und dann ist sie reingeritten, am fast durchhängenden Zügel und hat dann nur einmal so gemacht. Und dann das ganze Stadion leise. Das war ein ganz toller Moment. Das haben die Leute sofort verstanden. Dann wurde sie angekündigt vom Stadionsprecher. Dann gab es nochmal einen, wie sie selber gesagt hat, moderaten Applaus. Ja, klar. Aber die Leute haben verstanden, okay, so. Und ja, dann also diese Wechsel. Die Serienwechsel, Schnur gerade. Das ist natürlich gemein. Der Demo ist ein ganz, ganz tolles Pferd mit ganz, ganz tollen Grundgangarten. Aber wenn vorher, direkt vorher, so ein Glamour-Dell damit... Seuchenwechseln angekommen ist, dann braucht sich vielleicht die eine Richterin oder der andere Richter dann nicht ganz nochmal 0,5 mehr drauf zu tun. Obwohl die nicht nur technisch, sondern auch vom Berg auf und vor allem gerade, der Schweif ganz hoch. Ruhig losgelassen, über den Rücken, Gneko, alles da. Also Wechsel waren toll, Passagen, Piaffen da, alles da, alles da. Also es war einfach toll und es gab dann auch gleich schon Stimmen, vielleicht fragst du auch danach, weiß ich nicht, ich nehme es dir mal vorweg. Es gab schon ein paar Stimmen, die sagten, hätte auch Silber sein dürfen, hätte kein Gold sein dürfen. Da muss ich auch sagen, lag ich mit meinem Tipp falsch. Ja, aber Silber hätte es auch sein können. Ehrlich gesagt, es sind sieben Richter, es sind Protokolle. Das habe ich mir jetzt gestern Abend nicht nochmal en detail angeguckt, zumal ja heute auch schon wieder Gelände ansteht und die Kür abends. Also heute kann man ja hier irgendwie übernachten.
[SPEAKER 2]
[00:21:41-00:22:26]
Aber lieber Jan, dafür hast du mich ja. Ich habe es mir angeschaut. Und wenn man jetzt in Platzziffern geht, also die positionsspezifischen Rankings, da sieht man, dass Katharina Hemmer bei vier von sieben Richtern auf zwei steht. Und es gab also auch keine hundertprozentige Einigkeit unter den Richtern. Und wie du gesagt hast, gestern wurden die ersten Stimmen, man hat gesagt, es hätte Silber sein können, ist am Ende, jetzt auch müßig darüber zu reden, es ist Bronze geworden. Am Ende aber ja für Katharina Hemmer ein fantastischer Erfolg. Sie selber hat ja auch gestern direkt danach gesagt, sie hätte niemals damit gerechnet. Und am Ende doch endgültig der Durchbruch auf absolutem Weltniveau.
[SPEAKER 3]
[00:22:26-00:23:24]
Absolut. Und ich meine, Katha, die ist ja wirklich cool. Die hat dann irgendwie in der Pressekonferenz gesessen und dann hat sie das erzählt und dann sagt sie, außerdem ist er mein bester Freund. Und dann hat die geweint. Boah, da stockt mir jetzt noch der Atem. Das war wirklich ein ganz, ganz emotionaler Moment. Das war toll. Und ja, ich meine, das klingt dann ja immer sehr gleich, wenn man es auch so schreibt, so von wegen, das hätte ich mir nie zu träumen gewagt. Aber das ist, das glaube ich ihr. Also die hat gesagt, ich wollte hier für die Mannschaft liefern, hat sie, personal best. Und dann hat sie aber nochmal geliefert für sich, wenn man so will. Und ja, das ist, und ich bin mir auch sicher, also nach diesem Ritt, werden auch Richter sich vielleicht nochmal den Grand Prix angucken und feststellen, dass sie da einfach nicht die Punkte bekommen hat, die sie verdient hätte. Und ja, Dressur ist und bleibt subjektiv, aber es war toll, toll, toll, toll, toll. Und es war einfach ein Ritual, wie man ihn sich fast besser nicht träumen konnte.
[SPEAKER 2]
[00:23:24-00:23:57]
Heute ist ein busy day in Aachen, Vielseitigkeitsgelände, kommen wir gleich noch kurz drauf. Heute Abend die Kür unter Flutlicht. Eines der absoluten Highlights, die Karten werden sicherlich neu gemischt, in der Kür kommt ja auch der Faktor der B-Note noch dazu. Wie schaust du jetzt auf die anstehende Entscheidung heute Abend, die Schlussentscheidung für die Tussurati, die danach abreisen werden aus Aachen? Fängt alles wieder bei Null an oder siehst du den einen oder anderen schon mit einer Nasenspitze vorne?
[SPEAKER 3]
[00:23:57-00:27:45]
Also das wird insofern spannend. als dass da alles drin ist. Die Glamour Del Cure ist richtig klasse. Die hat im Prinzip das Motto Flugzeug. Es geht immer um Fliegen, weil wenn der so losgaloppiert, fliegt der ja auch einfach. Also das geht mit so einer Durchsage, mit so einer Stewardessen, Flugbegleiterin-Durchsage. Ich glaube, das hat Lotti auch selbst eingesprochen. Geht das los und dann hast du ganz viele Songs, die irgendwie das Thema Fliegen haben. Also das ist eine tolle Kür, die ist technisch anspruchsvoll. Und ich meine, der geht Hengstvorführung, seitdem der drei ist. Der lacht über Flutlicht, der lacht über Applaus. Da sagt er, jetzt endlich. Also damit wäre der für mich schon ziemlich weit oben in der Favoritenliste. Katha Hemmer, muss man sagen, das ist immer noch nicht ganz geklärt. Die hat ja schon gestern auf der Pressekonferenz gesagt, sie würde auf die Kür verzichten, weil Denoir ja vor den deutschen Meisterschaften in Balven nicht ganz fit war und da nicht gegangen ist. Sie hat gesagt, ich habe diese Kür einmal in diesem Jahr geritten und das ist nicht gut vorbereitet, das lasse ich sein. Spannend ist, und das wird wohl immer noch diskutiert, ich habe zumindest noch keine Entscheidung gehört, ist, das kannst du gar nicht einfach so machen. Du bist qualifiziert und dann musst du wohl reiten, es sei denn, du hast einen triftigen Grund. Und der triftige Grund ist nicht irgendwie, ich finde, er hat jetzt mal genug getan. Und da sind natürlich die anderen Nationen. Es heißt irgendwelche Skandinavier und es sollen nicht die Dänen sein. Okay, also da wird auch mal gleich viel erzählt. hätten entweder schon mal vorsichtig angefragt beim Weltverband FEI oder schon wirklich einen Protest eingelegt, so nach dem Motto, hallo, Reglement sagt aber, qualifiziert muss reiten. Also das ist nur, deswegen kann man nicht sagen, Katar, also ich glaube jetzt auch, die werden da irgendeinen Weg finden, dass der Denuar nicht nochmal gehen muss, aber das ist halt einfach nochmal, das ist so ein bisschen pending, also das ist noch nicht entschieden. So, dann haben wir Justin Verboom, toller Kürreiter und wenn man jetzt mal pro Paar denkt, und das tun wir ja immer, richtig kurziger Grand Prix, viel besser heute im Spezial, nochmal eine Schippe drauf, dann kann der auf jeden Fall in die Mitte gehen und landen. Dann Katrin Dufour, wie gesagt, im persönlichen Gespräch, also die guckte jetzt nicht resigniert, die guckte ja so, ich ärgere mich über mich selber. Ja, und die neue Kür hat es in Pfalz-Dabur das erste Mal geritten, da ging das auch schon sehr gut, da war jetzt nicht gerade die Riesenkonkurrenz, aber das lief gut. Und das ist so 80er Jahre, am Ende so, nothing's gonna stop me now. Das kann schon funktionieren im Stadion. Dann, ja gut, klar, Kür Isabel Wert, Mandy mit dieser Kür, wo dann Barry Manilow, also ein Barry Manilow-Verschnitt, natürlich irgendein Sänger, nicht Mandy singt diesen 70er-Jahre-Klassiker, sondern Mandy und Susi Quattro-Geschichte, die irgendwie auch noch aufgelegt ist. Also musikalisch ist das schön, technisch wahnsinnig aufwendig. Da wissen die Richter auch, dass Isabel mit dieser Kür schon einiges gewonnen hat, auch mal, glaube ich, 90 Prozent hatte oder mehr. Also da geht auch noch was. Vielleicht schnell noch die anderen beiden Deutschen, je nachdem, ob die beiden beide, weiß ich nicht. Also Freddy Wanders war gestern ja wirklich ein bisschen von der Rolle im Spezial. Ich habe mit ihm gar nicht danach sprechen können, weil... Ihm ja immer weiter. Der hatte ja wirklich viele Fehler und das lief nicht so toll. Der wäre also theoretisch raus, wenn Katar breiten müsste. Raffi Netz ist auf jeden Fall dann drin. Und Raffi ist gestern einen ganz, ganz tollen Spezial geritten. Und Great Escape Camelot, also... Mit jetzt keinem Medaillenpferd. Aber Top Ten kann das auch werden. So, wen haben wir noch? Was haben Sie noch so im Portfolio, Herr Gröber?
[SPEAKER 2]
[00:27:45-00:27:48]
Tussent Verboomen mit Sonic Plus hätten wir noch.
[SPEAKER 3]
[00:27:48-00:27:50]
Hatten wir. Den hatten wir. Hatten wir.
[SPEAKER 2]
[00:27:50-00:28:33]
Ja, lieber Jan, dann schreiten wir jetzt mal zur Tat, nachdem wir beide ja grandios daneben lagen für den Grand Prix Special. Dein Tipp. Wer reitet in die Medaillenränge für die Kür? Ist richtig schwer. Ich habe es mir vorhin angeklagt. Das ist ein tough call, aber es ist unsere Pflicht, auch das zu tun. Im Übrigen, falls es eine Meisterfeier geben sollte bei Katharina Hemmer und ihrem Team, wurde schon in den Kommentarspalten auf Instagram diskutiert, ob wir beide dann das Bier zapfen. Also vielleicht machen wir eine Fahrgemeinschaft zusammen. ins Hochstift Paderborn im Laufe des Monats.
[SPEAKER 3]
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Aber wir beide trinken doch nur grünen Tee mit Bio-Honig, oder?
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Deswegen hat man uns zum Zapfen verpflichtet.
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Ja, genau, dann naschen wir jedenfalls nicht. Okay, also du möchtest das Podium oder möchtest du...
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Ich möchte das Podium vor dir hören.
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Gemeinerweise auch noch eine Reihenfolge auf dem Podium. Nein, natürlich eine Reihenfolge, ich brauche die Medaille. Ich dachte es mir, ich dachte es mir. Ja gut, okay, also. Gold Lottie Fry. Silber, Katrine, Dauter, Dufour, Bronze, Isabel Wert, Wendy.
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Ach, jetzt hast du mir meinen Tipp ein bisschen weggenommen. Also ich sehe es sehr ähnlich, ich sehe es sehr ähnlich. Also Glamour Day auf 1. Laut ob du fuhr auf zwei und dann muss ich ja eigentlich mal was anderes nehmen als du, auch wenn es jetzt meine deutsche Seele ein bisschen schmerzt. Ich sage Tschüss von Verboom. Ich sage Tschüss von Verboom auf drei. Mal gucken.
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Und wen man sich angucken muss, nicht fürs Podium, aber Maria von Essen aus Schweden. Ganz toll.
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Mit Invoice.
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Mit Invoice. Super Prüfung gestern geritten. Und das ist so toll. Das sind zwei Schwestern. Ich glaube, die arbeiten noch halbtags oder waren beide Lehrerinnen oder eine ist es noch und so. Die betreiben so einen kleinen Reitbetrieb und das ist wirklich, da ist nicht irgendwie... Alles Gelds gang hin. Navis im Hintergrund. Die unterstützen sich gegenseitig und sie hat diesen Invoice, diesen herrlich hübschen Rappen. Und die ist so toll geritten und die ist auch schon in der Weltcup-Tour tolle Kühen geritten, hat auch mal gewonnen. Und einfach nur mal ein tolles Paar auch. Also nur mal so kleiner One-to-Watch-Tipp.
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Und unter den Top 10 haben vier Reiterinnen und Reiter ihre persönliche Bestleistung abgeliefert. In dem Grand Prix Special. Also auch das man sieht, es sind viele wirklich auf dem Hochpunkt ihrer diesjährigen Form. Neben der Kür, die heute ansteht, natürlich das Gelände ein ganz großes Thema. Gestern und vorgestern die Dressur. Nach der Dressur liegt Großbritannien mit 72,8 Punkten vor Deutschland mit 73,6. In der Einzelwertung führt Julia Karewski mit Nickel mit einer herausragenden Dressur vor Laura Collette und Michael Jung, Rosalind Cantor und Tom McEwan. Du hast ja so schön gesagt, die Briten, die gucken dann immer so ein bisschen von oben rein. Genau das machen sie jetzt auch, sind auf jeden Fall vorne mit dabei. Das Gelände steht jetzt heute an. Mit welchen Erwartungen wirst du das Ganze heute beobachten?
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Also wie bei jedem Gelände dieser Kategorie oder noch schwerer, das ist jetzt hier ja offiziell ein Vier-Sterne-Kurs, wobei viele sagen, das ist technisch ein Fünf-Sterne-Kurs, aber nicht ganz so hoch, gilt natürlich als meine Haupterwartung alle gesund. ins Ziel. Das ist das Allerwichtigste. Alles andere ist zweitrangig. Das ist das Wichtigste. Das große Problem bei den Weltmeisterschaften ist ja, du hast natürlich Teilnehmer aus aller Herren Länder, wie sich das gehört. Und da musst du eben als Parcourschef sowas bauen, wo du die Besten auseinanderkriegst vorne, aber wo du auch die schwächeren Nationen, die Einzelreiter gut sicher mit Zeitfehlern und so weiter ins Ziel kommen lässt. Nun haben wir das erste Mal einen promovierten, nicht das erste Mal, der hat schon öfter gebaut, aber einen promovierten Busdesigner, das ist Dr. Giuseppe Della Chiesa.
[SPEAKER 2]
[00:32:08-00:32:08]
Della Chiesa?
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[00:32:09-00:32:09]
Ja.
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Herrlicher Name.
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[00:32:10-00:35:53]
Giuseppe auch noch, also Josef von der Kirche. Insofern kann man so ein bisschen auf Beistand von oben vielleicht hoffen. Der hat da ein Ding gebaut, das ist das erste Mal, dass quasi zwei Kurse in einem sind. Also es gibt wirklich in dieser App und auch in allen Skizzen und so weiter, gibt es eine grüne Linie, das ist der direkte Weg, und eine rote Linie mit den ganzen Alternativen. Dann kannst du ja immer noch, wenn du bei einer Kombination an A ein A hast überwunden, bei B hast du ein Problem, dann kannst du auch, wenn du da nicht anreiten kannst, die leichtere Variante B reiten. Das heißt, die Reiter müssen sich einmal den Kurs angucken für den direkten Weg. Also die guten Reiter, jetzt unsere, die gehen erstmal direkt. Aber du musst immer wissen, wenn ich an dem und dem Element innerhalb einer Kombination ein Problem habe, wo geht es dann weiter? Wasser, im ersten Wasserkomplex, da reitet man einmal von unten rein, dann geht es raus, dann einmal so eine Kurve, Kehre, dann eine Trippelbar und dann geht es nochmal ins Wasser rein. Und insgesamt sind da sechs verschiedene Wege drin in dem Wasser. Also das heißt, alle sagten immer nur, egal wie du sprichst, die ganz großen Namen im Vielseitigkeitssport, die sagen immer so, es ist irgendwie, ja, wir haben einen promovierten Kursdesigner, also das ist der Einspruch. Also die drehen alle mit den Augen, weil sie sagen, es ist so wahnsinnig komplexig, vor Augen zu halten, was, weil du ja immer, im Gelände musst du immer wissen, Problem, neu. Und das heißt jetzt auch gar nicht, das kann auch zum Beispiel sein, dass du sagst, du bist ein bisschen holperig über einen Sprung gekommen, über ein Hinderniskomplex und hast dann nicht viel Zeit zu galoppieren und sagst, okay, jetzt hat er vielleicht ein bisschen an Selbstvertrauen verloren. Wenn ich jetzt wieder direkt gehe und es kommt gleich nochmal was Schweres, dann muss ich in der Sekunde, dann habe ich vielleicht 20 Sekunden bis zum nächsten Sprung, muss ich mir aber überlegen, dann reite ich da doch irgendwie einen anderen Weg. Das kostet mich dann vielleicht fünf Sekunden, aber ich habe das Vertrauen wieder, da kommt wieder das Galoppieren und ich habe dann für die nächsten Sprünge wieder genug Selbstbewusstsein plus genug Sprit im Tank. Also das sind alles so Denkenden. Das ist ein so taktisch anspruchsvoller Kurs, dass man da sagen muss, ja, Deutschland liegt gut da, die Briten liegen gut da, Neuseeland auch nicht so schlecht. Aber naja, das ist ja immer so ein Spruch, Vielseitigkeit wird nicht in der Dressur entschieden. Was da heute Abend, wer da vorne steht, Mein Traum, haben wir damals in unserem Trailer auch gesagt, mein Traum wäre natürlich Michi Jung und Chip Mank werden nochmal Weltmeister und damit wird die großartige Karriere dieses Pferdes zum Abschluss kommen. Tatsächlich hat meine Kollegin Dominik Wehrmann von Equipages, die hat mal ein bisschen recherchiert und die hat festgestellt, Chip Mank ist ja mit Julia Karewski schon Weltmeisterschaften gegangen in Trine vor acht Jahren und dann mit Michi diverse Championate. Und der hat immer die Dressur gewonnen, bis auf ein einziges Mal. Und dieses ein einziges Mal war in Paris bei den Olympischen Spielen. Und da ist er Olympiasieger geworden. Vielleicht ist es auch ein gutes Omen, dass es gestern nicht so gut geklappt hat. Heute ist Michi auf jeden Fall letzter Starter. Das heißt, wenn der weiß, dass die drei Mannschaftsreiterinnen vor ihm, also allen voran natürlich Julia Krajewski mit Ölsners Nickel, dann Marlin Hansen-Hottop mit Kalitos Quidditch und die Busa Libike mit Karamia, wenn die im Ziel sind, fehlerfrei, also Zeit, das kann man schon mal sagen, das sagt jeder, die Zeit wird kein Mensch erhalten können. Also wer da in die Zeit reitet, gilt als unwahrscheinlich. Aber wenn die schon mal mannschaftsmäßig safe sind, dann kann Miki so ein bisschen unbeschwerter... So ein bisschen sein eigenes Ding machen. Also er ist dann nicht unbedingt darauf angewiesen, für die Mannschaft auf Hilfe auch noch null zu reiten. Und natürlich will der Eson so null reiten und gewinnen, das ist ja klar.
[SPEAKER 2]
[00:35:53-00:36:42]
Das wird auf jeden Fall ein sehr spannender Tag heute. Neben den Entscheidungen in den olympischen Disziplinen Dressur und F. Vielseitigkeit, beziehungsweise heute haben wir bei der Vielseitigkeit ja keine Medaillenentscheidung, aber schon das der wichtigste der drei Teilprüfungen, ist heute auch Entscheidung bei den Voltis angesagt, im Dressurstadion, das ja umgebaut wurde, offiziell ja die Arenen oder Venue Nummer 3. Und ja, lieber Jan, vielen Dank für deine Zeit. Wir entlassen dich jetzt in dein verdientes Frühstück am heutigen Morgen und hören uns ja spätestens morgen dann wieder mit den nächsten Entscheidungen. Dir auf jeden Fall viel Spaß. Und ihr alle, falls ihr die Newsletter von Jan und seinem Team abonnieren möchtet, ihr findet den Daily WM Newsletter Link bei uns in den Shownotes.
[SPEAKER 3]
[00:36:42-00:36:46]
Prima. In diesem Sinne, alles Gute nach Hamburg. May the best one win.
[SPEAKER 2]
[00:36:46-00:36:46]
Tschüss.
[SPEAKER 3]
[00:36:47-00:36:47]
Tschüss.














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