Kür-Gold für Glamourdale, Michi Jung dominiert Gelände - Folge 4
Dressur-Emotionen unter Flutlicht und ein spannender Kampf um den Weltmeistertitel in der Vielseitigkeit: Jan Tönjes und Christian Kröber blicken auf den bisher intensivsten Tag der WM in Aachen zurück. Sie sprechen über Charlotte Fry und Glamourdale, Isabell Werths Bronze-Coup und die Bedeutung der Weltmeisterschaft für die olympische Zukunft des Reitsports. Außerdem geht es um Michael Jung und die Ausgangslage vor dem entscheidenden Springen in der Vielseitigkeit.
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Produktion: Olivia Herrmann
Vermarktung: Carolina Hofmann
Podcast Transkript
Dieses Transkript wurde durch eine KI erstellt und nicht gegengelesen.
[SPEAKER 1]
[00:00:02-00:00:07]
Das wehorse Equipages WM-Spezial mit Jan Tönjes und Christian Kröber.
[SPEAKER 2]
[00:00:14-00:00:39]
Es ist Sonntag, der 16.08., der bisher intensivste Tag in Aachen liegt hinter uns mit der Medaillenentscheidung in der Dressur, mit dem Grand Prix Special unter Flutlicht und dem Gelände der Vielseitigkeitsreiter, das die Weichen stellt für das heutige Finale. Zudem ist es das Bergfest, denn die Halbzeit ist inzwischen fast erreicht der Weltmeisterschaften in Aachen. Schönen guten Morgen an dich, lieber Jan.
[SPEAKER 3]
[00:00:39-00:00:40]
Schönen guten Morgen nach Hamburg.
[SPEAKER 2]
[00:00:40-00:02:12]
Lass uns einsteigen mit dem Grand Prix Special. 2006, wenn man mal 20 Jahre zurückgeht, bei der letztmaligen Weltmeisterschaft in Aachen, wurde damals ein Weltrekord aufgestellt, was die Zuschauerzahl angeht. Ich glaube, dieser Weltrekord wurde gestern Abend wieder erreicht. Es war wie 2006 ausverkauft. Knapp über 40.000 Menschen haben zugeschaut. Und das Ganze vor den Augen von reichlich Prominenz, unter anderem der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, die selbst ja einen pferdesportlichen Background aus der Nähe Pferdens hat. Und auch die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, des IOCs, Kirstie Coventry, war da. Viele weitere Ehrengäste. Die beiden sind aber spannend, sprechen wir gleich auch nochmal vielleicht drüber. Es war aber ein absoluter Hexenkessel. Sportlich siegte wie im Spezial Glamourdale mit der Britin Charlotte Fry, die ihren Titel verteidigte mit 91,907% vor der Dänin Katrin Laudrup-Dufour, die ihren Fluch bei großen Championaten in Einzelwertung vorsetzt. Dieses Mal mit Mount St. John Freestyle 91,236. Und Isabel Wert am Ende doch noch auf dem dritten Rang, schlägt sie ganz knapp mit Wendy de Fontaine, Sonic Plus und den amtierenden Europameister Justin Verborgen. Unglaublicher Abend, Jan. Wie schaust du drauf? Also das war ja ein Fest der Dressur.
[SPEAKER 3]
[00:02:13-00:03:32]
Ja, also das war unglaublich. Das muss man sagen. Ich war nun auch schon vor 20 Jahren in Aachen dabei. Und auch das war... Damals schon auch unglaublich und vor allen Dingen, es gab Parallelen. Es gab Parallelen insofern, als dass das Wetter, das klingt jetzt ziemlich banal, aber das weiß, glaube ich, jeder, wenn du da stehst oder sitzt und das ist wirklich eine laue Sommernacht und genau das war das ja gestern. Also du fröstelst noch nicht, aber es ist so mild und es ist so schön und dann Der Himmel, Gott sei Dank, sieht man ja in diese Richtung vom Stadion, nicht irgendwie die Feuer, die rund um Aachen da brennen. Also da wirklich der Himmel ganz dramatisch dann mit so einem Sonnenball, der langsam untergeht. Die Zutaten waren da interessant. Interessanterweise ganz parallel. Ja, und dann muss man sagen, da waren irgendwie 40.000 Leute, bestimmt noch ein paar mehr mit den Stehplätzen dazu. Und von diesen 40.000 Leuten wollten 39.980 Leute einfach Party machen und Dressur genießen. Und das ist dann schon... Ein irres Gemeinschaftsding. Ich will jetzt noch nicht von Gemeinschaftshysterie sprechen, aber sage mal, eine Dressur würde nicht auch, also Emotionen, da sind wir uns einig, das ist ja so und so, aber Dressur sei langweilig. Nee, war es nicht.
[SPEAKER 2]
[00:03:33-00:03:59]
Und ich glaube, gerade vor dem Hintergrund, dass ja auch Aachen, Teil der Bewerbung ist für Olympia Rhein-Ruhr für unter anderem 2036, 2040 die IOC-Präsidentin vor Ort, die ja frisch gekürt ist, der ehemalige IOC-Präsident, der ja ein Deutscher ist, Herr Bach. Ebenfalls vor Ort, hat das ja durchaus auch wirklich einen Renommee-Faktor jetzt für Deutschland als Sportstandort.
[SPEAKER 3]
[00:03:59-00:05:26]
Ja, sicherlich für Deutschland auch. Aber was da halt ganz besonders wichtig sind, und da waren dann auch die Kolleginnen und Kollegen vom Weltreiterverband, von der FEI, Kolleginnen und Kollegen, deswegen, weil die natürlich auch ein Media-Team haben und mit denen habe ich mich danach auch nochmal kurz unterhalten, weil die wirklich angespannt waren, denn natürlich geht es immer darum, bleibt der Reitsport Teil der olympischen Familie? Das ist die erste Frage. Das ist dann wirklich unabhängig davon, ob in Timbuktu oder in Treustorf geritten wird. Und vor allen Dingen auch alle Disziplinen. Und da sprechen wir ja nachher dann noch drüber, über den Geländetag, weil das kommt halt auch noch hinzu. Dass die Kirstie Coventry wirklich den gesamten Tag dort verlebt hat. Und? Und da sah man dann auch ein breites Grinsen bei allen, die da irgendwie eine Relevanz haben im Organisationsteam, allen voran auch Birgit Rosenberg von Aachener Seite, die selber mit ihr noch nicht hatte sprechen können, weil die einfach andere Sachen gemacht hat, aber ihr wurde zugetragen, dass sie doch wirklich... Sehr begeistert und angetan. Und ich glaube, das Wort überrascht viel auch noch war. Also das ist einfach mal vielleicht auch für die Rhein-Ruhr-Bewerbung sicherlich ein Pro gewesen, aber ganz sicherlich ein Riesenpro für den Verbleib des Reitsports bei Olympia.
[SPEAKER 2]
[00:05:26-00:05:42]
Und nur um das einmal auch in Perspektive zu rücken, was da gestern Abend passiert ist, parallel finden ja die Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham statt. Dort ist die Kapazität des Gesamtstadions bei 23.000 Menschen, die sind bei weitem nicht ausverkauft.
[SPEAKER 3]
[00:05:43-00:05:45]
Was sagen wir da? Was sagen wir da?
[SPEAKER 2]
[00:05:45-00:05:46]
Anfänger.
[SPEAKER 3]
[00:05:46-00:05:48]
Naja, Anfänger.
[SPEAKER 2]
[00:05:48-00:06:17]
Und die sind bei weitem nicht ausverkauft. Es findet auch derzeit die Schwimm-Europameisterschaft statt. Klar ist Europameisterschaft nicht Weltmeisterschaft, aber trotzdem mega wichtig. Im Aquatic Center in Saint-Denis vor den Toren Paris, da passen 5000 Leute rein. Aachen hat das Achtfache und die sind ausverkauft. Und wir reden darüber, ob die... Ob diese Disziplin noch olympisch bleibt. Das ist ja eigentlich unglaublich, wenn man diesen Zuspruch erlebt, der in Aachen passiert.
[SPEAKER 3]
[00:06:17-00:07:35]
Ja, wobei, da müssen wir jetzt bei den Schwimmern mal ein bisschen fair bleiben. Ich glaube, es gibt einfach kein Schwimmstadion, wo 40.000 Leute reinpassen. Und ehrlich gesagt, wenn du in der letzten Reihe in Aachen oben sitzt, dann sind diese kleinen braunen Punkte, die da hin und her wackeln, dann irgendwie die Pferde, die gerade irgendwie in der Passage unterwegs sind. Also das ist ja schon schwierig von der Optik her. Jetzt bezogen auf ein Schwimmstadion, das baut ja kein Mensch, das kriegst du ja nicht voll. Da wollen wir fair bleiben. Da wird natürlich, muss man ja ganz ehrlich sagen, auch noch geguckt auf Reach. Das ist ja immer das schönste Wort, Reach, also die Reichweite. Also wie viel wurde das in Streams geguckt oder wie viel Social Media, ganz wichtiger Faktor. Also da gibt es ja so viele Faktoren und natürlich das klassische TV-Courage. Also da wird geguckt, wie viele Leute begeistern sich für diesen Sport, wie lange bleiben sie dran, wie groß ist der Austausch und natürlich dann immer wieder, was ja auch der Weltreiterverband hochhält, wie viele Nationen sind am Start. Also more flags, mehr Flaggen, das ist seit, ich würde sagen, über 20 Jahren schon so ein Schlachtruf, der immer wieder von einem Weltreiterverband ausgegeben wird und deswegen freuen die sich dann eben auch, wenn... irgendwie ein Thailänder eine super Geländerunde reitet zum Beispiel.
[SPEAKER 2]
[00:07:36-00:08:08]
Lass uns das Ganze sportlich einordnen. Also Charlotte Fry mit Glamour Dale. Als die Kür begann, hörte man, wie wir auch beim letzten Podcast schon ein bisschen angerissen haben, diese Aviation Inspired, also der Flugzeugstart, der Beginn. Put your seats in an upright position, fold away the tray table and fasten your seatbelt, ready for takeoff. Das war eigentlich das Motto auch dieser ganzen Kür, die nah am Weltrekord, nah an ihrer persönlichen Bestleistung ging. Es war schon extrem beeindruckend.
[SPEAKER 3]
[00:08:08-00:10:23]
Ja, das war definitiv die Kür, die vollkommen zu Recht gewonnen hat. Mit dem Weltrekord muss man ein ganz bisschen vorsichtig sein. Denn es gelten neue Kriterien in der Bewertung. Und das muss ich sagen, das ist jetzt vielleicht wirklich was für Dressur-Nerds. Der DOD, der Degree of Difficulty, also der Schwierigkeitsgrad, der wird ein bisschen neu berechnet oder da wird ein bisschen anders mit umgegangen. Mache ich mal ein bisschen Eigenwerbung. Es gibt bei meinem Podcast, den ich mit Anja Nils zusammen mache, Erzähl mir was vom Pferd, eine Folge mit der Kürpäpstin Katrina Wüst. Gibt es auch bei Spotify, Apple Music und so weiter. Oder auch bei erzählmirwasvompferd.de. Da hat die das ganz genau erläutert. Und zwar hat man festgestellt, man sah viele Küren, wo so ganz viel, sag ich mal, rumgekriegelt wurde. Also noch eine Schwierigkeit und noch eine Schwierigkeit mit Pferden und auch mit Reiterinnen und Reitern, die das einfach nicht konnten. Also die konnten das theoretisch, die konnten es vielleicht zu Hause auch ganz gut, aber es klappte dann eben nicht auf dem Turnier. Und dann sah das einfach nicht mehr schön aus. Das war irgendwie komplex gedacht. Aber ging nicht. Das ist so ein bisschen, ich kann mir vielleicht auch so ein enges Höschen anziehen, aber ich bin kein Balletttänzer. Sieht einfach doof aus, wenn der Tänzer da rumhüpft auf der Bühne. Und wenn der Tönnies sich zum Affen macht, ist das eine. Aber wenn ein Pferd einfach überfordert wird, das ist genau das, was wir überhaupt nicht sehen wollen, was wir nicht brauchen. Und deswegen ist da dran, nach dem letzten Weltcup-Finale von Forworth, also nach April diesen Jahres, ist das geändert worden. Und dadurch sind die Noten oder können die Noten eventuell ein bisschen tiefer insgesamt ausfallen. Selbst wenn alles super klappt, könnten sie ein bisschen tiefer ausfallen, weil man da eben... Gewisse Dinge verändert hat. Das muss man einfach wissen, um das einzuordnen. Das war halt eine dicke 91 Nummer, die Charlotte Frye Lottie da hin. Fast 92, 91 noch. Ja, genau. Also das war schon, ich bin jetzt wirklich, ich halte mich schon für ein bisschen Kompetenz, aber ich bin jetzt nicht so weit, dass ich sagen würde, Das wäre vor allem ja der sehr dritten 94 gewesen, weiß ich nicht. Das glaube ich jetzt nicht, aber das war einfach schon klasse. Aber wie gesagt, mit Weltrekon und dem Vergleich ist das manchmal ein bisschen schwierig.
[SPEAKER 2]
[00:10:23-00:11:19]
Obwohl man, ich bekomme das, wenn ich auf den Events bin und diese Art von Richtverfahren am Start, Das ist auch mit häufiger. Und ich denke mir, für einen Normalsterblichen, der vielleicht ein, zweimal das im Jahr auf dem Event schaut, ist es kaum noch transparent verständlich, wie sich das dann zusammensetzt. Mit dem DOD, dem Degree of Difficulty und so weiter. Es ist ja inzwischen so, mathematisch geworden, dass ich mich im Verständnis der Zusammensetzung des Resultats manchmal auch zurücklehne und sage, okay, ich verstehe es eh nicht 100%, warum jetzt 9,8 und jetzt 9,9 und dann ein anderer Faktor dort hinten. Das ist schon sehr, sehr intransparent meines Erachtens. Ist natürlich ähnlich, ist wie in jedem Sport, in jeder Sportart. Man möchte natürlich da auch irgendwo die Gerechtigkeit voranstellen. Guckt man sich Diskussionen um den VAR im Fußball an, ist es ja ähnlich.
[SPEAKER 3]
[00:11:19-00:11:26]
Ja, ist eigentlich auch so ein bisschen wie Steuererklärung. Verstehe ich auch nicht, aber da sagt jeder, der im Thema drin ist, ja wieso, ist doch transparent.
[SPEAKER 2]
[00:11:28-00:11:49]
Genau. Zweite wird Cathrine Laudrup-Dufour mit Freestyle, die ihren Fluch fortsetzt bei Einzelentscheidungen auf großen Championaten, die aber trotzdem eine wirklich tolle Kür ritt, die natürlich jetzt das Pech hat, dass Glamour Dale in der quasi auch unglaublich gut in Form ist. Und damit die Silbermedaille erringt.
[SPEAKER 3]
[00:11:49-00:12:59]
Ja, und das hat sie aber betont. Sie hat sich ja wahnsinnig selber über sich selbst geärgert nach dem Grand Prix Special. Da hat sie gesagt, ich bin wirklich enttäuscht. Freestyle ist in der Form ihres Lebens und sie hätte... der einfach eine Reiterin verdient, die auch in der Form ihres Lebens war. Und das war sie im Grand Prix bisher nicht so. Jetzt, gestern sagte sie, heute ist es wirklich so, dass es sich anfühlt, ich habe nicht irgendwas verloren, ich habe Silber gewonnen. Und sie war wirklich glücklich, weil sie sagt, die Stute hat nicht einen... Huftritt falsch gemacht und so nach dem Motto, besser ging es eigentlich nicht. Und das ist dann wirklich ein bisschen Pech, wenn so ein Flugzeug wie Glamour Dale dann wirklich mit seiner Grundqualität von den Grundgangarten und wenn dann noch alles klappt, dann ist das halt schwer zu schlagen. Das war eine schöne Kür, die hat mir gut gefallen. Das war mit 80er Jahre Musik. Also 80er Jahre hatten wir häufiger, fand ich ganz interessant. Ich glaube, da schielen die auch danach, dass viele der Richterinnen und Richter so 60 plus sind. Das geben die ganz unverhohlen zu, die Reiter, wenn du die fragst. Klar, die sagen...
[SPEAKER 4]
[00:13:01-00:13:03]
Man muss das Ergebnis ja optimieren, also das ist ja klar.
[SPEAKER 3]
[00:13:03-00:14:26]
Naja, gut, klar. Also ich meine, stell dir mal vor, da sitzt so ein... Arrivierter 67-Jähriger und dann haust du dem irgendwie 2020er Upa-Upa-Upa-Upa-Upa-Dinger um die Ohren. Das funktioniert einfach nicht. Aber wenn die da sitzen und die können so ein bisschen mitwippen und so ein bisschen innerlich mittrellern und Das war dann bei Katrine Mann eben. Wirklich viele. War auch eine witzige Mischung. Also da war ein bisschen Rick Astley, so together forever und sowas drin. Und dann am Ende Nothing's Gonna Stop Me Now, Foreigner. Also das war die Bandbreite dessen, was man auf einer Party in den 80ern gehört hat. Und dazu eben wirklich auch tolle Lektionserfolgen, super losgelassen, toller Schritt auch. Boah, ich meine Flutlicht, über 40.000 Leute, die Atmosphäre und dann läuft die da lang und schreitet aus. Und das ist schon... Das klingt immer ein bisschen doof, aber ich kann mich so ergötzen an dem Schweif dieses Pferdes. Nicht, weil er besonders buschig wäre, das auch. Sondern weil die wirklich, der einfach da pendelt und also natürlich, wenn die dann mal eine Hilfe gibt, dann kommt auch ein bisschen mal Einschweifschlagen, aber normalerweise ist das wirklich alles... Calm, wie man so schön sagt auf Englisch. Also es ist alles so weich und fließend und das war toll.
[SPEAKER 2]
[00:14:27-00:14:54]
Sie hat sich aber eine Sache abgeguckt bei ihrer Kollegin Katharina Hemmer, die im Übrigen, wie wir ja prognostizierten, nicht an den Start gegangen ist. Sie ist nämlich reingeritten und hat das Publikum mit der Seid bitte leise Geste einmal kurz beruhigt. Das hat ja Katharina Hemmer bei ihrem Ritt auch gemacht im Grand Prix Special. Ganz spannend, dass das jetzt gemacht wurde, weil dann doch, gerade wenn es reingeht, vor der Prüfung ein bisschen Ruhe dem einen oder anderen Paar hilft.
[SPEAKER 3]
[00:14:54-00:15:37]
Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Und vor allen Dingen in dem Fall ist es natürlich auch ein ewig langer. Also normalerweise ist es ja so, dass du gerade einmal ums Viereck reiten kannst, auch in den Stadien. Aber da bist du ja ewig unterwegs. Also deswegen hat man ja auch das so gemacht, dass die Reiterinnen und Reiter nicht von hinten bei A irgendwie in den eigentlichen Viereckbereich, also ich sag mal auf den Sand, Platz geritten sind, sondern dass die vorne gleich da an der kurzen Seite bei C eingestiegen sind. Sonst wäre es einfach vom Zeitplan gar nicht machbar gewesen, weil die Dimensionen eben so weit sind in Aachen. Und ja, genau, der Cutter-Finger, wie wir jetzt mal so als Fachleute sagen, der hat da wunderbar funktioniert.
[SPEAKER 2]
[00:15:37-00:15:40]
Also der Cutter-Finger von Katharina the Hammer Hammer.
[SPEAKER 3]
[00:15:40-00:15:53]
Genau. Die habe ich übrigens getroffen gestern noch, morgens. Weil die Westfälische Hausfrau ist solche, die räumt natürlich dann auf, wenn sie nichts zu tun hat, hat erstmal Pfand weggebracht. So, jawohl, im Supermarkt.
[SPEAKER 2]
[00:15:53-00:15:54]
Oh, ist auch wichtig.
[SPEAKER 3]
[00:15:54-00:15:55]
Ja, natürlich.
[SPEAKER 2]
[00:15:55-00:16:03]
Ach, ihr habt euch am Pfandautomaten getroffen. Im Rewe oder beim Hitmarkt hoch die Straße Richtung Innenstadt?
[SPEAKER 3]
[00:16:03-00:16:20]
Oh, du bist am Thema, genau, beim Hitmarkt. Also ich... Tatsächlich beim Rausgehen. Ich bin ja glutenfrei und das ist ein bisschen schwierig im Turnier. Und habe mir dann so ein paar Energiedinger besorgt und so ein paar Haferriegel. Und dann beim Rausgehen habe ich sie getroffen, ja.
[SPEAKER 2]
[00:16:20-00:16:24]
Wurdest du schon angesprochen auf die Meisterfeier, wo wir das Bier zapfen werden dann oder noch nicht?
[SPEAKER 3]
[00:16:24-00:17:02]
Nee, das nicht, aber die britische, von British Equestrian. Die Pressechefin hat gesagt, sie würden jetzt wirklich an dem Yorkshire-Termin arbeiten. Und ich hatte gesagt, okay. Es ist kein Spruch, war es auch wirklich. Also das Ding geht rund. Und Becky Moody hatte ich dann kurz getroffen, hatte ihr dann gratuliert, toller Ritt. War ja auch eine super Kür zu den Beatles-Melodien. Beim Gehen dann allerdings, die waren ja noch ein bisschen am Feiern und dann sagte sie, oh, thank you und bla bla bla. Und dann habe ich nur gesagt, I'm the guy from the podcast. Ah, yes, yo, you. Das war wirklich witzig, ja.
[SPEAKER 2]
[00:17:02-00:17:06]
Becky, we are confirming. We are coming to Yorkshire.
[SPEAKER 3]
[00:17:06-00:17:08]
Ja, find a sponsor for the flight.
[SPEAKER 2]
[00:17:09-00:17:17]
Ja, da fliegt bestimmt Ryanair. Also die paar Kruben kriegen wir noch zusammen, um mit Ryanair irgendwie auf die britische Insel zu kommen.
[SPEAKER 3]
[00:17:17-00:17:19]
Ja, genau. Wir nehmen die Stehplätze, die sind billiger bei Ryanair.
[SPEAKER 2]
[00:17:20-00:17:58]
Wenn man sich dann anschaut, Bronzemedaille. Isabel Wert mit Wendy de Fontaine. Es war pure Aura. Es war die Huldigung Aachens, auch der Dressurgöttin, sie haute alles raus. Sie sang mit auf der Schlusslinie, ritt einhändig. Und mit dieser Schlusslinie ging das Resultat dann auch oberhalb von Sonic Plus und Justin Verboomen. Wie ich fand, ich habe nicht mitgerechnet, ihr kennt meinen Tipp aus der letzten Folge, ich hätte gedacht, dass Justin Verboomen auf 3 geht. Es war eine absolute Willensleistung.
[SPEAKER 3]
[00:17:58-00:20:02]
Ja, also... Isabel ist da reingeritten und sie hat einfach gesagt, wenn du dann da draußen abreitest und während die anderen ja immer sagen, sie sind wahnsinnig im Fokus und kriegen nichts mit, das wird dann auch so sein, wenn sie das sagen, aber sie sagt, wenn du dann immer diese Wertung holst, 90%, 88%, da gab es ja nur eine Devise, vorwärts. Und dann ist sie halt auch reingeritten, hatte natürlich... Natürlich muss man schon sagen, wieder Fehler in den Serien wechseln, aber nur einmal. Und tatsächlich, die letzte Linie hat es gemacht. Das ist ja eine Linie, ich würde es mal auch fast eine Isabel-Wert-Linie nennen. Das kennt man aus den Kühen schon zumindest von Belarus und noch viel mehr von Weigold. Dieses so ein bisschen zickzackmäßige, immer so hier wieder 90-Grad-Wendung, Passage, dann nochmal ein bisschen Piaf-Pirouette und am Ende nochmal 360-Grad-Piaf oder eine Fächer-Piaf hin und her und so. Also das ist eine Linie, Das kann die Stute Passage Piaf. Und da gibt es dann natürlich nochmal richtig Zehen. Und die haben es dann sicherlich am Ende gemacht, ja. Und man muss auch sagen, Gisela Verboom, das war für mein Dafürhalten die beste der drei Prüfungen von dem Paar. Aber das war immer noch nicht das, was wir im letzten Jahr gesehen haben. Also vielleicht ist es jetzt auch so, letztes Jahr war es dieser Überraschungseffekt. Dann denkst du so, oh. Wow, da kommt einer aus dem Nichts. Keiner kennt ihn. Dann fängst du an zu recherchieren, wie hat irgendwie mit Lusitanus gearbeitet, was? Und das Pferd ist auch irgendwie, oder die Mutter ist Hannoveraner Stute, aber hat auch mal mit dem Lusitanus-Hengst empfohlen gehabt, was, was, was, was ist denn das? Jetzt guckt man auch mal genauer hin. Also das hat man damals auch gemacht. Aber irgendwie so, ja wie gesagt, es war immerhin der Beste der drei Prüfungen für meine Dafürhalten. Die beste Prüfung, aber nicht das vom letzten Jahr.
[SPEAKER 2]
[00:20:02-00:20:26]
Aber ich habe das mal auch jetzt beobachtet, nachdem du es im Podcast das letzte Mal sagtest. Ist er ein Reiter, der auf großen Championaten reiten möchte? Und er wirkt natürlich sehr angespannt, gerade bei der ersten Grußaufstellung, finde ich, denkt man jedes Mal, ich habe mir die drei Prüfungen nochmal angeschaut, dass er auch eine gewisse Anspannung mitbringt, wenn er reinkommt.
[SPEAKER 3]
[00:20:26-00:22:06]
Also Reiten ist ein Denksport, Reiten ist ein Sport für mental starke Menschen. Und da musst du dich fokussieren. Und das ist Druck. Und in der Weltspitze ist immer Druck. Und das kannst du nicht üben. Du kannst ja auch nicht vor 40.000 Leuten unter Flutlicht Kühe reiten üben. Geht einfach nicht. Musst du halt machen. Tatsächlich habe ich auch da über unser Gespräch nochmal nachgedacht. Und zwar am Ende der Kür. Weil da hat er wirklich... Da hat er dann auch irgendwie so gemacht und so. Also da ist er wirklich aus sich rausgegangen. Da war er total locker. Da ist vielleicht wirklich auch nochmal so, so eine Riesenlast von ihm abgefallen in dem Moment, wo man wirklich sagt, okay, vielleicht auch, weil er auch selbst gemerkt hat, so, ja, Mensch, geht ja doch, war sicherlich der beste Test oder so. Vielleicht hat er dann eben auch in den klassischen Prüfungen gesagt, ich muss hier nochmal 0,5 mehr rausholen und da nochmal 0,5 mehr und hat dann vielleicht einfach mehr gedrückt, als er das sonst gemacht hätte. Wobei das in keiner Sekunde so aussieht, als würde der Quetschend da drauf sitzen. Nicht, dass man da falsch verstanden wird. Aber dass man, ja, dass dieses schöne, leichte, was ihm diese vielen Punkte gegeben hat, vielleicht durch dieses so, ich kriege das, Ich kriege die Beine, sage ich mal, nochmal fünf Zentimeter höher. Dass das darunter gelitten hat. Aber naja, Spekulation. Auf jeden Fall fand ich das gestern Programm anspruchsvoll. Das war auch gut. Das war auch, meine ich, fehlerfrei. Die Musik, puh, ist ja Geschmackssache. Über Geschmack kann man streiten. Da kann man nicht streiten. Sollte man. Das ist so ein bisschen so eine Orchestersoße, da ist Luft da oben, finde ich.
[SPEAKER 2]
[00:22:06-00:23:34]
Also, lieber Jan, wenn wir auf unsere beiden Tipps schauen, Props an dich. Du hast das völlig perfekt getippt. Charles Frey 1, Katrin Ladop de Four 2, Isabel Wert auf 3. Ich hatte ja die Bronzemedaille noch gedreht, nämlich Belgien mit Justin Verboomen auf 3. Es war ein Wimpernschlag, aber Congrats. Rats an dich. Punktlandung. Gut, dann heute die nächste große Entscheidung, nämlich bei den Vielseitigkeitsreitern, die gestern ihr Gelände hatten. Nach dem Gelände in der Mannschaftswertung die Briten in Front vor Deutschland und... Überraschenderweise der der Schweiz, hopp die Schweiz, die derzeit auf dem dritten Rang sind, Irland, USA, Frankreich, die weiteren Plätze in der Einzelwertung, Michael Jung mit Fischer Chipmunk FRH auf 1, 23 Punkte. Grafalo, Rosalind Cantor, 23,4 Punkte, zweiter Rang. Laura Collette, 23,6 Punkte, der dritte Rang. Und dann sind es fünf Punkte zum viertplatzierten derzeit Tom McEwan mit Dublin. Christoph Wahler arbeitet sich vor auf den fünften Rang. Und wenn man jetzt aus Einzelsicht spricht, Michael Jung auf Goldkurs.
[SPEAKER 3]
[00:23:35-00:25:57]
Ja, ist er. Aber, und da will ich überhaupt nicht um, also ich glaube jeder, jeder, außer den Briten, würde sich, glaube ich, freuen, wenn die großartige Karriere von Chip Bank, von Chip hier in Aachen mit dem Weltmeistertitel enden würde. Ich meine, vor acht Jahren ist der Entschreien, damals noch unter Julia Krajewski, ja auch schon ein Schamperat gegangen. Der amtierende Olympiasieger, wissen wir alles. Das Springen wird schwer. Das ist ein großes Stadion. Wir sprachen, glaube ich, ansatzweise auch gerade. Das kennen die Vielseitigkeitspferde so nicht. Also die sind zwar relativ cool, die kennen auch Leute, die sie anfeuern, wobei also 35.000 Leute mit Flaggen und Transparenten und sonst was, jeder, jeder, wirklich jeder, der im Ziel war. sagte, dieses Publikum und wow, this amazing crowd. Also das war irre, wie wirklich jeder Reiter, jede Reiterin da getragen wurde. Aber zurück zu Chipbank. Also natürlich wünschen wir dem eine Nullrunde. Das wäre super. Nun muss man einfach realistisch sagen, Chipman kann auch mal einen Springfehler machen. Das können die aber in der Spitze alle. Insofern ist da eine vollkommen realistische Chance. Und wie gesagt, ich will da überhaupt nichts herbeireden. Vor vier Jahren war es ja wirklich ein Desaster. Das war, glaube ich, der schlechteste Parcours in Pratoni del Vivaro bei der Weltmeisterschaft, wo Michi dann wirklich am letzten Sprung hat er dann wirklich noch... Nicht nur den Weltmeistertitel, sondern glaube ich auch noch eine Podiumsplatzierung verloren. Ja, also das war wirklich tragisch, das war ganz schrecklich. Aber das ist vergessen, das ist Geschichte und wir gucken nach vorne. Also das geht Walter, also Lordship Scraffalo von Rosalind Cantor. Der ist ein sehr guter Springer. Das ist ja wirklich die Konkurrenz der Überpferde. Das ist ja Wahnsinn, was da ist. Ich meine, so ein Chipmann, wie gesagt, Olympiasieger. Grafalo dreimal Badminton gewonnen. Der nackte Wahnsinn, dieses Pferd, ja. Und spannend ist ja auch noch der Stamm von Grafenstolz, ab dem Michi ja wiederum im Sport geritten hat, zum Weltmeister der jungen Vielseitigkeitspferde damals und auch bis vier Sterne geritten hat. Also, so. Dann haben wir Dublin.
[SPEAKER 2]
[00:25:57-00:26:01]
London. Ja, wir gehen durch die europäischen Hauptstädte jetzt.
[SPEAKER 3]
[00:26:01-00:26:07]
London, Laura Collette. Ach, die europäischen Hauptstädte, ja. Also Paris war ja auch, nee, Paris war nicht da. Nein, aber...
[SPEAKER 2]
[00:26:07-00:26:10]
Nicht zu wechseln mit Yorkshire übrigens, aber das ist was anderes.
[SPEAKER 3]
[00:26:10-00:28:02]
Ich weiß jetzt auch nicht, was die Hauptstadt von Yorkshire ist. Also wir haben dann, dann haben wir London mit Laura Collette. Ein Wahnsinnspferd, ein tolles Pferd. Europameister am Tiern da. Und zweite bei den Olympischen Spielen, Silbermedaille. Also, der ist ja auch für geboren, der Junge. Der ist ein norddeutscher Junge und der ist... Er kann auch mal einen Fehler machen, können die alle, wie gesagt, aber das ist eben auch ein ganz, ganz tolles Pferd, das ist alles drin. Dann Tom McEwen, der einfach ein super starker Reiter ist und da haben wir dann Dublin. Auch nochmal ein richtig gutes Pferd. Und Krischi, das war natürlich Wahnsinn. Der ist ja als Einzelreiter unterwegs. Das ist ja in der Vielseitigkeit so, dass neben den vier Mannschaftsreitern auch noch ein Einzelreiter benannt werden kann. Und Dacor, der ist da drüber galoppiert. Das war ja, also das war ja der Hammer. Das war eine solche Freude, wie dieses große Pferd da lang galoppiert. Und da muss man aber auch sagen, ich zitiere aus dem Kopf, nicht ganz vollständig, aber glaube ich ziemlich dicht dran am Original in den Mühlen, nachdem er dann da doch auch nicht ganz unbeschadet aus dem Stangenparcours gekommen war, hat Chris in diesem Jahr gesagt, wir wissen alle, dass das Springen, Das Parcourspringen nicht gerade da Kurs Lieblingsdisziplin ist. Also, aber wie gesagt, ich meine, die haben alle einen schweren Kurs und das war richtig schwer, richtig kringelig, technisch der Wahnsinn. Das war ja so unübersichtlich, dass sie wirklich nochmal abgegangen sind, nochmal abgegangen. Das haben die Pferde alle in den Beinen, in den Füßen. Das wird eine so spannende Geschichte heute. Alles ist drin und ja, ich bin für Weltmeister Michi.
[SPEAKER 2]
[00:28:03-00:28:29]
Lass uns, bevor wir gleich zu unseren Tipps kommen, noch einmal über Ulzenos Nickel und Julia Karewski sprechen, die als Führende nach der Dressur hineingingen ins Gelände, die dann aber 13,6 Punkte... Leider sich einhandelte im Galende, die aber keinen Fehler hatte. Das zeigt ja auch diesen technischen Kurs, diesen, wie du sagtest, kringeligen Kurs. Ich habe auch immer gedacht, okay, jetzt geht es hier nochmal lang und dann geht es da nochmal lang. Ja, wie konnte das passieren?
[SPEAKER 3]
[00:28:29-00:30:28]
Ach, das ist das. ist gar nichts passiert. Das war eigentlich mit Ansage, das war vorauszusehen. Nickel ist so ein Beispiel, wie ein Vielseitigkeitspferd galoppiert. Insofern, als dass man den sieht und das sieht ja immer toll aus. Der galoppiert aufwendig und so weiter. Und dann denken ja viele Leute, oh, der hat ja eine tolle Galoppade. Aber da hat man dann leider so ein bisschen die Trossursicht. Der galoppiert eben zu aufwendig. Also ein Vielseitigkeitspferd muss räumend galoppieren. Und es ist ja klar, je größer von der Mechanik, desto weiter der Weg nach unten auf dem Boden. Und wenn die so ein bisschen flacher galoppieren, da kommen ja teilweise Pferde an, da sagst du, das Pferd soll geländig gehen. Also es geht mir heute noch, ich weiß schon, wie ein Viehseiligkeitspferd zu galoppieren hat, aber dann sehe ich trotzdem nochmal manche und die bleiben dann in der Zeit und dann denkst du so, wie geht das? Also dieses etwas Flache, also die müssen sich strecken können. Das ist bei Nickel einfach nicht so gegeben. Diese Galoppade sieht immer toll aus. Die ist natürlich auch toll, das ist ein tolles Pferd, um Gottes Willen. Aber er kann eben nicht so viel Meter wegmachen. Also Meter, sagen wir mal Zentimeter. Ich bin jetzt mathematisch so, geht so. Aber stell dir vor, jeder Galoppsprung ist nur 10 Zentimeter kürzer als bei der Konkurrenz. Wie viele Galoppsprünge der mehr machen muss ins Ziel. Und dann ist es das nächste, kringelig, okay, der ist richtig und ich meine, das war ja das... Bei einem Stilspringen. Entschuldigung. Also wenn es eine Stilweltmeisterin für Geländereiten gibt, da gibt es viele Anwärter. Da ist Ross Cantor, da ist sicherlich auch Laura Collette, Tom McEwen, kannst du immer super sehen. Michi ist ja so und so Gott. Also und so weiter und so fort. Julia, das sah ja wirklich aus, dass ich dachte, ach, da haben die Kollegen von WeHors irgendwie gesagt, wir machen mal einen Lehrfilm und so. Ja, so, okay, jetzt habe ich das Projekt verraten, sorry. Aber ist ja auch ein tolles...
[SPEAKER 2]
[00:30:28-00:30:35]
Zu finden übrigens auf www.wehors.com. Tatsächlich machen wir mit Julia schon seit einiger Zeit, was?
[SPEAKER 3]
[00:30:35-00:30:35]
Ja.
[SPEAKER 2]
[00:30:35-00:30:37]
Aber das nur am Rande erwähnt.
[SPEAKER 3]
[00:30:37-00:32:00]
Ja, genau. Also das ist wirklich so. Dann das nächste ist, da gab es ja eigentlich auch kaum eine Galoppstrecke, wo du da mal richtig Hackengas geben kannst. So was braucht so ein Nickel dann nochmal mehr, dass der richtig ins Laufen kommen kann. Und das gab es da einfach nicht. Das Geradeste war eigentlich die erste Strecke bis 5 da hoch. Erstmal legst du dich am Anfang natürlich nicht auf den Hals, sondern da müssen die erstmal ins Galoppieren und ins Atmen kommen. Zweitens war das leicht ansteigend, also dann ist dieser Effekt lange Strecke auch schon wieder ein bisschen reduziert. Und danach ging es ja irgendwie nur noch landen rechtsrum, linksrum. Irgendwie, du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Hier das Koffeln, da die Sunken Road. Und dann, ja, dann mal 30 Galoppspringer. Dann irgendwie der Trakeener. Dann ein bisschen geradeaus. Dann zup, zup, zup. Da war einfach keine Möglichkeit zu sagen, so und jetzt hier, da, mal richtig. Und ich meine, wie schnell musst du galoppieren, um vielleicht zwei Sekunden rauszuholen, die dann ja am Ende auch schon mal 0,8 sind. Aber so ein bisschen enttäuscht war Julia dann doch, schien mir das im Ziel. Ich bin mir sicher, dass sie losgeritten ist und wusste, es ist nicht sehr realistisch zu glauben, dass ich meine Spitzenposition nach der Trossur auch noch nach dem Gelände werde innehaben können.
[SPEAKER 2]
[00:32:00-00:32:40]
Heute das Springen. Dort ist es von der Arithmetik relativ simpel. Vier Punkte sind vier Punkte. Und so weiter und so fort. Die werden dann aufaddiert auf das Ergebnis, was jetzt da ist. Mit 23 Punkten Michael Jung, Laura Collette auf dem dritten 23,6. Also die können sich, wenn sie alle 0 gehen, alle keinen Fehler erlauben, wenn das Ranking so bleiben soll. Dann ist schon ein kleiner Gap mit 5 Punkten auf Tom McEvan. 28,6 und Christoph Wahler 29,4. Jetzt ist ja die große Frage, www.glaskugel.de, wer holt denn den Pott heute nach Hause, lieber Jan?
[SPEAKER 3]
[00:32:40-00:33:41]
Schwierig. Freut mich, dass wir da noch drauf zu kommen, weil man muss wirklich auch noch die beiden anderen Mannschaftsweiteren erwähnen. Ich meine, Libussa Lübecke und Cara Mia, ja. Selbstgezogenes Pferd der Familie. Sie hat darauf quasi ihre internationale Karriere bei den Junioren angefangen. Die Stute ist 16, die geht seit zehn Jahren internationale Prüfung und die ist bis jetzt in jeder Geländeprüfung angekommen. Die hat nicht einmal einen Stopp gehabt, dass die raus war. Unfassbar. Die war ja Pathfinder, erstes Pferd. Und da weiß jeder, Karamir ist jetzt nicht super schnell. Aber hatte ein bisschen Pech mit der Mist Flag, also nochmal neun Strafpunkte, weil sie da so ein bisschen weit abgedriftet war im Wasser. Aber ein... Einfach ein tolles Paar. Und das macht diesen Sport auch so besonders. Diese Partnerschaft irre. Das muss man schnell sagen. Und natürlich der Superchemie. Kalitos Quidditch K. Für die Züchterin. Wir haben Kühl. Grüße gehen raus. Und Marlin Hansen-Hotop, die ja super geritten ist. Also ich meine, die ist ja auch noch... Zehnte, Elfte, glaube ich, ist sie momentan.
[SPEAKER 2]
[00:33:41-00:33:41]
Elfte gerade.
[SPEAKER 3]
[00:33:42-00:34:02]
Ja, genau. Also das ist und auch eng. Also das heißt, die haben wir auch noch. Auf der Papierform muss man ja leider sagen, wird Großbritannien Weltmeister. Das sind drei absolute Ausnahmeathleten und Athleten, die wir da haben. Sowohl was die vier als auch die zwei Beine anbelangt. Aber die sind ja nur noch zu dritt.
[SPEAKER 2]
[00:34:02-00:34:08]
Stimmt. Jammer Stevens ist das jetzt schon sichere Streichergebnis, weil sie nicht durchs Gelände gekommen ist.
[SPEAKER 3]
[00:34:08-00:35:11]
Genau. Also mittlerweile gibt es dann da ja nur noch 200 Miese. Also 200 Strafpunkte, wenn jemand ausfällt. Früher waren es mal 1000. Aber die ist halt raus. Das heißt, jede Stange, die aus der Auflage hüpft, zählt definitiv. Und dann liegen die halt knapp. oder gut drei Abwürfe vor Deutschland mit drei Pferden, also mal einen am Bein, kann passieren. Würde allerdings, fernishalber muss man das natürlich auch sagen, bedeuten, dass die Deutschen, aber davon gehen wir ja aus, alle Null springen. So, also da ist noch, das kann noch spannend werden. Letztes Jahr, vor vier Jahren bei der Weltmeisterschaft in Pratoni del Vivaro, da in der Nähe von Rom, da war das ein Krimi, das Springen. Also wirklich nach jeder Runde war das ganze Tableau in der Mannschaft wieder durcheinander gewirbelt. Ja, gut, aber du wolltest keine langwierigen Erklärungen eines Alterfahrenen. Du wolltest einfach nur hören, 1, 2, 3, oder?
[SPEAKER 2]
[00:35:11-00:35:14]
1, 2, 3, give it to me, give it to me, Jan.
[SPEAKER 3]
[00:35:14-00:35:18]
Okay, also 1 Deutschland, 2 Großbritannien, 3 Schweiz.
[SPEAKER 2]
[00:35:18-00:35:39]
Okay, ich sage, in der Mannschaftswertung bleibt es so eingemauert, wie es jetzt ist. Ich glaube, mit drei Abwürfen, die sich die Briten leisten können, haben sie genug Puffer. Großbritannien wird Weltmeister vor Deutschland und... Ach, die Schweiz. Ich finde die Schweiz so sympathisch, die kommen auf den dritten Rang. Einzel.
[SPEAKER 3]
[00:35:40-00:36:11]
Und da ist ein tolles Pferd, das muss man sagen. Also Erin von Melody Jona, Schimmelstute, Schneeweiß. Aber in Avange, beim letzten Test, letzte Quali auch für die Deutschen, da hat die auch vorne gelegen nach dem Gelände und dann kam der Parcours. Und das war Preis der Raiffeisenbank. Wir machen den Weg frei. Also da war... Da waren, glaube ich, zwei um. Ich meine, das kann passieren, das ist ein unerfahrenes Pferd, das in den Sport wächst. Aber wenn du die im Gelände siehst, da geht dir das Herz auf. Ein so tolles, tolle Stute.
[SPEAKER 2]
[00:36:11-00:36:31]
Einzel. Einzel wird jetzt richtig tough. Das müssen wir auch noch kurz tippen. In aller Kürze. Ich fange mal an, weil ich muss sagen, das ist... Ich sage, Michi Jung holt das Ganze. Um, Christoph Wahler hält das Ergebnis, bleibt auf 5. Und dann Rosalind Cantor und Laura Glenn. Ich glaube, es bleibt so. Ich glaube, die bleiben vorne alle null.
[SPEAKER 3]
[00:36:32-00:36:59]
Also ich bin jetzt so ein bisschen mehr auf der Abteilung Hoffnung als auf der Abteilung nüchterne Analyse unterwegs. Ich sage, Michi wird Weltmeister mit Chip und verabschiedet ihn dann vor einem begeisterten Crowd hier in Aachen. Das wäre ein Traum. Ross Cantor definitiv auf zwei. Also Ross ist so stark und er springt so gut. Und dann würde ich eher Tom McEwen sehen als Laura Collette.
[SPEAKER 2]
[00:37:00-00:37:16]
Ja, aber da muss ich auch ganz ehrlich sagen, da fehlen mir auch die Einschätzungen bei den Vielseitigkeits-Einzelreitern. Aber sei es drum. Lieber Jan, heute ein spannender Tag. Es geht los um 10.15 Uhr mit der Verfassungsprüfung und ich muss noch ein Newsletter schreiben.
[SPEAKER 3]
[00:37:17-00:37:19]
Den Newsletter, der ja auch in den Show Notes zu finden ist.
[SPEAKER 2]
[00:37:20-00:37:35]
Genau, also wenn ihr noch den Daily Newsletter von Jan und seinem Team erhalten möchtet, in den Show Notes findet ihr alles dazu. Und ja, uns allen einen schönen Vielseitigkeits-Tag. Tag in Aachen. Und wir hören uns dann im Verlauf, lieber Jan. Schönen Tag.
[SPEAKER 5]
[00:37:36-00:37:38]
Alles klar, vielen Dank. Viel Spaß in Hamburg. Ciao.
[SPEAKER 2]
[00:37:38-00:37:39]
Tschüss.







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