3 Timing-Tipps für besseres Reiten

Timing der Hilfen mit Uta Gräf

Hast du manchmal das Gefühl, dein Pferd reagiert zu spät oder gar nicht auf deine Hilfen? Das kann daran liegen, dass dein Timing nicht stimmt! Bei deiner Hilfengebung sind nicht nur die richtigen Hilfen entscheidend, sondern auch, sie im richtigen Moment einzusetzen.

Dein Timing der Hilfen entscheidet darüber, ob dein Pferd versteht, was du von ihm möchtest. Es entscheidet darüber, ob deine Lektion gelingt. Es entscheidet, ob du im harmonischen Zusammenspiel mit deinem Pferd reiten kannst. Lies weiter, wenn du erfahren möchtest, in welchen drei Bereichen du mit dem richtigen Timing dein ganzes Reiten verbessern kannst. Über die Links im Text kommst du direkt zu von uns ausgewählten Videos unserer Trainer, die dir genau zeigen, wie es geht. Selbst, wenn dir die Bedeutung des Timings schon bewusst ist, kann eine Überprüfung manchmal Gold wert sein!

1. „Mein Pferd stumpft ab!“ – Wenn dem Timing zu wenig Beachtung geschenkt wird

„Ich muss bei jedem Schritt treiben. Mein Pferd wird richtig triebig und ich habe das Gefühl es reagiert kaum noch auf meine Hilfen.“ Mit diesem Problem ist Reitschülerin Meike nicht allein. Vielleicht hattest du bei deinem Pferd auch schon einmal das Gefühl, dass eure Kommunikation gerade nicht funktioniert? Dass ihr nicht harmonisch zusammenarbeitet und dein Pferd nicht präzise reagiert? Die Ursache liegt selten daran – wie häufig angenommen –, dass das Pferd stur ist, keine Gehfreude hat oder seinen Reiter nicht versteht. Das sind die Symptome. Die Ursache für eine nicht funktionierende Sensibilisierung auf feine Hilfen ist ganz oft das Timing des Reiters.

Das Timing der Hilfen im Sattel

In unserem Video „So lernen Pferde Reiterhilfen Teil 3“ erklärt dir Dr. Britta Schöffmann ab Minute 9:45, warum das Timing eine so wichtige Rolle bei der Hilfengebung spielt. Sie zeigt dir vom Sattel aus und mit einigen ihrer Reitschüler, was passiert, wenn du das Timing außer Acht lässt. Es wird deutlich, dass das Pferd die Signale missversteht, wenn du zu häufig im falschen Moment treibst. Die gute Nachricht: Du kannst dein Pferd wieder auf deinen Schenkel sensibilisieren, wenn du weißt, worauf du beim Timing achten musst. Hier geht es direkt zum Video.

Hinweis: Wenn du nicht bei wehorse angemeldet bist, siehst du einen Probeausschnitt. Hier kannst du dich schnell und einfach anmelden.

Tipp von Dr. Britta Schöffmann: Das Timing ist nicht nur beim Treiben entscheidend, sondern zum Beispiel auch beim Loben. Wie diese beiden Dinge zusammenhängen erfährst du im Video.

Im Video „So lernen Pferde Reiterhilfen, Teil 4: Konsequenzen fürs Reiten – Reitersitz“ kannst du dir anschauen, was du in deinem Sitz verändern musst, um dem Timing gerecht zu werden. Probiere die Übungen direkt einmal aus!

Zeitlich abgestimmtes Vorbereiten von Lektionen

In diesem Video mit wehorse-Trainerin Uta Gräf erklärt dir die erfolgreiche Dressurreiterin die Grundlagen des richtigen Timings. Lerne, wie du vorausschauend reitest, Lektionen richtig vorbereitest und im richtigen Moment abfragst.

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Timing bei der Bodenarbeit

Übrigens: Nicht nur beim Dressurreiten ist das richtige Timing der Hilfen entscheidend. In diesem Video mit Jenny Wild und Peer Claßen kannst du beobachten, dass es schon für die funktionierende Kommunikation bei der Arbeit am Boden unerlässlich ist, die richtigen Impulse in genau dem richtigen Moment zu geben. Dein Pferd kennt kein richtig oder falsch, es versteht dich nicht mit Absicht falsch – wenn es nicht so reagiert, wie du es dir gewünscht hast, liegt es an deiner Hilfengebung. Schau dir im Video vor allem die Sequenz ab Minute 06:52 an.

In diesem Video mit der klassischen Ausbilderin Anja Beran kannst du das Timing beim Touchieren im Spanischen Schritt gut beobachten. Wenn Anja den Wallach Degni Shael nicht in genau dem richtigen Moment am Bein touchiert, versteht er die Hilfe falsch und ist irritiert. Achte also beim Treiben, Touchieren und generell bei deiner Hilfengebung auch auf die genaue Schrittabfolge deines Pferdes und setze dein Signal in dem Moment, in dem es für dein Pferd am einfachsten zu verstehen ist.

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2. Die halbe Parade – Wenn Grundlagen am Timing scheitern

Die halbe Parade ist eine DER Grundlagen beim Reiten. Mit ihr macht man das Pferd darauf aufmerksam, dass eine neue Lektion kommt. Sie leitet Tempowechsel innerhalb von Gangarten ein, genauso wie Übergänge zwischen zwei Gangarten. In der fortgeschrittenen Ausbildung fördert sie die Versammlung und die Selbsthaltung des Pferdes. Ohne korrekt gerittene halbe Paraden ist also kaum ein harmonisches und gesunderhaltendes Reiten möglich.

Weißt du wirklich, wie man eine richtige halbe Parade reitet?

Umso schlimmer, dass vielen Reitern nicht bewusst ist, was eine halbe Parade im Detail eigentlich bedeutet und vor allem wie sie ausgeführt wird. Entscheidend ist auch hier das Timing. Eine halbe Parade besteht aus einem Zusammenspiel von Kreuz, Bein und Hand – die falsche Reihenfolge und der falsche Moment dieser Hilfen können sie jedoch zerstören.

Dieses Video ist ein absolutes „Must-See“, wenn es um die halbe Parade geht. Olympiasiegerin Ingrid Klimke zeigt dir, wie eine gute Parade aussieht, ab Minute 02:41 erklärt dir Major a.D. Paul Stecken, worauf es bei der Handhaltung ankommt und ab Minute 05:43 lernst du von Reinhard Koblitz das richtige Timing der Einzelhilfen bei der halben Parade.

In unserem Video „Vom Sitzen zum Einwirken Teil 2“ zeigt Dr. Britta Schöffmann dir mit ihren Reitschülern was passiert, wenn das Timing bei der halben Parade nicht stimmt. Du siehst sehr deutlich, dass das Pferd die halbe Parade völlig missverstehen kann. Im Video lernst du, wie du diese Frustration vermeiden und die halbe Parade in ihrer Komplexität endlich richtig verstehen lernen kannst.

Neues Video mit Uta Gräf: Übergänge mit dem richtigen Timing verbessern

In unserem neuen Video mit Uta Gräf auf der sympathischen Stute Hermine bekommst du großartige Tipps zum Reiten von Übergängen. Ein Herausheben oder Auf-die-Hand-stützen kannst du mit dem richtigen Timing schnell verhindern und deinem Pferd Sicherheit geben. Uta berichtet dir direkt aus dem Sattel was sie fühlt und warum sie wie in welchem Moment reagiert – eine wahre Lernstunde!

Hinweis: Wenn du nicht bei wehorse angemeldet bist, siehst du lediglich Probeausschnitte der Videos. Hier kannst du dich schnell und einfach anmelden.

3. Der fliegende Wechsel – finde den richtigen Moment

Für manche Pferde ist er einfach zu lernen, andere brauchen ewig, bis sie ihn springen können: Der fliegende Wechsel ist eine Lektion, die vom Reiter eine besonders präzise und für das Pferd logische Hilfengebung benötigt. Das geht nur mit dem richtigen Timing.

Uta Gräf zeigt dir in diesem Video, wie du einen fliegenden Wechsel richtig vorbereitest und richtig „hinreitest“. Schau dir an, wie sie mit ihrem Wallach den richtigen Moment für den Wechsel findet und welche Übung ihr dabei am besten hilft.

Ingrid Klimke entwickelt in diesem Video mit der Stute Soma Bay den fliegenden Wechsel aus dem einfachen Galoppwechsel heraus. Du lernst, bei beiden Lektionen auf dein Timing zu achten und im richtigen Moment die Hilfen zum Wechsel zu geben.

In diesem Video mit Dr. Britta Schöffmann kannst du bei der Cavaletti-Übung zum fliegenden Wechsel (ab Minute 11:38) sehr gut sehen, warum es so wichtig ist, dein Pferd in genau dem richtigen Moment umzustellen, die Schenkelhilfe zum Wechsel zu geben und mit der Hand vorzugehen.

Hinweis: Wenn du nicht bei wehorse angemeldet bist, siehst du lediglich Probeausschnitte der Videos. Hier kannst du dich schnell und einfach anmelden.

Fazit: Eine Hilfe ist nur so gut wie ihr Timing

Deine Hilfengebung kann noch so gut, erfahren, präzise oder sanft sein – ohne das richtige Timing leidet die Kommunikation zwischen dir und deinem Pferd. Mache dir also einmal die genaue Schrittabfolge deines Pferdes bei bestimmten Lektionen und in den Gangarten bewusst und hinterfrage kritisch, ob du deine Hilfen wirklich zum richtigen Zeitpunkt gibst. Wann ergibt es für dein Pferd am meisten Sinn? Mit diesen Kleinigkeiten kannst du dein Reiten von dem einen auf den anderen Moment deutlich verbessern – viel Spaß beim Ausprobieren!